18.00–20.00 Uhr
Aachen wurde als römische Planstadt um 10 v. Chr. bei berühmten Thermal quellen gegründet. Bis heute bestimmt das antike Straßennetz die Struktur der Innenstadt. Gegen Ende des 3. Jahrhunderts wurde der Kern der Sied lung mit einer massiven Befestigung, dem sogenannten „Castrum“, gesichert. Erstaunlicherweise nutzte man die Mauern dieser Anlage, aber auch die der Thermen und sogar einiger römischer Wohnhäuser noch bis ins 12. Jahrhun dert! In diesem von der römischen Antike geprägten Rahmen errichteten Karl der Große (+ 814) und seine Nachfolger anspruchsvolle Neubauten wie die Marienkirche – oft als „Pfalzkapelle“ bezeichnet – und den großen Königssaal. Für mehr als ein halbes Jahrhundert war Aachen dann das wichtigste politi sche Zentrum des westlichen Europas. Die Ottonen griffen im 10. und 11. Jahr hundert die römisch-karolingische Tradition auf. Otto III. (+ 1002) ließ durch Papst Gregor V. an der Marienkirche 14 Kardinalssitze einrichten. Der Vortrag beleuchtet die Geschichte Aachens bis ins 11. Jahrhundert – mit besonderem Fokus auf die vielfältigen römischen Einflüsse.