The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.
The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.
The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.
Die Bevölkerung Japans ist so stark gealtert, dass sie gegenwärtig als die älteste Gesellschaft der Welt gilt. Gerontologische Studien zeigen, dass eine erhöhte Lebenserwartung nicht mit einer Verschlechterung körperlicher und geistiger Fähigkeiten verbunden sein muss. Zudem korrelieren eine kontinuierliche Beschäftigung und die persönliche Fitness sowie Lebensqualität im Alter positiv. Ökonomen interpretieren demographischen Wandel – gerade bezogen auf die Wirtschaftsentwicklung – jedoch pessimistisch. So wird für Japan bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts ein beträchtlicher Rückgang des Wirtschaftswachstums vorhergesagt, der verbunden ist mit einer schrumpfenden Zahl der Erwerbstätigen.
Das Projekt zielt einerseits auf eine harmonische Integration von gerontologischen Diskursen in ökonomische Diskussionen über Entwicklungsmöglichkeiten einer Volkswirtschaft im demographischen Wandel; andererseits auf das Konstruieren einer Lösungsmöglichkeit für demographisch alternde Gesellschaften. Mit Hilfe von gerontologisch positiven Erkenntnissen über Ältere und Alte ergibt sich die Frage nach den Möglichkeiten längerer Beschäftigung als eine potentiell positive Antwort auf die demographischen Herausforderungen für die Volkswirtschaft, Regionen und Unternehmen. Könnte eine lebenslange Beschäftigung sogar von Gesundheit und Lebenszufriedenheit begleitet sein? Die Bedeutung ganzheitlicher Zufriedenheit, also auf physischer, psychischer und sozialer Ebene, ist in gerontologischen Studien offensichtlich. Gleichzeitig betrachten auch zunehmend Ökonomen soziale, emotionale und spirituelle Komponenten als Faktoren für Lebenszufriedenheit. Zu untersuchen ist, wie sich diese Faktoren in der Arbeitswelt widerspiegeln. Ist Japan bereits eine Gesellschaft, in der sich eine lange Lebensarbeitszeit mit Gesundheit und Lebensqualität verwirklichen ließe?
Das Projekt geht diesen Forschungsfragen anhand von Fallstudien, Interviews und durch Auswertung statistischer Daten nach. Als theoretischer Rahmen dienen unter anderem die Schumpetersche Entwicklungstheorie und weitere ökonomische Evolutionstheorien zur Ergründung von Entwicklungsprozessen und Persönlichkeit.