Résistance et opposition en RDA. Tentatives de conquête de l’espace public (1949–1990)

20.–22.03.2013, Kolloquium, Bordeaux

Die Universität Bordeaux 3 (H. Camarade) in Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und dem DHIP (Ch. Wenkel) organisiert vom 20.–22. März 2013 ein deutsch-französisches Kolloquium zum Thema Opposition und Widerstand in der ehemaligen DDR.

Die Tagung bringt Historiker, Politologen und Germanisten zusammen , um den Widerstand in der DDR zu definieren. Im Einzelnen werden Werte, Ideen und Aktionsformen  der DDR-Oppositionellen herausgearbeitet, die versucht haben, die DDR zu reformieren oder gar zu stürzen. Die Diskussion zu den verschiedenen Konzepten des Widerstands und der Opposition wird bereichert durch Beiträge zum französischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung (Olivier Wieviorka), zum deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus (Gilbert Merlio) sowie zum zivilen Widerstand in Osteuropa während des Kalten Krieges (Jacques Semelin). Die Palette der behandelten Themen reicht vom Aufstand am 17. Juni 1953, den Reformsozialismus, verschiedene Subkulturen, das künstlerische Dissidentenmilieu und die Unterstützer Wolf Biermanns, über die Verfasser von Samisdats bis hin zur friedlichen Revolution von 1989.

Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und Ehrengast der Veranstaltung, wird in zwei Podiumsdiskussionen zu seinem Wirken als Oppositioneller und zum heutigen Umgang mit den Stasiakten in der Bundesrepublik Deutschland Stellung nehmen.

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