Call for Papers: Contextualizing Bankruptcy

Mittwoch, 20. September 2017

Bewerbungsschluss: 31. Oktober 2017

Deutsches Historisches Institut Paris

Workshop „Kontextualisierungen des Konkurses. Öffentlichkeit, Raum und Zeit (Europa, 17. bis 19. Jahrhundert)“

Obwohl Insolvenzen eine Ausnahmesituation im Leben eines Kaufmanns darstellen, haben sie eine erhebliche Erklärungskraft für alltägliche Routinen ökonomischer Akteure, für deren Erfahrungsraum und Erwartungshorizont. Deshalb können wir die Ausnahme des ökonomischen Scheiterns als Indikator für die Regel nutzen.

Angesichts des langen, uneinheitlichen und unregelmäßigen Übergangs vom Handels- zum Industrie- und Finanzkapitalismus sollen in diesem Workshop Frühneuzeit- und 19. Jahrhundert-Historikerinnen und –Historiker in Dialog miteinander treten. Um verschiedene Formen der Kontextualisierung von Konkursen zu untersuchen, werden drei Untersuchungsachsen vorgeschlagen: Verdecken und Aufdecken/Geheimhaltung und Öffentlichkeit; Ökonomischer Raum und Rechtsraum; Zeit und Zeitlichkeit von Narrativen der (In-)Solvenz.

Den Workshop zum Thema „Kontextualisierungen des Konkurses. Öffentlichkeit, Raum und Zeit (Europa, 17. bis 19. Jahrhundert)“ richtet das DHIP am 19. und 20.03.2018 gemeinsam mit dem Laboratoire de Recherche Historique Rhône-Alpes LARHRA (Lyon), dem Institut Universitaire de France (Paris) und der Ludwig-Maximilians-Universität (München) aus.

Bewerbungsfrist: 31. Oktober 2017