Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

OI Istanbul
Circulation, Adaption, and Invention: Religious Change in Anatolia at the Intersection of Continents and Cultures
Projektbeginn: 2015
Projektende: 18.05.2026
Partner: Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul (DAI Istanbul); Centrum für Religionswissenschaftliche Studien CERES, Ruhr Universität Bochum Im Forschungsfeld 2 „Religionsgeschichte Anatoliens“ bereitet das Orient-Institut Istanbul mit dem
Antragsteller/-in, Sprecher/-in, Projektleitung: Raoul Motika
Thema: Religionsgeschichte, Transfer und Wandel von Religionen
Themengebiet: Kirchen- und Religionsgeschichte, Orient- und Islamwissenschaften
Ort: Türkei
Epoche: Neuzeit, Frühe Neuzeit, Mittelalter, Antike
Ziel ist die Gründung eines Maria Sibylla Merian Centers mit Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit würde das weltweit größte Forschungsprojekt zur Religionsgeschichte entstehen. Es soll sich beispielhaft anhand Anatoliens mit den Ursprüngen, dem Transfer und Wandel von Religionen beschäftigen. Auf diese Weise wäre nicht nur ein inhaltlich innovatives Themenfeld am Institut langfristig verankert, sondern es würde auch eine Zusammenarbeit zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Archäologie, der Geistes- und der Sozialwissenschaften in einem bisher nicht existierenden Ausmaß ermöglicht. Für die Türkei hätte ein solches Großprojekt mit einer religionsneutralen, an modernen religionswissenschaftlichen Kriterien orientierten Forschung Modellcharakter.
Zu den Vorarbeiten zählen die 2014 begonnene aktive Beteiligung des OII an den zweimal jährlich stattfindenden Workshops eines Netzwerks des DAI Istanbul zum Themenbereich „Natur und Kult in Anatolien“ (2013–2016). Seit dem Jahre 2015 hat sich die Kooperation mit dem DAI Istanbul deutlich vertieft, vor allem mit Blick auf das angestrebte Maria Sibylla Merian Center. Dazu fanden vorbereitend fünf internationale Konsortiumstreffen statt, hierunter je ein regionenbezogener Workshop am DAI Istanbul und am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum sowie zahlreiche kleinere Besprechungen am OII. Eine erste ausführliche Projektskizze wurde bereits 2015 erarbeitet und breit diskutiert, 2016 wurde sie inhaltlich weiterentwickelt. Für 2017 wurde die Gründung von Arbeitsgruppen vereinbart, unter anderem zum Bereich Digital Humanities. Im Oktober 2016 fand in Bochum der erste Workshop zur Erarbeitung eines diesbezüglichen Konzepts statt. In diesem Konzept ist für 2017 vorgesehen, dass das OII, unterstützt von der Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung, gemeinsam mit dem DAI an dessen Berliner Hauptsitz ein vorläufiges DH-Konzept für eine digitale Arbeitsplattform des internationalen Kooperationsprojekts erarbeitet.
Daneben soll im Jahr 2017 bei der DFG ein Antrag zur Geschichte der universitären islamischen Theologie in der Türkei anhand von Gelehrtenbiografien am Beispiel der Marmara-Universität eingereicht werden.