Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

DIJ Tokyo
Effektivität multinationaler Arbeitsteams im japanischen Kontext (EMTJ Studie)
Projektbeginn: 2015
Projektende: 2018
Antragsteller/-in, Sprecher/-in, Projektleitung: Franz Waldenberger, Tobias Söldner, Miki Aoyama-Olshina
Themengebiet: Japanologie, Wirtschaft, Psychologie
Ort: Asien, Japan
Dieses Forschungsprojekt untersucht Faktoren, die den Erfolg oder Misserfolg multinationaler Arbeitsteams im japanischen Kontext maßgeblich beeinflussen.

Globalisierung und Fortschritte in Transport-, Informations- und Kommunikationstechnologie haben in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Internationalisierung des Arbeitsmarktes geführt. Eine logische Folge des grenzübergreifenden Wettbewerbs um hochqualifizierte Arbeitskräfte ist die kontinuierlich wachsende Zahl multinational zusammengesetzter Arbeitsteams. Mehrere Studien belegen, dass sich derartige Teams unter bestimmten Rahmenbedingungen besonders auszeichnen durch

• Fähigkeit zur Integration unterschiedlicher Marktperspektiven
• Nutzung mehrerer unabhängiger Erfahrungsquellen
• Gesteigerte Kreativität und Wissenstransfer

Ein Kernproblem besteht jedoch darin, dass sich nur ein Bruchteil multinationaler Teams und Gemeinschaftsprojekte planmäßig entwickelt und die erwarteten Resultate erzielt. Auch erfahrene Manager berichten von zahlreichen Schwierigkeiten bedingt durch

• Abweichende Ansichten zu Führungsmethoden und Aufgaben des Teamleiters
• Unterschiedliche Wahrnehmungen von Prioritäten und Verantwortung
• Unterschiedliche Wertschätzung für formale Regeln
• Kommunikationsdefizite und Missverständnisse
• Kulturstereotype und fehlende Teamkohäsion

Unbestritten ist, dass kulturelle Unterschiede zwischen den Mitgliedern eines multinationalen Teams maßgeblich zu den oben genannten Schwierigkeiten beitragen. Besonders von Teamleitern wird daher ein hohes Maß an interkultureller Kompetenz gefordert um Herausforderungen und Konflikte frühzeitig zu identifizieren und das volle Potenzial des Teams nutzbar zu machen.

Gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen prüfen wir die Wirksamkeit verschiedener Strategien zur Führung multinationaler Teams und Möglichkeiten zur Nutzung positiver und negativer Erfahrungen. Aufbauend auf den Ergebnissen von Vorgängerstudien in Deutschland, Australien, China und Singapur sowie extensiven Interviews mit Führungskräften multinationaler Großkonzerne in Japan (Samsung, Nokia, Lufthansa) ist es unser Ziel, Faktoren zu identifizieren, die einen maßgeblichen Anteil der beobachteten Varianz im Erfolg multinationaler Teams in Japan erklären.