Project Database

The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.


The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.

The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.

DHI Rom
Audienzen bei Mussolini
Projektbeginn: 2015-01-01
Antragsteller/-in, Sprecher/-in, Projektleitung: Amedeo Osti Guerrazzi, Lutz Klinkhammer
Themengebiet: Geschichte allgemein
Ort: Italien
Zeit: 1930
Epoche: Neuzeit
Mit dem Forschungsprojekt zu Mussolinis Audienzen soll in erster Linie eine elektronische Informationsquelle geschaffen werden, die es ermöglicht, die Arbeitsweise des faschistischen Diktators auf der Grundlage seiner persönlichen "Terminplanung" darzustellen. In einem ersten Schritt geht es darum, Mussolinis tägliche Audienzen aus den Akten seines persönlichen Sekretariats zu erschließen. Wichtigste Quelle ist dabei der von der "Segreteria Particolare del Duce" Tag für Tag geführte Terminkalender. Dieses Material befindet sich für den Zeitraum zwischen 1923 und 1929 im Archivio Storico Diplomatico del Ministero degli Affari Esteri, für den Zeitraum zwischen 1930 und 1943 im Archivio Centrale dello Stato. Die so gewonnenen Informationen werden anschließend in eine für die wissenschaftliche Öffentlichkeit frei benutzbare Datenbank überführt. Neben der Entwicklung von Mussolinis Arbeitsweise hinaus sollen dabei vor allem die Kenntnisse über die Funktionsweise des Regimes vertieft werden, das von einer hohen Machtkonzentration in den Händen des Diktators gekennzeichnet war. Tatsächlich wird sich aus der Datenbank erschließen lassen, wer zu den Audienzen zugelassen wurde, wie häufig die Parteibonzen, die Ministerialbeamten, die ausländischen Diplomaten, die Prälaten oder einzelne Bürger im Palazzo Venezia (wo ab 1930 der größte der Teil der Audienzen stattfand) empfangen wurden, und zu welchem Zeitpunkt es bestimmten Persönlichkeiten gelang, sich Zugang zum Diktator zu verschaffen. Schließlich läßt sich an der Datenbank die Zuverlässigkeit zahlreicher Quellen, vor allem von Selbstzeugnissen, überprüfen.