Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

DHI Paris
Auslandsberichterstattung im 19. Jahrhundert: Konstruktion und Repräsentation des Auslands in der deutschen und französischen Presse
Projektbeginn: 2013
Projektende: 20.01.2026
Partner: Prof. Dr. Adeline Wrona, Prof. Dr. Armin Scholl
Antragsteller/-in, Sprecher/-in, Projektleitung: Lisa Bolz
beteiligte Personen: Lisa Bolz
Themengebiet: Geschichte allgemein
Ort: Deutschland, Frankreich
Zeit: 19. Jahrhundert
Epoche: Neuzeit
Das Dissertationsprojekt hinterfragt die Formierung der Auslandsberichterstattung in Abhängigkeit von infrastrukturellen, technischen und journalistischen Bedingungen im 19. Jahrhundert. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Zeitspanne von 1830 bis 1870, einer Zeit, in der die Nachrichtenagenturen aufkamen und sich die Auslandsberichterstattung formal und geographisch stark wandelte. Ausgehend vom journalistischen Text soll das Zirkulieren von Informationen nachverfolgt und die Präsentation des Auslands untersucht werden. So sollen einerseits die Wege internationaler Informationen, von ihrem Ursprung bis zum Druck in der Zeitung, nachvollzogen und eine Nachrichtengeographie erstellt werden, um das Wechselspiel von internationaler Information und nationalem Journalismus zu verstehen. Andererseits sollen die Zeitungsinhalte und der journalistische Schreibprozess vor dem Hintergrund der journalistischen Praxis des 19. Jahrhunderts analysiert werden. Diese Überlegungen geben Aufschluss über die Bildung von Kommunikationsnetzwerken innerhalb der französischen und deutschen Presselandschaft oder auch zwischen Frankreich und den deutschen Ländern.

Methodisch stellt die kommunikationswissenschaftliche Arbeit vor allem eine Kombination aus quantitativer Inhaltsanalyse und kommunikationeller Zeitungsanalyse (approche communicationnelle) dar: Zum einen ermöglicht dies einen Überblick über die thematische Zusammensetzung der Berichterstattung, sowohl im Zeitverlauf als auch im Ländervergleich. Zum anderen können so die Nachrichtenauswahl und -aufbereitung sowie die Darstellungsform der Auslandsberichterstattung untersucht werden.

Die Arbeit ersteht als Cotutelle unter der Betreuung von Prof. Dr. Adeline Wrona (École des hautes études en sciences de l’information et de la communication (CELSA) - Université Paris-Sorbonne) und Prof. Dr. Armin Scholl (Institut für Kommunikationswissenschaft - Westfälische Wilhelms-Universität Münster).

Links: https://www.dhi-paris.fr/de/forschung/projekte-kurzzeit-ehemalige/auslandsberichterstattung-im-19-jahrhundert.html