Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

DHI Rom
Das Schriftmaterial des Klosters San Salvatore am Monte Amiata, einer Abtei zwischen Reich und Papsttum, 11.-13. Jahrhundert
Projektende: 2014
Partner: Dipartimento di Storia der Universität Siena
Thema: Italien; Religion; Kirche; Mittelalter; Quellen/Edition; Vatikan; Tradition; Politik
Themengebiet: Kirchen- und Religionsgeschichte, Kultur- und Mentalitätsgeschichte, Verwaltungs-, Institutionen- und Verfassungsgeschichte
Ort: Italien
Zeit: 11.-13. Jahrhundert
Epoche: Mittelalter
Eine Untersuchung des unterschiedlichen im Kloster San Salvatore entstandenen Schriftmaterials soll dazu beitragen, Informationen über seine Entwicklung zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert, d.h. während der letzten Periode seiner benediktinischen Zugehörigkeit bis zur Übernahme durch die Zisterzienser zu gewinnen. Dieser Wechsel war nicht nur für die Quellenproduktion und -aufbewahrung wichtig. Über das Interesse hinaus, welches das Material als Zeugnis für die handschriftlichen Traditionen und die kulturelle Spannbreite der Abtei weckt, bietet der hier gewählte Zeitrahmen zahlreiche Verbindungslinien zur territorialen und institutionellen Geschichte. Das Kloster San Salvatore befand sich in einem Gebiet, das damals einen Ort der Begegnung und des Kontrastes zwischen der kaiserlichen und päpstlichen Gewalt darstellte. Als nicht unbedeutend erwiesen sich dabei die Versuche der römischen Kirche, eine erstrangige Kontrolle zumindest über das südliche Territorium Tusziens auszuüben; das gilt insbesondere für den Pontifikat Innozenz III., in einer weniger ausgeprägten Form aber auch für frühere Zeiten.
Die Abtei San Salvatore kann als paradigmatischer Fall für die wichtigen Veränderungen und Brüche in der Geschichte der südlichen Toskana in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts untersucht werden. Auf historiographischer Ebene wird es nützlich sein, die Abtei am Monte Amiata nicht nur mit weiteren toskanischen Klöstern zu vergleichen, sondern auch die großen, im Einflußbereich der römischen Kirche liegenden Abteien wie zweifellos Santa Maria in Farfa und Montecassino, aber auch San Vincenzo am Volturno und San Clemente in Casauria heranzuziehen, um hier nur die wichtigsten zu nennen. Ebensowenig darf das institutionelle Umfeld vergessen werden; tatsächlich scheint es wichtig zu sein, die Bindungen des Klosters an Rom näher zu bestimmen, die seine Entwicklung nachhaltig beeinflußten, wobei allerdings der territoriale Zusammenhang zu berücksichtigen ist, der im Verlauf des Mittelalters ein spezifisches, regelrecht toskanisches Profil gewann.