Digitalkonferenz »Die Museen und der französische Kunstmarkt während der deutschen Besatzung 1940-1944«

08.10.-09.10.2020, Konferenz, online

Die Konferenz, finanziert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, findet in Kooperation mit dem Institut national d’histoire de l’art (INHA) und dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte (Paris DFK) in Paris statt.

Während des Zweiten Weltkriegs deckte sich nicht nur die NS-Elite wie Hitler, Göring oder Ribbentrop im besetzten Paris mit Kunst für ihre Sammlungen ein, sondern auch viele deutschen Museen tätigten hier Erwerbungen. Denn dank des vorteilhaften Wechselkurses und eines großen Angebots qualitätsvoller, zum Teil aus beschlagnahmtem jüdischem Besitz stammender Objekte, bot der dortige Markt außergewöhnlich günstige Bedingungen, von denen auch sie profitieren wollten. So wählten viele Museumsdirektoren und Sammlungsleiter direkt vor Ort Kunstwerke zum Ankauf aus oder erwarben sie indirekt über deutsche Kunsthändler. Eine offene Frage der Forschung ist zudem, welche Objekte die französischen Museen selbst während der Besatzung angekauft haben und woher diese stammen. Die Museen zählen damit zu den wichtigsten Akteuren auf dem Pariser Kunstmarkt und trugen maßgeblich zu dessen Dynamisierung während der Besatzung bei.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldung bis zum 7. Oktober 2020, 12 Uhr an: workshop2020(at)kuk.tu-berlin.de

Weitere Informationen und das Programm der Konferenz finden Sie hier.