The MWS project database provides an overview of current and completed projects at the institutes of the MWS and aims to make information on these accessible to everyone. It enables a search by subject area and subject. It is based on the selection of the Dewey Decimal Classification (DDC) adapted by the Bayerische Staatsbibliothek as the German specialised library for the field of history. It is also possible to search by country (states existing today) and major epochs. The database includes dissertation and habilitation projects that were funded, for example, as part of a scholarship, as well as the institute's own and third-party-funded collaborative projects.
The search results are sorted chronologically in descending order, starting with the project with the most recent start date.
The project database aims to provide a comprehensive overview of the thematic breadth and diversity of research at the institutes and research groups of the MWS. Information on current research foci of the institutes can be found on the respective institute websites.
Im römischen Horizont werden auf europäischer Ebene andere Akteure vermittelnd tätig, wodurch sie im Rahmen der konfessionellen Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges in verschiedenen Kontexten und Formen Beziehungsräume schaffen. Mit ihren unterschiedlichen Interessen, vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Herkunft und je spezifischen Handlungsfähigkeit bewegen auch sie sich aufgrund ihrer mobilen Positionierung an Höfen, Einrichtungen und in Städten sowie aufgrund ihrer Netzwerke in formalen und informellen Zusammenhängen. Es handelt sich bei ihnen nicht nur deshalb um plurale Akteure, weil sich in historischer Perspektive ihre Zusammensetzung ändert, sondern auch, weil sie im Schnittpunkt zahlloser mobiler Dimensionen stehen. Die daraus hervorgehende Komplexität wird fragmentarisch in wechselnden Konfigurationen fassbar, an denen sich die für den römischen Universalismus charakteristische Spannung zwischen Handeln und Struktur, zwischen dem lokalen und dem globalen Aspekt ablesen lässt.
Einer Logik des "penser par cas" (J. Revel) folgend, untersucht das Projekt diese unterschiedlichen Konfigurationen in ihrer Vernetzung; sie werden dabei als Laboratorien des Politischen verstanden, die ein dichtes Kommunikationsnetz und eine komplexe räumliche texture auszeichnet, wobei die Zentralität Roms ständig neu definiert wird und ihre Grenzen offenbart. Innerhalb dieser komplexen Kommunikationssphäre erweisen sich die als gesellschaftliche Produkte verstandenen Wissensbestände als Ressourcen, die von den Akteuren mit Blick auf ihre zahlreichen Ansprüche mobilisiert wurden. Der Moment, in dem die Wissensbestände entstanden, ihre beständige Neugestaltung, ihre Zirkulation in verschiedenen Welten werden damit zum Brennspiegel, über den eine mehrstimmige und multiskalare Geschichte des römischen Universalismus in Angriff genommen werden kann.