Ausschreibung: Doktoranden-Stipendium im Forschungsfeld „Alter und digitale Technik“ (DIJ Tokyo)

Bewerbungsschluss: offen

Das Deutsche Institut für Japanstudien (DIJ) in Tokio bietet Promovenden im Forschungsfeld „Alter und digitale Technik“ eine außerordentliche Gelegenheit für eine temporär begrenzte Feldforschung in Japan. Die Förderung ermöglicht einen Feldaufenthalt von 8-12 Monaten und ist mit 2400 Euro pro Monat dotiert.

Die Forschungsarbeit erfolgt im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts „ACCESS - Supporting digital literacy and appropriation of ICT by older people“.

 

Zielgruppe:

Die temporär begrenzte Förderung richtet sich an Doktorand/innen, die in ein Promotionsprogramm eingeschrieben sind und ihre Dissertation im Themenfeld „Alter und digitale Technik“ zu schreiben beabsichtigen. Denkbar sind folgende Konstellationen:

  • Promovenden aus der Japanologie, die sich mit der Thematik des demographischen Wandels und möglichen Formen der Technikunterstützung beschäftigen;
  • Promovenden aus der Gerontologie/Soziologie und Nachbardisziplinen mit Japan- und Technikbezug;
  • Promovenden aus der angewandten IT-Forschung mit Japan-/ Demographie-Bezug.

Kenntnisse der japanischen Sprache zur Erschließung japanischer Quellen sind erforderlich. Eine Ko-Betreuung wird am DIJ (Prof. Dr. Franz Waldenberger) und durch das Institut für Gerontologie an der TU Dortmund (Prof. em. Dr. Gerd Naegele, Prof. Dr. Christoph Strünck) sowie an der Universität Siegen (Jun.-Prof. Dr. Claudia Müller) ermöglicht.

 

Laufzeit:

Der Forschungsaufenthalt kann im Zeitraum von Oktober 2018 bis Mitte 2020 durchgeführt werden.

 

Forschungsfragen:

  • Welche IKT-gestützten Lösungen gelten in Japan als wirksam unterstützend, um das selbstständige Leben älterer Menschen in ihrem gewohnten lokalen Umfeld zu verlängern - auch bei starker Bedürftigkeit?
  • Welche dieser IKT-basierten Lösungen werden in Japan eingesetzt? Worin bestehen Herausforderungen und Barrieren auf Seiten der älteren Nutzer sowie deren sozialer Netzwerke bei der Umsetzung?
  • Wie kann die Verbreitung von IT-basierten Lösungen durch Richtlinien/policies unterstützt werden? Was sind die jeweiligen Erfahrungen im Zuge der neuen japanischen Strategie zur stärkeren Kommunalisierung der Langzeitversorgung?
  • Welche (Ko-)Finanzierungsmodelle können die Verbreitung von IT-basierten Lösungen unterstützen?
  • Wie können IKT-basierte Lösungen am besten in die spezifischen sozialen Strukturen von Familien, Nachbarschaften und Freunden auf lokaler Ebene integriert werden?

 

Methoden:

  • Studium relevanter Fachliteratur, Politikberichte und Medieninhalte
  • Experteninterviews mit relevanten Stakeholdern
  • Fallstudien relevanter Initiativen/Anwendungen

 

Informationen zum Projekt ACCESS:

ACCESS wird gefördert durch die „Joint Programming Initiative ‚More Years – Better Lives‘ – The Potential and Challenges of Demographic Changes“ und verbindet Partner aus Finnland, Italien, Österreich und Deutschland, die gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Japanstudien neue Wege des Lernens und der Aneignung von Internetanwendungen und häuslichen Assistenztechnologien für ältere Menschen erforschen.

ACCESS richtet den Fokus auf Lernprozesse und die damit verbundene Fragestellung, wie motivierende und nachhaltige Lernsettings und -methoden entwickelt und eingerichtet werden können. Die Zielstellung besteht in der Gestaltung innovativer Lernräume für ältere Menschen und weitere relevante Stakeholder, die Wissensaneignung und Kompetenzerwerb in selbstbestimmter und würdevoller Weise ermöglichen. Dazu werden verschiedene Settings (formell/informell) und Modelle (z.B. Weiterbildungskurse/ Communities of Practice) in ihren räumlichen und sozio-kulturellen Bezügen im Ländervergleich sowie interdisziplinär untersucht. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt verbindet Partner aus den Feldern Pädagogik, Gerontologie, Partizipatives IT-Design/ Human-Computer Interaction, eHealth, Alterssoziologie und Politikwissenschaft.

www.project-access.eu 

Förderprogramm „Joint Programming Initiative ‚More Years – Better Lives‘“: http://www.jp-demographic.eu/ 

 

Kontakt & Bewerbung:

Bewerbungen sind ab sofort möglich. Bitte erläutern Sie in Ihrer Bewerbung, wie Sie die Möglichkeiten des DIJ-Stipendiums im Rahmen Ihres Promotionsprojekts nutzen möchten.

Kontaktieren sie gerne vorab Frau Jun.-Prof. Dr. Claudia Mueller. Kontaktaufnahme bitte per Email: claudia.mueller(at)uni-siegen.de.