Adel ohne Grenzen? Adlige Identitäten und Repräsentation zwischen Königlichem Preußen und Herzogtum Preußen

26.03.-27.03.2020, Workshop, DHI Warschau

Workshop am Deutschen Historischen Institut Warschau
26. und 27. März 2020
„Adel ohne Grenzen? Adlige Identitäten und Repräsentation zwischen Königlichem Preußen und Herzogtum Preußen“


In dem Workshop werden vor allem kunsthistorische Fragen zum Adel in den beiden Teilen Preußens und dessen künstlerischen Repräsentationen, den Visualisierungen und dem materiellen Ausdruck von regionalen oder überregionalen Identifikationen und Loyalitäten zu den Höfen diskutiert. Außerdem interessiert die künstlerisch-architektonische Prägung seiner Handlungsräume.

  • Wie äußern sich visuell und räumlich Identitäten in den adligen Repräsentationsstrategien?
  • In welchen Relationen standen sie zu den maßgeblichen Höfen?
  • Welche Mechanismen von Abgrenzung, Transfer, Verflechtung und Netzwerkbildung lassen sich in den repräsentationsorientierten Beziehungen des Adels beobachten?
  • Wie zeigt sich das Verhältnis des Adels zu Stadt und Bürgertum bzw. zu Stadt und Land im Spiegel seiner Kunstproduktion, Bau- und sonstigen Repräsentationsmaßnahmen?
  • Welche Bedeutung hatten Kirchen, Klöster sowie die Konfession auf Auftraggeber und Ausführende?
  • Welche besondere Funktion nahmen das Fürstbistum Ermland und die geistlichen Adligen ein?

Im Zentrum der Betrachtung stehen die Entwicklungen nach dem Zweiten Frieden von Thorn 1466 (Teilung des Preußenlandes), insbesondere im Zeitraum von der Schaffung des Herzogtums Preußen (1525) über die Lubliner Union (1569) bis zu den Teilungen Polens 1772/1793/1795.

Der Workshop wird organisiert von Dr. Sabine Jagodzinski (DHI Warschau) und Rahul Kulka, Ph.D. Candidate (Harvard University / Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München).

Die Keynote hält Prof. Karin Friedrich Ph.D. (University of Aberdeen).

Alle Informationen zur Tagung finden Sie hier.