Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

DIJ Tokyo
Risiken und Chancen politischer Partizipation in Japan
Projektbeginn: 2015
Projektende: 2017
Antragsteller/-in, Sprecher/-in, Projektleitung: Phoebe Stella Holdgrün
Thema: Politik, Gesellschaft und Bevölkerung, Mentalität
Themengebiet: Asienwissenschaften, Japanologie, Politikgeschichte, Soziologie, Psychologie
Ort: Asien, Japan
Über Politik zu diskutieren oder gar politisch aktiv zu sein, haftet in Japan ein schlechtes Image an. Politikern und der Politik im Allgemeinen wird häufig mit Misstrauen begegnet. Auch wenn in den letzten Jahren Massendemonstrationen gegen Atomkraft oder die Sicherheitsgesetze zur kollektiven Selbstverteidigung Aufmerksamkeit erregt haben, engagiert sich der Großteil der japanischen Bevölkerung nicht politisch. Insbesondere jungen Leuten wird häufig nachgesagt, nicht an Politik interessiert zu sein. Nur 32,6% der 20-29jährigen in Japan haben sich an den letzten Unterhauswahlen (2014) beteiligt. Solche, die dagegen öffentlich sichtbar bei Protesten aktiv werden, etwa Mitglieder der SEALDS-Bewegung, berichten von Drohungen gegen ihre eigene Person. Andere wiederum – z.B. Müttergruppierungen – wählen bewusst möglichst konfrontationsfreie, „unsichtbare“ Partizipationskanäle, um keine Kritik hervorzurufen.

Es kann angenommen werden, dass Gründe dafür, warum Leute politisch aktiv werden oder nicht und in welcher Form sie aktiv werden, damit in Zusammenhang gebracht werden können, wie Risiken und Chancen verbunden mit Partizipation individuell wahrgenommen werden. Darüber hinaus kann davon ausgegangen werden, dass sich Faktoren wie z.B. Gender oder Alter auf die Wahrnehmungen von Risiken und Chancen und auf die daraus resultierenden Handlungsstrategien auswirken. Ziel dieses Projektes ist deshalb anhand von qualitativen Fallstudien, die gesellschaftliche Diversität berücksichtigen, Risikoeinstellungen und die Vielfalt von Handlungsansätzen zur politischen Partizipation genauer herauszuarbeiten.