Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

DIJ Tokyo
Temporäre internationale Arbeitsmigration und lokaler Arbeitsmarkt in Japan am Beispiel des Technical Intern Training Program
Projektbeginn: 2015
Projektende: 2020
Antragsteller/-in, Sprecher/-in, Projektleitung: Daniel Kremers
beteiligte Personen: Daniel Kremers
Themengebiet: Soziologie, Wirtschaft
Ort: Japan
Japans ländliche Regionen stehen vor vielfältigen Herausforderungen: eine ist ‒ bedingt durch Alterung und Abwanderung in die urbanen Zentren ‒ der Mangel an Arbeitskräften. Unternehmen in arbeitsintensiven Industrien abseits der Ballungsräume sind daher sehr daran interessiert, mehr ausländische Arbeiter beschäftigen. Angesichts einer restriktiven Zuwanderungspolitik ist die Zahl ausländischer Beschäftigter insgesamt allerdings gering. Nur ca. 1,7 Prozent der Beschäftigten in Japan sind ausländische Staatsbürger. Sie konzentrieren sich darüber hinaus in den urbanen Zentren, allen voran Tokyo mit ca. 30 Prozent.<br>&nbsp;<br>

Als eine Möglichkeit, mehr Arbeitsmigranten in regionalen Industrien unterzubringen, hat sich das so genannte Technical Intern Training Program (TITP ‒ 外国人技能実習制度) erwiesen. Im Jahr 2016 hielten sich im Rahmen des Programms über 200.000 Migranten in Japan auf. Auffällig dabei ist, dass ‒ auf Präfekturebene betrachtet ‒ deren regionale Verteilung von der Gesamtzahl der ausländischen Beschäftigten abweicht. Während ihr Anteil an den Arbeitsmigranten in Tokyo nur 2,7 Prozent beträgt, liegt dieser in den Präfekturen Ehime, Okayama, Hiroshima, Gifu, Ibaraki und Hokkaido zwischen 36 und 66 Prozent. Die Präfektur Aichi, die mit über 110.000 die meisten ausländischen Beschäftigten nach Tokyo aufweist, hat auf Grund ihrer ländlichen Struktur und ihres hohen Grades an wirtschaftlicher Diversität immerhin noch einen Anteil von ca. 20 Prozent Trainees und ist damit die Präfektur mit den absolut meisten ausländischen Trainees in Japan.<br>&nbsp;<br>

Vor dem Hintergrund des im November 2017 erfolgten Ausbaus des Programms wird in Form einer Politikfeldanalyse die politische Ausgestaltung und öffentliche Debatte der japanischen Zuwanderungspolitik untersucht. Es soll nachgezeichnet werden, welche Interessen und Akteure das Programm, welches unter dem Gesichtspunkt des Arbeitsrechts und der Interessen von Arbeitnehmern hoch umstritten ist, gestalten. Über eine detaillierte Analyse der gegenwärtigen japanischen Zuwanderungspolitik hinaus verfolgt das Forschungsprojekt neuere Entwicklungen in Japans Arbeitnehmer-Arbeitgeberbeziehungen und der Zivilgesellschaft.