Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

DFK Paris
Mittelalter und Mittelalterbild
Projektbeginn: 2015
Projektende: 18.05.2026
Thema: Thema: Mittelalter, Mittelalterrezeption, Historiographie, Künstlersozialgeschichte, Wissenstransfer, Skulptur, Bildwirkerei, Architektur/Baukunst, Zunftwesen, künstlerische Mobilität
Themengebiet: Historiografiegeschichte, Kirchen- und Religionsgeschichte, Kultur- und Mentalitätsgeschichte, Malerei, Plastische Künste, Bildhauerkunst
Ort: Frankreich, Europa
Zeit: ab Mittelalter
Epoche: Mittelalter, Neuzeit
Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris widmet sein Jahresthema 2015/16 dem Mittelalter. Die jüngere kunsthistorische Forschung entwirft ein Bild des Mittelalters von einer ungeahnten Komplexität und Vielschichtigkeit. Dabei geriet zunehmend die Frage der künstlerischen Autorschaft in den Fokus. Längst haben wir uns von einem rein handwerklich geprägten Kunstbegriff und dem Klischee des namenlosen Künstlers verabschiedet, wie ihn die Geschichtsschreibung von Vasari bis Burckhardt als Gegenbild zum Ideal der Renaissance konstruieren wollte. Der mittelalterliche Künstler war nicht notwendigerweise der Handwerker, der auf seine Autorschaft keinen Wert legte. Zahlreiche Inschriften und Selbstdarstellungen zeugen vielmehr von einem entschiedenen Selbstbewusstsein und der »erstaunlichen Freiheit« mittelalterlichen Kunstproduktion (Rudolf Berliner). Die Kunst der Epoche war in die unterschiedlichsten Kontexte eingebunden. Nicht selten ging das Tätigkeitsfeld der Künstler weit über das hinaus, was ein moderner Künstlerbegriff umfasst. Auch umschreibt die Einbindung in das bürgerliche Zunftsystem nur unpräzise seinen sozialen Ort in der Gesellschaft. Städtische Künstler arbeiteten unter anderen Voraussetzungen als in einen höfischen oder kirchlichen Kontext eingebundene Künstler. Ähnlich schwierig zu fassen sind die Auftraggeber und ihre Rolle. Suchte die ältere Kunstgeschichtsschreibung die Kunst des Mittelalters zumeist nach lokalen Schul- und Werkstattzusammenhängen und somit nach seiner topographisch Herkunft zu bestimmen, tritt heute verstärkt die Frage der Mobilität und des kulturellen Transfers in den Blick. Das Jahresthema soll vor dem Hintergrund der neueren Mittelalterforschungen betrachten, welche sozialen und auch intellektuellen Orte sie einnehmen konnte. Dabei sollen die Vielfalt der Medien ebenso Berücksichtigung finden wie die unterschiedlichen Formen die Kunst im europäischen Mittelalter besaß. Die Betrachtung der Kunst des Mittelalters ist indes nicht zu trennen von dem Mittelalterbild der vergangenen Jahrhunderte, sei dies nun von Kunst und Literatur geprägt, von dem Umgang mit den Artefakten, etwa durch die Denkmalpflege, oder von der kunsthistorischen Forschung.