Call for Papers: Religion und Religionsdiskurse transnational: Konstruktion und Abwehr von Globalität

Bewerbungsschluss: 28. Februar 2018

Call for Papers: Abschlusskonferenz des Internationalen Graduiertenkollegs „Religiöse Kulturen im Europa des 19 und 20. Jahrhunderts

Religion und Religionsdiskurse transnational: Konstruktion und Abwehr von Globalität

Rom, 21.-22. Juni 2018

Veranstaltungsort: Deutsches Historisches Institut Rom, Via Aurelia Antica, 391

Das Internationale Graduiertenkolleg „Religiöse Kulturen im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts“ (IGK) besteht seit Oktober 2009. Es wird getragen von der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Adam-Mickiewicz-Universität Posen, der Karls-Universität Prag und der Masaryk-Universität Brünn. Kooperationspartner sind das Collegium Carolinum in München und das Deutsche Historische Institut in Rom.

Das Kolleg will einen grundlegenden, theoretisch und methodologisch innovativen Beitrag zur Klärung des Verhältnisses von Religion und Moderne in Europa leisten. Die Untersuchungen des Kollegs sind interdisziplinär und international angelegt. Es bietet mit gemeinsamen Methodenseminaren und Sommerschulen ein Studienprogramm, das in tschechisch-deutsch-polnischer Zusammenarbeit durchgeführt wird.

Religion und Globalisierung stehen in einem ambivalenten Verhältnis: Die räumliche Verteilung religiöser Gemeinschaften ist immer wieder genutzt worden, um vermeintlich unverrückbare Zivilisationsgrenzen zu definieren. Partikulare Identitäten wie lokale oder nationale Zugehörigkeiten werden oft mit religiösen Argumenten und Praktiken untermauert. Zugleich gehört Religion zu den wichtigsten Triebkräften von transnationaler Verflechtung. Religion vertritt häufig universale Geltungsansprüche, grenzüberschreitende Beziehungen sind in Religionsgemeinschaften der Regelfall, die in den Grenzen eines einzelnen Nationalstaats verfasste Religion ist die Ausnahme.

Die Konferenz widmet sich der Frage, wie Religionsgemeinschaften und Religionsdenker seit dem 19. Jahrhundert auf Phänomene der Globalisierung reagieren und selbst an der Konstruktion von transnationalem und globalem Selbstverständnis beteiligt sind. Es geht gleichermaßen um die Analyse von bewusster Abwehr grenzüberschreitender Einflüsse, die mit einem territorialisierten Geltungsanspruch einer bestimmten „einheimischen“ Religionsgemeinschaft begründet werden, um das Spannungsfeld zwischen Partikularität und Universalität und um die Untersuchung von Globalisierungsstrategien von Religion, sei es in konfessionellen oder in ökumenischen Kontexten.

Organisatoren: Martin Baumeister, Direktor des DHI in Rom

Martin Schulze Wessel, Sprecher des IGK „Religiöse Kulturen im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts“

Martina Niedhammer, Historisches Seminar der LMU München

Reisekosten werden erstattet. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Interessierte werden gebeten, ein Exposé im Umfang von 1-2 Seiten im PDF-Format bis zum 28. Februar 2018 an folgende Adresse zu schicken: rene.kuepper(at)lrz.uni-muenchen.de 

Weitere Informationen: 

http://www.igk-religioese-kulturen.uni-muenchen.de

dhi-roma.it/home.html