Interpersonale Beziehungen in höfischen Gesellschaften. Theorie und Methodologie in der Praxis

22.-23.03.2016, Workshop, DHI Paris

Internationaler Praxisworkshop am DHIP organisiert von der »Machtstrategien und interpersonale Beziehungen in dynastischen Zentren (1500–1800)«.

Programm

Theoretische Reflexion bildet die Grundlage für innovative Forschung zu höfischen Gesellschaften. Historikerinnen und Historikern steht ein großes Angebot theoretischer und methodischer Zugänge zur Verfügung, um Höfe als politische und soziale Institutionen zu erforschen. Allerdings bedürfen diese Ansätze der ständigen Weiterentwicklung und der empirischen Überprüfung. Hier setzt der Praxisworkshop der Forschungsgruppe »Machtstrategien und interpersonale Beziehungen in dynastischen Zentren (1500–1800)« des DHIP an. Ziel des Workshops ist es, ein offenes Diskussionsforum für die konkrete Anwendung theoretischer und methodischer Ansätze in der eigenen Forschungsarbeit zu bieten.

Geplant ist ein eintägiger Workshop, bei dem alle Beiträgerinnen und Beiträger einen theoretischen oder methodischen Ansatz präsentieren, den sie für ihre spezifischen Arbeiten als potenziell besonders inspirierend ansehen. Die Teilnehmenden wählen einen kurzen Text (einen Aufsatz oder ein Kapitel) zu dem jeweiligen theoretischen oder methodischen Ansatz aus, der nicht von ihnen selbst stammt und der von allen Beteiligten gelesen wird. Während des Workshops selbst haben alle Beiträgerinnen und Beiträger die Gelegenheit, in einer kurzen Präsentation von 20 bis 30 Minuten das eigene Forschungsprojekt vorzustellen und darüber zu sprechen, in welcher Form der ausgewählte methodische oder theoretische Ansatz für die eigene Arbeit fruchtbar gemacht werden kann. Im Anschluss findet eine konstruktive Diskussion des Ansatzes statt. Die Präsentation von Work in Progress ist sehr willkommen. Von Interesse sind besonders komparative und transkulturelle Ansätze, die sich nicht auf die höfischen Gesellschaften Westeuropas beschränken müssen, sondern sich auch mit dynastischen Zentren außerhalb Europas befassen können.

Arbeitssprachen des Workshops sind Französisch und Englisch. Es wird vorausgesetzt, dass die Teilnehmenden mindestens in eine der beiden Sprachen flüssig beherrschen und wissenschaftlichen Diskussionen in beiden Sprachen folgen können.