Max Weber in der Welt

Mittwoch, 04. Juli 2012

Jubiläumskonferenz, Wolfgang-Paul-Saal, Universitätsclub Bonn

Anlässlich ihres zehnjährigen Gründungsjubiläums veranstaltete die Max Weber Stiftung die internationalen Konferenz "Max Weber in der Welt".

Max Webers Forschungen fallen in das Gebiet der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, sie überschreiten interdisziplinär Grenzen und sind transnational. Gleiches gilt für die Forschungen der geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute. Unter dem Dach der Stiftung DGIA versammeln sich zehn dieser Institute in Beirut, Istanbul, London, Moskau, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington. Mit der Annäherung an die weltweite Wirkung und Rezeption Max Webers öffnet sich die Stiftung einem ihr verwandten Thema. Gleichzeitig nimmt sie die Tagung zum Anlass, die Aufnahme von Max Weber in den Stiftungsnamen offiziell bekanntzugeben.

Die Tagung "Max Weber in der Welt" widmete sich der Frage nach der Bedeutung Max Webers und seines universalhistorisch angelegten Werks für die wissenschaftlichen Entwicklungen und Diskussionen in den Gastländern der Auslandsinstitute der Max Weber Stiftung. Zum einen wurde die Rezeption und Wirkung seiner Studien in Vergangenheit und Gegenwart aufgezeigt und zum anderen wurde diskutiert, inwieweit das Werk durch die großen Reisen und Auslandsaufenthalte Max Webers geprägt wurde. Dabei wurde jedoch nicht allein die internationale Wirkungsgeschichte nachgezeichnet, sondern auch die Frage nach dem Aktualitätsbezug, den Grenzen und Potentialen dieses OEuvres gestellt. Denn Webers wissenschaftliches Werk ist heute, fast hundert Jahre nach seinem Tod, ungebrochen aktuell.