The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.
The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.
The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.
und Südosteuropa zielt auf eine problemorientierte
Synthese der Geschichtswissenschaften Bulgariens,
Rumäniens, des ehemaligen Jugoslawiens, der ehemaliger
Tschechoslowakei, Polens, der Sowjetukraine, Sowjetweißrusslands
und Ungarns mit Ausblick auf die baltischen Staaten,
Russland, Albanien, Finnland und Deutschland, sowie
die nichtstaatlichen Historiographien dieser Region, das
heißt die jüdische und auslandsdeutsche Geschichtsschreibung.
Keine von ihnen soll in scharfer Abgrenzung von
den anderen beschrieben werden. Ihre thematischen,
politischen und methodologische Verflechtungen bilden
einen wichtigen Teil des Projekts.
Im Zentrum des Projektes steht der Methodentransfer
aus dem Ausland nach Ostmittel- und Südosteuropa. Dieser
Transfer stellt eine dauerhafte, stabile Eigenschaft
der regionalen Geschichtsschreibungen dar. Als Arbeitshypothese
lassen sich fünf Wellen ausmachen. Die erste
begann Ende des 19. Jahrhunderts mit der Rezeption
vor allem deutscher und französischer Debatten über die
Erneuerung der Geschichtsschreibung (in Deutschland mit
dem Lamprechtstreit verbunden). Die zweite Welle, die
ihren Höchststand in der Zwischenkriegszeit erreichte,
war mit der deutschsprachigen Volksgeschichte und ihren
Entsprechungen verbunden. Die dritte Welle des methodischen
Transfers, die im höchsten Maße politisiert war
und die zugleich einmalig für kurze Zeit alle regionalen
Historiographien gleichgeschaltet hatte, war der Marxismus-
Leninismus stalinistischer Prägung. Die vierte bilden
die regionalen Verbindungen mit der Annales-Schule.
Die letzte Welle des Transfers führte von der etablierten
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in die Richtung der Kulturgeschichte
und der historischen Anthropologie. Richtungsweisend
sind dabei in der Region Probleme, wie die
Eliten- und Intelligenzforschung, Ideengeschichte, eine
kritische Auseinandersetzung mit den nationalen Mythen
und Meistererzählungen, Nationalitätenforschung, Erinnerungsgeschichte,
sowie transnationale und transkulturelle
Studien.