Rückzüge – der Abzug sowjetischer und russischer Truppen aus dem Machtbereich der (ehemaligen) UdSSR seit 1985

16.03-17.03.2020, Konferenz, Berlin

Veranstaltungsort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Str. 4, 10318 Berlin

Veranstalter: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst; Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.; Deutsches Historisches Institut Moskau; Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMZBw); Moskauer Staatliches Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO)

Datum: 16.03.2020 - 17.03.2020

Anmeldeschluss: 09.03.2020

 

Das Ende des Kalten Kriegs und der Zerfall der Sowjetunion resultierten in umfangreichen Abzügen des sowjetisch/russischen Militärs. Diese Vorgänge stellten für die aufgegebenen Stationierungsorte und -länder sowie für die Regionen, in die das Militär oder demobilisierte Truppen zurückkehrten, nicht nur gewaltige politische, sondern auch wirtschaftliche, ökologische und soziale Umbrüche dar, begleitet von einschneidenden individuellen Erfahrungen der betroffenen Soldaten und Zivilbeschäftigten.

Die historische Forschung hat bislang das breite Spektrum sowie die Spannweite der nicht kriegsbedingten Rückzüge unzureichend beachtet. Diese Lücke möchte die Konferenz auffüllen.

Interessierte sind herzlich willkommen. Wir bitten um Anmeldung bis zum
09.03.2020 unter: kontakt(at)museum-karlshorst.de

 

Programm:

Montag 16. März 2020

14 Uhr: Begrüßung

14.30-16.00: Panel I – Sicherheitspolitik und Abrüstung

Der internationale (ab-)rüstungspolitische Rahmen, Dr. Andreas Hilger (DHI Moskau)

Die sowjetische/russische Sicht auf die Abrüstungsverhandlungen der 1980/90er Jahre,
Prof. Victor Mizin (MGIMO Moskau)

Die GSSD/WGT in der sowjetischen Verteidigungsstrategie unter Gorbatschow, Dr. Matthias Uhl (DHI Moskau)

 

16.30-18.00: Panel II – Die sowjetischen Streitkräfte: Innenleben

„Wer kommandierte die Truppe?“, Dr. Jörg Morré (Museum Berlin-Karlshorst)

Prof. Hans Henning Schröder (angefragt)

Die Vereinten Streitkräfte - ein gescheiterter Versuch der Rettung der sowjetischen Armee, Christoph Meißner (Museum Berlin-Karlshorst)

 

Dienstag, 17. März 2020

9.30-11.00: Panel III – Perspektiven

Internationale Aspekte des Abzuges der sowjetischen Truppen aus Deutschland und Polen,
Dr. Agnieszka Kastory (Jagiellonian University Krakow)

Der Abzug der Sowjetischen Truppen aus Ungarn und die Ausarbeitung einer selbständigen ungarischen Sicherheitspolitik, Dr. David Kiss (VERITAS Research Institute for History and Archives, Budapest)

Die internationalen Aspekte des Abzuges der Sowjetischen/Russischen Truppen aus den Baltischen Staaten. Die Frage der russischen Minderheit als eine europäische Frage und eine innere Angelegenheit (1992-1994), Dr. Sophie Momzikoff (Sorbonne-University)

 

11.15-12.45 Panel IV - Das Erbe:

„Der Fall Komárno“: Sowjetische Truppen im Fort Komárno (Tschecho)Slowakei 1968 – 1991,
Prof. Barnabás Vajda (University of Komarno)

Den „Abzug“ verhandeln: Sowjetische/Russische Truppen als „Fremde“ in der „Vereinigungsgesellschaft“, Dr. Christoph Lorke (Universität Münster)

Bürgerschaftliches Engagement bei der Wahrung und Vermittlung militärhistorischer Stätten im Landkreis Teltow-Fläming Entwicklungslinien seit 1994, Silvio Fischer (Museum des Teltows)

 

14.00-15.00: Panel V - Kriegsheimkehrer und Transformation im post-sowjetischen Russland

Kriegsheimkehrer als Transformationsbeschleuniger. Die Rückkehr der afgancy, Dr. Markus Mirschel (Berlin); Michael Galbas (Rostow am Don)

Von Hindukusch auf die Korridore der Macht. Afghanistanveteranen in der post-sowjetischen Politik, Dr. Jan C. Behrends (ZZF Potsdam)

15:00-16.30 Abschlusspanel: Das Erbe der Sowjetarmee: Die Bedeutung des russischen Militärs in Estland, Moldau und der Ukraine heute

Der Fall Baltikum, Prof. Kaarel Piirimäe (Universität Tartu) ANGEFRAGT

Der Fall Ukraine, Dr. Wilfried Jilge (DGAP Berlin)

Der Fall Moldau, Dr. Nadja Douglas (ZOiS Berlin)

Die russische Perspektive, Prof. Aleksandr Nikitin (MGIMO Moskau)

 

16.30-17.00 Abschlussdiskussion