Seit Jahren wird eine intensive Debatte um den Vernichtungskrieg geführt, den das Deutsche Reich zwischen 1939 und 1945 geführt hat. Eine umfassende Darstellung zum Krieg der Wehrmacht und der Waffen-SS in Italien fehlt bislang. Es sind weder die genaue Zahl und Verteilung der deutschen Einheiten bekannt noch die Umstände von Tötungen und Verwundungen im Rahmen von Kampfhandlungen an der Front oder im Partisanenkrieg. Memoiren und Berichte in offiziellen Kriegstagebüchern haben sich bei Detailrecherchen nicht selten als fehlerbehaftet erwiesen. Die vorliegende Datenbank versteht sich als Forschungs- und Arbeitsinstrument sowohl für die Fachhistoriker als auch für institutionelle oder private Forschungen im kommunalen Bereich. Die Zusammenstellung der Daten hat Carlo Gentile (Köln) zwischen 2000 und 2004 im Auftrag des Deutschen Historischen Instituts vorgenommen. Die Datenbank umfaßt über 16.000 Einträge, die aus zeitgenössischen Quellen entnommen und weiterverarbeitet wurden. Benutzt wurde dazu in erster Linie die Bestände der "Deutschen Dienststelle" (früher Wehrmachtauskunftstelle) in Berlin sowie Akten aus dem Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg. Die Datenbank registriert solche italienischen Orte (Städte, Gemeinden, Dörfer, Weiler, Gehöfte, Straßenkreuzungen), an denen sich nachgewiesenermaßen deutsche Truppen oder Truppenteile zwischen 1943 und 1945 aufhielten.