GiD Lab: Interviewreihe „Schöne neue Welt? – Chancen und Grenzen medizinischen Fortschritts in Geschichte und Gegenwart“

21.09.-20.11.2020, Interviewreihe, online

Mit der Veranstaltungsreihe Geisteswissenschaft im Dialog“ (GiD) leisten die Max Weber Stiftung und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften seit nunmehr zehn Jahren einen signifikanten Beitrag zum Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Dieses Jubiläum möchten wir zum Anlass nehmen, neue Wege zu beschreiten: Zukünftig werden wir unter dem Namen „GiD Lab“ neben den bereits etablierten  auch andere innovative und neue Formate anbieten – eine Veränderung, die wir mit unserem neuen Logo auch optisch sichtbar machen möchten. Den Anfang macht die GiD-Interviewreihe in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg zu Fragen des medizinischen Fortschritts und seiner ethischen Implikationen, die heute auf dem GiD-Blog startet.

Nachrichten über bahnbrechende medizinische Fortschritte gibt es immer wieder: ein Medikament gegen das Altern, Organe aus dem 3D-Drucker oder Implantate und Prothesen, die längst nicht mehr nur Körperfunktionen erhalten oder (wieder-) herstellen, sondern auch verbessern können. Angesichts solcher und anderer Meldungen staunen wir oftmals über den gegenwärtigen Stand der Forschung und fühlen uns bisweilen in einen Science-Fiction-Roman versetzt. Cyborgs, Künstliche Intelligenz und Klone – all das ist längst Wirklichkeit geworden. Einen Blick auf die Geschichte der Medizin zu werfen, ist vor allem dann fruchtbar, wenn man verstehen möchte, welche gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Bedingungen sowie Aushandlungsprozesse den Weg zu unserem heutigen Stand medizinischer Erkenntnis begleitet haben. Schließlich war medizinischer Fortschritt zu allen Zeiten auch verbunden mit Fortschrittskritik, die uns stets ermahnt, kritisch zu prüfen, was eine Gesellschaft für den Fortschritt opfern muss bzw. unter keinen Umständen opfern darf. Was also können wir aus der Geschichte der Medizin lernen? Welche Möglichkeiten bieten Medizin und speziell die Medizintechnik im Kontext des „Human Enhancement“ gegenwärtig und welche zukünftigen Entwicklungen lassen sich bereits erkennen? Welche neuen ethischen, politischen oder sozialen Fragestellungen ergeben sich daraus?  

Diese und weitere Fragen wird der Wissenschaftsjournalist Dr. Jan-Martin Wiarda in der GiD-Interviewreihe mit folgenden Expertinnen und Experten diskutieren:

  • Prof. Dr. Cornelius Borck, Direktor des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck, Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg 
  • Prof. Dr. Barbara M. Bröker, Leiterin der Abteilung für Immunologie der Universitätsmedizin Greifswald, Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
  • Dr. Axel Jansen, Stellvertretender Direktor des Deutschen Historischen Instituts Washington (DHI Washington) 
  • Dr. Claudia Roesch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am DHI Washington 
  • Dr. Melike Şahinol, Leiterin des Forschungsbereichs „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ am Orient-Institut Istanbul (OI Istanbul)

Jetzt sind Sie gefragt: Schickt Sie uns Ihre Fragen!

Vor jedem Interview stellen wir die Expertin oder den Experten vor und geben Ihnen dann Gelegenheit, Ihre Fragen zu stellen. Alle Interviews werden aufgezeichnet und anschließend als Video auf dem GiD-Blog veröffentlicht. 

Möchten Sie über alle weiteren Beiträge der Interviewreihe per E-Mail informiert werden? Dann schicken Sie gerne eine E-Mail mit dem Betreff "Newsletteranmeldung GiD-Interviewreihe" an gid(at)maxweberstiftung.de.

 

Mehr Informationen zur Reihe finden Sie auf gid.hypotheses.org.