Il Tedeschino. Rossini und der deutschsprachige Raum

03.05. - 04.05.2018, Symposium, DHI Rom

Internationaler Studientag | Konzert
organisiert von der Musikgeschichtlichen Abteilung des DHI Rom und der Fondazione Rossini in Zusammenarbeit mit der Universität Wien, dem Österreichischen Historischen Institut in Rom und der Deutschen Rossini Gesellschaft.

Niemals zuvor war die historische Forschung so sehr sensibilisiert für die Konfrontation und die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Kulturen und Nationen. Das Leben und Werk von Gioachino Rossini bieten auch 150 Jahre nach seinem Tod einzigartige Anknüpfungspunkte für das Verständnis und die vertiefte Analyse des Begriffs der Nation. Wurde ihm wiederholt seine Nähe zum deutschen Kulturraum vorgeworfen, so vereinnahmte man ihn auch als "Bollwerk" gegen den Norden. Er war Liebling des Wiener Publikums und zugleich Zielscheibe einer polemischen deutschsprachigen Musikkritik. War er ein zutiefst italienischer Komponist oder der erste europäische Kosmopolit? In Rossini kreuzen sich viele historische Linien (und Geschichtsdiskurse) von diesseits und jenseits der Alpen. Daher scheint es nur recht und billig, nicht zuletzt in einer Stadt wie Rom, in der 1816 seine vielleicht signifikanteste Oper (Der Barbier von Sevilla) uraufgeführt wurde, einigen dieser Aspekte im Rahmen eines Studientages nachzugehen, der dank der Zusammenarbeit von fünf verschiedenen Institutionen stattfinden kann.

Programm (PDF)

 

Kontakt

Richard Erkens
Deutsches Historisches Institut in Rom
Via Aurelia Antica, 391
I-00165 Roma
erkens(at)dhi-roma.it