Wirtschaftskrisen als strukturelle Umbrüche. Ursachen und Folgen vom Mittelalter bis zur Gegenwart

23.-24.01.2014, Konferenz, DHI Warschau

Konferenz des Deutschen Historischen Instituts Warschau in Kooperation mit dem Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien 

Mittwoch, 22.Januar, 18 Uhr: Wirtschaftskrisen als historisches Phänomen

Keynote lecture von Prof.Dr. Werner Plumpe,Universität Frankfurt/M

Donnerstag, 23.Januar, 9‐12: Von zerfallenden Staaten zu labilen
Gesellschaften: Was bedeutet Krise im Mittelalter?

Moderation: Dariusz Adamczyk (DHI Warschau)

‐ Marzena Matla, Universität Posen: „Wirtschaftskrisen” und dieHerausbildung des Przemyslidenstaaten im 10. und der ersten Hälfte des 11.Jahrhunderts.(PL)

‐ Andreas Rüther,Universität Bochum:Handlungsmacht, Wissensvorrat und Möglichkeitssinn der Herrschaftsträger während Kolonisation und Landesausbau zwischen Adria und Baltikum von 1150 bis 1250 (D)

‐ Piotr Guzowski,Universität Bialystok:Die demografische undmonetäre Krise als Elementstruktureller Krisen des Spätmittelalters amBeispiel Polen (PL)‐ Ulla Kypta,Universität Frankfurt/Oder: Institutionelle Verfestigung als Folge von wirtschaftlichen Krisen [Hanse](D)


Donnerstag, 23.Januar, 13:30‐17 Kriege, Plünderungen, Epidemien: Städtische und agrarische Gesellschaften in der Frühen Neuzeit

Moderation:Dana Stefanova (Universität Wien)

‐ Andrzej Gliwa, NIDRzeszów:Das Verhältnis der Macht und die Ungleichheit derzivilisatorisch‐wirtschaftlichen Entwicklung an der Grenze zwischen Osmanischem Reich und Reczpospolita als Faktoren für Wirtschaftskrisen im 16.‐17.Jahrhundert (PL)

‐ Jadwiga Muszyńska, Universität Kielce: Die „Schwedenflut“ und die höfische Wirtschaft auf den Gütern der Krakauer Bischöfe (PL)

‐ Philip Hoffmann‐Rehnitz, Universität Münster: Spielräume und Grenzen politischen Entscheidens in mitteleuropäischen Wirtschaftskrisen des 17. und 18.Jahrhunderts (D)

‐ Katrin Möller, Universität Halle:Durch Leistung zur Ehre! Berufswahl, Erwerbsbiografien und Berufsidentität in der städtischen Gesellschaft des 18.Jahrhunderts in Zeiten der Krise? (D)


Freitag, 24.Januar, 9‐12:00: „Alte“ versus „neue“ Krisenkontexte im 19.Jahrhundert

Moderation: Andrea Komlosy (Universität Wien)

‐ Cornelia Aust, IEG Mainz: Jüdische Kaufleute und Bankiers an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert zwischen Bankrott und Aufstieg (D)

‐ Werner Scheltjens, Universität Leipzig: Die krisenhaften Auswirkungen der polnischen Teilungen auf die Struktur des baltischen Seehandels, 1772‐1846 (D)

‐ Ansgar Schanbacher, Universität Göttingen: Die letzte Krise „alten Typs“ 1846/47 ‐ das östliche Preußen im europäischen Vergleich (D)

‐ Klemens Kaps, Universität Sevilla: Entwicklungschancen im Schatten einer Krise? Die Auswirkungen der Depression nach 1873 auf die Habsburgermonarchie und Galizien (D)

Freitag, 24.Januar, 13:30‐15:30: Krisen im Vergleich im19. und 20.Jahrhundert

Moderation: Stephan Lehnstaedt (DHI Warschau)

‐ Harald Flohr, GIZ: Zwei irische Krisen international betrachtet (D)

‐ Thilo Jungkind, Universität Saarland: Nachhaltige (In‐)Stabilität. Wirtschaftskrisen, Krisenlernen und Stabilitätspolitik in Deutschland, der Schweiz und Italien seit dem 19. Jahrhundert – Ein Werkstattbericht (D)

‐ Christian Lekon, Universität Lefke:Die südosteuropäische Peripherie in der Wirtschaftskrise: Zypern 1931 und 2013 (D)


Freitag, 24.Januar, 16:00‐19:00: Zwischen Weltwirtschaftskrise und Zusammenbruch des Monopolsozialismus: Gesellschaftlicher Wandel im Zeitalter der Extreme und seine Wahrnehmung

Moderation: Anita Prazmowska (LSE London)

‐ Chris Szejnmann, Universität Loughborough: Semantik der Kapitalismuskritik in Deutschland während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (D)

‐ Andrea Komlosy, Universität Wien: Systemtransformation als Krisenmanagement RGW‐Umbruch im globalen Kontext, 30 Jahre danach 1973/4–2013/4 (D)

‐ Patryk Pleskot, PAN: Der perverse Triumph des Marxismus? Der internationale Kontext der Wirtschaftskrise in der VR Polen als Ursache der Transition 1987‐1989 (PL)

‐ Joanna Wiesler, Universität Regensburg:Die polnische Kinderfürsorge in den Krisenjahren der 80er. Die Arbeit derGesellschaft der Kinderfreunde (Towarzystwo Przyjacół Dzieci) (D)