Internationale Beziehungen und "emotional regimes". Neue Fragen an die Geschichte des Kalten Krieges

14.03.-16.03.2018, Kolloquium, Historisches Kolleg München

Kolloquium der Trägerin des Internationalen Forschungspreises der Max-Weber-Stiftung beim Historischen Kolleg

Leitung:

Professor Dr. Hélène Miard-Delacroix und Professor Dr. Andreas Wirsching

Mittwoch, 14. März 2018 

ab 12:30 Uhr: Ankunft und Imbiss im Historischen Kolleg

13:00–13:10 Uhr: Martin Schulze Wessel (München): Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kuratoriums des Historischen Kollegs Einführung und Perspektiven

13:20–13:50 Uhr: Hélène Miard-Delacroix (Paris/München) und Andreas Wirsching (München): Einführung

13:50–14:20 Uhr: Ute Frevert (Berlin): Die Gefühle der Staaten. Völkerrecht und politische Praxis in der Moderne (Keynote)

anschließend kurze Diskussion

Sektion 1: Angst, Hass und Besorgnis
Moderation/Kommentar: Krzysztof Ruchniewicz (Wrocław)

14:30–14:50 Uhr: Birgit Aschmann (Berlin): Antikommunismus als emotionales Regime und Gründungsnarrativ im Franquismus

14:50–15:10 Uhr: Corine Defrance (Paris): Reaktionen und Emotionen in Frankreich während der Berlin-Krisen

15:10–15:40 Uhr: Kaffeepause

15:40–16:00 Uhr: Thomas Freiberger (Bonn): Emotionen als Faktor in der Suezkrise 1956

16:00–16:20 Uhr: Jost Dülffer (Köln): Multiple Ängste vor dem Nuklearwaffensperrvertrag in den 1960er Jahren

16:20–17:20 Uhr: Kommentar und Diskussion

19:00 Uhr: Abendessen mit den Referentinnen und Referenten

Donnerstag, 15. März 2018

Sektion 2: Vertrauen und Misstrauen
Moderation/Kommentar: Reiner Marcowitz (Metz)

9:00–9:20 Uhr: Jessica Gienow-Hecht (Berlin): Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Ein Blick in die US-außenpolitische Geschichte

9:20–9:40 Uhr: Bernd Greiner (Hamburg): Vertrauen und Misstrauen als Ressource internationaler Politik – dargestellt am Beispiel der amerikanischsowjetischen Detente

9:40–10:00 Uhr: Kristina Spohr (London): Vertrauen auf dem Gipfel. Das Ende des Kalten Krieges

10:00–11:00 Uhr: Kommentar und Diskussion

11:00–11:30 Uhr: Kaffeepause

Sektion 3: Begeisterung und Empörung
Moderation/Kommentar: Hermann Wentker (Berlin)

11:30–11:50 Uhr: Joachim Scholtyseck (Bonn): „Unter der Fahne der heiligen Sache der Erlösung der Menschheit“: Dekolonisierung, Revolutionsbegeisterung und romantische Verklärungen der Neuen Linken

11:50–12:10 Uhr: Magnus Brechtken (München): „Mad men“ und Napalm – Nutzen, Versuchungen und Grenzen des Blicks auf Emotional Regimes in der Wirkungsgeschichte des Vietnam-Krieges

12:10–12:30 Uhr: Laurence Badel (Paris): Das Tian'anmen-Massaker (1989): „Chaos, Grauen und Erstarrung“ (Médecins sans Frontières) — Die Globalisierung einer internationalen Emotion und ihre Grenzen

12:30–13:30 Uhr: Kommentar und Diskussion

13:30–14:30 Uhr: Mittagessen mit den Referentinnen und Referenten

Sektion 4: Enttäuschung und Ernüchterung
Moderation/Kommentar: Elke Seefried (München)

14:30–14:50 Uhr: Bernhard Gotto (München): Enttäuschung als Beziehungsmarker und Bewertungskategorie in den Internationalen Beziehungen nach 1945

14:50–15:10 Uhr: Martin Schulze Wessel (München): „Mit der Sowjetunion auf ewige Zeiten – aber keinen Tag länger!“ Emotionalisierung und Ernüchterung in den tschechoslowakisch-sowjetischen Beziehungen im Prager Frühling

15:10–15:30 Uhr: Frank Bösch (Potsdam): Euphorie, Angst und Enttäuschung: Das sandinistische Nicaragua und das Ende des Kalten Krieges

15:30–16:30 Uhr: Kommentar und Diskussion

16:30–17:00 Uhr: Kaffeepause

Sektion 5: „Emotional regimes“, Deutschland und die internationale Politik
Moderation/Kommentar: Margit Szöllösi-Janze (München)

17:00–17:20 Uhr: Frederike Schotters (Tübingen): Außenpolitik als Geschäft mit Emotionen. Ein Einblick in Prozesse und Mechanismen deutschfranzösischer Vertrauensbildung Anfang der 1980er Jahre

17:20–17:40 Uhr: Andreas Rödder (Mainz): Geopolitik und Perzeptionen. Deutschlandbilder und internationale Politik im Zeitalter des Ost-WestKonflikts

17:40–18:10 Uhr: Philipp Gassert (Mannheim): „Vertrauen schaffen“: Emotionale Vergemeinschaftung als Ressource westdeutscher Außenpolitik im Kalten Krieg

18:10–19:10 Uhr: Kommentar und Diskussion

anschließend Abendempfang im Historischen Kolleg

Freitag, 16. März 2018

Sektion 6: NGOs/humanitäre Hilfe
Moderation/Kommentar: Ulrich Pfeil (Metz)

9:00–9:20 Uhr: Agnes von Bressensdorf (München): Humanitäre Hilfe aus emotionsgeschichtlicher Perspektive: Die Bundesrepublik Deutschland und der sowjetische Einmarsch in Afghanistan 1979

9:20–9:40 Uhr: Johannes Paulmann (Mainz): Zwischen Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe: Westdeutsche Beziehungen zur „Dritten Welt“

9:40–10:00 Uhr: Claudia Kemper (Hamburg): „Wir können und dürfen diesen Wahnsinn nicht mehr dulden, wenn unsere Erde überleben soll.“ NGOs als Emotionsagenturen internationaler Konflikte

10:00–11:00 Uhr: Kommentar und Diskussion

11:00–11:30 Uhr: Kaffeepause

11:30–13:00 Uhr: Schlussdiskussion

Resümee und Moderation: Dominik Geppert (Bonn)

Veranstaltungsort:  

Historisches Kolleg, Kaulbachstr. 15, 80539 München

Eine Teilnahme an den wissenschaftlichen Kolloquien ist nur nach bestätigter Anmeldung beim Historischen Kolleg möglich.