La conférence de la paix de Paris de 1919

05.06.-08.06.2019, Tagung, Paris/Versailles

Das Deutsche Historische Institut Paris, die Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne und das Centre de recherche du château de Versailles veranstalten vom 5. bis 8. Juni 2019 in Paris und Versailles die internationale Tagung »The Paris Peace Conference. The Challenge of a New World Order«.

Mehr als 40 Historikerinnen und Historiker aus 8 Ländern, Spezialistinnen und Spezialisten ihres Faches, stellen im Rahmen der Tagung ihre aktuelle Forschung vor. Im Zentrum stehen dabei die Auswirkungen der Pariser Friedenskonferenz auf die politische, wirtschaftliche und soziale Ordnung Europas und der Welt. Vorträge und Podiumsdiskussionen finden am Deutschen Historischen Institut Paris, im französischen Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten sowie im Schloss Versailles statt.

Die Friedenskonferenz 1919–1920

Die Friedenskonferenz – 1919 in Paris eröffnet, welches noch die Narben der Bombardierungen des Krieges trug – war geprägt durch ihren kosmopolitischen Charakter und einen beispiellosen Ehrgeiz. Während sich der Wiener Kongress 1814–1815 die Aufgabe gestellt hatte, die europäische Ordnung neu zu organisieren, zielte die Pariser Konferenz auf eine Neudefinition der Weltordnung. Obgleich sie schon bei der Eröffnung Gegenstand von Zweifeln und sogar Hohn war, verbanden sich mit ihr doch hohe Erwartungen in Bezug auf eine Rückkehr zum Frieden. Im Rahmen der internationalen Tagung stehen die Grundprinzipien der Friedenskonferenz im Mittelpunkt: Achtung des internationalen Rechts, staatliche Souveränität, nationale Selbstbestimmung, Liberalisierung von Wirtschaft und Handel, öffentliche Diplomatie. Thematisiert werden außerdem die Widerstände und alternativen Projekte, die diese Prinzipien hervorriefen, die einmütigen und umstrittenen Entscheidungen und die dramatischen Folgen der Konferenz, die für das 20. Jahrhundert neue grundlegende Herausforderungen nach sich zog.

Die Internationale Tagung

Die Tagung wird an drei Orten stattfinden: am Deutschen Historischen Institut Paris im Marais, im Herzen von Paris, im französischen Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten, wo die Friedenskonferenz 1919 eröffnet wurde, sowie im Schloss Versailles, am historischen Ort der Unterzeichnung des Friedensvertrags.

Nach einem Einführungsvortrag des Historikers Eckart Conze von der Universität Marburg, am Mittwoch, den 5. Juni 2019, widmet sich die Tagung im Rahmen von 8 Panels der neuen globalen Ordnung, welche die Friedenskonferenz schuf, sowie deren Folgen weltweit. Am Freitag, den 7. Juni 2019, spricht Georges-Henri Soutou (Mitglied der Académie des sciences morales et politiques) im Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten zum Thema: »Hat Frankreich den Frieden verloren?«. Den Abschluss der internationalen Tagung bilden am Samstag, den 8. Juni 2019, zwei öffentliche Podiumsdiskussionen im Schloss Versailles mit dem Titel: »Versailles 1919, ein verpfuschter Frieden?« und »Versailles nach Versailles (1919–2019)«.

Die Tagung wird ausgerichtet mit der Unterstützung des französischen Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten, der Fritz Thyssen Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Mission du centenaire de la Première Guerre mondiale sowie in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut London, dem LabEx Écrire une histoire nouvelle de l’Europe und der UMR SIRICE.

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