The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.
The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.
The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.
DHI Paris
Spiele und Wettkämpfe in der mittelalterlichen Soziabilität
Projektbeginn: 2014
Projektende: 2019
Antragsteller/-in, Sprecher/-in, Projektleitung:
Vanina Kopp
beteiligte Personen: Dr. Vanina Kopp, Guillaume Bureaux, Constanze Buyken
Themengebiet:
Geschichte allgemein
Ort:
Europa
Zeit: 800-1450
Epoche:
Mittelalter
Die Forschungsgruppe »Spiele und Wettkämpfe in der mittelalterlichen Soziabilität« am DHIP untersucht die gesellschaftlich integrative Funktion von Spielen und Wettkämpfen im Rahmen von mittelalterlicher »Freizeit« und »Unterhaltung« um ihre performative Dimension herauszustellen. Es wird davon ausgegangen, dass Spiele und Wettkämpfe in jeder höfischen Kultur eine wichtige Rolle für die Vermittlung und Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung spielten und somit einen Beitrag zur sozialen Kohäsion leisteten, sei es zwischen den Ständen, den Nationen oder zwischen den Geschlechtern. Gleichzeitig können Spiele und Wettkämpfe aber auch, beispielsweise über Satire und Komik, einen Freiraum für Kritik an Subversion von sozialen Normen und sozialer Praxis bieten. Ausgehend von Ansätzen der Spieltheorie soll die elementare Bedeutung dieser agonalen Freizeitbeschäftigungen und Wettbewerbe diskutiert werden. Denn es ist immer mehr im Spiel: Wettkämpfe und ludische Betätigungen verbinden ebenso Machtspiele und Kommunikation zwischen Gruppen, Ständen und Geschlechtern, sowie Repräsentationen und Theatralisierung von sozialer Ordnung und kultureller Praxis. Je nach sozialen und gesellschaftlichen Konjunkturen werden performative Ausdrucksweisen mit Blick auf höfische Soziabilität neu bewertet.
Link:
http://www.dhi-paris.fr/forschung/mittelalter/spiele-und-wettkaempfe-in-der-mittelalterlichen-soziabilitaet.html