Das 20. Jahrhundert und der Erste Weltkrieg in globaler Perspektive

Zusammenbruch, Neukonstitution und Kontinuität von Ordnungen

Konferenz | 14.–16.11.2013 | Institut für Zeitgeschichte, München

2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Er gilt als große historische Wendemarke. War er das wirklich, und wenn ja: weltweit? Wie sind dieses Ereignis und vor allem seine Wirkungen in der globalen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu verorten?

Die internationale Konferenz, die gemeinsam vom Institut für Zeitgeschichte und der Max Weber Stiftung vom 14. bis zum 16. November 2013 in München veranstaltet wurde, beschränkte sich nicht auf gewohnte eurozentrische Perspektiven und traditionelle Narrative, etwa vom Zäsurcharakter des Krieges, sondern diskutiert die Auflösung, Neuformierung und Kontinuität von Ordnungen innerhalb und besonders auch außerhalb Europas. Politische, soziokulturelle, ökonomische und rechtliche Ordnungen auf internationaler und nationaler Ebene werden dabei ebenso thematisiert wie ideologische Ordnungssysteme und neue Wissensordnungen.

 

Andreas Wirsching (München) - Sicherheit durch die europäischen Mächte

 

 

Jörg Fisch (Zürich) - Vom Selbstbestimmungsrecht der Völker zum Selbstbestimmungsrecht der Kolonialvölker

 

 

Harold James (Princeton) - Kosmos und Chaos: Finanzwirtschaft, Macht und Konflikt

 

 


Arnd Bauerkämper - Traditionale und autoritäre Herrschaft 



Daqing Yang - Regional Orders in East Asia: From the Washington System to the East Asian Community



Eric Weitz: The Paris System International Order through ethnic cleansing?



Marc Lazar: The Communist Challenge



Markus Pöhlmann: Der Standort des Ersten Weltkriegs



Ulrike Jureit: Staat als Lebensform