Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

DHI Warschau
Geschichte(n) aus dem Familienalbum. Die Nachkriegszeit im Memelland 1944–
Projektbeginn: 2014
Projektende: 2016
Antragsteller/-in, Sprecher/-in, Projektleitung: Ruth Leiserowitz
Thema: Nachkriegszeit; Sozialismus; Geschlechterverhältnisse; Fotos; Visual History; Ostmitteleuropa
Themengebiet: Anthropologie, Bevölkerungs- und Migrationsgeschichte, Fotografie, Kultur- und Mentalitätsgeschichte, Sozialgeschichte
Ort: Europa
Zeit: 20. Jahrhundert
Epoche: Neuzeit
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten im östlichen, nunmehr sozialistischen Europa erneut gewaltsame Transformationen ein, die über Wirtschaft und Politik bis in alle Bereiche des Lebens reichten. Sie betrafen Familienbeziehungen und -bindungen, Generationen- sowie Geschlechterverhältnisse und Arbeitswelten. Gerade im ersten Nachkriegsjahrzehnt gab es einen hohen Anteil an fragmentierten Familien sowie einen großen Männermangel, wodurch sich die Positionen der Geschlechter und die Verhältnisse in jenem Zeitraum verschoben. In den offiziellen Darstellungen jener Zeit ist darüber jedoch wenig zu erfahren. Privatfotos stellen hier zusätzliche Quellen dar, um insbesondere die Geschichte der Veränderungen im Privatleben zu dokumentieren. Analysiert werden Bilder aus einer Datenbank mit über 1.000 verschlagworteten Fotos, die aus dem Projekt „Geschichte(n) aus dem Familienalbum. Die Nachkriegszeit im Memelland 1944–1960“ herrühren, das seit 2005 am Institut für die Archäologie und Geschichte der Baltischen Region (BRIAI) der Universität Klaipėda läuft und das die Erfassung, Digitalisierung und Katalogisierung von Familienfotos zum Ziel hat.



Das Netzwerkprojekt verbindet Fragen zum ersten Nachkriegsjahrzehnt der ostmitteleuropäischen Geschichte und Aspekte der visual history. Im Zeitraum von 2014–2016 haben dazu vier Workshops stattgefunden. Während zweier Treffen präsentierten Historikerinnen, Kulturwissenschaftlerinnen und Soziologinnen aus den baltischen Staaten, Polen, Deutschland, Kroatien und Tschechien ihre Forschungen zum Thema. Auf zwei Veranstaltungen haben Museumsfachleute aus Polen Stücke aus ihren Sammlungen präsentierten und gemeinsam mit den Kollegen des DHI diskutiert. Abschließend wurden auf einem Panel der ASEEES Annual Convention im November 2016 Ergebnisse präsentiert. Ein Sammelband ist geplant.