Geisteswissenschaft im Dialog (GiD) will die Geisteswissenschaften ins Gespräch bringen – miteinander, mit den anderen Wissenschaften und mit der Öffentlichkeit. Wissenschaftler und Experten verschiedener Fachrichtungen präsentieren in Podiumsdiskussionen, die bundesweit an wechselnden Orten stattfinden, unterhaltsam und informativ Fragen aus Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft, diskutieren sie und stehen dem Publikum Rede und Antwort.

GiD ist eine gemeinsame Veranstaltungreihe der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland.

Mehr Informationen: gid.hypotheses.org

 

 

Veranstaltungen in 2012:

"Umkämpfte Erinnerung. Wie mit Geschichte Politik gemacht wird"

30.11.2012 | Leipzig - Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Wie wird mit Geschichte Politik gemacht (et vice versa)? Am 30. November 2012 wurde in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften die Gesprächsreihe “Geisteswissenschaft im Dialog” neu gestartet. Es debattierten Norbert Frei (Friedrich-Schiller Universität Jena), Ute Daniel (TU Braunschweig), Heinz Duchardt (Max Weber Stiftung) und Günter Heydemann (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden) mit Moderatorin Hilde Weeg zur Geschichts- und Erinnerungspolitik.

 

Veranstaltungen in 2013:

 

"Kathedralen des Wissens - Bibliotheken im Internetzeitalter"

14.02.2013 | Paulinerkirche Göttingen (SUB)

Werden Bibliotheken im Internet-Zeitalter überflüssig? Diese und andere Fragen debattierten Michael Kaiser, Thomas Kaufmann, Caroline Y. Robertson-von Trotha und Thomas Stäcker mit Moderator Georgios Chatzoudis zur Zukunft der Bibliotheken.

 

"Wohin treibt der Arabische Frühling?"

04.03.2013 | Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin

Es debattierten Friederike Pannewick (Philipps-Universität Marburg), Kai Hafez (Universität Erfurt), Stefan Leder (Orient-Institut Beirut), Georges Khalil (Forum Transregionale Studien). Die Moderation führte Karin Schädler.

 

"Satt, aber unglücklich? Faktoren der Lebensqualität im Alter"

27.05.2013 | Mainz – Akademie der Wissenschaften und der Literatur

In der Akademie der Wissenschaften und der Literatur wurde das Thema "Satt, aber unglücklich? Faktoren der Lebensqualität im Alter" im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2013 - Die demografische Chance diskutiert.

Es debattierten Gisela Trommsdorff (Universität Konstanz), der Wissenschaftsautor Stefan Klein, Andreas Kruse (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg), Andreas Mergenthaler (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung), Karlheinz Ruckriegel (TH Nürnberg Georg Simon Ohm) sowie Tim Tiefenbach (Deutsches Institut für Japanstudien, Tokyo). Die Moderation führte Doris Maull (Südwestrundfunk).

 

"Verteilungskampf oder Solidarität? Generationengerechtigkeit im Zeichen des demografischen Wandels"

23.10.2013 | München – Bayerische Akademie der Wissenschaften

In der Bayersichen Akademie der Wissenschaften wurde das Thema "Verteilungskapmf oder Solidarität? Generationengerechtigkeit im Zeichen des demografischen Wandels" im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2013 – Die demografische Chance diskutiert.

Es debattierten Christoph Butterwegge (Universität zu Köln), Dieter Frey (Ludwig-Maximilians-Universität München), Christina Lubinski (Deutsches Historisches Institut Washington D.C.) und Bettina Munimus (Stiftung für die Rechte zukünftiger Generatioenen). Die Moderation führte Niels Beintker (Bayerischer Rundfunk).

 

"Hirngespinst Willensfreiheit? Wie die Neurowissenschaften unser Menschenbild beeinflussen"

26.11.2013 | Hamburg – Hotel Baseler Hof (Esplanade 15)

Es debatierten John-Dylan Haynes (Charité Berlin), Reinhard Merkel (Universität Hamburg), Reinhard Werth (LMU München) und Richard Wetzell (DHI Washington). Die Moderation führte Martina Kothe (Norddeutscher Rundfunk).

 

Veranstaltungen in 2014:

 

"Wer macht die Kunst? Künstler, Märkte und Mäzene von den Medici bis heute"

06.02.2014 | Bonn – Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland 

Wer bestimmt heute den Preis eines Kunstwerks und welche Aussage über seine Qualität wird damit getroffen? Welchen ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Zwängen unterliegen Künstlerinnen und Künstler heute? Ist die Kunst nicht vielmehr zum Spekulationsobjekt geworden und hat ihr sinnstiftendes und gesellschaftsveränderndes Potential eingebüßt? Waren die Künstler der Renaissance als geschätzte Gesprächspartner ihrer Fürsten nicht doch viel freier als man heute gemeinhin denkt?

Diese und weitere Fragen diskutierten Andreas Beyer (Kunsthistorisches Seminar der Universität Basel), Autorin und Kuratorin Piroschka Dossi, Robert Fleck (Kunstakademie Düsseldorf) und Rein Wolfs (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland) gemeinsam mit dem Moderator David Eisermann.

 

"Einwanderungsland Deutschland? Migrationspolitik in lokaler Perspektive und globalem Vergleich"

03.06.2014 | Köln – Fritz Thyssen Stiftung 

Migration ist kein lokales, sondern ein globales Phänomen. Die hiesigen Herausforderungen und Chancen sind vermutlich nicht singulär. Erkennt man ähnliche Probleme und Lösungsansätze in anderen Teilen der Welt, oder ist unser Verständnis von Migration und Migrationspolitik grundsätzlich anders? Welche migrationspolitischen Faktoren führen z. B. dazu, dass viele gut ausgebildete „Deutsch-Türken“ in die Türkei „re-migrieren“? Ist die „Willkommenskultur“ eine andere? Mit welchen Problemen und Potentialen hat es Migrationspolitik zu tun? Was verstärkt potenzielle Konflikte und sollte vermieden werden? Welche Rolle spielt die Bildung? Kann eine Steuerung der Zuwanderung Migrationsprobleme lösen?

Diese und weitere Fragen diskutierten Jochen Oltmer (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien), Barbara Pusch (OI Istanbul), Thomas Scheffler (OI Beirut) und Lazaros Miliopoulos (Universität Bonn). Die Modertion übernahm Gábor Paál.

 

"Staatsschulden und Finanzkrise"

08.07.2014Hamburg - Hotel Baseler Hof

Es debattierten Arne Heise (Universität Hamburg), Otfried Höffe (Eberhard Karls Universität Tübingen), Carl-Ludwig Holtfrerich (Freie Universität Berlin) und Alexander Nützenadel (Humboldt Universität zu Berlin). Die Moderation übernahm Dorothee Holz (ARD/ Deutsche Welle).

 

"Im Gedenkjahr nichts Neues? Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas"

16.09.2014 | Berlin - Deutsches Historisches Museum

Bereits 2013 setzte eine wahre Flut an Gedenkveranstaltungen zum Ersten Weltkrieg ein. In ganz Europa wird in Schulen, Universitäten, Museen sowie in Zeitungen, im Fernsehen und Radio über diesen Krieg diskutiert, der vor 100 Jahren begann. Doch mit welchem Zweck wird in Veranstaltungen die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg thematisiert?

Es diskutierten Prof. Dr. Dr. h. c. Aleida Assmann (Universität Konstanz, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften), Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej (Friedrich-Schiller-Universität Jena, ImreKertész Kolleg Jena), Dr. Valeska Huber (Deutsches Historisches Institut London), sowie Prof. Dr. Nikolaus Katzer (Deutsches Historisches Institut Moskau, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) und Prof. Dr. Simone Lässig (Technische Universität Braunschweig, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung). Die Veranstaltung wurde von Dr. Franziska Augstein moderiert.

 

Veranstaltungen in 2015: 

Englisch in der Wissenschaft

06.02.2015 Leipzig - Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 

Bedroht die Einsprachigkeit die Vielfalt und Qualität von Wissenschaft und Forschung? Wohin wird sich die wissenschaftliche „Community“ bewegen? Kehren wir ins Mittelalter zurück, indem nun zwar nicht mehr Latein, dafür aber Englisch gesprochen wird? Welche Vor- und Nachteile hat eine Einheitssprache in einer multipolaren Welt?

Moderiert von Dr. Ulrike Burgwinkel debatierten über diese und andere Fragen Dr. Jens Boysen (Deutsches Historisches Institut Warschau, Max Weber Stiftung), Prof. Dr. Dr. h. c. Evamarie Hey-Hawkins (Universität Leipzig), Prof. Dr. Jürgen Jost (Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig), Prof. Dr. Jürgen Trabant (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften), und Prof. Dr. Gisela Trommsdorff (Universität Konstanz).

 

"Künstlerkult, Starkult - Phänomen oder kalkulierte Strategie"

21.05.2015 | Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland 

Welcher Strategien bedienen sich Künstlerinnen und Künstler, um die eigene Popularität zu steigern? Ist es zu kurz gegriffen, den Wunsch nach Bekanntheit und Anerkennung im Zusammenhang mit einer Wertsteigerung der eigenen Kunst zu sehen?

Es debatierten Beatrice von Bismarck (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Thomas Kirchner (DFK Paris), Markus Lüpertz (Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste) und Barbara Vinken (LMU München), moderiert von Markus Brock.

 

"Die Europäische Union. Zwischen Dauerkrise und 'leiser Supermacht'"

21.09.2015 | Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Welche unterschiedlichen Bewertungen der Europäischen Union gibt es unter den Mitgliedsstaaten? Wohin soll oder kann sich die Europäische Union weiterentwickeln? Sollen weitere Länder aufgenommen werden? Welche Rolle spielen hierbei Urteile und Vorurteile, die zurzeit insbesondere zwischen dem Norden und dem Süden bestehen? Und welche Erwartungen haben die osteuropäischen Staaten an Europas Zukunft? Sind divergierende Grundansichten möglicherweise die Motive für die Skepsis? Neigen wir als europäische Bürger vielleicht zu sehr dazu, besonders strenge Bewertungsmaßstäbe anzulegen und die Vorteile der Europäischen Union kleinzureden?

Diese und weitere Fragen diskutierten Martin Baumeister (DHI Rom), Miloš Řezník (DHI Warschau), Daniela Schwarzer (German Marshall Fund of the United States), und Christian Tomuschat (HU Berlin/Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) aus historischer, wirtschaftlicher, politischer und soziologischer Perspektive. Die Moderation übernahm diesmal Anne Raith (Deutschlandfunk). 

 

  

 

Bildung: Zwischen Humanismus und Ökonomie

10.12.2015 | Düsseldorf - Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künsteächsische Akademie 

 

Der Trend, die „employability“ als Ziel der Bildung zu betrachten, ohne Beachtung der humboldtschen Tradition, ist besonders in den Forderungen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zu erkennen. Sie empfiehlt die generelle Erhöhung der Akademikerquoten mit dem Hinweis, dass die Arbeitslosenrate unter Akademikern besonders gering sei. Auch die Wirtschaft sieht in der stärkeren Ausrichtung auf die Arbeitsmarktfähigkeit eine positive Entwicklung und begründet dies u. a. mit der immer weiter steigenden Komplexität der Berufe und der internationalen Konkurrenz. Möchte man Europa aber mit anderen Weltregionen vergleichen, muss man auf die unterschiedlichen Ausgangslagen achten. Indien beispielsweise befindet sich in einer ganz anderen wirtschaftlichen und sozialen Lage als Deutschland oder Frankreich. Denn während die meisten europäischen Länder damit zu kämpfen haben, dass Akademiker keinen Beruf ausüben können, der ihrem Bildungsstand entspricht, versuchen Länder wie Indien ihren sehr niedrigen Anteil an Akademikern zu erhöhen. Bildungsziele müssen demnach zwar unter Berücksichtigung des internationalen Vergleichs aber auch der speziellen Bedürfnisse von Gesellschaften formuliert werden. Generell ist jedoch auch zu fragen, ob die Konzentration auf die Bedürfnisse von Unternehmen förderlich für die gesellschaftliche Entwicklung ist. Ist Bildung tatsächlich mit Berufsfähigkeit gleichzusetzen? Welche Rolle spielen Globalisierung und internationale Vernetzung für diese Fragen? Welche Vor- und welche Nachteile hat das derzeitige Bildungssystem und wie könnte es optimiert werden?

Es debattierten Prof. Dr. Andreas Gestrich (DHI London), Prof. Dr. Justus Haucap (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Prof. Dr. Hans-Joachim Roth (Universität zu Köln). Die Moderation der Diskussion übernahm Andrea Lueg (Deutschlandfunk/WDR 5).  

 

 

Veranstaltungen in 2016:

 

 

"Recht, Kultur, Rechtskultur. Der Einfluss kultureller Vielfalt auf die Rechtsentwicklung

29.04.2016 | Berlin – Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Wie sind die alten Rechtsordnungen in der Vergangenheit mit kulturellen Unterschieden umgegangen? Wie wurde bei allen Veränderungen die Funktion der Staatlichkeit gewährleistet und wie wurden die Ansprüche verschiedener Interessensgruppen miteinander in Ausgleich gebracht? Ist eine Gemeinschaft mit unterschiedlichen Rechtsvorstellungen überhaupt denkbar oder gefährdet sie eine funktionierende Staatlichkeit grundsätzlich? Und inwiefern ermöglichen uns die Antworten auf diese Fragen neue Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen?

Auf dem Podium debattierten Prof. Dr. Christoph Möllers (HU Berlin/Wissenschaftskolleg), Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Tomuschat (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften), Dr. Richard Wittmann (Orient-Institut Istanbul) und Dr. Nadjma Yassari (Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht) zum Einfluss kultureller Vielfalt auf die aktuelle Rechtsentwicklung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Stephan Detjen, bekannt aus dem Hauptstadtstudio des Deutschlandradio