Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung
18. November 2026, 14.00 – 21.00 Uhr
Allianz Forum, Berlin
Globale Perspektiven auf 250 Jahre Unabhängigkeitserklärung
2026 feiern die Vereinigten Staaten von Amerika einen Meilenstein ihrer Geschichte. Mit der 1776 erklärten Unabhängigkeit von Großbritannien begann eine demokratische Entwicklung, die weltweit Resonanz fand. Der berühmte Dreiklang „Life, Liberty and the Pursuit of Happiness“ hat seine Attraktivität bis heute nicht verloren. Nach wie vor entfalten die in der Erklärung formulierten Ziele und Prinzipien – Volkssouveränität, eine Regierung ohne gekröntes Oberhaupt, die Anerkennung allgemeiner Menschen- und Bürgerrechte – eine Strahlkraft, die sie zu einem prägenden Bestandteil der „westlichen Wertegemeinschaft“ machten. Allerdings gerät ihre positive Konnotation im Zuge aktueller politischer Entwicklungen in vielen Ländern und Weltregionen zunehmend unter Druck.
Für die Max Weber Stiftung (MWS) bietet das Jubiläum Anlass, nach den historischen und gegenwärtigen Fernwirkungen des Jahres 1776 zu fragen. Was hat die Entstehung der modernen Demokratie in den USA in anderen Teilen der Welt ausgelöst? Welchen Einfluss hatte sie auf nationale Entwicklungen, auf Revolutionen, Kriege und Fluchtbewegungen? Wie und wodurch entwickelten sich regional unterschiedliche Demokratieverständnisse?
Die Stiftungskonferenz beleuchtet das Thema aus verflechtungsgeschichtlicher und transregional vergleichender Perspektive. Ausgehend von den Forschungen der MWS-Institute analysiert sie das Echo der Unabhängigkeitserklärung in ausgewählten geographischen Räumen und Zeiten. Ein abschließendes Round Table arbeitet die aktuelle Bedeutung der US-amerikanischen Demokratie als Vorbild, Anstoß und Störfaktor heraus.
Die Veranstaltung kann via Livestream verfolgt werden, die Aufzeichnung steht im Nachgang zur Verfügung.
Programm · Panels
- 14.00 Uhr: Begrüßung
Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär BMFTR
Ute Frevert, Präsidentin MWS - 14.30 Uhr: Glauben die Amerikaner*innen noch an ihre Mythen?
Heike Paul, FAU Erlangen-Nürnberg - 15.00 Uhr: Die US-amerikanische Revolution und die atlantische Welt
Jan C. Jansen (Uni Tübingen), Mathilde Ackermann (DHI Paris), Christine Zabel (DHI Paris) - 15.45 Uhr: Liberale Versprechen und autoritäre Brüche: Demokratieentwicklung in Südamerika im transatlantischen Kontext
Petra Terhoeven (DHI Rom), Stefan Rinke (FU Berlin), Barbara Potthast (Uni Köln) - 16.30 Uhr: Pause
- 16.45 Uhr: Asiatische Demokratien zwischen Anpassung, Eigenlogik und Abgrenzung
Verena Blechinger-Talcott (DIJ Tokyo), Eun-Jeung Lee (FU Berlin), Joanna Pfaff-Czarnecka (Uni Bielefeld) - 17.30 Uhr: Die Entwicklung der liberalen Demokratie in Deutschland und das Projekt Europa
Paul Nolte (FU Berlin), Kiran Klaus Patel (LMU München), Christina von Hodenberg (DHI London) - 18.15 Uhr: Pause mit Imbiss
Moderation: Janine Funke und Joachim Telgenbüscher
Historiker*innen, Journalist*innen und Podcast-Hosts
Programm · Round Table
19.00 – 21.00 Uhr
Die US-amerikanische Demokratie zwischen Vorbild und Herausforderung – wo stehen wir heute?
Marion Ackermann · Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Ute Frevert · Max Weber Stiftung
NN. · Auswärtiges Amt
Isabel Heinemann · Institut für Zeitgeschichte München−Berlin
Ulrike von Hirschhausen · DHI Washington
Sebastian Schäfer · MdB, Bündnis 90/Die Grünen
Georg Schütte · VolkswagenStiftung
Moderation: N. N.
Mehr zu unserem Jahresthema erfahren Sie auf unserer Projektseite.