The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.
The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.
The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.
Als zentrale Frage wird untersucht, ob und welche kulturellen Neuerungen am königlichen Hof in Polen von den Ehen des Königs Sigismund August mit den Erzherzoginnen verursacht wurden. Der Umfang und Wichtigkeit dieser Neuerungen wird in Bezug auf höfisches Zeremoniell, Organisation des Hofes, Religion, Literatur, Musik usw. hinterfragt. In welchen Bereichen waren Innovationen möglich, in welchen waren sie nicht möglich und warum war das so? Darüber hinaus wird zu untersuchen sein, in welche Richtungen der Kulturaustausch ablief. Übernahmen die Habsburgerinnen, so wird zu fragen sein, Muster, die sie am jagiellonischen Hofe antrafen?
Ausgangspunkt der Forschung ist ein Versuch, die Umgebung, in welcher die zukünftigen Ehepartner aufwuchsen, zu charakterisieren und das „Kulturkapital“ der Beteiligten herauszuarbeiten. Eine wichtige Frage ist, ob man „Kultur der Habsburger“ und „Kultur der Jagiellonen“ in der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts definieren kann. Natürlich waren dies keine homogenen, genau definierte Gebilde, aber man kann etwa die Wahrnehmung der Rolle einer Königin und die Art und Weise ihrer Umsetzung vergleichen. Damit verbunden ist auch die Frage, inwiefern die Tätigkeit einer Königin aus dem ihr aufgedrängten Rahmen resultierte und inwiefern individuelle Eigenschaften wichtig waren, die es ermöglichten, diesen Rahmen zu überschreiten.
Besonders ergiebig für diese Fragestellung ist der Vergleich der zwei Erzherzoginnen, leiblicher Schwestern, welche die Gemahlinnen des gleichen Königs waren, auch wenn die Umstände der Eheschließungen verschieden lagen. Zum Zeitpunkt der Heirat mit Elisabeth war Sigismund August zwar zum König gewählt, aber er regierte zu Lebzeiten seines Vaters nur in Litauen (seit 1544). Bei der Eheschließung mit Katharina war Sigismund August nach dem Tode seines Vaters Alleinherrscher. Für Erzherzogin Katharina war es die zweite Ehe, zu berücksichtigen ist der Einfluss ihrer ersten, kurzfristigen Ehe mit Herzog Francesco III. Gonzaga von Mantua. Ein Vergleich beider Damen bietet die Möglichkeit der Erfassung einer Reihe von Regelmäßigkeiten wie sie die theoretischen Modelle des Kulturtransfers aufzeigen.