Anlässlich ihres zehnjährigen Gründungsjubiläums ludt die Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) am 4. und 5. Juli 2012 zu der internationalen Konferenz „Max Weber in der Welt“ ein.

Im Rahmen der Tagung widmeten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt, u. a. aus Polen, Italien, Großbritannien, dem Libanon und den Vereinigten Staaten der Frage nach der Bedeutung Max Webers und seines universalhistorisch angelegten Werks für die wissenschaftlichen Entwicklungen und Diskussionen in den Gastländern der geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute. Zum einen wurde die Rezeption und Wirkung seiner Studien in Vergangenheit und Gegenwart aufgezeigt und zum anderen diskutiert, inwieweit das Werk durch die großen Reisen und Auslandsaufenthalte Max Webers geprägt worden ist. Dabei wurde jedoch nicht allein die internationale Wirkungsgeschichte nachgezeichnet, sondern auch die Frage nach dem Aktualitätsbezug, den Grenzen und Potentialen dieses Œuvres gestellt.

 

 

Begrüßung

Heinz Duchhard (Max Weber Stiftung, Bonn)
Cornelia Quennet-Thielen (BMBF)
Dominik Geppert (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Andreas Beyer (Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris)
Wolfgang Schieder (Göttingen)

 

 


1. Die internationale Weber-Rezeption in der Vergangenheit / Die Rezeption Max Webers durch die Welt

Moderation: Werner Gephart (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Käte Hamburger-Kolleg „Recht als Kultur“)

 

Warschau: Die Reaktion polnischer Intellektueller auf Max Webers Polenschriften

Referentin: Marta Bucholc (Universität Warschau)

 

 

Moskau: Die Rezeption der Russlandstudien im Kreis der russischen Intelligenz

Referent: Dittmar Dahlmann

 

 

Tokio: Japanische Kontroversen über Max Webers „Protestantische Ethik“

Referent: Wolfgang Schwentker (Osaka University)

 

 

London: Max Weber and the World of Empire

Referent: Sam Whimster (London Metropolitan University und Käte Hamburger-Kolleg "Recht als Kultur")

 

 

Diskussion zur internationalen Weber-Rezeption mit Marta Bucholc, Dittmar Dahlmann, Wolfgang Schwentker, Alexandre Toumarkine

Moderation: Werner Gephart

 

 

2. Max Webers Rezeption der Welt


Moderation: Wolfgang Seifert (Universität Heidelberg)

 

Rom: Der Romaufenthalt (1901-1903) und Max Webers Verhältnis zum
Katholizismus

Referent: Peter Hersche (Universität Bern)

 

 

Paris: Max Weber und die „Philosophie de l’art“ von Hippolyte Taine

Referent: Francesco Ghia (Università degli Studi di Trento)

 

 

Washington: Max Weber und die USA

Referent: Lawrence A. Scaff (State University, Detroit)

 

 

Paris: Der „Soziologe“ und der Krieg. Max Weber 1914-1920

Referent: Hinnerk Bruhns (L‘École des hautes études en sciences sociales, Paris)

 

 

3. Die internationale Weber-Rezeption in der Gegenwart /

Die Rezeption Max Webers durch die Welt

Moderation: Gerd Krumeich (Heinrich Heine-Universität, Max Weber-Gesamtausgabe, Düsseldorf)

 

Max Weber weltweit. Zur Rezeption eines Klassikers in Zeiten des Umbruchs

Referentin: Edith Hanke (Bayerische Akademie der Wissenschaften, Max Weber-Gesamtausgabe, München)

 

 

Beirut: Max Weber und die arabische Welt Referent

Referent: Stefan Leder (Orient-Institut Beirut)

 

 

Kairo: Max Weber and the Revision of Secularism in Egypt: The Example of Abdelwahab Elmessiri


Referent: Haggag Ali (Academy of Arts, Egypt)

 

 

Max Weber und die "universalgeschichtlichen Probleme"

 

Referent: Gangolf Hübinger (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)

 

 

Abschlussvortrag von Heinz Duchardt