Die Anthropologie in Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg - ein sich neu definierendes Feld

04.05.2015, Vortrag, DFK Paris

Abendvortrag von Philippe Peltier (Musée du Quai Branly) auf französischer Sprache am Deutschen Forum für Kunstgeschichte, Hôtel Lully – Saal Julius Meier-Graefe im Rahmen des Jahresthemas „Das befreite Paris und die Künste”. Eine Veranstaltung unter der Leitung von Thomas Kirchner (DFK) und Laurence Bertrand Dorléac (Sciences Pro).

Nach 1945 befand sich die französische Anthropologie auf der Suche nach ihrer Identität und oszillierte zwischen verschiedenen Polen: Auf der einen Seite standen die unabhängigen Wissenschaftler, denen es nicht gelingen wollte, eine Schule zu gründen, auf der anderen Seite stand das Musée de l’Homme, welches an die glorreiche Vorkriegszeiten anzuknüpfen suchte. Zusätzlich sah sich die Disziplin mit Fragen konfrontiert, die von der UNESCO aufgeworfen wurden – insbesondere hinsichtlich des Begriffs der „Rasse“. In Claude Levi-Strauss, dessen Methode bald als Strukturalismus bekannt werden sollte, sah sie schließlich ihren Wegbereiter.

In dem Vortrag sollen die verschiedenen Aspekte ausgelotet und ihrer Bedeutung Rechnung getragen werden.

Beginn: 18 Uhr