Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

DHI Rom
Musikalische Begriffsgeschichten. Grundbegriffe der Vokalmusik im terminologischen Diskurs
Antragsteller/-in, Sprecher/-in, Projektleitung: Sabine Ehrmann-Herfort
Thema: Diskurstheorie; Musik; Italien; Mittelalter; Kulturtransfer; Migration und Mobilität; Integration
Themengebiet: Sozialgeschichte, Kultur- und Mentalitätsgeschichte, Historische Diskursanalyse, Musikwissenschaften und -geschichte
Ort: Europa
Zeit: n/a
Epoche: Antike, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Neuzeit
Die geplante Studie arbeitet mit einem offenen und nicht hierarchisch strukturierten Pool zentraler Begrifflichkeiten aus der Vokalmusik, zu denen einflussreiche Vokalgattungen ebenso wie musikalische Institutionen und weitere Begriffsprägungen mit vokalmusikalischer Relevanz gehören. Im Fokus der Untersuchungen stehen Termini wie Madrigal, Monodie, Kantate, Oper, Operette, Musiktheater und Kapelle, deren Wortgeschichte vielfach in der Antike oder in mittelalterlichen Kontexten beginnt und deren zumeist aus dem italienischen Sprachbereich stammende Begriffsprägung bis in unsere Tage mit immer wieder modifizierten Konnotationen verbunden wird. Den »langen« Geschichten dieser Termini ist gemeinsam, dass sie infolge innovativer Konzepte und veränderter aufführungspraktischer Trends mehrfach neu ausgerichtet werden. Außerdem ist den in die Untersuchung einbezogenen Begriffsprägungen eine – wie auch immer geartete – Verbindung zu Text und Sprache eigen. Dadurch bieten die vokalmusikalischen Termini, die sich als musikalische Fachbegriffe in Europa im transnationalen Musikdiskurs etablierten, in der Regel auch zahlreiche literaturwissenschaftliche, sozialgeschichtliche oder kulturwissenschaftliche Anknüpfungspunkte und verweisen auf Verflechtungen mit anderen Disziplinen.
Ein Ergebnis solcher Untersuchungen sind detaillierte Begriffsprofile der entsprechenden Termini, wobei Wechselwirkungen zwischen musikalischer Begriffs- und Sachgeschichte aufzuspüren und Ausstrahlungen der Fachbegriffe in die europäische Kulturlandschaft exemplarisch unter die Lupe zu nehmen sind. Daraus resultiert ein Panorama musikgeschichtlicher Verflechtungen im europäischen Kontext, sozusagen ein musikterminologisches Mapping, das jenseits des begriffsgeschichtlichen Tableaus auch weitere Bezugsebenen wie Migrationsstrukturen, Disziplinenvielfalt oder kulturelle Kontexte repräsentiert.