Umdeutungen und Sinnstiftungen krisenhafter Umbrüche im modernen Italien

18.-20.09.2014, Tagung, DHI Rom

Tagung der "Arbeitsgemeinschaft für neueste Geschichte Italiens" in Zusammenarbeit mit dem DHI Rom.

Die Tagung setzt es sich zum Ziel, den aktuell in der Geschichtswissenschaft eingeführten Begriff der Resilienz zu diskutieren. Fokussiert wird epochenübergreifend, was Menschen in ihrem sozialen Handeln und in ihren konkreten historischen Umständen dazu in die Lage versetzt, auf existenzgefährdete Umbrüche, Notlagen oder Krisen produktiv zu reagieren. Was befähigt Gesellschaften situationsadäquate soziale, kulturelle und politische Handlungsoptionen zu entwickeln? Die Tagung befasst sich mit individuellen und gesellschaftlichen Adaptionsprozessen in der modernen italienischen Geschichte. Sie rückt die Frage in den Mittelpunkt, was Menschen in ihrem sozialen Handeln und in ihren konkreten historischen Umständen dazu in die Lage versetzt, auf existenzbedrohende Umbrüche, Notlagen und Krisen produktiv zu reagieren. Diese übergreifende Fähigkeit, situationsadäquat soziale, kulturelle, ökonomische und politische Handlungsoptionen zu entwickeln, wird mit dem Begriff Resilienz bezeichnet. Komplementär bezeichnet Vulnerabilität die Anfälligkeit von Gesellschaften gegenüber bestandsgefährdenden Veränderungsprozessen. Diskutiert wird, wie die italienische Gesellschaft angesichts von Verfassungsrevolutionen auf die Veränderung der politischen Welt bzw. auf neue Ideen, Institutionen, Prozesse und Akteure reagierte. Wie kann man auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren, ohne das bestehende System in Frage zu stellen? War es möglich, Traditionen zu wahren und sich doch dem Wandel anzupassen? Wie werden gewaltvolle und gewaltige Umbrüche eingeschätzt und verarbeitet, etwa der Erste oder der Zweite Weltkrieg? Alles in allem soll diskutiert werden, auf welche Ressourcen, Traditionen und Institutionen soziale Akteure zurückgreifen können, um Ereignisse zu bewältigen, die die Kontinuität sozialer und politischer Ordnungen sowie kulturelle Muster bedrohen oder erschüttern.

Veranstaltungsort ist Saarbrücken.

Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Informationsdienstes Wissenschaft.