Max-Weber-Stiftung Pressemitteilungen http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/aktuelles-presse.html Max-Weber-Stiftung Pressemitteilungen de © Max-Weber-Stiftung Sat, 19 Oct 2019 00:15:21 +0200 Sat, 19 Oct 2019 00:15:21 +0200 TYPO3 EXT:news news-4712 Thu, 10 Oct 2019 07:18:00 +0200 Vierte jährliche Konferenz zu Digital Humanities und digitaler Geschichtswissenschaft am DHI Washington http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/vierte-jaehrliche-konferenz-zu-digital-humanities-und-digitaler-geschichtswissenschaft-am-dhi-washin.html In Washington versammeln sich vom 10. bis 12. Oktober über 40 Forscher*innen aus Europa und den USA am Deutschen Historischen Institut (DHI) um neuesten Erkenntnissen im Bereich der digitalen Geschichtswissenschaft nachzugehen. Unter dem Titel „Digital Hermeneutics: From Research to Dissemination“ diskutieren sie theoretische und methodische Implikationen der digitalen Wende in den Geisteswissenschaften sowie deren Konsequenzen für eine digitale Historiografie. Die Konferenz zu Digital Humanities und digitaler Geschichtswissenschaft findet bereits zum vierten Mal am DHI Washington statt und bringt Forscher*innen aus Deutschland, anderen europäischen Ländern und Nordamerika zusammen. In diesem Jahr steht die Digitale Hermeneutik im Zentrum, ein Forschungsfeld, das sich mit der kritischen Nutzung digitaler Technologien und ihren Implikationen für die historische Quellenkritik auseinandersetzt. Im Rahmen von vier Workshops, fünf Panels und einer Gruppendiskussion treffen sich dafür mehr als 40 Expert*innen. „Wir gehen unter anderem der Fragestellung nach, wie die Digitalisierung neue Formen öffentlicher Partizipation ermöglicht und welche Möglichkeiten online verfügbare Forschungsergebnisse bieten“, erklärt Daniel Burckhardt, einer der Veranstalter der Tagung und Mit-arbeiter am DHI Washington. Im Rahmen der Tagung wird die neue, von de Gruyter verlegte Open-Access-Zeitschrift „Journal of Digital History“ online gehen.

Das DHI Washington richtet die Konferenz gemeinsam mit dem Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C²DH) und dem Roy Rosenzweig Center for His-tory and New Media (RRCHNM) der George Mason University aus. Sie wird finanziell durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das C²DH der Universität Luxemburg und die Friends of the German Historical Institute unterstützt. Die Programm-gestaltung haben Andreas Fickers (C²DH), Gerben Zaagsma (C²DH), Sean Takats/Mills Kelly (RRCHNM), Simone Lässig (DHI Washington), Jens Pohlmann (DHI Washington) und Daniel Burckhardt (DHI Washington) übernommen.

Die digitale Geschichtswissenschaft befasst sich laut Professor Edward L. Ayers (University of Richmond), der diesen Begriff 1999 erstmals verwendete, mit „historical issues relating to digital or digitized source collections, which should (must) be carried out using interdisciplinary means of digital analysis or visualization”. Auf Grundlage dieser Charakterisierung untersuchen die Konferenzteilnehmer*innen im Verlauf der drei Tage die digitale Hermeneutik in Lehre und Forschung. Sie diskutieren neue Formen des transmedialen Storytelling, die Visualisierung von Daten und gewichten Vor- und Nachteile einer digitalen Geschichtswissenschaft, vor allem in Bezug auf Erkenntnistheorie und Quellenkritik. Während amerikanische Forscher*innen der digitalen Geschichtswissenschaften mit ihren Projekten häufig eine breite Öffentlichkeit adressieren, sind die Diskussionen in Europa überwiegend im akademischen Umfeld angesiedelt. Diese Unterschiede nimmt die internationale Konferenz ebenso in den Blick wie die divergierenden Ansätze einer digitalen Hermeneutik in Europa und den USA und die damit einhergehenden methodologischen Folgen.

Zusätzliche Informationen und das volle Programm der Konferenz:

https://www.ghi-dc.org/events-conferences/event-history/2019/conferences/2019-dh-conf.html

Weitere Informationen und Kontakt:

Daniel Burckhardt
Technical Developer
German Historical Institute
1607 New Hampshire Avenue NW
Washington, DC 20009
Phone +1.202.387.3355
Mail: burckhardt(at)ghi-dc.org

Dr. Nora Hilgert
Head of Strategy & Communications
German Historical Institute
1607 New Hampshire Avenue NW
Washington, DC 20009
Phone +1.202.387.3355
Mail: hilgert(at)ghi-dc.org

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news-4710 Mon, 07 Oct 2019 10:59:10 +0200 WeberWorldCafé: „Legacies of Colonialism in East Central Europe: Race, Scholarship, and Politics“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/weberworldcafe-legacies-of-colonialism-in-east-central-europe-race-scholarship-and-politics.html In den aktuellen Debatten über die Hinterlassenschaften des Kolonialismus fehlt Ostmitteleuropa häufig. Dennoch waren Anthropolog*innen, Historiker*innen oder Kolonialexpert*innen aus der Region in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik des Kolonialismus involviert. Um die Relevanz des Kolonialismus in Ostmitteleuropa von damals bis heute besser zu verstehen, müssen nicht nur Fragen zu den historischen Wurzeln, sondern auch zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatten gestellt werden. Am 15. Oktober 2019 möchten wir mit Ihnen von 14:30 bis 18 Uhr im Museum am Rothenbaum die Verflechtungen zwischen der Region – etwa dem heutigen Österreich, Weißrussland, der Tschechischen Republik, Deutschland, Litauen, der Republik Moldau, Polen, der Slowakei und der Ukraine – und ihrem kolonialen Erbe diskutieren. Thematische Schwerpunkte werden unter anderem der Gebrauch und Missbrauch von Expertenwissen, das materielle Erbe des Kolonialismus und die Frage nach dem Einfluss auf Politik und Gesellschaft in der Region sein. Welche Rolle spielten Expert*innen und Wissenschaftler*innen? Wo steht die Debatte um das materielle Erbe des Kolonialismus in Ostmitteleuropa? Wie werden die postkolonialen Theorien sowohl in der Wissenschaft als auch in Politik und Öffentlichkeit aufgenommen? Dies sind einige der Fragen, die wir bei der Veranstaltung stellen möchten. Zum WeberWorldCafé „Legacies of Colonialism in East Central Europe“ laden die Max Weber Stiftung, das Forum Transregionale Studien, das Nordost-Institut an der Universität Hamburg, das Tadeusz-Manteuffel-Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften (IH PAN) in Kooperation mit dem Museum am Rothenbaum (MARKK) ein.

Wir bitten um Anmeldung unter wwc(at)maxweberstiftung.de. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Veranstaltungsort:

Restaurant Okzident im Museum am Rothenbaum (MARKK), Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg, 14:30 bis 18 Uhr

Hintergrund:

Das WeberWorldCafé ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes interaktives Veranstaltungsformat der Max Weber Stiftung und des Forum Transregionale Studien, das Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Disziplinen zweimal jährlich zu jeweils anderen Schwerpunkthemen zusammenbringt.

Weitere Informationen unter: https://wwc.hypotheses.org/

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Johanna Beamish
Referentin für Wissenschaftskommunikation
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 25
E-Mail: wwc(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-4708 Mon, 30 Sep 2019 18:09:47 +0200 Podiumsdiskussion: Mehr als tausend Worte? Bilder als Akteure des Politischen http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/podiumsdiskussion-mehr-als-tausend-worte-bilder-als-akteure-des-politischen.html Welchen Einfluss haben Bilder auf unser Denken, Fühlen und Handeln? Welche politischen Botschaften transportieren sie? Das Podium der Veranstaltungsreihe "Geisteswissenschaft im Dialog" (GiD) diskutiert am 9. Oktober 2019 um 18:30 Uhr im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, welche entscheidende Rolle Bilder als Akteure des Politischen seit jeher, vor allem aber heute – im Zeitalter der Massenmedien – spielen. Die Max Weber Stiftung und die Akademienunion setzen mit dieser Veranstaltung ihre langjährige Kooperation fort. Wie Bilder unsere Wahrnehmung beeinflussen, ist Gegenstand der Forschung zahlreicher Fächer. Auch außerhalb der Kunstgeschichte beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Bildern. Gegenwärtig ist unsere Gesellschaft mehr denn je einer Bilderflut ausgesetzt, deren Auswirkungen es noch zu erforschen und zu diskutieren gilt. Mit dem Aufkommen des Internets hat sich die Bedeutung von Bildern weiter verändert – insbesondere die des politischen Bildes: hier können Bilder auch zu Waffen werden. Zugleich verfügen Bilder aber über eine immanente Logik und sie fordern dazu auf, in ihr eigenes Recht gesetzt zu werden. Wie verhält sich diese Eigengesetzlichkeit des Bildlichen mit dessen politischer Funktionalisierung? Und wie gelingt es, sich der Macht der Bilder auch zu widersetzen?

 

Diese und weitere Fragen diskutieren:

Prof. Dr. Andreas Beyer, Sprecher des Forschungsverbundes „Bilderfahrzeuge“, Universität Basel
Prof. Dr. Charlotte Klonk, Humboldt-Universität zu Berlin
Nausikaä El-Mecky, PhD (cantab), Tenure Track Professorin an der Universität Pompeu Fabra, Barcelona, Die Junge Akademie
PD Dr. Karin Liebhart, Universität Wien
Moderation: Dr. Peter Richter, Publizist

 

Verlängerung der Kooperationsvereinbarung

Mit dieser Podiumsdiskussion, die in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften veranstaltet wird, verlängern die Max Weber Stiftung und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“. Bis 2021 werden die beiden Partnerinnen jährlich mit zwei Veranstaltungen der Reihe die Geisteswissenschaften ins Gespräch bringen – miteinander, mit den anderen Wissenschaften und mit der Öffentlichkeit. „Mit der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften verfolgen wir das gemeinsame Ziel, Relevanz und Forschungsergebnisse insbesondere der Geisteswissenschaften einem breiten Publikum in Deutschland näher zu bringen. Dies ist uns mit der äußerst erfolgreichen Kooperation bei der Veranstaltungsreihe ‚Geisteswissenschaft im Dialog‘ bisher sehr gut gelungen. Daher freuen wir uns sehr auf weitere drei Jahre Zusammenarbeit“, sagte Prof. Dr. Hans van Ess, Präsident der Max Weber Stiftung. „Unsere Veranstaltungsreihe trägt dazu bei, den Geisteswissenschaften eine unverwechselbare Stimme in der Diskussion gesellschaftsrelevanter und zukunftsweisender Themen zu geben. Anhand von exemplarischen Fragestellungen und im Dialog mit anderen Disziplinen macht „Geisteswissenschaft im Dialog“ einer breiten Öffentlichkeit die Sinnstiftungskompetenz der Geisteswissenschaften erfahrbar und bietet Orientierungshilfe bei aktuellen Fragen“, betont Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt, Präsident der Akademienunion. „Wir freuen uns daher sehr auf weitere anregende gemeinsame Diskussionsabende mit der Max Weber Stiftung.“

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter gid(at)maxweberstiftung.de  bis zum 2. Oktober 2019 wird gebeten.

Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf gid.hypotheses.org.

 

Veranstaltungsort

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften| Leibniz-Saal
Eingang: Markgrafenstr. 38 | 10117 Berlin

 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien. Mehr als 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören, sind unter dem Dach der Akademienunion vereint. Die Akademienunion koordiniert das Akademienprogramm, das größte geistes- und sozialwissenschaftliche Langfrist-Forschungsprogramm Deutschlands. Sie fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, organisiert Veranstaltungen über aktuelle Themen der Wissenschaft und beteiligt sich an der wissenschaftsbasierten Gesellschafts- und Politikberatung. Darüber hinaus kommuniziert die Akademienunion mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.

 

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news-4701 Mon, 23 Sep 2019 14:45:01 +0200 EU bewilligt mit OPERAS-P den Ausbau der europäischen Forschungsinfrastruktur für die Geistes- und Sozialwissenschaften http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/eu-bewilligt-mit-operas-p-den-ausbau-der-europaeischen-forschungsinfrastruktur-fuer-die-geistes-und.html Das Projekt OPERAS-P (Open Scholarly Communication in the European Research Area for Social Sciences and Humanities – Preparation) wird die europäische Forschungsinfrastruktur für eine offene wissenschaftliche Kommunikation in den Sozial- und Geisteswissenschaften (OPERAS) beim Aufbau und der Entwicklung ihrer Dienste unterstützen. Die Max Weber Stiftung koordiniert den Arbeitsbereich der Kommunikation. Das Projekt wird von der Europäischen Kommission im Rahmen von Horizon 2020 für 24 Monate mit rund 2 Millionen Euro finanziert. Die Arbeit im Projekt soll in Kontinuität zu der bereits in der Designstudie realisierten Arbeit stehen. OPERAS-P verfolgt dabei folgende Ziele:

  • Vorbereitung der Forschungsinfrastruktur OPERAS für die Bewerbung auf die ESFRIRoadmap,
  • Beginn der Umsetzung innovativer Dienste für eine offene wissenschaftliche Kommunikation,
  • Erweiterung des Konsortiums. 

Die Vorbereitung der Infrastruktur beinhaltet die Einrichtung eines Netzwerks von Diensten, die den Bedarf der Forschenden decken und die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Interessenvertretung im Ökosystem der offenen wissenschaftlichen Kommunikation unterstützen.  Bei der Einführung innovativer Dienste geht es um die Entwicklung eines transnationalen Zugangs zu Publikationsdiensten, der auf der Annahme gemeinsamer Normen, der Interoperabilität zwischen Verlagsdiensten und der Anbindung an den europäischer Clouddienst (EOSC), der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Zugang zu wissenschaftlichen Daten, Datenverarbeitungsplattformen und Dienstleistungen für die Datenverarbeitung bereitstellt, basiert. Ein weiteres Element ist der Ausbau eines zentralen Dienstes für die Auffindbarkeit von Open Access-Büchern und eines Zertifizierungsservices für Bibliotheken und Wissenschaftsförderer (Directory of Open Access Books). Der Servicekatalog der Infrastruktur umfasst darüber hinaus auch den Discovery-Dienst TRIPLE und das Netzwerk CO-OPERAS für die Implementierung von Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften nach den FAIR-Prinzipien (FAIR – Findable, Accessible, Interoperable and Reusable), welches kürzlich eine Finanzierung von 100.000 Euro vom französischen Ministerium für Nationale Bildung erhalten hat. 
 
Das OPERAS-Konsortium besteht derzeit aus neun Mitgliedern, die die Kerngruppe bilden, und insgesamt 40 Partnern in 16 Ländern, von denen 16 Partner im Projekt OPERAS-P zusammenarbeiten. Das Kick-Off-Treffen findet am 1. und 2. Oktober in Warschau statt.  
 
 
Weitere Informationen und Kontakt: 
 
Judith Schulte
Referentin für die Forschungsinfrastruktur OPERAS; EU-Projekte
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 18
E-Mail: schulte(at)maxweberstiftung.de  
 
 

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news-4679 Thu, 05 Sep 2019 11:17:08 +0200 Zwei ERC Starting Grants für Forscherin und Forscher der Max Weber Stiftung http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/zwei-erc-starting-grants-fuer-forscherin-und-forscher-der-max-weber-stiftung.html Dr. Nadia von Maltzahn (OI Beirut) und Dr. Jan C. Jansen (DHI Washington) haben je einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) eingeworben. Unter dem Titel „Lebanon's Art World at Home and Abroad: Trajectories of Artists and Artworks in/from Lebanon since 1943“ beschäftigt sich Nadia von Maltzahn mit der libanesischen Kunstwelt seit 1943. Jan C. Jansen befasst sich in seinem Projekt „Atlantic Exiles: Refugees and Revolution in the Atlantic World, 1770s–1820s“ mit den Flüchtlingsbewegungen des atlantischen Revolutionszeitalters. Der European Research Council (ERC) zeichnet jährlich wegweisende Projekte in einem frühen Stadium der wissenschaftlichen Laufbahn mit einer Summe von bis zu 1,5 Millionen Euro über höchstens fünf Jahre mit den sogenannten Starting Grants aus. 408 von insgesamt 3106 Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen sind im Rahmen der diesjährigen Ausschreibung berücksichtigt worden (https://erc.europa.eu/news/StG-recipients-2019). Aus der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institut im Ausland konnten zwei Mitarbeiter, Dr. Nadia von Maltzahn (OI Beirut) und Dr. Jan C. Jansen (DHI Washington), die begehrte Förderung einwerben. Sie hilft ihnen, eigene Teams aufzubauen und wegweisende Forschung über alle Disziplinen hinweg zu betreiben. Der ERC Starting Grant wurde in diesem Jahr mit einem Budget von insgesamt 621 Mio. Euro ausgestattet und ist Teil des Forschungs- und Innovationsprogramms der EU „Horizon 2020“.

Nadia von Maltzahn forscht seit 2013 am Orient-Institut Beirut, das von Prof. Dr. Birgit Schäbler geleitet wird. Ihr Projekt mit dem Kurztitel LAWHA (Gemälde auf Arabisch) untersucht die Biografien von Künstlerinnen und Künstlern und ihren Werken im und aus dem Libanon seit der Unabhängigkeit 1943. In Ermangelung einer institutionalisierten lokalen Kunstgeschichte werden Künstler oft klischeehaft dargestellt, gemäß der Agenda der jeweiligen Institution. Das Projekt möchte einen Perspektivwechsel für die Annäherung an die libanesische Kunstwelt vornehmen, indem es die Mehrdimensionalität der Laufbahnen der individuellen Künstlerinnen und Künstler in den Fokus nimmt. Es untersucht (1) die Kräfte, die die Entstehung der Kunst als professionelles Feld geformt haben, (2) wie die Auswirkungen des politischen, sozialen und ökonomischen Umfelds auf die Kunstwelt und ihre Protagonisten überdacht werden müssen, vor dem Hintergrund, dass der Libanon oft durch seine Erfahrung von Gewalt und Konflikt definiert wird, (3) wie Künstlerinnen und Künstler im Verhältnis zur Nation repräsentiert werden und (4) wie die Laufbahnen von Individuen das Feld geformt haben. Im Mittelpunkt stehen Künstlerinnen und Künstler im und aus dem Libanon, die Formen der Malerei, der Bildhauerei und Kunst der Neuen Medien nutzen. Die Besonderheit der libanesischen Geschichte nach der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1943 macht es besonders lohnenswert, die Machtverhältnisse zwischen Künstlerinnen und Künstlern und Institutionen im In- und Ausland zu untersuchen. Die Ziele des Projekts sind (1) die Entwicklung eines neuen Ansatzes, mit dem die künstlerische Produktion von einer kulturpolitischen Perspektive betrachtet wird und gleichzeitig die Laufbahnen der Künstlerinnen und Künstler und ihrer Werke ins Zentrum gesetzt werden, (2) die Auswirkungen von Krieg und Migration auf die künstlerische Produktion eines Landes neu zu bewerten, (3) eine kollaborative digitale Plattform und Datenbank (DDP) aufzubauen, um ein zentrales Open-Access-Repository und innovatives Instrument für die zukünftige Forschung und den Erhalt des libanesischen Kulturerbes zu schaffen und (4) die Wissenschaftskulturen von akademischer Forschung und Museen/Kunstinstitutionen zu verbinden. Das Projekt wird neue Methoden dafür identifizieren, wie man Kontext und künstlerische Produktion miteinander verbindet und Kunstgeschichte in postkolonialen Zusammenhängen überdenken kann.

Jan C. Jansen ist seit 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Washington, DC, das von Prof. Dr. Simone Lässig geleitet wird. Sein Projekt untersucht in vergleichender Perspektive die umfangreichen Flüchtlingsbewegungen der Revolutionen in Nord- und Südamerika, Frankreich und Haiti in den Jahrzehnten um 1800. Das atlantische Revolutionszeitalter gilt als die Geburtsstunde westlicher politischer Modernität und neuer Konzepte von Souveränität, Staatsbürgerschaft und politischer Partizipation. Es war jedoch auch eng verknüpft mit dem Auftreten politischer Flüchtlinge als einem Massenphänomen. Die großen revolutionären Umbrüche und die mit ihnen verbundenen gewaltsamen Konflikte setzten in dieser Zeit weit mehr als eine Viertelmillion Menschen in Bewegung. Auf Grundlage empirischer Fallstudien in der Karibik und auf dem amerikanischen Kontinent geht das Projekt der Frage nach, welche Rolle politische Flüchtlinge und ihre Mobilität in grundlegenden Transformationsprozessen des Revolutionszeitalters spielten. Es untersucht (1) wie sie den Wandel politischer Zugehörigkeiten und die Neuziehung der Grenze zwischen „Bürgern“ und „Fremden“ mitprägten; (2) wie sie sich in den sich wandelnden Praktiken öffentlicher und privater Fürsorge und frühen Formen von Humanitarismus niederschlugen; (3) wie sie in den sich verschiebenden und porösen Grenzen zwischen Freiheit und Sklaverei navigierten; und (4) wie Exil zu einem nationale und imperiale Grenzen überschreitenden politischen Handlungsfeld wurde. Während es mittlerweile Konsens ist, dass revolutionäre Ideen und Akteure innerhalb des Atlantiks der Zeit nicht getrennt voneinander betrachtet werden können, sind diejenigen, die sich diesen Revolutionen entgegenstellten oder vor ihnen flohen, kaum in den Blick gekommen. Das Projekt, das nun mit dem ERC Starting Grant gefördert wird, beschreitet auf mehreren Ebenen neue Wege: Es legt, erstens, ein besonderes Augenmerk auf die Karibik als einer der weltweit wichtigsten Ziel- und Transitregionen für Flüchtlinge in dieser Zeit. Es zielt, zweitens, auf eine systematische Verknüpfung atlantischer Geschichte mit dem noch jungen Feld der Flüchtlingsgeschichte. Drittens stellt es die Erkenntnisse aus dem atlantischen Revolutionszusammenhang in den Kontext einer vergleichenden und globalen Geschichte unfreiwilliger Migration.   

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, zudem weitere Forschungsgruppen und Büros. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-4672 Fri, 23 Aug 2019 07:43:44 +0200 All Things Transregional? Eine Debatte zur transregionalen Forschung http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/all-things-transregional-eine-debatte-zur-transregionalen-forschung.html Mit „All Things Transregional? A Conversation about Transregional Research“ ist der vierte Band der Reihe „Areas and Disciplines“ erschienen. Ausgewiesene Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Fächern diskutieren über Inhalte, Methoden und Perspektiven transregionaler Forschung. Die Schriftenreihe wird gemeinsam vom Forum Transregionale Studien in Berlin und der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland herausgegeben und ist als Open-Access-Publikation sowie in gedruckter Form verfügbar. „Wirklich merkwürdig an Deutschland ist die Tatsache, dass, obwohl die deutschen Länder und ihre Menschen so sehr mit der Welt verschränkt waren, die Deutschen und damit auch deutsche Historiker so ungemeine Schwierigkeiten haben, mit dieser Tatsache und ihren Konsequenzen zurechtzukommen.” So zitiert Andreas Eckert den Chicagoer Historiker Michael Geyer im Vorwort des neuen Bands. Das Zitat stammt aus einem Beitrag zur Frage transnationaler Geschichtsschreibung, der im Jahr 2006 erschienen ist. Gilt Geyers Beobachtung auch heute noch? Ist die Forschung in der Geschichtswissenschaft, aber auch in anderen Fächern, sensibler geworden für Fragen nach Verflechtungen und Zusammenhängen jenseits nationaler Grenzziehungen?  
 
Was bedeutet transregionale Forschung? Wem kann sie nützen, und wo sind ihre Grenzen? Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, wurde auf dem TRAFO – Blog for Transregional Research 2015 die Interviewreihe „All Things Transregional?“ begonnen. Ausgewiesene Wissenschaftler*innen aus dem Umfeld des Forum Transregionale Studien und der Max Weber Stiftung wurden nach ihren Erfahrungen, wichtigen Forschungsfragen und Themenfeldern sowie der Zukunft der transregionalen Studien befragt. Eine erste Bilanz dieser andauernden Debatte bietet die gebündelte Veröffentlichung von 18 Beiträgen, die sich inhaltlich aufeinander beziehen und die Möglichkeiten und Grenzen transregionaler Ansätze mitunter kontrovers diskutieren. 

Das vom Forum Transregionale Studien und der Max Weber Stiftung herausgegebene Dossier vereint die Diskussionsbeiträge, die für den TRAFO-Blog verfasst und dort bis 2017 publiziert wurden. Der Blog hat sich in den letzten Jahren als Plattform für Wissenschaftler*innen etabliert, die an einer inhaltlichen Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften interessiert sind. Für diese Publikation wurden die Interviews von den Autorinnen und Autoren überarbeitet, teilweise aktualisiert und in Fließtexte umgestaltet. Zusammen bieten die Beiträge einen Überblick über die gegenwärtige Diskussion zur transregionalen Forschung in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Der Band ist Open Access bei perspectivia.net erschienen und kann gedruckt kostenlos beim Forum Transregionale Studien und der Max Weber Stiftung angefragt werden. 
 
All Things Transregional? A Conversation about Transregional Research (Areas and Disciplines, 4), hrsg. v. Forum Transregionale Studien, Max Weber Stiftung, Berlin, Bonn 2019. DOI: https://doi.org/10.25360/01-2019-00027 
 
 
Weitere Informationen und Kontakt: 
 
Dr. Moritz Buchner
Forum Transregionale Studien
Wallotstraße 14, 14193 Berlin
Tel.: +49(30) 89 001-422
E-Mail: moritz.buchner(at)trafo-berlin.de
www.forumtransregionalestudien.de 
 
Fabian Schmitt, M.A.
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 42
E-Mail: schmitt(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de 
 
 

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news-4641 Fri, 12 Jul 2019 11:29:52 +0200 Ausschreibung des Internationalen Forschungspreises 2020 http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/ausschreibung-des-internationalen-forschungspreises-2020.html Die Max Weber Stiftung und das Historische Kolleg schreiben im Jahr 2019 bereits zum vierten Mal ihren Internationalen Forschungspreis aus. Der Preis würdigt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Gastländern bzw. Gastregionen der Institute der Max Weber Stiftung, die wesentliche Beiträge zu einer international ausgerichteten geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung geleistet haben. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert. Mit dem Preis verbunden ist die freibleibende Einladung zu einem Forschungsaufenthalt in München und zur Durchführung eines internationalen Kolloquiums am Historischen Kolleg in München.

Nominierungsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Forschungseinrichtungen in Deutschland. Nominiert werden können Akademikerinnen und Akademiker mit internationaler Reputation und einschlägiger Forschungstätigkeit, deren wissenschaftliche Verortung sowie deren Lebensmittelpunkt in einem Gastland bzw. einer Gastregion der MWS-Institute und -Büros liegen. Die Bewerbungsfrist für eine Nominierung endet am 15. November 2019.

Bisher erhielten den Preis die US-amerikanische Historikerin Isabel V. Hull, der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman sowie die französische Historikerin Hélène Miard-Delacroix.

Die Preisträgerin/der Preisträger wird von einer paritätisch besetzten Jury der Max Weber Stiftung und des Historischen Kollegs ausgewählt.

Informationen finden Sie unter: http://www.maxweberstiftung.de/foerderung/internationaler-forschungspreis.html
 

Weitere Informationen und Kontakt:
Hanna Pletziger
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Förderung
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn Tel.: +49 (0)228 377 86 38 E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de

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news-4636 Thu, 04 Jul 2019 10:52:15 +0200 Verleihung des ICAS-Buchpreises für deutsche asienwissenschaftliche Publikationen http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/verleihung-des-icas-buchpreises-fuer-deutsche-asienwissenschaftliche-publikationen.html Am 16. Juli 2019 wird in Leiden der Buchpreis der International Convention of Asia Scholars (ICAS) verliehen. Mit dem Preis werden hervorragende Veröffentlichungen zu Asien auf den Gebieten der Geistes- und Sozialwissenschaften in verschiedenen Sprachen ausgezeichnet. Die Max Weber Stiftung (MWS) hat die Auswahl und Vergabe des Preises für die deutschsprachige Ausgabe organisiert. Aus allen von den Verlagen nominierten Titeln hat die MWS-Preisjury folgende Shortlist ausgewählt (alphabetische Reihenfolge):

  • Michael Facius. 2017. China übersetzen. Globalisierung und chinesisches Wissen in Japan im 19. Jahrhundert. Frankfurt/New York: Campus Verlag.
  • Bärbel Högner. 2017. Chandigarh nach Le Corbusier. Ethnographie einer postkolonialen Planstadt in Indien. Berlin: Dietrich Reimer Verlag.
  • Axel Michaels. 2018. Kultur und Geschichte Nepals. Stuttgart: Kröner Verlag.
  • Raji C. Steineck. 2017. Kritik der symbolischen Formen II. Zur Konfiguration altjapanischer Mythologien. Stuttgart: Frommann-Holzboog.
  • Thomas Zimmer. 2017. Erwachen aus dem Koma? Eine literarische Bestimmung des heutigen Chinas. Baden-Baden: Tectum Wissenschaftsverlag.

Die Verleihung des Preises findet am 16. Juli im Rahmen der Welcome Ceremony der ICAS-Konferenz statt, einer regelmäßig und an verschiedenen Orten weltweit ausgetragenen Konferenz des International Institute for Asian Studies (IIAS) in Leiden.


Der ICAS-Buchpreis wird seit 2004 alle zwei Jahre für asienwissenschaftliche Werke auf den Gebieten der Geistes- und Sozialwissenschaften in englischer Sprache verliehen. Seit 2017 können auch Veröffentlichungen in den Sprachen Chinesisch, Koreanisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch und Deutsch eingereicht werden. Der Buchpreis hat zum Ziel, akademische Publikationen zu Asien in den Fokus zu rücken, um dadurch deren Wahrnehmung
weltweit zu stärken. In den letzten zehn Jahren hat sich die Auszeichnung zu einem international anerkannten Preis entwickelt, um den heute 400 Publikationen aus 60 Ländern wetteifern.
Informationen zum ICAS-Buchpreis: https://icas.asia/en/icas-book-prize
Informationen zur ICAS-Konferenz: https://eu.eventscloud.com/ehome/200184155?&t=6d88a941ec7f7b7205995d334f8901b8

Max Weber Stiftung auf der ICAS
Die Max Weber Stiftung fördert die Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften und unterhält weltweit zehn Institute sowie Forschungsgruppen und Büros, vier davon mit einem Wirkungskreis in Asien. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der MWS sind mit ihrer Forschung auch in den Panels der ICAS-Konferenz vertreten. Eine Übersicht über die Panels mit Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Institute, Büros, Forschungsgruppen und Partnereinrichtungen der MWS gibt es unter: https://gab.hypotheses.org/6714

Außerdem bietet die MWS an ihrem Stand (Ausstellungszelt vor dem Kamerlingh-Onnes-Gebäude, Steenschuur 25) Informationsmaterialien sowie aktuelle Publikationen aus ihren Instituten.

Weitere Informationen und Kontakt:
Hanna Pletziger Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de

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news-4626 Mon, 17 Jun 2019 09:42:23 +0200 Bloggen als strategische Form der Wissenschaftskommunikation http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/bloggen-als-strategische-form-der-wissenschaftskommunikation.html Im Herbst 2018 führte die Redaktion des Blogportals de.hypotheses eine Online-Umfrage durch, die den Fragen nachging, aus welchen Gründen Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bloggen, wann ein Blog oder Blogbeitrag aus ihrer Sicht erfolgreich ist, wie sie Beiträge und Publikationsablauf formal und redaktionell gestalten und wie sich Blogs in den wissenschaftlichen Diskussions‐ und Informationsraum einfügen. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 204 Bloggende. Die Ergebnisse der Umfrage liegen nun vor. Wissenschaftsbloggen umfasst  demnach vielfältige Praktiken unterschiedlicher Ausprägung. Als Trend lässt sich ein professioneller und strategisch bewusster Einsatz von Blogs ausmachen, die auch bei technisch wenig affinen Forschenden ihren Platz als zusätzliches Kommunikationsmittel gefunden haben.

Geisteswissenschaftliches Bloggen ist eine Angelegenheit des Mittelbaus, wobei die Genderverteilung auf der Plattform fast ausgeglichen ist. Die Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler überlegen sich in der großen Mehrheit sehr genau, was sie bloggen und verfolgen mit ihren Blogs eine präzise Strategie. Bei knapp der Hälfte der Bloggenden gibt es eine redaktionelle Kontrolle oder sie bitten Kolleginnen und Kollegen um Korrekturen vor der Veröffentlichung. Kommunikation ist das oberste Ziel der hier befragten Forschenden, die überwiegend ein akademisches Publikum anvisieren.

Jeweils rund die Hälfte der Befragten ist überzeugt, dass Bloggen dabei hilft, ein Thema zu besetzen, Gedanken zu ordnen und auszuprobieren sowie die eigene Forschungstätigkeit zu dokumentieren. „Schreiben üben“ spielt als Ziel eine eher untergeordnete Rolle, ist aber genau wie „Steigerung der Reputation“ ein greifbarer Nebeneffekt des Bloggens. Die Blogs werden nicht als „Tagebücher“ geführt, gebloggt wird zumeist weniger als einmal im Monat.

Die Blogosphäre ist kein abgetrennter Online‐Kosmos. Vielmehr sind Blogs Teil eines gesamt‐wissenschaftlichen Informationsraums, in dem sich analoge und digitale Kommunikation überlagern: Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler werden auf ihre Blogbeiträge mündlich angesprochen, sie erfahren von anderen Blogs in Vorträgen und in E-Mails, und ihre Blogbeiträge werden in gedruckten Publikationen genauso zitiert wie in Online‐Veröffentlichungen. Dagegen gibt es nur sehr wenige Kommentare und 89 % der Bloggenden kommentieren selten oder sogar nie.

Weitere Informationen

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich auf dem Redaktionsblog von de.hypotheses (https://redaktionsblog.hypotheses.org/4246). Die vollständige Auswertung und Interpretation der Antworten der Bloggenden von de.hypotheses findet sich im dort verlinkten Datenreport. Umfrage und Auswertung wurden unter der Leitung von Dr. Mareike König (Deutsches Historisches Institut Paris) durchgeführt.

Hintergrund                                                          

De.hypotheses existiert seit März 2012 als Unterportal der europaweit ausgerichteten Blogplattform Hypotheses von OpenEdition, Frankreich. Mit rund 220 aktiven Blogs ist de.hypotheses die größte wissenschaftliche Plattform dieser Art im deutschsprachigen Raum. Die deutschsprachige Community wird von der Max Weber Stiftung (MWS) betreut. Die Blogs der Institute sowie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der MWS sind Teil dieser Plattform und unter mws.hypotheses.org zu finden.
 

Weitere Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-4618 Thu, 06 Jun 2019 08:34:29 +0200 Wie steht es um die Freiheit der Wissenschaft? http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/wie-steht-es-um-die-freiheit-der-wissenschaft.html Welchen Nutzen und welche Relevanz Wissenschaft und Forschung haben und welche Arbeitsmarktchancen sich aus ihnen ergeben, sind Dauerfragen, die jedoch in den letzten Jahren an Brisanz gewonnen haben, in Deutschland und Amerika gleichermaßen. Die staatliche wie private Förderpolitik sieht sich wie die Fächer selbst in einem Legitimations- und Rechtfertigungszwang. Bedroht dies am Ende die Freiheit der Forschung? Ein hochkarätig besetztes Podium nimmt sich dieser Fragen am 12. Juni 2019 im Deutschen Historischen Institut (DHI) in Washington in Zusammenarbeit mit dem Nordamerikabüro der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an. Woraus bezieht eine Gesellschaft ihr kritisches Bewusstsein und ihre Fähigkeit, gewahr für die eigene Geschichte und Kultur zu sein? Wie antworten wir auf die drängenden Klima- und Gesundheitsprobleme unserer Zeit? Das breite Spektrum der Wissenschaften leistet hier seit jeher grundlegende Arbeit und gibt Antworten in allen unseren Lebensbereichen. Doch welchen Stellwert und welche Wertschätzung erhalten die Wissenschaften dafür? Nützlichkeitsargumente sowie Arbeitsmarktfähigkeit werden bei Studierenden und ihren Eltern häufig ins Feld gegen bestimmte Fächergruppen wie die Geisteswissenschaften geführt. Das zeigen neuere Studien zur Berufswahl. Entwicklungen, die in Amerika wie in Deutschland gleichermaßen zu beobachten sind, wenn auch mit unterschiedlich scharfen Ausprägungen.

„Forschung, auch die geisteswissenschaftliche, ist kein intellektueller Selbstzweck, wie viele vielleicht meinen“, so Prof. Simone Lässig, Direktorin des DHI Washington, eines von zehn Auslandsinstituten, die die staatliche Max Weber Stiftung betreibt. „Es braucht eine grundständige Förderung von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, von Forschungsinfrastrukturen wie Laboren und Rechenzentren, aber auch von Archiven und Bibliotheken, die unser kollektives Gedächtnis zugänglich machen, bewahren und hinterfragen. Innovationsfähigkeit in der Wissenschaft erwächst zugleich aus Vertrauen und aus dem Mut, über kürzere Projekte und unmittelbar greifbare Ergebnisse hinauszudenken, was immer seltener der Fall ist. Ohne dieses Vertrauen und diesen Mut wäre die Wissenschaftsgeschichte um viele Erfolge ärmer.“

Wissenschaft ist Teil der Gesellschaft und deshalb auch gehalten, über ihr Tun zu informieren und kritisch zu reflektieren. Stellen wahlkämpfende Politikerinnen und Politiker und Teile der Öffentlichkeit Nützlichkeitserwägungen jedoch ins Zentrum ihres Handelns, geraten auch Universitäten, staatliche Zuwendungsgeber und private Stiftungen, die nicht frei über ihre Gelder verfügen können ohne Prioritäten zu setzen, zunehmend unter Druck. Doch wie sehen diese Prioritäten aus und wie stark beeinflussen nicht-akademische Überlegungen die öffentlichen und privaten Förderpolitiken und damit am Ende auch die Forschung selbst, die sich dem äußeren Druck beugt?

Das DHI Washington und das Nordamerikabüro der DFG, die jährlich insgesamt ca. drei Milliarden Euro öffentlicher Gelder im kompetitiven Verfahren an die deutsche Wissenschaft fächerübergreifend vergibt, nehmen sich dieser drängenden Fragen an und haben ein hochkarätig besetztes Podium zusammengestellt, das am 12. Juni 2019 diskutieren wird. Anwesend sind Prof. Dr. Julika Griem (Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Dr. Wilhelm Krull (Generalsekretär der VolkswagenStiftung), Prof. Dr. Mary Sue Coleman (Präsidentin der Association of American Universities (AAU), Jon P. Peede (Chairman des National Endowment for the Humanities (NEH), Prof. Dr. Pauline Yu (Präsidentin des American Council of Learned Societies (ACLS).

Link zur Veranstaltung: https://www.ghi-dc.org/events-conferences/event-history/2019/lectures/the-politics-of-research.html?L=0


Weitere Informationen und Kontakt:


Dr. Sarah Beringer / Dr. Nora Hilgert
Head of Strategy & Communications
German Historical Institute Washington DC
1607 New Hampshire Ave NW
Washington, DC 20009
Phone: +1 202 387-3355
Mail: beringer(at)ghi-dc.org


Dr. Rainer Gruhlich
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
German Research Foundation
Director, DFG Office North America
1130 Connecticut Ave. NW, Suite 1200
Washington, DC 20036
Tel. +1 (202) 785-4208
Tel. +49 (228) 885-4100
Fax +1 (202) 785-4410

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news-4615 Wed, 05 Jun 2019 12:39:32 +0200 Internationale Konferenz am DHI Washington widmet sich der Verschränkung von Wissen und Politik http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/internationale-konferenz-am-dhi-washington-widmet-sich-der-verschraenkung-von-wissen-und-politik.html Ist Wissen Macht und wie politisch ist diese Macht? Diese vermeintlich einfachen Fragen stellen sich angesichts des „post-faktischen Zeitalters“ heute dringlicher denn je. Zugleich lohnt sich der Blick in die Geschichte. Vom 6. bis 8. Juni 2019 widmet sich eine internationale Konferenz am Deutschen Historischen Institut (DHI) Washington unter dem Titel „Political Culture and the History of Knowledge: Actors, Institutions, Practices” dem facettenreichen Verhältnis von politischer Kultur und Wissen in historischer Perspektive. Das Zeitalter des Internets und der sozialen Medien geht mit einer Explosion von Informationen einher, befördert die Verbreitung von und den Austausch über neue Erkenntnisse auf globaler Ebene, während zugleich die Gewissheit über Fakten und Wissen ins Wanken gerät. Wissen und Nicht-Wissen sind jedoch nicht erst seit kurzem Gegenstand von Kontroversen – im Gegenteil: Eine international besetzte Konferenz am DHI Washington widmet sich vom 6. bis 8. Juni 2019 unter dem Titel „Political Culture and the History of Knowledge: Actors, Institutions, Practices“ der Geschichte des Politischen und des Wissens. Einen Einblick in die Bandbreite der Themen bietet die vor der Konferenz veröffentlichte Blog-Serie „Exploring Knowledge in Political History“ auf dem wissensgeschichtlichen Blog des DHI (https://historyofknowledge.net).

Blog-Serie und Konferenz bieten Gelegenheit, ausgehend von Fallstudien grundsätzlich über die Bedeutung von Wissen für unser Verständnis von politischem Handeln zu reflektieren. Im Fokus steht etwa die Rolle von Experten und Expertenwissen für das Wissen des Staates und seiner Repräsentanten, aber auch für das Wissen über den Staat, wie z. B. im Falle der russischen Unterstützung reaktionärer Ideen im post-revolutionären Europa des späten 18. Jahrhunderts. Wissen als Mittel der Legitimation und Delegitimation von politischen Ideen und Ideologien spielt vor allem mit Blick auf die Geschichte des Neoliberalismus und des Populismus, aber auch mit Bezug auf die jüngsten Debatte um „alternativen Fakten“ und präsidiales „Gezwitscher“ eine wichtige Rolle. Die Konferenz greift bewusst auf einen erweiterten Politik-Begriff zurück und thematisiert im Sinne einer neuen Politikgeschichte bzw. Kulturgeschichte des Politischen auch Aktivisten und soziale Bewegungen und deren Auseinandersetzung mit und Aneignung von politischem Wissen.

Was eint die Fülle an Themen, die die als „transatlantisches Gespräch“ angelegte Konferenz zur Diskussion stellt? Vor allem eine programmatische Frage, wie Kerstin von der Krone, eine der Veranstalterinnen der dreitägigen Konferenz betont: „Was kann uns die Geschichte des Wissens über Politik und politische Kultur lehren? Welche Erkenntnispotentiale bietet der Blick auf Wissensordnungen, auf Akteure und Praktiken der Wissensproduktion für die Geschichtswissenschaft im Allgemein und die Geschichte des Politischen im Besonderen? Unterscheiden sich hier die Perspektiven von Historikerinnen und Historikern aus Europa und den USA?“

Das gesamte Konferenzprogramm ist abrufbar unter: https://www.ghi-dc.org/eventsconferences/event-history/2019/conferences/political-culture-the-history-of-knowledge.html

Einblick in die Themen der Konferenz bietet die Blog-Serie „Exploring Knowledge in Political History“: https://historyofknowledge.net (#poliknow)

Die Konferenz wird in Kooperation mit dem Zentrum „Geschichte des Wissens“ an der ETH Zürich, der Universität Zürich und dem Stevanovich Institute on the Formation of Knowledge der University
of Chicago organisiert und durch Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Abendveranstaltung am 6. Juni 2019, „Knowledge / Power / Political Culture – A Transatlantic
Conversation“ mit Suzanne Marchand und Jakob Tanner ist öffentlich.
Die Konferenz selbst ist nicht öffentlich, eine Teilnahme von Pressevertretern ist möglich, um Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen und Kontakt:
Dr. Sarah Beringer / Dr. Nora Hilgert
Head of Strategy & Communications
German Historical Institute Washington DC
1607 New Hampshire Ave NW
Washington, DC 20009
Phone +1 202 387-3355
Mail: beringer(at)ghi-dc.org 

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news-4610 Wed, 29 May 2019 13:10:37 +0200 Entwicklung eines europäischen Discovery-Dienstes (TRIPLE) für die Geistes- und Sozialwissenschaften http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/entwicklung-eines-europaeischen-discovery-dienstes-triple-fuer-die-geistes-und-sozialwissenschaften.html Die Europäische Kommission wird das Projekt TRIPLE (Targeting Researchers through Innovative Practices and multiLingual Exploration) mit ca. 5,6 Mio. Euro für einen Gesamtförderzeitraum von 42 Monaten finanzieren. Das Projekt soll voraussichtlich im Herbst 2019 beginnen. TRIPLE wird ein zentraler Dienst von OPERAS, der europäischen Forschungsinfrastruktur für offene Wissenschaftskommunikation in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Projekt soll insbesondere die Anknüpfung der Geistes- und Sozialwissenschaften an die European Open Science Cloud (s. EOSC marketplace) sicherstellen. Ziel des Projekts ist es, diese Disziplinen in Europa stärker sichtbar zu machen, ihre Nachnutzungsmöglichkeiten zu steigern und ihren gesellschaftlichen Mehrwert noch weiter zu erhöhen. Dies geschieht vor allem durch die Entwicklung von Visualisierungs- und Anmerkungswerkzeugen, Vertrauensbildungssystemen, Crowdfunding-Netzwerken und Empfehlungsmechanismen.
TRIPLE wird mit einem Konsortium von 18 Organisationen aus 12 verschiedenen europäischen Ländern an den Start gehen. Die Max Weber Stiftung beteiligt sich mit ihrer elektronischen Publikationsplattform perspectivia.net an dem Vorhaben. So möchte sie die wissenschaftlichen Publikationen der Forschenden ihrer Institute, aber auch ihre Forschungsdaten und Forschungsprojekte, über Landes-, Sprach- und Disziplinengrenzen hinweg an die EOSC anbinden und besser auffindbar machen. Des Weiteren wird sie im Projekt wie auch für die Forschungsinfrastruktur OPERAS selbst Kommunikations- und Verbreitungsaufgaben übernehmen.
Die OPERAS-Pressemitteilung (englisch) finden Sie hier: www.operas-eu.org/2644.

Weitere Informationen und Kontakt:
Judith Schulte
E-Mail: schulte(at)maxweberstiftung.de

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news-4596 Wed, 15 May 2019 10:35:43 +0200 Konferenz zu Zwangsmigration von Juden und anderen Flüchtlingsgruppen in den globalen Süden (1940-60) http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/konferenz-zu-zwangsmigration-von-juden-und-anderen-fluechtlingsgruppen-in-den-globalen-sueden-1940-6.html Vor dem Hintergrund anhaltender Debatten um globale Migration und deren Auswirkungen organisieren das Deutsche Historische Institut (DHI) in Washington DC und sein Pacific Regional Office (PRO) sowie das DHI London, gemeinsam mit den Büros der Max Weber Stiftung in Neu-Delhi und Peking, eine Konferenzserie zur historischen Flucht- und Migrationsforschung. Nach der Auftaktveranstaltung im indischen Kalkutta im vergangenen Jahr wird die Konferenzreihe vom 20.-22. Mai 2019 an der University of California in Berkeley fortgesetzt. Was bedeutet es für Menschen, wenn sie ihre Heimat zwangsweise verlassen müssen und über viele Jahre im „Transit“ leben und lediglich geduldet werden, ohne die Perspektive Wurzeln zu schlagen, geschweige denn die Hoffnung auf Rückkehr zu hegen? Wie gestaltet sich ihr Alltag und welches Wissen benötigen sie, um zu überleben? Wie wird dieses Wissen weitergegeben und wie gelingt der Neuanfang?

Diesen, in der heutigen Zeit für Millionen von Menschen drängenden Fragen mussten sich auch Jüdinnen und Juden stellen, als sie aus dem nationalsozialistischen Europa flohen und in Ländern des Globalen Südens eine Zuflucht fanden. Ein Beispiel dafür ist die Ausnahmemusikerin und Komponistin Ruth Schönberg, die aus Österreich nach Berlin und von Stockholm über Moskau nach Mexiko flüchtete, wo sie über das Kriegsende hinaus blieb. Andere jüdische Emigranten hin-gegen lebten noch viel länger im Transit und mussten sich – wie die Juden aus Shanghai, Iran oder Indien – 1945 wieder mit ungewissem Ziel auf den Weg machen; nun zeitgleich  mit vielen anderen und sehr unterschiedlichen Flüchtlingsgruppen. Zu ihnen gehörten Millionen Vertriebene aus den ehemals deutschen und polnischen Ostgebieten ebenso wie politisch Verfolgte oder Nationalsozialisten, die sich ihrer Strafe entziehen wollten und sich dafür vor allem in Länder Latein-amerikas absetzten.

Diese Situation eines jahrlangen Lebens im Transit nehmen über 30 Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher aus Deutschland, den USA, Großbritannien, Indien, Argentinien, Mexiko, Chile und Kolumbien zum Ausgangspunkt, um historischen Perspektiven von Zwangsmigration und Transiterfahrungen in diesen und anderen Ländern nachzugehen.

Im Rahmen der Konferenz „In Global Transit: Forced Migration of Jews and other Refugees (1940s-1960s)“ wird damit ein hochinnovativer Perspektivenwechsel vorgenommen. Die Organisatorin und Direktorin des DHI Washington, Prof. Dr. Simone Lässig streicht heraus, dass sich „die bisherige Forschung zu diesem Thema insbesondere auf die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Palästina konzentrierte, wo europäische Juden ihre Flucht vor dem Nationalsozialismus beendeten. Die Länder des globalen Südens, in denen die Flüchtlinge Schutz vor Verfolgung, aber nur selten eine neue Heimat fanden, blieben bisher ebenso unterbelichtet wie die Tatsache, dass sie sich nach 1945 wieder auf die Suche nach einem Ort zum Bleiben machen mussten und damit eine ganze Lebensphase im Transit verbracht haben.“

Berkeley bildet als Austragungsort der Konferenz einen doppelten Nukleus. Es bringt nicht nur internationale Fachexperten zu dieser neuen Forschungsperspektive zusammen; sondern es wurde auch selbst, im Herzen der kalifornischen Bay Area gelegen, für viele Zwangsvertriebene aus Nazideutschland, der UdSSR und anderen Ländern eine neue Heimat.

Aktuelle Fragen mit historischer Tiefendimension zu versehen, ist eines der Anliegen der Max Weber Stiftung, die geistes- und sozialwissenschaftliche Spitzenforschung durch ihre Institute in Beirut, Istanbul, London, Moskau, Paris, Rom, Tokyo, Warschau und Washington DC fördert. Die neuen Standorte in Berkeley, Delhi und Peking bieten dabei besonderes Potential, da sie neue Forschungsansätze und Blickwinkel aus den jeweiligen Gastländern bzw. die für die Migration und Flucht zentralen Regionen in die Debatte einbringen.

Weitere Informationen und Programm: https://www.ghi-dc.org/events-conferences/event-history/2019/conferences/in-global-transit.html?L=0

Weitere Informationen zur Konferenzreihe:

Dr. Sarah Beringer
Head of Strategy & Communications
German Historical Institute Washington DC
1607 New Hampshire Ave NW
Washington, DC 20009
Phone +1 202 387-3355
Mailto: beringer(at)ghi-dc.org

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news-4539 Wed, 27 Mar 2019 07:19:00 +0100 Neues Projekt der Max Weber Stiftung: „Wissen entgrenzen“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/neues-projekt-der-max-weber-stiftung-wissen-entgrenzen.html Unter den Schlagwörtern „Internationalisierung, Vernetzung und Innovation“ führen die Institute der Max Weber Stiftung ein neues Großprojekt durch. Das dreijährige Vorhaben wird durch Drittmittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht. Die Gesamtzuwendung beläuft sich auf 3,3 Mio. Euro. Der Titel spiegelt die grundlegende Ausrichtung des Vorhabens wider: Unter der Maxime „Wissen entgrenzen“ wird der Blick auf ausgewählte Forschungsräume gerichtet – diese umfassen neben Europa Schlüsselregionen wie Afrika, den Nahen und Mittleren Osten sowie den pazifischen Raum. Die Regionen werden über ihre bislang wenig erforschten Wissensbeziehungen neu vermessen und miteinander in Bezug gesetzt. Mithilfe dieses großangelegten Vorhabens wird die Max Weber Stiftung zur weiteren Internationalisierung ihrer Stiftungstätigkeit beitragen und die Kooperation und Vernetzung zwischen ihren Instituten sowie zahlreichen weiteren Partnern ausbauen.

Das Projekt setzt sich aus zwei verschiedenen Modulen zusammen. Das erste Modul etabliert unter dem Dach „Räume, Akteure und Beziehungen des Wissens“ zwei internationale Forschungsgruppen. An der ersten Gruppe beteiligen sich das Orient-Institut Beirut mit seinem Büro in Kairo sowie die Deutschen Historischen Institute in Warschau und Moskau. In der zweiten Gruppe arbeiten das Deutsche Historische Institut Washington mit seinem Pacific Regional Office in Berkeley, das Deutsche Institut für Japanstudien in Tokyo und das MWS Branch Office in Peking zusammen. Im zweiten Modul forschen die Institute in Rom, London und Istanbul über drei International Standing Working Groups an den „Grenzen des Wissens“. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden sich regelmäßig im Rahmen von Arbeitsworkshops und Konferenzen austauschen, die gemeinsam mit externen Partnern organisiert und durchgeführt werden.

Weiterführende Informationen zu dem Projekt und den internationalen Partnern finden Sie hier!

Weitere Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Rheinallee 6, 53173 Bonn Tel.: +49 (0)228 377 86 38 E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de

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news-4403 Thu, 24 Jan 2019 11:18:19 +0100 (Geistes-)Wissenschaft unter Druck http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/geistes-wissenschaft-unter-druck.html Am 30. Januar 2019 um 19 Uhr veranstaltet die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) unter Teilnahme des Parlamentarischen Staatssekretärs bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, ein Parlamentarisches WorldCafé zum Thema „(Geistes-)Wissenschaft unter Druck“ in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin. Das Thema unterstreicht die Bedeutung der MWS-Institute für den Wissenschaftsstandort Deutschland und greift dabei auch die Frage auf, in welchem Maße und von welchen Seiten die Geistes- und Sozialwissenschaften in den Gastregionen der MWS-Institute zurzeit mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind – und warum deren Präsenz vor Ort so wichtig ist. Das Parlamentarische WorldCafé lädt ein zur Diskussion mit den Direktorinnen und Direktoren der Institute der MWS, deren regionale Expertise sowie deren langjährige Auslandserfahrung nicht nur aktuelle Analysen vermitteln, sondern auch Strategien für erfolgreiche internationale Kooperationen in konfliktreichen Zeiten aufzeigen können. Im Fachgespräch mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages sollen diese Analysen und Strategien ergebnisoffen diskutiert werden.

Termin
30. Januar 2019, 19-21 Uhr      

Veranstaltungsort
Deutsche Parlamentarische Gesellschaft e. V.
Friedrich-Ebert-Platz 2
10117 Berlin 

Bei Interesse an der Veranstaltung wenden Sie sich bitte an veranstaltungen(at)maxweberstiftung.de

Hintergrund
Als der Deutsche Bundestag die Max Weber Stiftung gründete, formulierte er Forschung und Verständigung zwischen Deutschland und ausgewählten Ländern als ihren gesetzlichen Auftrag. Die MWS erfüllt diese Aufgabe, indem sie Institute in Gastländern unterhält und Projekte durchführt. Die Institute sind Stätten der Forschung und gleichzeitig einzigartige Schaufenster und Förderer des deutschen Wissenschaftssystems. Das Vor-Ort-Sein ermöglicht ihnen nicht nur die Entwicklung multiperspektivischer Sichtweisen und Einsichten, sondern auch die Entwicklung von Forschungsprojekten, die für beide Seiten und international anschlussfähig sind. Diese Form der Kommunikation über Grenzen hinweg ist für den Aufbau und die Pflege dauerhafter Netzwerke sowie für die nachhaltige Internationalisierung der deutschen Geisteswissenschaften speziell im Nachwuchsbereich unverzichtbar. Schließlich macht die physische Präsenz im Gastland die Institute aber auch zu einem zuverlässigen Seismografen für die Offenheit wissenschaftlichen Arbeitens in fremden Umgebungen.

 

Weitere Informationen und Kontakt: 
Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de 

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news-4402 Wed, 23 Jan 2019 11:11:11 +0100 Podiumsdiskussion: Wissen in Bewegung http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/podiumsdiskussion-wissen-in-bewegung.html Wie handeln Gesellschaften aus, was "nützliches" Wissen ist? Wie entwickeln sich Denktraditionen unter dem Einfluss von neu hinzugekommenem Wissen? Das Podium der Veranstaltungsreihe "Geisteswissenschaft im Dialog" diskutiert am 5. Februar 2019 um 18:00 Uhr im Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, wie der Transfer von Wissen Gesellschaften verändern kann. Wissen ist ein Gut, das jeder Mensch bei sich trägt und mit sich nimmt, egal wohin er geht. Es zirkuliert zwischen den Menschen und verändert sich stetig im gegenseitigen Austausch. Deutlich wird dies zum Beispiel in Migrationsprozessen. Gleichzeitig ist Wissen aber auch ein Instrument der politischen und wirtschaftlichen Machtsicherung. Wissenstransfer kann Denktraditionen verändern und hat damit einen massiven Einfluss auf globale Gesellschaften. Er ist längst zu einer wichtigen Ressource auf dem Arbeitsmarkt geworden. Welche Maßnahmen sind zu treffen, um vom Wissenstransfer zu profitieren? Was bedeutet das für die Zukunft des Erwerbslebens? Und: welche Herausforderungen stellt der Transfer von Wissen an Gesellschaften?

 

Diese und weitere Fragen diskutieren:

  • Prof. Dr. Hans van Ess, Max Weber Stiftung, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. Thomas Faist, Universität Bielefeld
  • Dr. Zaur Gasimov, Orient-Institut Istanbul
  • Prof. Dr. Simone Lässig, Deutsches Historisches Institut Washington
  • Moderation: Dr. Jan-Martin Wiarda, Wissenschaftsjournalist

 

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter gid(at)maxweberstiftung.de bis zum 29. Januar 2019 wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf gid.hypotheses.org.

 

Veranstaltungsort: Bayerische Akademie der Wissenschaften, Plenarsaal, Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München

Hintergrund
Geisteswissenschaft im Dialog ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.

 

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien. Mehr als 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören, sind unter dem Dach der Akademienunion vereint. Die Akademienunion koordiniert das Akademienprogramm, das größte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Sie fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, organisiert Veranstaltungen über aktuelle Themen der Wissenschaft und beteiligt sich an der wissenschaftsbasierten Gesellschafts- und Politikberatung. Darüber hinaus kommuniziert die Akademienunion mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen. www.akademienunion.de

 


Weitere Informationen und Kontakt

Kontakt Max Weber Stiftung:
Charlotte Jahnz
Geisteswissenschaft im Dialog
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 20
Fax: +49 (0)228 377 86 19
jahnz(at)maxweberstiftung.de
gid.hypotheses.org
www.maxweberstiftung.de

Kontakt Union der deutschen Akademien der Wissenschaften:
Dr. Annette Schaefgen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstr. 22/23
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 325 98 73 70
Fax: +49 (0)30 325 98 73 73
schaefgen(at)akademienunion-berlin.de
www.akademienunion.de

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news-4397 Tue, 22 Jan 2019 11:50:09 +0100 WeberWorldCafé: „Changing Neighbourhoods“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/weberworldcafe-changing-neighbourhoods-1.html Nähe statt Distanz definiert Nachbarn und Nachbarschaften. Das räumliche Verhältnis ist ein mehr oder weniger erzwungenes – in den meisten Fällen werden Nachbarinnen und Nachbarn nicht gewählt, sondern sind bereits dort, wenn Menschen umziehen und neu ankommen. Aber was macht Nachbarschaft darüber hinaus aus? Am 29. Januar 2019 möchten wir mit Ihnen von 14:30 bis 18 Uhr in der Werkstatt der Kulturen diskutieren, welche Rolle Nachbarschaften im transregionalen Kontext spielen. Nachbarschaften sind nicht statisch; „Changing Neighbourhoods“ umfasst sowohl Mobilität als auch Transformation und Wandel. Thematische Schwerpunkte werden unter anderem die Rolle von Nachbarschaften in Krisenzeiten, die Selbstorganisation von Nachbarschaften und die Bedeutung von Museen für den nachbarschaftlichen Zusammenhalt sein. Wie entwickeln und verändern sich Nachbarschaften im Laufe der Zeit, besonders in Regionen, die in Konfliktzonen liegen? Was bringen Migrantinnen und Migranten ihren neuen Nachbarschaften mit? Wie organisieren sich Nachbarschaften und was macht aus einer Nachbarschaft eigentlich eine Nachbarschaft? Dies sind einige der Fragen, die wir bei der Veranstaltung diskutieren möchten. Zum WeberWorldCafé „Changing Neighbourhoods“ laden die Max Weber Stiftung mit ihrem Orient-Institut Beirut, das Forum Transregionale Studien und das Leibniz-Zentrum Moderner Orient ein.

Wir bitten um Anmeldung unter wwc(at)maxweberstiftung.de. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. 

Veranstaltungsort:
Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin, 14:30 bis 18 Uhr  

Hintergrund:
Das WeberWorldCafé ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes interaktives Veranstaltungsformat der Max Weber Stiftung und des Forum Transregionale Studien, das Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Disziplinen zweimal jährlich zu jeweils anderen Schwerpunkthemen zusammenbringt.

Weitere Informationen unter: https://wwc.hypotheses.org/ 

Weitere Informationen und Kontakt:
Charlotte Jahnz
Referentin für Wissenschaftskommunikation
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 20
E-Mail: jahnz(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

https://wwc.hypotheses.org/

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news-4393 Tue, 15 Jan 2019 09:39:39 +0100 Wie haben sich die Geistes- und Sozialwissenschaften unter den Bedingungen der Globalisierung verändert? http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/wie-haben-sich-die-geistes-und-sozialwissenschaften-unter-den-bedingungen-der-globalisierung-veraend.html Mit „Reimers Konferenzen Revisited. Zum Verhältnis von Disziplinen und Regionalstudien“ ist der dritte Band der Reihe „Areas and Disciplines“ erschienen. FachvertreterInnen geben Auskunft zur transregionalen Forschung in den Feldern der Sinologie, der Nahoststudien, der Kunstgeschichte, der Musikethnologie und der Rechtswissenschaft. Die Schriftenreihe wird gemeinsam vom Forum Transregionale Studien in Berlin und der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland herausgegeben und ist als Open-Access-Publikation sowie in gedruckter Form verfügbar. Von 1996 bis 2001 kam eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen und Generationen zu den „Werner Reimers Konferenzen“ in der Bad Homburger Werner Reimers Stiftung zusammen. Im Auftrag der großen wissenschaftsfördernden Institutionen der Bundesrepublik sollten sie nach „innovativen Fragestellungen in der Wissenschaft“ im angehenden 21. Jahrhundert suchen.

Die beiden Schriften „Der Cultural Turn in den Humanwissenschaften. Area Studies im Auf- oder Abwind des Kulturalismus“ (1999) und „Recht, Kultur und Gesellschaft im Prozeß der Globalisierung“ (2001), die aus diesem Diskussionsprozess hervorgegangen sind, haben die deutsche Debatte um die Entwicklung der Geistes- und Sozialwissenschaften in den letzten 20 Jahren maßgeblich geprägt. Ihre wissenschaftspolitischen Empfehlungen gingen in Stellungnahmen des Wissenschaftsrates zur Entwicklung der Geisteswissenschaften (2006), der Regionalstudien (2006) sowie der Rechtswissenschaft (2012) ein.

Beim Workshop „Reimers Konferenzen Revisited“ (7. und 8. Juni 2015, Bad Homburg) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die vor etwa 20 Jahren an den „Suchprozessen für innovative Fragestellungen“ mitgewirkt haben mit jüngeren Forschenden diskutiert, inwieweit sich die Forschungsfelder in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie das Verhältnis zwischen Regionalstudien und Disziplinen in den vergangenen 20 Jahren verändert haben.

Die von Andreas Eckert (Forum Transregionale Studien), Martin Baumeister (Deutsches Historisches Institut Rom) und Klaus Günther (Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Bad Homburg) herausgegebene Textsammlung vereint Beiträge dieser Bilanz, die für den wissenschaftlichen Blog TRAFO – Blog for transregional research verfasst wurden. Die Texte wurden von den Autorinnen und Autoren für diese Publikation erneut überarbeitet und teilweise aktualisiert. Zusammen bieten sie einen Überblick zur gegenwärtigen Debatte um die Rolle von Regionalstudien und transregionaler Forschung in der deutschen Wissenschaftslandschaft.

Der Band ist Open Access bei perspectivia.net erschienen und kann gedruckt kostenlos beim Forum Transregionale Studien und der Max Weber Stiftung angefragt werden.

Martin Baumeister, Andreas Eckert, Klaus Günther (Hrsg.): Reimers Konferenzen Revisited. Zum Verhältnis von Disziplinen und Regionalstudien (Areas and Disciplines, 3), Forum Transregionale Studien, Max Weber Stiftung, Bonn 2018.
DOI: https://doi.org/10.25360/03-2018-00001

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Judith Schulte
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 18
E-Mail: schulte(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de 

Dr. Moritz Buchner
Forum Transregionale Studien
Wallotstraße 14, 14193 Berlin
Tel.: +49(30) 89 001-422
E-Mail: moritz.buchner(at)trafo-berlin.de
www.forumtransregionalestudien.de

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news-4295 Mon, 12 Nov 2018 14:05:24 +0100 Wissen und Gesellschaft in Zeiten des Umbruchs http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/wissen-und-gesellschaft-in-zeiten-des-umbruchs.html Am 20. und 21. November 2018 findet die Jahreskonferenz des Forum Transregionale Studien und der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland im Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB, Reichpietschufer 50, 10785 Berlin), statt. Wie versuchen niederländische Expertinnen und Experten ihr Wissen zu Migration in die Öffentlichkeit zu vermitteln? Was sind die Erfahrungen der Wiedergewinnung öffentlichen Vertrauens in Zeiten des Populismus in der Ukraine? Wie wird die Zukunft der Arbeit in Indien eingeschätzt? Was ist von Chinas „Belt and Road“-Initiative zu erwarten? Anhand von Beispielen wie diesen werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen regionalen Kontexten Fragen nach dem Verhältnis von Arbeit und technologischem Wandel, von Migration und Mobilität, der Rolle neuer Infrastrukturen als Veränderungsimpulse und dem Zusammenhang zwischen Medienwandel, neuen Diskursen und Öffentlichkeiten diskutieren.

Das abschließende Podiumsgespräch zum Thema „Wissenschaft und Gesellschaft an den Grenzen Europas“ fokussiert die Debatte auf Europa und den Beitrag von Wissenschaft und Wissenschaftspolitik für Idee und Praxis einer offenen Gesellschaft in Zeiten rapiden Wandels.

Die Jahrestagung wird geleitet von Andreas Eckert (Forum Transregionale Studien, Berlin), Franz Waldenberger (Deutsches Institut für Japanstudien, Tokyo) und Simone Lässig (Deutsches Historisches Institut, Washington DC). Sie ist Teil der strategischen Zusammenarbeit des Forum Transregionale Studien und der Max Weber Stiftung und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

Weitere Informationen unter https://www.forum-transregionale-studien.de/

 

Kontakt:

Dr. Tina Rudersdorf
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinalle 6, 53173 Bonn
rudersdorf(at)maxweberstiftung.de
T:+49 (0)228-37786-28

Ewa Dabrowska
Forum Transregionale Studien
Wallotstraße 14, 14193 Berlin
presse(at)trafo-berlin.de
T: +49 (0)30-89001-422 

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news-4293 Wed, 07 Nov 2018 09:55:03 +0100 Podiumsdiskussion: Geschichtswissenschaft zwischen Fachdiskurs, Politik und populärer Vermittlung http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/podiumsdiskussion-geschichtswissenschaft-zwischen-fachdiskurs-politik-und-populaerer-vermittlung.html Wie setzt sich die Geschichtswissenschaft mit populärer und politisch motivierter Geschichtsvermittlung auseinander? Welche Fragen und Probleme für den Umgang mit der Geschichte in der Öffentlichkeit stellen sich angesichts der Demokratiekrise in Europa und Nordamerika? Und wie ist die Subdisziplin Public History in diesem Zusammenhang verortet? Die Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ diskutiert das Thema „Geschichte wird gemacht. Die Public History zwischen Fachdiskurs, Politik und populärer Vermittlung“ am 15. November 2018 um 19:00 Uhr im Universitätsclub Bonn. Geschichte boomt. In Computerspielen, Dokumentar- und Spielfilmen, in historischen Romanen oder populärwissenschaftlichen Zeitschriften findet sie ein breites Publikum. Zudem wird Geschichte weltweit auch heute noch zu politischen Zwecken genutzt. Akteure aus Zivilgesellschaft, Kunst und Politik rekurrieren nach wie vor offen oder auch verdeckt auf die Vergangenheit, um ihre Belange durchzusetzen. Die „Public History“ erforscht und testet zugleich populäre Zugänge zur Geschichte aus. Es geht ihr um Analyse und Vermittlung zugleich. Dabei sind spannende Fragen aufgeworfen worden: Inwiefern ist Geschichtspolitik eine Gefahr für den partizipativen Ansatz der Public History? Wie wird Public History aktuell zu politischen Zwecken und zur Konstruktion von Identitätspolitiken benutzt? Welchen Einfluss haben das „postfaktische“ Klima und die antielitäre Kritik auf Geschichtsdiskurse in der Öffentlichkeit? Aber auch: Wie sieht eine zeitgemäße Public History aus? Wie kann die Fachwissenschaft ein breites Publikum erreichen?

Diese und weitere Fragen diskutieren:

  • Prof. Dr. Christine Gundermann, Universität zu Köln
  • Dr. Tobias Becker, Deutsches Historisches Institut London
  • PD Dr. Magdalena Saryusz-Wolska, Deutsches Historisches Institut Warschau
  • Prof. Dr. Joachim Scholtyseck, Universität Bonn
  • Joachim Telgenbüscher, PM History
  • Moderation: Moritz Hoffmann, Freier Historiker

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter gid(at)maxweberstiftung.de wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf gid.hypotheses.org.

Veranstaltungsort: Universitätsclub Bonn e.V., Wolfgang-Paul-Saal, Konviktstraße 9, 53113 Bonn

 

Kontakt:

Charlotte Jahnz

Max Weber Stiftung
Geisteswissenschaft im Dialog
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 20
Fax: +49 (0)228 377 86 19
jahnz(at)maxweberstiftung.de
gid.hypotheses.org

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news-4291 Wed, 31 Oct 2018 10:14:14 +0100 Das Deutsche Institut für Japanstudien Tokyo wird 30 http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/das-deutsche-institut-fuer-japanstudien-tokyo-wird-30.html Im Herbst 2018 wird das Deutsche Institut für Japanstudien (DIJ) Tokyo 30 Jahre alt. Der offizielle Festakt findet am 31. Oktober statt. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird der Vortrag von Bundesminister a.D. Prof. Dr. Heinz Riesenhuber zum Thema „Die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft im Kontext technologischen Wandels“ sein, welcher durch eine anschließende Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Hans van Ess, Präsident der Max Weber Stiftung, Dr. Yuri Okina, Chairperson des Japan Research Institute sowie mit Prof. Dr. Ulrike Schaede, Direktorin des Japan Forum for Innovation and Technology der UC San Diego, abgerundet wird. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Dietmar Harhoff, Direktor des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb.

Die einleitenden Grußworte zur Eröffnung der Festlichkeiten sprechen Dr. Hans Carl von Werthern, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Japan, Prof. Dr. Hans van Ess sowie Prof. Dr. Franz Waldenberger, Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien.

Das DIJ Tokyo nahm seine Forschung zu Japan im Herbst 1988 auf. Zur Gründung gratulierte damals auch der japanische Kaiser. Er verband seine Glückwünsche mit zwei Erwartungen. Das Institut sollte mit seiner Forschung nicht nur Wissensbedarfe in Deutschland bzw. Europa bedienen, die deutschen bzw. europäischen Fragestellungen sollten vielmehr auch die japanische Wissenschaft bereichern, und Japans ethnische, kulturelle und soziale Diversität sollte stets mit bedacht werden. Unterschiede im Außenvergleich sowie Wandel und Vielfalt innerhalb Japans haben über die Jahre die Forschung des DIJ motiviert und wesentlich geprägt. Mit dem Aufstieg Asiens und der stärkeren Verflechtung Japans in der Region haben transregionale Perspektiven in der Forschung an Bedeutung gewonnen.

Das DIJ Tokyo ist Teil der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird. Als ein im deutschen Wissenschaftssystem verankertes, multidisziplinär forschendes Institut positioniert sichdas DIJ Tokyo als eine sowohl in der deutschen und japanischen wie auch in der internationalen Forschungslandschaft einzigartige Wissenschaftseinrichtung. Mit seiner Forschung trägt es zur gesellschafts- und geisteswissenschaftlichen Japanforschung im Gastland, in Deutschland und weit darüber hinaus bei.

Wie im Leitbild des Instituts „forschen – fördern – vermitteln – vernetzen“ zum Ausdruck gebracht, verbinden sich mit dem Forschungsauftrag Aufgaben der Nachwuchsförderung, der Wissensvermittlung und der internationalen Netzwerkbildung und Plattformfunktion. Die Wahrnehmung dieser Aufgaben äußert sich in einem Stipendienprogramm für Promovierende, in zahlreichen an die allgemeine Öffentlichkeit gerichteten Vorträgen und Veranstaltungen, einem Gastwissenschaftlerprogramm sowie in Publikationsreihen des Instituts, in denen überwiegend externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Sven Eichelberg
Digitale Medien & Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Institut für Japanstudien
Jochi Kioizaka Bldg. 2F
7-1 Kioicho, Chiyoda-ku
Tokyo 102-0094
E-Mail: eichelberg(at)dijtokyo.org
www.dijtokyo.org

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-4250 Thu, 18 Oct 2018 09:37:11 +0200 WeberWorldCafé: „Transoceanic Cultures – The Sea in Past and Present“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/weberworldcafe-transoceanic-cultures-the-sea-in-past-and-present-1.html Die Weltmeere verbinden weit entfernte Regionen miteinander und formen kulturelle Welten wie im Mittelmeer- oder im Atlantikraum. Immer häufiger rücken die Weltmeere als Schauplätze in Vergangenheit und Gegenwart ins Blickfeld. Am 26. Oktober 2018 möchten wir mit Ihnen von 14:30 bis 18 Uhr im Heidelberg Center for Transcultural Studies diskutieren, welche Rolle die Ozeane im globalen Kontext spielen. Thematische Schwerpunkte werden unter anderem der transregionale Raum der Ozeane, die Darstellung der Weltmeere in Literatur und Kunst und die verbindende Rolle von Hafenstädten sein. Zum WeberWorldCafé „Transoceanic Cultures – The Sea in Past and Present“ laden die Max Weber Stiftung, das Forum Transregionale Studien und das Heidelberg Center for Transcultural Studies ein.

Wir bitten um Anmeldung unter wwc(at)maxweberstiftung.de. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Veranstaltungsort:
Heidelberg Center for Transcultural Studies, Voßstraße 2, Gebäude 4400, 69115 Heidelberg

Hintergrund:
Das WeberWorldCafé ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes interaktives Veranstaltungsformat der Max Weber Stiftung und des Forum Transregionale Studien, das Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Disziplinen zweimal jährlich zu jeweils anderen Schwerpunkthemen zusammenbringt.

Weitere Informationen unter: https://wwc.hypotheses.org/

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Johanna Beamish
Referentin für Wissenschaftskommunikation
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 25
E-Mail: beamish(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-4215 Mon, 01 Oct 2018 14:41:58 +0200 Das Deutsche Historische Institut Paris feiert sein sechzigjähriges Jubiläum! http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/das-deutsche-historische-institut-paris-feiert-sein-sechzigjaehriges-jubilaeum.html Das Deutsche Historische Institut (DHI) Paris, das eine zentrale Mittlerrolle im Bereich der deutsch-französischen Wissenschaftskooperation innehat, feiert 2018 sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird der Jahresvortrag des Instituts besonders feierlich begangen. Prof. Dr. Pierre Monnet, Direktor des Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales in Frankfurt am Main, hält den Festvortrag zu dem Thema »1378–2018: Charles IV, un Européen?«.

Prof. Dr. Thomas Maissen, Direktor des DHI Paris, wird in seiner Einleitung auf das 60-jährige Jubiläum des Instituts eingehen.

Zur Eröffnung der Jubiläumsveranstaltung werden Thomas Rachel, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, deutscher Botschafter in Paris, Françoise Banat-Berger, Direktorin der Archives nationales, sowie Prof. Dr. Hans van Ess, Präsident der Max Weber Stiftung, Grußworte sprechen.

Der Vortrag findet statt am 19. Oktober 2018 um 18 Uhr im CARAN (Archives nationales), 11 rue des Quatre-Fils, 75003 Paris.

Pierre Monnet spricht in seinem Vortrag über Karl IV., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs sowie König von Böhmen, Italien und Burgund, der im Jahr 1378 in Paris seinen Neffen Karl V. besucht. Karl IV. ist zu diesem Zeitpunkt wenig älter, als es im Jahre 2018 das Deutsche Historische Institut Paris ist. 1316 geboren, mit Wurzeln in Luxemburg, Ungarn, Frankreich, Italien und Deutschland, lebt er in einem Jahrhundert der Krisen. Auf sie antwortet er mehr als besonnener König, Gesetzgeber und Diplomat denn als Kriegsherr. Karl IV. verkörpert die Mehrsprachigkeit, die vielfältige territoriale Zugehörigkeit und die geteilte Herrschaft in seinen Reichen und Völkern. Mit einer Distanz von sechseinhalb Jahrhunderten nehmen die Herrschaft und der Lebensweg Karl IV. die Paradoxien des heutigen Europa vorweg, das zugleich einheitlich und vielfältig ist in seinen Modellen und Zeitrhythmen.

Der Mediävist Prof. Dr. Pierre Monnet leitet das Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA/SHS) in Frankfurt am Main. Er ist Professor an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und directeur d’études an der École des hautes études en sciences sociales in Paris. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Mehrsprachigkeit in der mittelalterlichen Stadt, die politische Kultur des spätmittelalterlichen Reiches unter den Luxemburgern und die Geschichte der Stadt Frankfurt am Main im Spätmittelalter.

Die Jahresvorträge des DHI Paris, an denen prominente Historikerinnen und Historiker sprechen, finden jeweils im Oktober im Zusammenhang mit der Sitzung des wissenschaftlichen Beirats des Instituts statt. Es handelt sich um einen wichtigen Moment sowohl des wissenschaftlichen Austauschs als auch der Geselligkeit.


Kontakt:
Anneke Viertel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: presse@dhi-paris.fr
Tel.: +33 (0)1 44 54 23 80

Das Deutsche Historische Institut Paris (DHI Paris), gegründet 1958 und seit 2002 Teil der Max Weber Stiftung, ist ein historisches Forschungsinstitut im Zentrum von Paris. Das DHI Paris betreibt eigene Forschung und unterstützt gleichzeitig Forscherinnen und Forscher, die zur westeuropäischen Geschichte arbeiten und dazu Recherchen in Frankreich oder Deutschland vornehmen. Seit 2015 wurde der geographische Fokus des Instituts erweitert: in Kooperation mit der Universität Cheikh Anta Diop in Dakar arbeitet eine Forschungsgruppe zum subsaharischen Afrika. Durch seinen Standort, sein internationales Team und sein dichtes Netz an Kooperationspartnern vermittelt das DHI Paris zwischen unterschiedlichen Wissenschaftskulturen und fördert eine international ausgerichtete Geschichtsschreibung. Forschenden unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher methodischer Ausrichtung und unterschiedlichen Alters den Austausch und den Dialog zu ermöglichen, ist die zentrale Aufgabe des Instituts.

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news-4214 Mon, 01 Oct 2018 10:00:47 +0200 Sandra Dahlke ist neue Direktorin des DHI Moskau http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/sandra-dahlke-ist-neue-direktorin-des-dhi-moskau.html Sandra Dahlke hat am 1. Oktober 2018 die Leitung des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Moskau übernommen. Sie folgt damit Nikolaus Katzer, der dem Institut seit 2010 vorgestanden hatte. Seit 2013 war Sandra Dahlke stellvertretende Leiterin des DHI Moskau. Von 1998 bis 2011 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Es folgten mehrere Stationen als Gastwissenschaftlerin am Centre d’études des mondes russe, caucasien et centre-européen (CERCEC) an der Ecole des hautes études en sciences sociales (EHESS), Paris, am Institut für Slawistik an der Universität Leipzig sowie als Stipendiatin der Maison des sciences de l’homme (MSH), Paris, und des DHI Moskau.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte Russlands im 19. Jahrhundert und der Sowjetunion. Ihre biografisch angelegte Arbeit über „Individuum und Herrschaft im Stalinismus“ ist mit dem Fritz-Theodor-Epstein Preis ausgezeichnet worden. Derzeit beschäftigt sie sich insbesondere mit der Geschichte von Recht, Justiz und Religion im Russischen Imperium.

Das DHI Moskau ist ein Institut der Max Weber Stiftung. Es setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2005 dafür ein, die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Historikerinnen und Historikern aus Russland und Deutschland zu fördern. Das Institut unterstützt insbesondere jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Russland und Deutschland bei der Erforschung der eng miteinander verwobenen und insbesondere im 20. Jahrhundert sehr gewalthaften Geschichte der beiden Staaten. Den Prinzipien der wissenschaftlichen Objektivität und Transparenz verpflichtet, koordiniert das Institut deutsch-russische Forschungsprojekte aus dem Bereich der Neueren und Neuesten Geschichte (16. – 20. Jahrhundert) in globaler Perspektive.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, zudem weitere Forschungsgruppen und Büros. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-4213 Thu, 20 Sep 2018 09:28:24 +0200 Neue Außenstelle des DHI Warschau in Prag http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/neue-aussenstelle-des-dhi-warschau-in-prag.html Seit März 2018 hat das Deutsche Historische Institut (DHI) Warschau eine neue Außenstelle in der tschechischen Hauptstadt Prag. Unter der Leitung von Dr. Zdeněk Nebřenský fördert die Einrichtung wissenschaftliche Forschungen zur tschechischen, deutschen und polnischen Geschichte im europäischen Kontext. Die Prager Dependance kooperiert eng mit einer Zweigstelle des Collegium Carolinum München und mit der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik. Die offizielle Eröffnung der Außenstelle findet am 1. Oktober 2018 im Rahmen einer Festveranstaltung statt. Einladung Festveranstaltung 1. Oktober 2018

Bei der Festveranstaltung spricht Prof. Dr. Étienne François über „Europa als Verflechtungsraum der Gedächtniskulturen“. Die Veranstaltung wird simultan deutsch-tschechisch gedolmetscht.

Zeit: Montag, 1. Oktober 2018, 15.00 – 18.00 Uhr
Ort: Vila Lanna, V Sadech 1, 160 00 Praha 6 – Bubeneč

Anmeldungen für den Vortrag und einen anschließenden Empfang sind möglich per E-Mail an nebrensky(at)dhi-prag.cz oder johannes.gleixner(at)collegium-carolinum.de.

Die Außenstelle in Prag ist ein Ort der Kommunikation, der Kooperation und des Austauschs zwischen deutschen, tschechischen und polnischen Historikerinnen und Historikern, bezieht in ihre Vermittlungsarbeit aber auch die benachbarten ostmitteleuropäischen Geschichtswissenschaften mit ein. Sie organisiert insbesondere wissenschaftliche Tagungen und Vorträge und unterstützt Veröffentlichungen.

Der aktuelle Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte sozialer Einrichtungen in kleinen Industriestädten Zentraleuropas in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Projekt untersucht den Aufbau sozialer Einrichtungen nicht nur als philantropische, paternalistische oder pragmatische Initiative einzelner Unternehmer und Stadtgemeinden, sondern auch im Rahmen der Sozialpolitik des imperialen Staates. Die Relevanz des Projektes besteht darin, herauszuarbeiten, ob bzw. welche Synergieeffekte sich durch ein Zusammenwirken zwischen Imperium, Stadt und Privatunternehmen ergaben. Auf einer allgemeineren Ebene soll das Projekt aufzeigen, wie solche Synergien zum Wandel zentraleuropäischer Städte beitrugen.

Weitere Informationen unter:
http://www.dhi.waw.pl/aussenstellen/prag/forschungsprogramm.html

Das DHI Warschau wurde im Jahre 1993 als erstes deutsches historisches Auslandsinstitut nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gegründet. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte des Instituts sind Regionalität und Regionsbildung, Religion und Politik im vormodernen Polen, Nationale Identität und transnationale Verflechtung, Gewalt und Fremdherrschaft im „Zeitalter der Extreme“ sowie Funktionalität von Geschichte in der Spätmoderne.

Das DHI Warschau ist Teil der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. Die Stiftung vereint unter ihrem Dach zehn Institute mit Standorten in Beirut, Istanbul, London, Moskau, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington D.C. sowie weitere Büros und Außenstellen.

 

Kontakt:
Dr. Zdeněk Nebřenský
Außenstelle Prag des DHI Warschau
Valentinská 91/1
CZ-110 00 Praha 1
Tschechische Republik
Tel:+420 734 279 009
E-Mail: nebrensky(at)dhi-prag.cz 

Kinga Wołoszyn-Kowanda
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Historisches Institut Warschau
Pałac Karnickich
Aleje Ujazdowskie 39
PL-00-540 Warszawa
Tel.: +48 22 525 83 22
E-Mail: woloszyn-kowanda(at)dhi.waw.pl

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news-4204 Mon, 03 Sep 2018 09:14:59 +0200 Christina von Hodenberg ist neue Direktorin des DHI London http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/christina-von-hodenberg-ist-neue-direktorin-des-dhi-london.html Christina von Hodenberg hat am 1. September 2018 die Leitung des Deutschen Historischen Instituts (DHI) London übernommen. Sie folgt damit Andreas Gestrich, der dem Institut seit 2006 vorgestanden hatte. Seit 2006 lehrt Christina von Hodenberg Europäische Geschichte an der Queen Mary University of London. Nach Stationen an den Universitäten Bielefeld und Freiburg arbeitete sie von 2000 bis 2001 als Kennedy Memorial Fellow an der Harvard University und von 2002 bis 2005 als Visiting Professor an der University of California, Berkeley. 2014 erhielt Christina von Hodenberg den Humboldt-Forschungspreis; sie ist Mitherausgeberin des Journal for Modern European History und der Zeitschrift German History.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Neben Arbeiten zur Sozialgeschichte Deutschlands im 19. Jahrhunderts liegt ihr aktueller Fokus besonders auf der Mediengeschichte der Bundesrepublik. Zuletzt hat sie mit dem Buch „Das andere Achtundsechzig“ (München, 2018) eine Neuinterpretation der 68er-Revolution vorgelegt.

Das DHI London gehört zur Max Weber Stiftung. Dank seiner vielfältigen Beiträge zur Geschichte Großbritanniens, zur Geschichte des Britischen Empires und Commonwealth, zur Geschichte des deutsch-britischen Verhältnisses sowie zur vergleichenden europäischen Geschichte ist das DHI London fest in der akademischen Landschaft der beiden Länder verankert. Es ist Zentrum für deutsche Geschichte in Großbritannien und Anlaufstelle für deutsche Historikerinnen und Historiker, die in britischen Archiven und Bibliotheken arbeiten.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, zudem weitere Forschungsgruppen und Büros. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

 

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news-4167 Tue, 21 Aug 2018 10:37:37 +0200 Buchpreis für deutsche asienwissenschaftliche Publikationen http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/buchpreis-fuer-deutsche-asienwissenschaftliche-publikationen.html Die Max Weber Stiftung organisiert in diesem Jahr die Auswahl und Vergabe des deutschsprachigen Buchpreises der International Convention of Asia Scholars (ICAS). Eingereicht werden können hervorragende Veröffentlichungen zu Asien auf den Gebieten der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Verleihung des Preises findet im Rahmen der ICAS-Konferenz im Juli 2019 in Leiden statt. Der ICAS-Buchpreis wird seit 2004 alle zwei Jahre für asienwissenschaftliche Werke auf den Gebieten der Geistes- und Sozialwissenschaften in englischer Sprache verliehen. Seit 2017 können auch Veröffentlichungen in den Sprachen Chinesisch, Koreanisch, Französisch und Deutsch eingereicht werden.

Geeignete Bücher, die zwischen dem 15. August 2016 und dem 30. September 2018 publiziert worden sind, können ab sofort für den deutschsprachigen Buchpreis nominiert werden. Vorschlagsberechtigt sind ausschließlich Verlage. Die Einreichungsfrist endet am 19. Oktober 2018.

Die regelmäßig und an verschiedenen Orten weltweit ausgetragene International Convention of Asia Scholars ist eine Initiative des International Institute for Asian Studies (IIAS) in Leiden. Der von ihr ausgelobte Buchpreis hat zum Ziel, akademische Publikationen zu Asien in den Fokus zu rücken, um dadurch deren Wahrnehmung weltweit zu stärken. In den letzten zehn Jahren hat sich die Auszeichnung zu einem international anerkannten Preis entwickelt, um den heute 250 Publikationen aus 60 Verlagshäusern und 100 Doktorarbeiten wetteifern. Alle eingereichten Buchtitel werden mit Zusammenfassungen auch in englischer Sprache auf der ICAS-Webseite publiziert und so für die gesamte Gemeinschaft der Asienwissenschaften zur Verfügung stehen.

Die MWS fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitigeVerständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie Forschungsgruppen und Büros, vier davon mit einem Wirkungskreis in Asien.

Weitere Informationen zur diesjährigen Ausschreibung: https://icas.asia/de/icas-buchpreis-ibp 

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news-4114 Thu, 21 Jun 2018 13:26:58 +0200 Zweite Laufzeit für internationalen Forschungsverbund „Bilderfahrzeuge – Aby Warburg's Legacy and the Future of Iconology“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/zweite-laufzeit-fuer-internationalen-forschungsverbund-bilderfahrzeuge-aby-warburgs-legacy-and-th.html Seit 2013 fördert das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das internationale kunsthistorische und kulturwissenschaftliche Verbundprojekt „Bilderfahrzeuge – Warburg's Legacy and the Future of Iconology“ mit Hauptsitz am Warburg Institute in London, getragen von der Max Weber Stiftung, der Universität Hamburg/Warburg-Haus, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Max-Planck-Gesellschaft, in Zusammenarbeit mit der Universität Basel. Nach einer erfolgreichen ersten Laufzeit wird der Verbund jetzt für weitere fünf Jahre bis 2023 mit 6,3 Mio. Euro gefördert. Der Forschungsverbund hat sich zum Ziel gesetzt, die Migration von Bildern, Objekten, Ideen und Texten in transkultureller und diachroner Perspektive zu untersuchen. Maßgeblich bleiben auch in der zweiten Förderlaufzeit die Impulse, die aus der Arbeit des deutsch-jüdischen Kulturwissenschaftlers Aby Warburg (1866-1929) und seiner Kulturwissenschaftlichen Bibliothek gewonnen werden. Dies betrifft vor allem den in den letzten Jahrzehnten zunehmend verfeinerten und angereicherten methodischen Zugriff einer Ikonologie, die sich als Wissenschaft vom Bilde versteht. Neue Akzente für die zweite Förderphase werden dabei über die Schwerpunkte „Politische Ikonologie – Bilder als Akteure des Politischen“, „Globale Bilderfahrzeuge und mobiles Gedächtnis“ sowie „Kunst und Nation. Bilderfahrzeuge und Staatskultur“ gesetzt. Nach einer positiven Begutachtung der Forschungsarbeit der ersten Laufzeit im Herbst 2017 erhält der Verbund ab dem 1. Juli 2018 eine zweite Förderlaufzeit. Dafür stellt das BMBF für weitere fünf Jahre 6,3 Mio. Euro zur Verfügung.

Internationalisierung der Geisteswissenschaften

Mit der Förderung des Projekts „Bilderfahrzeuge“ unterstützt das BMBF junge Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene: Es fördert ihren Weg in internationale Forschungszusammenhänge, erhöht ihre Mobilität und verbessert die Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen. Diese Förderung internationaler Kooperationen steht auch im Zusammenhang mit der Strategie der Bundesregierung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, speziell mit dem Kernziel der Internationalisierung, welches das BMBF im Rahmenprogramm Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften festgelegt hat. Es soll Deutschlands Rolle in der globalen Wissensgesellschaft stärken – durch weltweite Zusammenarbeit in der Forschung, Kooperationenvon Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und die gemeinsame Entwicklung von Hochschulbildung, Forschungs- und Innovationssystemen.

Besondere Verantwortung Deutschlands

Nicht zuletzt stärkt der Verbund die Beziehungen der deutschen und britischen Geisteswissenschaften unter den neuen politischen Gegebenheiten des bevorstehenden BREXIT. Das Engagement entspricht zudem der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands gegenüber dem Erbe Aby Warburgs: Die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg hat Deutschland 1933 verlassen müssen und an der Universität London eine neue Heimat gefunden.

Zum Forschungsprojekt

Das Projekt basiert auf der konzeptionellen Grundlage der Metapher der „Bilderfahrzeuge“ des deutsch-jüdischen Kunst- und Kulturwissenschaftlers Aby Warburg. Mit dieser Metapher beschrieb Warburg den Umstand, dass seit dem 15. Jahrhundert unter anderem mit Wandteppichen, Kupferstichen und Tarockkarten, später dann mit Fotografien und Bildtelegrammen, etc. Bildformeln vervielfältigt und an weit entfernte Orte verbreitet werden konnten. Im Verbund wird die Funktion solcher Migrationsprozesse von Bildern, Objekten, Texten und Ideen bei der Formation, Transformation und Interaktion von Kulturen untersucht. Die Forschungsarbeiten umfassen individuell abgefasste Monografien, regelmäßige Workshops, Jahreskongresse sowie eine kontinuierliche Vortragsreihe am Warburg Institute London.

Hauptsitz des von der Max Weber Stiftung partnerschaftlich getragenen Projekts ist das Warburg Institute in London, wo die Mehrzahl der insgesamt fünfzehn Research Associates tätig ist; die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland werden am Warburg-Haus der Universität Hamburg und dem Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt. Die verantwortlichen Direktoren des Verbunds sind die Professoren Andreas Beyer (Universität Basel, der zugleich als Sprecher fungiert), Horst Bredekamp (Humboldt-Universität zu Berlin), Uwe Fleckner (Universität Hamburg/Warburg-Haus), Bill Sherman (The Warburg Institute, London) sowie Gerhard Wolf (Kunsthistorisches Institut Florenz/Max-Planck-Institut). Ständige Gäste des Direktoriums sind die Professorinnen Charlotte Klonk und Michaela Marek (beide Humboldt-Universität zu Berlin) sowie Professor Hubert Locher (Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg)

Webseiten

https://www.bmbf.de/de/geistes-und-sozialwissenschaften-weltweit-744.htmlhttp://iconology.hypotheses.org/

Weitere Informationen und Kontakt

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news-4011 Wed, 02 May 2018 16:24:02 +0200 Das Deutsche Historische Institut Warschau wird 25 http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/das-deutsche-historische-institut-warschau-wird-25.html Im Mai 2018 wird das Deutsche Historische Institut (DHI) Warschau 25 Jahre alt. Der offizielle Festakt findet am 16. Mai statt. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird der Festvortrag von Dr. Christoph Bartmann, Direktor des Goethe-Instituts Warschau, zum Thema „Gekommen, um zu bleiben. Einige Gedanken zu Gründung und Bestand von Instituten“ sein. Im Zeichen des Jubiläums steht auch die Reihe „Dienstagsvorträge“ des DHI Warschau, zu der im ersten Halbjahr 2018 einige aktuelle und ehemalige Mitglieder seines Wissenschaftlichen Beirats eingeladen wurden.

Die Gründung des DHI Warschau geht auf einen Briefwechsel zwischen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem damaligen polnischen Ministerpräsidenten Jan Krzysztof Bielecki vom November 1991 zurück, in dem beide Seiten betonten, dass es ihren Interessen und Wünschen entspreche, in naher Zukunft Forschungseinrichtungen in Deutschland und Polen zu errichten, die sich mit der Erforschung der Geschichte des jeweiligen Nachbarlandes und deren europäischen Bezügen befassen. Neben den bereits bestehenden Deutschen Historischen Instituten in Rom, Paris, London und Washington sollte nun die erste derartige Einrichtung auf dem Gebiet des ehemaligen Ostblocks entstehen. Im Mai 1993 nahm ein fünfköpfiges Team unter dem Gründungsdirektor des DHI Warschau Prof. Dr. Rex Rexheuser die Arbeit im 17. Stock des Warschauer Palastes für Kultur und Wissenschaft auf. Im Juli 1994 organisierte das Institut seine erste öffentliche Veranstaltung.

Im Jahr 2002 zog das DHI von seinem ursprünglichen Standort an seinen jetzigen Sitz, das repräsentative Palais Karnicki an der Ujazdowskie-Allee im Zentrum Warschaus.

Das DHI Warschau ist Teil der Max Weber Stiftung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird. Dank seiner vielfältigen Beiträge zur Geschichte Polens, zur Geschichte der deutsch-polnischen Verflechtungen im europäischen und internationalen Kontext sowie zur vergleichenden europäischen Geschichte ist das DHI Warschau mittlerweile fest in der akademischen Landschaft der beiden Länder und darüber hinaus verankert. Es ist Zentrum für deutsche historische Grundlagenforschung in Polen und Anlaufstelle für deutsche und europäische Historikerinnen und Historiker, die in polnischen Archiven und Bibliotheken arbeiten.

Das DHI Warschau organisiert internationale Konferenzen, Workshops und öffentliche Vorträge, vergibt Stipendien und publiziert vier Buchreihen sowie Bücher außerhalb dieser Reihen. Seine Gesamtbibliografie beläuft sich bis dato auf über 150 Titel. Außerdem beherbergt es eine Forschungsbibliothek mit mehr als 87.300 Bänden zur Geschichte Deutschlands und Polens sowie zur jüdischen und deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Seit dem Winter 2017/2018 ist das Institut durch seine neuen ständigen Außenstellen auch in Vilnius und Prag präsent und baut somit sein regionales Forschungsprogramm aus.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Andrea Huterer / Kinga Wołoszyn-Kowanda
Referentinnen für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Historisches Institut Warschau
Al. Ujazdowskie 39
00-540 Warszawa
Tel.: +48 (0)22 525 83 00
E-Mail: huterer(at)dhi.waw.pl, woloszyn-kowanda(at)dhi.waw.pl 
www.dhi.waw.pl

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

 

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news-3996 Wed, 25 Apr 2018 10:03:26 +0200 Abschied vom Kontinent? Der Brexit aus historischer und aktueller Perspektive http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/abschied-vom-kontinent-der-brexit-aus-historischer-und-aktueller-perspektive-1.html Wie werden die zukünftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich aussehen? Welche Geschichte haben diese Beziehungen? Das Podium der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ diskutiert am 3. Mai 2018 um 19:00 Uhr im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Berlin) den Brexit aus aktueller und historischer Perspektive. Im Frühsommer 2016 entschlossen sich die Briten per Referendum aus der Europäischen Union auszutreten. Am 29. März 2019 wird Großbritannien aller Voraussicht nach diesen Austritt vollziehen. Was bedeutet diese Entscheidung für Großbritannien - eine Rückkehr in die Isolation oder einen Aufbruch zu neuen Ufern? Wie nehmen andere Länder den Brexit und die Briten wahr? Wie wichtig ist der Gegensatz zwischen Souveränität und Supranationalität und trifft dieser Gegensatz auch auf andere Länder zu? Wie stark wirkt sich der Brexit auf den Zusammenhalt oder die Uneinigkeit in der EU und in Großbritannien aus? Und welche Verwerfungen zeichnen sich in den Brexit-Verhandlungen bereits ab?

Diese und weitere Fragen diskutieren:

Prof. Dr. Ulrike Guérot, Donau-Universität Krems
Prof. Dr. Christopher Harvie, Universität Tübingen
Prof. Dr. Christina von Hodenberg, Queen Mary University of London
Prof. Dr. Brendan Simms, University of Cambridge
Prof. Dr. jur. Dr. h. c. mult. Christian Tomuschat, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Moderation: Patrick Bahners, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter gid(at)maxweberstiftung.de bis zum 27. April 2018 wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf gid.hypotheses.org.

Die Diskussion ist Teil der Tagung „Splendid Isolation? Insularity in British History" des Arbeitskreises Großbritannien-Forschung und des Deutschen Historischen Instituts London. Die Tagung findet vom 4. bis 5. Mai am Großbritannienzentrum der Humboldt-Universität zu Berlin statt und wird von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert.

Veranstaltungsort
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften | Leibniz-Saal
Eingang: Markgrafenstraße 38 | 10117 Berlin

Hintergrund
Geisteswissenschaft im Dialog ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien. Sie vereint mehr als 1.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Gemeinsam engagieren sie sich für wissenschaftlichen Austausch, exzellente Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert mit dem Akademienprogramm das derzeit größte geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus organisiert die Akademienunion gemeinsame Veranstaltungen ihrer Mitgliedsakademien (u. a. den Akademientag) und beteiligt sich an der wissenschaftsbasierten Gesellschafts- und Politikberatung.

 

Weitere Informationen und Kontakt

Kontakt Max Weber Stiftung:
Charlotte Jahnz
Geisteswissenschaft im Dialog
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 20
Fax: +49 (0)228 377 86 19
jahnz(at)maxweberstiftung.de
gid.hypotheses.org
www.maxweberstiftung.de

Kontakt Union der deutschen Akademien der Wissenschaften:
Dr. Annette Schaefgen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstr. 22/23
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 325 98 73 70
Fax: +49 (0)30 325 98 73 73
schaefgen(at)akademienunion-berlin.de
www.akademienunion.de 

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news-3962 Mon, 12 Mar 2018 09:15:00 +0100 Friedensordnungen nach 1918: Am DHI Washington diskutieren Historiker Ursprünge heutiger Konflikte http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/friedensordnungen-nach-1918-am-dhi-washington-diskutieren-historiker-urspruenge-heutiger-konflikte.html 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs beschäftigen sich vom 22. bis 24. März 2018 40 Historikerinnen und Historiker aus 10 Ländern am Deutschen Historischen Institut (DHI) Washington mit dessen Langzeitfolgen. Unter dem Titel „Settlement and Unsettlement: The Ends of World War I and their Legacies” diskutieren sie ein Thema von höchster Relevanz: Wie und warum erwuchsen aus dem langjährigen Bemühen um einen nachhaltigen Frieden in Europa und der Welt zugleich Konflikte, die in vielen Fällen – wie im Nahen Osten – bis heute einer Lösung harren. Das DHI Washington organisiert die vierte Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung in Kooperation mit den beiden größten Historikerverbänden der Gegenwart und dem National History Center. Der Waffenstillstand vom 11. November 1918 gilt gemeinhin als Ende des Ersten Weltkriegs. Am DHI Washington zeigen nun international renommierte Historikerinnen und Historiker, dass er kaum mehr als ein Mosaikstein in einem langwierigen Friedensbildungsprozesses war, an dessen Ende Entscheidungen mit weitreichenden politischen und diplomatischen Konsequenzen standen. Die Zerschlagung multiethnischer und multinationaler Imperien, die – wie das Habsburger und das Osmanische Reich aber auch das Deutsche Kaiserreich – der europäischen Geschichte bis 1918 ihren Stempel aufgedrückt hatten, war ein zentraler Faktor für die Entstehung einer neuen Weltordnung. Inspiriert von der im Kern revolutionären Prämisse, dass Nationen ein Selbstbestimmungsrecht zukomme, schufen Politiker und Diplomaten zahlreiche neue Staaten und Grenzen. Ausgehend vom Ideal ethnisch homogener Nationalstaaten entstanden so erstmals nationale Minderheiten und damit einhergehend Bevölkerungsbewegungen von beispiellosem Ausmaß — und dies nicht nur in Ost- und Ostmitteleuropa. So begann mit dem griechisch-türkischen Bevölkerungsaustausch nach dem Lausanner Vertrag von 1923 ein Jahrhundert der Massenvertreibungen. Auch die Unterteilung des Nahen Ostens in mehrere Proto-Nationalstaaten steht für die zum Ende des Ersten Weltkrieges erfolgte Neuvermessung der politischen Welt, die im Zentrum der großen Tagung steht.

Diese Tagung ist bereits die vierte Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS). Die Stiftung unterhält weltweit derzeit zehn Institute wie dasjenige in Washington sowie weitere Forschungsgruppen und Büros in ausgewählten Ländern. Mit diesen Forschungsinfrastrukturen ist sie ein zentraler Akteur in der internationalen Exzellenzforschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Format der Stiftungskonferenzen bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Institute einmal im Jahr zusammen, um mit Forschenden aus aller Welt zentrale historische Fragen international vergleichend und interdisziplinär zu diskutieren. Die Bedeutung des Formats lässt sich an den Partnern ablesen, auf die Institute der MWS zählen können. In Washington sind es der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), die American Historical Association (AHA) und das National History Center Washington (NHC), das für die amerikanische Geschichtswissenschaft eine öffentliche Bühne bietet.

Weitere Informationen und Kontakt:

Kontakt DHI Washington:
Dr. Sarah Beringer
Head of Section, Research Strategy and Communications
1607 New Hampshire Ave NW
Washington D.C., 20009
E-Mail: beringer(at)ghi-dc.org 

Kontakt Max Weber Stiftung:
Hanna Pletziger
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Förderung
Rheinallee 6
53173 Bonn
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de

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news-3956 Thu, 08 Mar 2018 10:28:34 +0100 Konferenz zur Bedeutung von Max Weber in China http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/konferenz-zur-bedeutung-von-max-weber-in-china.html Das China-Büro der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) und das Institute of Humanities and Social Sciences der Peking-Universität veranstalten am 20./21. März 2018 in Peking eine Konferenz zum Thema „Between Appropriation and Refutation – On the Significance and Reception of Max Weber in China”. Max Weber (1864-1920) hat sich mit dem historischen China in seiner Studie zu Konfuzianismus und Taoismus beschäftigt. Die Arbeit erschien 1920 posthum gemeinsam mit weiteren religionssoziologischen Aufsätzen und seinem berühmten Werk Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus. Die von Max Weber formulierten Thesen zur Entstehung des modernen westlichen Kapitalismus stoßen in China nach wie vor auf großes Interesse. Allein Die protestantische Ethik wurde bereits zwanzig Mal ins Chinesische übersetzt. Die Konferenz hat es sich zum Ziel gesetzt, die unterschiedlichen Phasen der Übersetzung und Rezeption von Max Webers Texten in der Volksrepublik China, Taiwan und Hongkong in ihren historischen Zusammenhängen zu untersuchen und sie mit der Weber-Rezeption in Deutschland zu vergleichen. International renommierte Expertinnen und Experten aus Deutschland, China und den USA werden versuchen, die Wege der Forschungen zu Max Weber in China nachzuzeichnen und die unterschiedlichen Interpretationen und Perzeptionen herauszuarbeiten.

Abstract und Programm der Konferenz: https://erccs.hypotheses.org/277   

Das Anfang 2017 eröffnete China-Büro der Max Weber Stiftung  beruht auf einer Kooperation der MWS mit der École française d’Extrême-Orient (EFEO) und dem Institut für die Geschichte der Naturwissenschaften an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Gemeinsam bilden EFEO und MWS in Peking das Europäische Zentrum für China-Studien Peking. Sie vermitteln Kontakte in die chinesischen, französischen und deutschen Geistes- und Sozialwissenschaften, betreiben Grundlagenforschung und führen Veranstaltungen durch. Die Publikation einer gemeinsamen wissenschaftlichen Buchreihe in chinesischer Sprache wird vorbereitet.

Weitere Informationen und Kontakt: 

Max Jakob Fölster
Max Weber Stiftung 馬克斯 韋伯 基金會
China Branch Office 中國代表處
Zhuzhong Hutong 56 鑄鐘胡同56號
Xicheng District 100009 BEIJING 西城區100009 北京市
Tel.:  +86 10 64 05 37 95
E-Mail: foelster(at)maxweberstiftung.de
http://erccs.hypotheses.org 

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-3938 Wed, 14 Feb 2018 15:08:46 +0100 WeberWorldCafé: „Demographic Change – Challenges and Answers for Local Communities“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/weberworldcafe-demographic-change-challenges-and-answers-for-local-communities.html Der demographische Wandel stellt die Gesellschaft vor eine Vielzahl von Herausforderungen. Besonders in Deutschland und Japan steigt der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung gegenüber dem Anteil Jüngerer. Die sozialen, ökonomischen und politischen Auswirkungen dieser Entwicklung sind bereits deutlich zu spüren und werden sich in den kommenden Jahren noch verschärfen. Am 28. Februar 2018 möchten wir mit Ihnen von 14 bis 19 Uhr im Rathaus der Stadt Dortmund diskutieren, welche Rolle die lokalen Kommunen im Kontext des demographischen Wandels spielen können. Thematische Schwerpunkte werden unter anderem Pflege, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, soziale Inklusion und Finanzierungsmodelle sein. Zum WeberWorldCafé „Demographic Change – Challenges and Answers for Local Communities“ laden die Max Weber Stiftung mit dem Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) Tokyo, das Forum Transregionale Studien und das Institut für Gerontologie der Technischen Universität Dortmund in Kooperation mit der Stadt Dortmund ein.

Aufgrund der Platzkapazitäten bitten wir um Anmeldung bis spätestens 21. Februar 2018 unter wwc(at)maxweberstiftung.de. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Veranstaltungsort:

Rathaus der Stadt Dortmund, Raum Westfalia, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund

Hintergrund:

Das WeberWorldCafé ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes interaktives Veranstaltungsformat der Max Weber Stiftung und des Forum Transregionale Studien, das Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Disziplinen zweimal jährlich zu jeweils anderen Schwerpunkthemen zusammenbringt.

Weitere Informationen unter: https://wwc.hypotheses.org/

Weitere Informationen und Kontakt:

Johanna Beamish
Referentin für Wissenschaftskommunikation
Tel.: +49 (0)228 377 86 25
E-Mail: beamish(at)maxweberstiftung.de
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
www.maxweberstiftung.de 

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news-3930 Mon, 05 Feb 2018 00:00:00 +0100 Transregionale Konferenzreihe zur historischen Flucht- und Migrationsforschung http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/transregionale-konferenzreihe-zur-historischen-flucht-und-migrationsforschung.html Vor dem Hintergrund der anhaltenden aktuellen Debatte um globale Migration und deren Auswirkungen organisieren die Deutschen Historischen Institute in Washington DC und London, gemeinsam mit den neu gegründeten Außenstellen der Max Weber Stiftung in Berkeley, Delhi und Peking eine Konferenzreihe zur historischen Flucht- und Migrationsforschung. Die Auftaktkonferenz unter dem Titel In Global Transit findet vom 14.-18. Februar 2018 in Indien statt. Sie beschäftigt sich mit Neuen Perspektiven auf jüdische Flucht und Exil aus dem nationalsozialistischen Europa. Die bisherige Forschung zu diesem Thema konzentriert sich überwiegend auf Orte, Länder und Regionen, in denen europäischen Juden ihre Flucht vor dem Nationalsozialismus beendeten: die Vereinigten Staaten, Palästina und Südamerika. Viele gelangten jedoch erst nach Monaten und Jahren über umständliche Routen dorthin. In Indien, einer der Zwischenstationen für europäische Juden auf ihrer Flucht, soll deshalb auf die bisher wenig beachteten Zufluchts-orte in Asien und Afrika eingegangen werden. Dieser Ansatz verspricht neue geographische, zeitliche und konzeptionelle Sichtweisen in Bezug sowohl auf Fluchterfahrungen und Phänomene von Zugehörigkeit als auch auf die Reichweite von Antisemitismus und Rassismus in Zeiten von Krieg und Kolonialismus.

Mit der Konferenzreihe will die Max Weber Stiftung zur Analyse dieser auch in der aktuellen Diskussion relevanten Themen beitragen. Die neuen Standorte Berkeley, Delhi und Peking bieten hierfür besonderes Potential, da sie neue Forschungsansätze und Blickwinkel aus den jeweiligen Gastländern bzw. für Migration und Flucht zentralen Regionen in die Debatte einbringen. Zusätzlich wird die Vernetzung zwischen den neuen Büros und den bestehenden Instituten der Max Weber Stiftung in Beirut, Istanbul, London, Moskau, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington DC gestärkt. Folgekonferenzen sind in Berkeley (2019) und Peking (2020) geplant.

 

Weitere Informationen zur Konferenzreihe:

Dr. Sarah Beringer
Head of Research Strategy & Communications
German Historical Institute Washington DC
1607 New Hampshire Ave NW
Washington, DC 20009
Phone +1 202 387-3355
Mailto: beringer(at)ghi-dc.org

Kontakt India Branch Office:

Dr. Indra Sengupta
Director India Branch Office - Max Weber Stiftung/
Head of India Research Programme of the MWS at
German Historical Institute London
London WC1A 2NJ, UK
Phone +44 2073092034/ +91 1141500335
Mailto: isengupta(at)ghil.ac.uk

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news-3921 Mon, 22 Jan 2018 09:53:00 +0100 Max Weber Stiftung unterstützt Jussieu-Appell für offene Wissenschaft und Bibliodiversität http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/max-weber-stiftung-unterstuetzt-jussieu-appell-fuer-offene-wissenschaft-und-bibliodiversitaet.html Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) hat den Jussieu-Appell für offene Wissenschaft und Bibliodiversität unterzeichnet. Damit engagiert sie sich für den Aufbau einer frei organisierten Wissenschaftskultur in Europa. Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) hat den Jussieu-Appell für offene Wissenschaft und Bibliodiversität unterzeichnet. Damit engagiert sie sich für den Aufbau einer frei organisierten Wissenschaftskultur in Europa.

Die Open-Access-Bewegung setzt sich für das freie, weltweite Zugangsrecht zu wissenschaftlichen Publikationen ein. Hierbei spielen verschiedene Publikationsmodelle eine wichtige Rolle. Aktuell verlagert sich der Schwerpunkt dabei weg von Subskriptions- und hin zu APC-Modellen (author processing charges). Bei diesem Modell tragen Autor/innen die Publikationskosten, um den freien Zugang zu den veröffentlichten Texten zu erhalten. Mittlerweile besteht die akute Gefahr, dass einige große Verlage eine monopolartige Position im Open-Access-Geschäft einnehmen. Anliegen der Jussieu-Initiative ist es, diesem Konzentrationsprozess in der Verlagslandschaft entgegenzuwirken und sich für die Pluralität im verlegerischen Bereich (Bibliodiversität) einzusetzen.

Dabei versucht sie, existierende nationale Initiativen zu einem europaweiten Konsortium zu vereinigen und damit einen europäischen rechtswirksamen Rahmen für Finanzierungen von Innovationen im Bereich von Open Access zu schaffen.

Weitere Informationen zum Jussieu-Appell finden Sie unter: jussieucall.org.

Die Max Weber Stiftung setzt sich weiterhin für den Aufbau einer frei organisierten Wissenschaftskultur durch ihre Beteiligung an OPERAS (open access in the european research area through scholarly communication) ein. OPERAS ist eine europaweite  Forschungsinfrastruktur für eine offene Wissenschaftspraxis in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Diese Infrastruktur koordiniert die Zusammenarbeit und technische Vernetzung etablierter Partner aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, Infrastrukturdienstleistern und Wissenschaftsinitiativen. Weitere Informationen zu OPERAS finden Sie unter: operas-eu.org.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Elisabeth Heinemann
Referentin für Digital Humanities
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 41
E-Mail: heinemann(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-3907 Fri, 12 Jan 2018 12:07:00 +0100 Neue Außenstelle des DHI Warschau in Vilnius http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/neue-aussenstelle-des-dhi-warschau-in-vilnius.html Seit Anfang Dezember 2017 hat das Deutsche Historische Institut (DHI) Warschau eine neue Außenstelle in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Die Einrichtung unter ihrer Leiterin Dr. des. Gintarė Malinauskaitė wird Forschungen zur Geschichte Litauens im mittel- und osteuropäischen Kontext sowie zu Litauens historischen Verflechtungen mit Deutschland, Polen und anderen Ländern der Region betreiben. Darüber hinaus wird die Außenstelle als Ausstrahlungsort und Koordinationsstelle für den Forschungstransfer zwischen litauischen und deutschen Historikerinnen und Historikern, aber auch zu bzw. von Forschenden aus anderen Ländern fungieren. Zu diesen Zwecken wird die Einrichtung in Vilnius wissenschaftliche Veranstaltungen organisieren und geschichtswissenschaftliche Publikationen herausgeben.

Der Sitz der Außenstelle befindet sich im Zentrum von Vilnius in der Jogailos gatvė 4. Eine weitere Außenstelle des DHI Warschau wird im Frühjahr 2018 in enger Zusammenarbeit mit einer Zweigniederlassung des Collegium Carolinum München und der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag errichtet werden.

Das DHI Warschau ist Teil der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. Die Stiftung vereint unter ihrem Dach zehn Institute mit Standorten in Beirut, Istanbul, London, Moskau, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington D.C. sowie weitere Büros und Außenstellen.

Das DHI Warschau wurde im Jahre 1993 als erstes deutsches historisches Auslandsinstitut nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gegründet. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte des Instituts sind Regionalität und Regionsbildung, Religion und Politik im vormodernen Polen, Nationale Identität und transnationale Verflechtung, Gewalt und Fremdherrschaft im „Zeitalter der Extreme“ sowie Funktionalität von Geschichte in der Spätmoderne.

Weitere Informationen unter:

http://www.dhi.waw.pl/aussenstellen/vilnius/forschungsprogramm.html

Kontakt:

Dr. des. Gintarė Malinauskaitė
Außenstelle Vilnius des DHI Warschau
Jogailos g. 4
LT-01116 Vilnius
Tel.: +370-5 269 0102
E-Mail: malinauskaite(at)dhi.lt

Dr. Andrea Huterer
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Historisches Institut Warschau
Pałac Karnickich
Aleje Ujazdowskie 39
PL-00-540 Warszawa
Tel.: +48 22 525 83 22
E-Mail: huterer(at)dhi.waw.pl

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news-3474 Thu, 04 Jan 2018 17:07:00 +0100 Bilder und ihre Metadaten: Ausstellung in London http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/bilder-und-ihre-metadaten-ausstellung-in-london.html Die Ausstellung „Metadata: how we relate to images” wird am 9. Januar 2018 in der Lethaby Gallery eröffnet. Es handelt sich um eine gemeinsame Ausstellung des BMBF-finanzierten Projekts „Bilderfahrzeuge. Aby Warburg’s Legacy and the Future of Iconology“ und der Londoner Hochschule für Kunst und Design Central Saint Martins. Die Ausstellung läuft bis zum 3. Februar 2018. Metadaten stellen Informationen über andere Daten bereit. Sie beschreiben, klassifizieren und strukturieren Wissen und ermöglichen es uns dadurch, Erkenntnisse zu speichern und wieder auffindbar zu machen. Auch Bilder besitzen eigene Metadaten, die die Rezeption des Betrachters beeinflussen und ihn in Bezug zur Geschichte des Objekts oder seiner eigenen visuellen Erfahrung setzen. Die ausgestellten Arbeiten reichen von Interventionen wie dem Nefertiti Hack Project von Nora Al-Badri und Nikolai Nelles bis hin zu der Auseinandersetzung des Arts & Crafts Movement mit mittelalterlicher Ornamentik.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer längerfristigen Zusammenarbeit zwischen Künstlerinnen und Künstlern der Hochschule Central Saint Martins und dem BMBF-finanzierten Bilderfahrzeuge-Forschungsprojekt. Sie fragt nach der Rolle und Bedeutung von Metadaten für die Kunst und die Kunstgeschichte und versammelt Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern ebenso wie Leihgaben aus dem British Museum, aus Privatsammlungen und der Museum and Study Collection der Hochschule Central Saint Martins.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Nora Al-Badri and Nikolai Nelles | Alexander Burgess | Hussein Chalayan | Matthew Clarke | Joyce Clissold | Carole Collet | Sarah Craske, Dr Simon Park and Dr Charlotte Sleigh | Matthew Darbyshire | Rosemary House | Lauren Jetty | Edward Johnston and Violet E. Hawkes | Owen Jones | Lottin de Laval | Richard Long | Nicola Lorini | Alfred Maudslay | Louisa Minkin | William Morris and John Henry Dearle | Noel Rooke | Henrietta Simson | Jeremy Wood.

Die Eröffnung findet am 9. Januar 2018 um 18 Uhr in der Lethaby Gallery statt. Um Anmeldungwird gebeten. Bitte senden Sie dafür eine E-Mail an moss(at)bilderfahrzeuge.org.

Rahmenprogramm:

Podiumsdiskussion: Technologies of Recording
Donnerstag, 11. Januar 2018, 17 Uhr, Lethaby Gallery.

Metadata is stored in different media through various technologies of recording. These have,however, changed radically over the last century, from casting and photography to scanning and3D printing. What does this development mean and how does it affect the working practices of bothartists and researchers?

Podiumsdiskussion: Methodologies of Description
Donnerstag, 18. Januar 2018, 17 Uhr, Lethaby Gallery.

How is data affected by the categories that are created to structure it? What agency does, forexample, a catalogue have? And how do acts of systematization of information determineperceptions of reality? These questions will be addressed by scholars and museum professionalsworking on encyclopaedism, histories of knowledge and the curation of objects.

Podiumsdiskussion: Practices of Production
Donnerstag, 25. Januar 2018, 17 Uhr, Lethaby Gallery.

The acts of copying, commenting and reproducing have always been central to artistic practice. Ithas long been established that there is 'nothing original under the sun': metadata and itsmanipulation is at the core of how we relate to images and how images relate to us. But what doesthat mean in the everyday practice of artistic production? This panel discussion will bring togethera selection of artists and curators to think about how these issues inform their work today.

Podiumsdiskussion: Policies of Ownership
Donnerstag, 3. Februar 2018, 17 Uhr, Lethaby Gallery.

The rapid expansion and proliferation of digital technologies have led to a vast increase in theamount of data being recorded, stored and broadcast. Inevitably, control and ownership of thisdata – and its metadata – has become a much-debated topic in political and economic, but alsocultural arenas, raising questions concerning the status of cultural goods and museum collections.This workshop brings together artists commenting on these issues in their practice as well asmuseum professionals whose collections are the object of these discussions.

Hintergrund:
Das internationale Forschungsprojekt „Bilderfahrzeuge, Aby Warburg’s Legacy and the Future of Iconology“ widmet sich der Erforschung der Wanderung von Ideen – von Bildern, Objekten, Warenund Texten in einem breiten historischen und geographischen Kontext. Es wird vomBundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und in Kooperation mit der Max WeberStiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland durchgeführt.

Weitere Informationen

Kontakt:
Stuart Moss
Project & Curatorial Assistant
Forschungsverbund Bilderfahrzeuge –
Aby Warburg’s Legacy and the Future of Iconology
www.bilderfahrzeuge.org
The Warburg Institute
Woburn Square
London
WC1H 0AB
E-Mail: moss(at)bilderfahrzeuge.org
Tel.: +44 (0)2078628741

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news-3879 Fri, 24 Nov 2017 12:24:00 +0100 Internationaler Forschungspreis geht an Hélène Miard-Delacroix http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/internationaler-forschungspreis-geht-an-helene-miard-delacroix.html Am Abend des 23. November 2017 fand die Verleihung des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg in der Bad Godesberger Redoute statt. Mit der französischen Zeithistorikerin Hélène Miard-Delacroix wurde eine der international renommiertesten Deutschlandkennerinnen ihres Landes ausgezeichnet. Der erste Laudator war der in Frankreich wie Deutschland bekannte Publizist und Professor emeritus Alfred Grosser. Er bezeichnete Hélène Miard-Delacroix in seiner Rede als seine „geistige Tochter“. In zweierlei Hinsicht ähnelten sich die beiden, so Grosser: „Erstens werden wir beide – nicht zu Unrecht! – zugleich als Germanisten, Zeithistoriker und Politologen betrachtet. Zweitens werden wir nur selten vom Lächeln verlassen, weil wir beide eine freudige Natur haben.“

„Das historische Interesse an Deutschland geht mit einem Engagement für Europa als Wissenschaftlerin wie auch als Bürgerin einher. Gerade in Lehre, Veranstaltungen und Sammelbänden präsentiert sie die französisch-deutschen Beziehungen in ihrem europäischen Kontext, auch wenn sie diese analytisch präzise voneinander trennt und natürlich auch die globalen Beziehungen stets im Auge behält“, so der zweite Laudator, der Direktor des DHI Paris, Thomas Maissen, über die Preisträgerin.

In ihrer Rede bedankte sich schließlich die Preisträgerin für die Auszeichnung, mit der ihre Arbeit und ihr Engagement sowohl für als auch in der Forschung geehrt werden. Ihr Anliegen sei es, so Miard-Delacroix, zur Verständigung von zwei unterschiedlichen Gesellschaften und Forschungslandschaften beizutragen.

Miard-Delacroix lehrt deutsche Geschichte und Kultur an der Pariser Sorbonne. Sie forscht intensiv zur deutschen Geschichte und hat sich um die Vermittlung zwischen der deutschen und der französischen Wissenschaftskultur verdient gemacht. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande sowie des Ordre des Palmes Académiques.

Der Internationale Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg würdigt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in vorbildlicher Weise um international ausgerichtete geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Forschung verdient gemacht haben, für ihr bisheriges Gesamtschaffen. Er wird seit 2014 verliehen. Die erste Preisträgerin war die amerikanische Historikerin Isabel V. Hull. 2015 wurde der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman ausgezeichnet. Hélène Miard-Delacroix ist die dritte Preisträgerin. Vom 14. bis 16. März 2018 wird sie – gemeinsam mit Andreas Wirsching – ein internationales Forschungskolloquium im Historischen Kolleg in München zum Thema „Internationale Beziehungen und ‚emotional regimes‘. Neue Fragen an die Geschichte des Kalten Krieges“ durchführen.

An der Preisverleihung nahmen unter anderem auch alle Direktorinnen und Direktoren der Stiftungsinstitute sowie die Mitglieder des Stiftungsrates der Max Weber Stiftung teil, der im November regelmäßig in Bonn zusammentritt.

Weitere Informationen unter:

http://www.maxweberstiftung.de/foerderung/internationaler-forschungspreis.html

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-3872 Tue, 14 Nov 2017 12:40:00 +0100 Russland in Europa – Europa in Russland http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/russland-in-europa-europa-in-russland.html Das Podium der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ diskutiert am 30. November 2017 um 19:00 Uhr im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums (Berlin) die russisch-europäischen Beziehungen aus aktueller und historischer Perspektive. Bonn/Berlin, den 14. November 2017 – In regelmäßigen Abständen, insbesondere in unruhigen Zeiten wie den heutigen mit ihren zahlreichen politischen und sozialen Konflikten, taucht das Thema Russland in Europa – Europa in Russland auf, meist allerdings verkürzt als „Russland und der Westen“. Man spricht häufig von „Sonderwegen“ und von „Wertedifferenzen“, von unterschiedlichen Ideen und Identitäten. Seit etwa 300 Jahren, als Zar Peter I. das Moskowiter-Reich vom „Rande“ in die Mitte der europäischen Großmacht katapultierte, ist Russland immer stärker zu einem untrennbaren Bestandteil der europäischen Politik geworden.

Über diesen „Sprung“ in der Geschichte wird seit dem 19. Jahrhundert innerhalb und außer-halb Russlands kontrovers diskutiert. Schriftsteller, Philosophen und Historiker, später auch Juristen, Ökonomen und Militärs beteiligten sich an der Debatte. Zahlreiche antagonistische Begriffspaare, die teilweise noch heute benutzt werden, stammen aus diesen Anfängen: „Fortschritt“ oder „Rückständigkeit“, „Europa“ oder „Asien“.

Im Jahr 2017 kommt ein besonderes Augenmerk auf die einhundertjährigen Jubiläen der Februar- und der Oktoberrevolution hinzu. Die Ausstellung im Deutschen Historischen Museum zeigt die Gegenwartsbezüge dieser Revolutionen und möchte damit auch einen Beitrag zu Einordnung und Verständnis aktueller Konflikte leisten.

Die rege Debatte der vergangenen 25 Jahre über die „vaterländische“ Geschichte und über den künftigen Weg Russlands dreht sich nicht zuletzt um Optionen und mögliche Szenarien, die sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit ergeben könnten:
Wie wird sich Russlands Position zu den Vereinigten Staaten von Amerika und zur NATO entwickeln, wird Russland Partner oder Rivale der Europäischen Union und der OSZE, werden möglicherweise neue bilaterale Verträge und Unionen angestrebt oder versucht sich Russland als eigenständiger „global player“?

Am Freitag, den 1. Dezember 2017, findet auch ein WeberWorldCafé zum Thema „Russland in Europa – Europa in Russland" im Café des Deutschen Historischen Museums statt. Die Anmeldung und weitere Informationen finden Sie unter wwc.hypotheses.org.

 

Es diskutieren:

Prof. Dr. Xuewu Gu, Center for Global Studies, Universität Bonn

Dr. Kristiane Janeke, Kuratorin der Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa" im Deutschen Historischen Museum

Prof. Dr. Nikolaus Katzer, Deutsches Historisches Institut Moskau der Max Weber Stiftung

Dr. Ekaterina Makhotina, Historisches Seminar, Universität Bonn

Prof. Dr. Gwendolyn Sasse, Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien, Berlin

Moderation: Dr. Gesine Dornblüth

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter gid(at)maxweberstiftung.de bis zum 23. November 2017 wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf
gid.hypotheses.org.

 

Veranstaltungsort

Deutsches Historisches Museum | Schlüterhof

Eingang Ausstellungshalle Hinter dem Gießhaus 3 | 10117 Berlin

 

Hintergrund

Geisteswissenschaft im Dialog ist eine Veranstaltungsreihe der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

Das WeberWorldCafé ist ein interaktives Veranstaltungsformat der Max Weber Stiftung und des Forum Transregionale Studien, das Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Disziplinen zweimal jährlich zu jeweils anderen Schwerpunkthemen zusammenbringt.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Charlotte Jahnz
Geisteswissenschaft im Dialog
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 20
Fax: +49 (0)228 377 86 19
jahnz(at)maxweberstiftung.de
www.geisteswissenschaft-im-dialog.de
www.maxweberstiftung.de

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news-3871 Fri, 10 Nov 2017 09:17:00 +0100 Weiterer Schritt zur Verstetigung von DARIAH-DE getan http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/weiterer-schritt-zur-verstetigung-von-dariah-de-getan.html Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) sagt eine weitere Unterstützung von DARIAH-DE, der digitalen Forschungsinfrastruktur für die Geistes- und Kulturwissenschaften, zu. Dies soll ein weiterer Schritt für die Verstetigung von DARIAH-DE sein. Am 4. September 2017 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der MWS und des DARIAH-DE Coordination Office in Bonn, um über einen Ausbau der Kooperationen  zu beraten, die den dauerhaften Betrieb von DARIAH-DE zum Ziel haben. Die Sicherung  von DARIAH-DE ist die zentrale Aufgabe des Konsortiums in der laufenden Förderphase 2016-2019. Zu diesem Zweck wurde in diesem Jahr an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen das DARIAH-DE Coordination Office gegründet. Die MWS arbeitet seit 2014 mit DARIAH-DE zusammen und ist seit 2016 offizieller Kooperationspartner. Bei dem Bonner Treffen wurde außerdem vereinbart, unter dem Dach von DARIAH-DE den gemeinsamen Erfahrungsaustausch mit dem Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel weiter voranzutreiben.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Zu diesem Zweck unterhält sie zehn Institute im Ausland, für die sie die elektronische Publikationsplattform perspectivia.net betreibt. perspectivia.net soll die die wissenschaftliche Kommunikation intensivieren und weiterentwickeln und stellt dafür Forschungsmittel in Form von Literatur, Quellen und Datenbanken zur Verfügung. Die Publikationsumgebung ist dem Open-Access-Prinzip zur Förderung des freien wissenschaftlichen Austausches verpflichtet. Für die Grundlagenforschung als besonderes Förderanliegen der Max Weber Stiftung stellt perspectivia.net vermehrt Datenbanklösungen für die Präsentation von Quelleneditionen bereit. Hierbei steht nicht nur die Aufbereitung von Primärforschungsdaten im Vordergrund, sondern auch die Bereitstellung von virtuellen Arbeitsumgebungen, in denen die Erarbeitung wissenschaftlicher Ergebnisse in einem zeitgemäßen Umfeld erfolgen kann.

DARIAH-DE unterstützt die mit digitalen Methoden und Verfahren arbeitende Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Forschungsinfrastruktur besteht aus vier Säulen: 1. Lehre: Durchführung von Workshops, Bereitstellung von Schulungsmaterialien und Nachwuchsförderung für die e-Humanities, 2. Forschung: Entwicklung von digitalen Tools und Services für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung, 3. Forschungsdaten: Weiterentwicklung von Standards und Empfehlungen im Umgang mit Forschungsdaten und der Entwicklung eines Forschungsdaten-Repositories und 4. Technische Infrastruktur: Bereitstellung von IT-Komponenten, wie z.B. AAI, PID-Service, Monitoring und kollaborative Arbeitsumgebungen. Auf dieser Basis wird der Austausch von Methoden, Daten, Erfahrungen und Ressourcen zwischen den verschiedenen geistes- und kulturwissenschaftlich arbeitenden Disziplinen ermöglicht und gestärkt. Durch enge Zusammenarbeit mit FachwissenschaftlerInnen verschiedener geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen wird eine nachhaltige Akzeptanz und Nutzung der Forschungsinfrastruktur durch die Forschungscommunity möglich.
DARIAH-DE ist eingebettet in das Projekt DARIAH-EU (http://www.dariah.eu). Auf Grundlage des ESFRI-Roadmap und der Rechtsform ERIC wird die DARIAH-DE-Forschungsinfrastruktur in eine pan-europäische digitale Forschungsinfrastruktur überführt.

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen arbeitet deutschland- und weltweit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zusammen, um den gesamten Forschungsprozess in den Fachdisziplinen zu unterstützen. Als Verbundprojekte zum Aufbau von digitalen geistes- und kulturwissenschaftlichen Infrastrukturen unterstützen die von der Bibliothek koordinierten Projekte DARIAH-DE und TextGrid Forschende mithilfe neuer IT-gestützter Technologien. Dazu zählt etwa die Entwicklung digitaler Technologien, mit deren Hilfe eine Zusammenarbeit möglich ist, um Informationen standortunabhängig und disziplinübergreifend auszutauschen, auszuwerten und zu bearbeiten. Mit verschiedenen Kooperationspartnern am Wissenschaftsstandort Göttingen entwickelt die Bibliothek digitale Editionen des Werkes namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Autorinnen und Autoren. Weitere Schwerpunkte bilden die Umsetzung von Open Access, die nationale und internationale Vernetzung von Repositorien sowie die Langzeitarchivierung von Forschungsdaten. Gemeinsam mit der Max Weber Stiftung und weiteren europäischen Partnern ist die SUB Göttingen unter anderem in dem Projekt HIRMEOS – High Integration of Research Monographs in the European Open Science Infrastructure tätig.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

DARIAH-DE Coordination Office
Dr. Mirjam Blümm
Papendiek 14
37073 Göttingen
Tel.: +49 (0)551 - 39 9061
geschaeftsstelle(at)de.dariah.eu

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news-3865 Thu, 02 Nov 2017 08:52:00 +0100 DHI Washington feiert offizielle Einweihung des neuen Regionalbüros GHI West in Berkeley - Außenstelle soll Forschungsnetzwerk zum spezifischen Wissen von Migranten aufbauen http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/dhi-washington-feiert-offizielle-einweihung-des-neuen-regionalbueros-ghi-west-in-berkeley-aussenstel.html 30 Jahre nachdem es seine Türen in der amerikanischen Hauptstadt geöffnet hat, feiert das Deutsche Historische Institut Washington (DHI) die Ausweitung seiner Aktivitäten an die nordamerikanische Westküste. Das neue Regionalbüro, GHI West, baut ein Forschungsnetzwerk zu Migration und Wissen auf. Am 1. November 2017 wurde es mit der ersten Bucerius Lecture zu ebendiesem Thema offiziell eingeweiht. Festredner war Armin Nassehi, Professor für Soziologie an der LMU München und laut New York Review of the Books eine der „besonnensten intellektuellen Stimmen in Deutschland". Er referierte in Berkeley zu Vorurteilen gegenüber Migrantinnen und Migranten. Die Bucerius Lecture zu Migration und Wissen wird von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, einer der führenden gemeinnützigen Stiftungen in Deutschland, finanziert. Der Titel der ersten Bucerius Lecture, „The Knowledge of/about Migrants: Preconceptions, Misconceptions, Limits“, reflektiert die zentralen Fragen der Forschungsagenda von GHI West: Durch gezielte Zusammenarbeit mit Institutionen in Nord- und Südamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum soll hier ein innovatives und interdisziplinäres Forschungsnetzwerk errichtet werden, das Migrantinnen und Migranten als Förderer, Übersetzer und Produzenten von Wissen erforscht. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Rolle von Kindern und Jugendlichen gelegt, die häufig Schöpfer „neuen“ Wissens sind und so zwischen den Kulturen vermitteln. „Angesichts der aktuellen Debatten über die Einwanderungspolitik in Europa und Nordamerika ist die Erforschung des Wissens, das Migrantinnen und Migranten mitbringen oder das sie sich im Migrationsprozess aneignen, äußerst zeitgemäß", betont DHI-Direktorin Prof. Dr. Simone Lässig. „Kalifornien ist ein idealer Ort für die Erforschung von Migrationswissen. Es hat nicht nur eine lange Geschichte als wichtiges Migrationsziel, sondern beherbergt auch einige der führenden Forschungszentren in den Sozial- und Geisteswissenschaften", betont Simone Lässig weiter.

Die neue Außenstelle des DHI Washington ist im Institute of European Studies der University of California, Berkeley, untergebracht. Um diesen Standort optimal zu nutzen, wird GHI West sein Forschungsprogramm zu Migration und Wissen durch weitere Initiativen ergänzen, die die Zusammenarbeit zwischen deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie ihren Kolleginnen und Kollegen im Westen der USA und Kanadas erleichtern sollen. „Der Forschungsstandort Kalifornien hat für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine starke Anziehungskraft", erklärt Simone Lässig, „doch auch die anderen Regionen des nordamerikanischen Westens bieten attraktive Möglichkeiten für Forschung und Zusammenarbeit und viele sind sich dessen auch bewusst. GHI West wird deshalb deutschen Forscherinnen und Forschern helfen, die Chancen, die der Standort mit sich bringt, optimal zu nutzen."

Das DHI Washington ist eines von zehn geisteswissenschaftlichen Instituten im Ausland, die unter dem Dach der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) zusammengefasst sind. Die Eröffnung der neuen Außenstelle GHI West ist Teil der strategischen Entwicklungsinitiative der MWS, die eine Erweiterung und Verbesserung deutscher Beteiligung am internationalen Wissenschaftsdialog zum Ziel hat.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Sarah Beringer
Wissenschaftliche Koordinatorin und Presseliaison
Deutsches Historisches Institut Washington DC
1607 New Hampshire Ave NW
Washington, DC 20009
Tel.: +1 202 387-3355
E-Mail: beringer(at)ghi-dc.org  

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news-3862 Thu, 26 Oct 2017 09:56:00 +0200 MWS-Reisestipendien ermöglichen Forschungsaufenthalte in China http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/mws-reisestipendien-ermoeglichen-forschungsaufenthalte-in-china.html Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) vergibt mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung in diesem Jahr zum ersten Mal zwei Reisestipendien für China. Mit ihrer Hilfe können ab 2018 international orientierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihren Auslandsaufenthalt vor Ort finanzieren. Bewerbungsfrist ist der 3. Dezember 2017. Insgesamt drei Monate lang können herausragende Sinologinnen und Sinologen und andere einschlägig arbeitende Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen in der Qualifikationsphase Recherchen für ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben in China anstellen. Die ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten werden in Peking vom Büro der MWS unterstützt, das dort in Kooperation mit der École Française d’Extrême-Orient (EFEO) und dem Institut für die Geschichte der Naturwissenschaften (IHNS) an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften geführt wird. Die Förderung umfasst einen Monatssatz für den Aufenthalt in China sowie eine Flugkostenpauschale.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.maxweberstiftung.de/foerderung/reisestipendien-china.html

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.

Die MWS hat Anfang 2017 in Peking ein Büro eingerichtet, bei dem sie mit dem Institut für die Geschichte der Naturwissenschaften (IHNS) an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der École Française d’Extrême-Orient (EFEO) kooperiert. Mit dem französischen Partner ist die MWS besonders eng über eine Bürogemeinschaft verbunden. Es sind gemeinsame Veranstaltungen, Publikationen und Forschungsprojekte geplant.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Max Jakob Fölster
Max Weber Stiftung 馬克斯 韋伯 基金會
China Branch Office 中國代表處
Zhuzhong Hutong 56 鑄鐘胡同56號
Xicheng District 100009 BEIJING 西城區100009 北京市
Tel.:  +86 10 64 05 37 95
E-Mail: foelster(at)maxweberstiftung.de 

Hanna Pletziger
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Förderung
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-3835 Fri, 20 Oct 2017 15:49:00 +0200 Vorlesungsreihe zum Thema „Kulturelles Erbe“ in Peking http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/vorlesungsreihe-zum-thema-kulturelles-erbe-in-peking.html Mit einem Vortrag der französischen Architektin und Wissenschaftlerin Françoise Ged beginnt heute die gemeinsam vom China-Büro der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS), der École Française d’Extrême-Orient (EFEO) und dem Institut für die Geschichte der Naturwissenschaften (IHNS) an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften organisierte Vorlesungsreihe „Caring for the Past: Antiquarianism and Patrimonialization Practices in China, Europe and the World”. Die MWS hat Anfang 2017 in Peking eine Außenstelle eingerichtet, bei der sie mit dem Institut für die Geschichte der Naturwissenschaften (IHNS) an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der École Française d’Extrême-Orient (EFEO) kooperiert. Mit dem französischen Partner ist die MWS besonders eng über eine Bürogemeinschaft verbunden. Es sind gemeinsame Veranstaltungen, Publikationen und Forschungsprojekte geplant.

Im Mittelpunkt der trilateralen Zusammenarbeit steht eine Vorlesungsreihe, die im Jahr 2017/18 monatlich unter dem Rahmenthema „Caring for the Past: Antiquarianism and Patrimonialization Practices in China, Europe and the World” durchgeführt wird. Ausgangspunkt ist die Frage nach dem Umgang mit Artefakten aus der Vergangenheit: Warum werden bestimmte Gebäude, Bücher oder andere Kulturgüter bewahrt und restauriert, andere aber vernachlässigt oder gar zerstört? Wie gehen einzelne Gesellschaften mit ihrem Erbe um und wie sehen die damit verbundenen Praktiken aus? Dabei werden sowohl die gegenwärtige Situation als auch die historische Sicht bedacht. Der Schwerpunkt liegt auf China, dennoch werden im Sinne einer umfassenden und vergleichenden Perspektive auch andere Weltregionen berücksichtigt.

Der erste Vortrag findet am 20. Oktober um 14:00 Uhr in den Räumlichkeiten des IHNS in Peking statt. Françoise Ged, Architektin und Wissenschaftlerin am Observatoire de l’architecture de la Chine contemporaine (Cité de l’architecture et du patrimoine, Paris), spricht zum Thema „Patrimoine, villes et paysages culturelles: esquisse de méthologie et retour sur une coopération franco-chinoise“. Alle Vorträge werden auf Englisch, Französisch oder Chinesisch gehalten. Vor Ort besteht die Möglichkeit der Übersetzung. Die Beiträge werden in einer gemeinsam von EFEO und MWS herausgegebenen chinesischsprachigen Buchreihe veröffentlicht. 

Webseite EFEO
www.efeo.fr

Webseite IHNS
www.ihns.ac.cn

Weitere Informationen und Kontakt: 

Max Jakob Fölster
Max Weber Stiftung 馬克斯 韋伯 基金會
China Branch Office 中國代表處
Zhuzhong Hutong 56 鑄鐘胡同56號
Xicheng District 100009 BEIJING 西城區100009 北京市
Tel.:  +86 10 64 05 37 95
E-Mail: foelster(at)maxweberstiftung.de 

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
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news-3820 Tue, 10 Oct 2017 09:11:00 +0200 Birgit Schäbler ist neue Direktorin des Orient-Instituts in Beirut http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/birgit-schaebler-ist-neue-direktorin-des-orient-instituts-in-beirut.html Professorin Dr. Birgit Schäbler tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Stefan Leder als Direktorin des Orient-Instituts Beirut, eines der Deutschen Geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland der Max Weber Stiftung, an. Ihr neues Amt hat sie nach der Berufung durch Prof. Dr. Hans van Ess, Präsident der Max Weber Stiftung, zum 1. Oktober 2017 aufgenommen.

Von 2002 bis 2017 lehrte Birgit Schäbler Geschichte Westasiens im Historischen Seminar der Universität Erfurt. 2006/07 war sie Fellow am dortigen Max-Weber-Kolleg. Weitere gastwissenschaftliche Forschungsaufenthalte führten sie nach Jerusalem und Aix-en-Provence. Davor forschte und lehrte sie fünf Jahre in den USA, als Fellow am Center for Middle Eastern Studies der Universität Harvard, als Visiting Professor an der Duke University und als Professor of Middle East History am Georgia College, der Liberal Arts University of Georgia.

Hauptbestandteil Ihrer Forschungen ist das Verhältnis von Globalgeschichte und der Geschichte des Nahen Ostens, die Geschichte der Beziehungen zwischen Europa und dem Orient, die Frage des Orientalismus, postkoloniale Theorien und Theoretiker sowie Alterität in den Gesellschaften des historischen Syrien und im Islam.

Das Orient-Institut Beirut gehört zur Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und betreibt und fördert Forschung zur Geschichte, Gesellschaft, Kultur und Politik der Länder des Nahen Ostens. Dabei wird besonders die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor Ort gefördert und der kritische Austausch gesucht. Es betreibt seit 2010 eine Außenstelle in Kairo.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

Weitere Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
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news-3808 Wed, 27 Sep 2017 10:28:00 +0200 „Armut und Bildung“ - Abschlusstagung der Transnationalen Forschungsgruppe Indien http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/armut-und-bildung-abschlusstagung-der-transnationalen-forschungsgruppe-indien.html Nach fünf Jahren Forschung zur wechselseitigen Beeinflussung von Armut und Bildung in Indien seit dem 19. Jahrhundert findet vom 27. bis zum 29. September die internationale Abschlusstagung der Transnationalen Forschungsgruppe (TRG) Indien der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) unter dem Titel „Poverty and Education from the Nineteenth Century to the Present: India and Comparative Perspectives” am Deutschen Historischen Institut (DHI) sowie am King’s College in London statt.

„Die Tagung soll das bisher größtenteils auf Indien fokussierte Forschungsthema aus einer vergleichenden Perspektive behandeln“, erläutert Indra Sengupta, Wissenschaftliche Koordinatorin der TRG „Poverty Reduction and Education Policy for the Poor between the State and Private Actors“, das Ziel der Abschlusstagung. Neben der Präsentation der Ergebnisse der Forschungsgruppe geht es bei der Tagung auch darum, in einem internationalen Umfeld mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt vergleichende Ansätze und Strategien zu Armut und Bildung auf überregionaler Ebene zu finden. „Obwohl die Forschungsergebnisse aus Indien den Mittelpunkt der Panels bilden, werden bei allen Panels auch Beträge aus anderen Regionen mit einbezogen“, so Sengupta weiter.

Während der fünfjährigen Förderperiode hat das international zusammengesetzte Team der Forschungsgruppe unter Berücksichtigung von soziologischen, bildungswissenschaftlichen und historischen Forschungsperspektiven neue Erkenntnisse im Bereich der Wissensvermittlung und -gestaltung sowie zum Verhältnis von Bildung und Armut auf transnationaler Ebene erarbeitet. Indra Sengupta bezeichnet die Zusammenarbeit der Forschungsgruppe im Dreiländerkontext Indien, Deutschland und Großbritannien rückblickend als „sehr befruchtend und erfreulich“. „Es war für uns Neuland, diese Art Zusammenarbeit zu einem bestimmten Thema in einem dritten Land (Indien) aufzubauen. Trotz der mehrfachen Herausforderungen, mit der Bürokratie eines neuen Landes klarzukommen, ist es dem Projekt gelungen, in der indischen Wissenschaftslandschaft eine große Resonanz zu finden. Die Forschungsgruppe hat anhand von ein bis zwei Workshops pro Jahr Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdocs gemeinsam betreut und dabei einige sehr innovative Studien zu einem für die Indienforschung relativ neuen Thema ermöglicht.“

Darüber hinaus bot die TRG Indien die Möglichkeit, ein neues Netzwerk mit renommierten Historikerinnen und Historikern sowie Bildungswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern von der JNU Delhi sowie vom CSDS Delhi und dem King’s College London zu bilden, das durch die Organisation von Stipendien, internationalen Konferenzen, Workshops und Sommerschulen gefestigt wurde. Auch über die Projektdauer hinaus bleibt das Büro der MWS in Neu-Delhi – zunächst bis 2020 – erhalten und die Arbeit der TRG Indien wird so in kleinerem Rahmen weitergeführt.

Das Format der Transnationalen Forschungsgruppe der MWS wurde im Jahr 2012 eingeführt: Es ist jeweils auf fünf Jahre befristet und dient der Erschließung neuer Netzwerke für die Auslandsinstitute und ihre internationalen Partnereinrichtungen. Dabei stehen besonders Regionen im Fokus, mit denen deutsche Forschungseinrichtungen bislang vergleichsweise wenige institutionelle Anknüpfungspunkte haben. In diesem Sinne soll die TRG zur nachhaltigen Verfestigung von Forschungsinfrastrukturen, auch über die Laufzeit der einzelnen Projekte hinaus, beitragen. Die Transnationale Forschungsgruppe in Indien ist die erste Forschungsgruppe dieser Art. Im Januar 2017 nahm die zweite Forschungsgruppe unter Federführung des DHI Paris in Dakar, Senegal, ihre Arbeit auf.

Mehr Informationen zur Abschlusstagung der TRG Indien finden Sie hier.
Mehr Informationen zur TRG Indien finden Sie hier.

Die Max Weber Stiftung zählt zu den maßgeblichen Trägern deutscher geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung im Ausland. Sie unterhält weltweit zehn wissenschaftlich autonome Institute, die eine Brückenfunktion zwischen den Gastländern und Deutschland einnehmen und eine wichtige Rolle in der internationalen Wissenschaftslandschaft spielen. Als multipolares Netzwerk treiben die Institute die Internationalisierung der Wissenschaft gemeinsam voran. Die MWS weitet ihre globale Netzwerkstruktur gezielt auf neue Regionen aus, um für die deutschen Geistes- und Sozialwissenschaften neue Arbeitsgebiete, Kontexte und Partner zu erschließen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
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news-3798 Wed, 20 Sep 2017 10:24:00 +0200 Geteiltes Erbe? Koloniales Wissen in Geschichte und Gegenwart http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/geteiltes-erbe-koloniales-wissen-in-geschichte-und-gegenwart.html Wie sehr sind die unterschiedlichen Wissenschaften heute noch in ihren Konzepten von kolonialen Ideen geprägt? Welche Herausforderungen birgt die koloniale Vergangenheit für die Wissenschaften und die Politik? Müssen Straßennamen in den „Kolonialvierteln“ deutscher Städte umbenannt werden? Namhafte Expertinnen und Experten aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich diskutieren bei der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ am 26. September 2017 um 18:00 Uhr im großen Hörsaal des Museums für Völkerkunde in Hamburg das Erbe des Kolonialismus aus aktueller und historischer Perspektive.

Bonn/Berlin/Hamburg, den 20. September 2017 – Das Zeitalter der Kolonialreiche ist Vergangenheit, doch das Vergangene wirkt noch in die Gegenwart. Wie hat der Kolonialismus die Wissenschaften geprägt? Ist nachkoloniales Denken nach wie vor Gegenstand europäischer Politik? Diese und weitere Fragen diskutieren Historiker/innen, Ethnologinnen und Afrikanisten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“.

Es diskutieren:

Prof. Dr. Silke Göttsch-Elten, Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde, Universität Kiel, Akademie der Wissenschaften in Hamburg

PD Dr. Anne Kwaschik, Deutsches Historisches Institut Paris der Max Weber Stiftung

Prof. Dr. Elísio Macamo, Zentrum für Afrikastudien, Universität Basel

Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, Museum für Völkerkunde Hamburg

Prof. Dr. Jürgen Zimmerer, Arbeitsbereich Globalgeschichte, Universität Hamburg

Moderation: Joachim Telgenbüscher, GEO Epoche

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter gid(at)maxweberstiftung.de ist aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten zwingend erforderlich. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie hier.

Veranstaltungsort

Museum für Völkerkunde Hamburg | Großer Hörsaal
Rothenbaumchaussee 64 | 20148 Hamburg


Hintergrund

Geisteswissenschaft im Dialog ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und dem Museum für Völkerkunde Hamburg. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

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news-3796 Mon, 18 Sep 2017 12:10:00 +0200 Revolutionäre Biographien im 19. und 20. Jahrhundert – Dritte Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/revolutionaere-biographien-im-19-und-20-jahrhundert-dritte-stiftungskonferenz-der-max-weber-stif.html Die diesjährige Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung findet unter dem Titel „Revolutionary Biographies in the 19th and 20th Century: Imperial – Inter/national – Decolonial“ vom 21. bis 23. September 2017 in Moskau statt. Die Konferenz wird vom Deutschen Historischen Institut (DHI) Moskau durchgeführt. Die Veranstaltung widmet sich den Lebensläufen, dem Selbstverständnis und den Selbstinszenierungen revolutionärer Akteure seit dem 19. Jahrhundert. Diese sollen in einem historischen und geographischen Bezugsrahmen vergleichend betrachtet und auf langfristig ähnliche oder variable Denk-, Verhaltens- und Identifikationsmuster hin befragt werden. Dabei wird der Fokus nicht nur auf die Russische Revolution von 1917, sondern auch  auf Revolutionen in internationalen und postkolonialen Kontexten gesetzt. Ziel ist es, interdisziplinäre und transregionale Perspektiven auf Revolutionen der vergangenen zwei Jahrhunderte und die Biographien, die in diesen Zeiten entstanden sind, zu bieten und neu zu vermessen. 

Am Programm beteiligt sind unter anderem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Instituten der Max Weber Stiftung in London, Moskau, Paris, Rom, Washington und Istanbul. 

Konferenzsprachen sind Russisch, Englisch und Deutsch (mit Simultanübersetzung), der Eröffnungsvortrag wird vom Deutschen ins Russische gedolmetscht. 

Die Stiftungskonferenz in Moskau ist bereits die dritte Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung. In den Jahren 2015 und 2016 fanden zuvor Konferenzen zu den Themen „Antisemitismus im 19. Jahrhundert aus internationaler Perspektive“ am DHI Paris und „Österreich-Ungarn und die imperialen Herausforderungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert“ am DHI Warschau statt. Dieses Format greift Forschungsthemen der Institute der Max Weber Stiftung auf und diskutiert sie international vergleichend sowie trans- und interdisziplinär. Die Stiftungskonferenzen beteiligen alle Institute der Stiftung sowie ihre Partner und werden jährlich von einem anderen Institut ausgerichtet. 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht. 

Veranstaltungsort:

Deutsches Historisches Institut Moskau
ul. Voronzovskaja 8, bd. 7
109044 Moskau 

Blog zur Konferenz und Programm

Weitere Informationen und Kontakt: 

Maria Tschassowskaja
Assistentin des Direktors
Deutsches Historisches Institut Moskau
ul. Voronzovskaja 8, Geb. 7, 109044 Moskau
Tel. +7 495 730 52 49
E-Mail: maria.tschassowskaja(at)dhi-moskau.org  
www.dhi-moskau.org 

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-3087 Tue, 13 Jun 2017 12:25:00 +0200 Einfache Antworten auf schwierige Fragen? Populismus heute und gestern http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/einfache-antworten-auf-schwierige-fragen-populismus-heute-und-gestern-1.html Das Podium der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ diskutiert am 20. Juni 2017 um 18:00 Uhr im Einstein-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Berlin) das Thema Populismus aus aktueller und historischer Perspektive. Populismus – ein Begriff, der spätestens seit 2016 wieder in aller Munde ist, um die gesellschaftspolitische Lage in vielen Ländern zu beschreiben. Der Duden definiert Populismus als eine „von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (…) zu gewinnen". Dies ist jedoch nur eine von vielen Definitionen des schwer greifbaren Phänomens.

Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen haben sich heute fast europaweit etabliert. Die Kampagne der eurokritischen Partei UKIP zum Brexit ist nur ein Beispiel dafür. In Deutschland sitzt mit der AfD eine rechtspopulistische Partei in 13 Landtagen und in Polen ist die Partei „Recht und Gerechtigkeit“ an der Regierung. Anfang 2017 trafen sich Europas führende Rechtspopulisten, um vereint gegen Europas Vereinigung zu agieren. Dabei sind populistische Bewegungen in Europa gar nichts Neues. Schon seit den 1970er Jahren hat sich in Frankreich mit dem Front National eine rechtspopulistische Partei entwickelt. Inwieweit sich auch auf der Linken populistische Bewegungen entwickelt haben, hängt weitgehend vom ange­wandten Kriterienkatalog ab. So unterscheiden sich z.B. die nationalen Einschätzungen erheblich, was die Zuordnung von Parteien wie Podemos in Spanien oder Syriza in Griechenland angeht.

Das Weltwirtschaftsforum stellte Anfang 2017 fest, dass Populismus ein Faktor ist, der zu starker sozialer Instabilität führen kann. Andererseits ist Populismus auch ein Schlagwort im politischen Tagesgeschäft. Eignet er sich überhaupt als wissenschaftliche Analysekategorie? Populistische Bewegungen und Politiker gab und gibt es auch außerhalb Europas. Politische Relevanz und Popularität erlangte Populismus als Gattungsbegriff seit der Präsidentschaft Juan Peróns in Argentinien, einer Zeit, die durch die Berufung auf ein ‚gutes Volk‘ gekennzeichnet war, das in angeb­lich unmittelbarer Verbindung mit seinem Anführer stand. In Europa war ein solcher Konnex mit der Niederlage von Nationalsozialismus und Faschismus für lange Zeit obsolet geworden.

Einfache Antworten auf schwierige Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens scheinen aktuell überall Konjunktur zu haben. Wann werden populistische Bewegungen besonders stark, wann schaffen populistische Politiker den Sprung in die Regierungsverantwortung? Gibt es eine populistische Versuchung auch für etablierte Parteien und ihre Politiker? Welche Mechanismen spielen eine Rolle bei der Bildung „öffentlicher Meinung"? Wie kann eine gesamtgesellschaftliche Debattenkultur ohne Populismus aussehen, die gleichzeitig die Kritik aus der Gesellschaft ernst nimmt und sich nicht durch die Beschwörung von Populismus als einem Menetekel dagegen abzuschotten versucht?

Es diskutieren:

PD Dr. Lutz Klinkhammer, Deutsches Historisches Institut in Rom der Max Weber Stiftung
Prof. Dr. Wolfgang Knöbl
, Hamburger Institut für Sozialforschung
Prof. Dr. Gudrun Krämer
, Institut für Islamwissenschaft, Freie Universität Berlin, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Prof. Dr. Wolfgang Merkel
, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Moderation: Dr. Anna-Lena Scholz. DIE ZEIT

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter gid(at)maxweberstiftung.de ist aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten zwingend erforderlich. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf www.geisteswissenschaft-im-dialog.de.

Veranstaltungsort

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften | Einstein-Saal
Jägerstraße 22/23 | 10117 Berlin

Hintergrund

Geisteswissenschaft im Dialog ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.
Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Charlotte Jahnz
Geisteswissenschaft im Dialog
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 20
Fax: +49 (0)228 377 86 19
jahnz(at)maxweberstiftung.de
www.geisteswissenschaft-im-dialog.de  
www.maxweberstiftung.de

Union der deutschen Akademiender Wissenschaften
Dr. Annette Schaefgen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 325 98 73 70
Fax: +49 (0)30 325 98 73 73
schaefgen(at)akademienunion-berlin.de
www.akademienunion.de

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news-544 Thu, 18 May 2017 08:59:00 +0200 Einweihung des neuen Gebäudes des DHI Moskau http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/einweihung-des-neuen-gebaeudes-des-dhi-moskau.html Am Abend des 12. Mai 2017 wurde im Rahmen eines festlichen Empfangs das neue Gebäude des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Moskau, eines der zehn geisteswissenschaftlichen Institute der Max Weber Stiftung (MWS), eingeweiht. Institutsdirektor Nikolaus Katzer bezeichnete diese offizielle Neueröffnung des Instituts in seinem Grußwort als dritten historischen Moment in der noch jungen Institutsgeschichte – nach der Gründung 2005 und dem 10-jährigen Jubiläum im Jahr 2015. Am Vorabend der Institutsfeierlichkeiten hatten bei einem Kamingespräch in der Residenz des Deutschen Botschafters in Moskau Experten aus Russland und Deutschland anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der russischen Revolution zum Thema „Das Erbe und die Erben der Revolution in Russland und Deutschland“ diskutiert. Nach einem Brand im ehemaligen Institutsgebäude Anfang 2015 hatte das DHI Moskau im Frühling 2016 eine neue Liegenschaft in der Voroncovskaja ul. 8/7 bezogen. Seit April 2017 ist nun auch die Institutsbibliothek wieder in vollem Umfang für das Publikum zugänglich.

Neben Katzer sprach bei den Eröffnungsfeierlichkeiten auch Konstantin Iljitsch Mogilewskij, Geschäftsführer der Stiftung „Istorija Otečestva“ („Geschichte des Vaterlandes“), deren langjährige Kooperation mit dem DHI Moskau im Rahmen des Festakts durch die Unterzeichnung einer Vereinbarung feierlich bekräftigt wurde. Außerdem gratulierten Andrej Konstantinowitsch Sorokin, Direktor des Russischen Staatlichen Archivs für sozialpolitische Geschichte, sowie Igor Albertowitsch Permjakow, Direktor des Zentralen Archivs des Verteidigungsministeriums. Beide sind ebenfalls enge Kooperationspartner des Moskauer Instituts. 

Am Vorabend hatte der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation Rüdiger Freiherr von Fritsch zu einem Kamingespräch in seine Residenz geladen. Thema war das 100-jährige Jubiläum der Russischen Revolution. Ihre Schlüsselereignisse beleuchtete in seinem Impulsvortrag der renommierte Gelehrte und Professor an der Europäischen Universität in Sankt-Petersburg, Boris Iwanowitsch Kolonitskij. Kolonitskij sprach über die gegenwärtige Rezeption der Revolution in der Gesellschaft und in der modernen Geschichtsschreibung. In der von Institutsdirektor Katzer moderierten Veranstaltung diskutierten die Professorin für Zeitgeschichte und Kultur Osteuropas an der Universität Bremen und Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa, Susanne Schattenberg, Akademik Aleksandr Tschubarjan sowie der Journalist und Schriftsteller Michail Sygar. In der Diskussion ging es  um die deutsch-russischen Beziehungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und besonders um den heutigen Stellenwert der Revolution in der russischen Gesellschaft. Dazu berichtete Sygar aus seinem Projekt „1917. Free History“, mit dem er in den sozialen Medien anhand von historischen Charakteren und Ereignissen das Revolutionsjahr 1917 tagesaktuell erlebbar macht. 

Am Rande der Feierlichkeiten tagten  die Gremien der MWS. So beschäftigte sich der Stiftungsrat unter anderem mit den positiven Ergebnissen der von dem Zeithistoriker Ulrich Herbert (Universität Freiburg) geleiteten externen Evaluation des DHI Moskau im letzten Jahr. Weitere Themen waren die strategischen Zielsetzungen der Stiftung mit Blick auf die Digital Humanities, einem Thema das vor allem am Moskauer Institut von großer Relevanz ist, gehört doch die Digitalisierung deutscher Dokumente in den Archiven der Russischen Föderation zu seinen Kernaufgaben. 

Die Max Weber Stiftung zählt zu den maßgeblichen Trägern deutscher geisteswissenschaftlicher Forschung im Ausland. Sie unterhält weltweit zehn wissenschaftlich autonome Institute, die eine Brückenfunktion zwischen den Gastländern und Deutschland einnehmen und eine wichtige Rolle in der internationalen Wissenschaftslandschaft spielen. Als multipolares Netzwerk treiben die Institute die Internationalisierung der Wissenschaft gemeinsam voran. Die MWS weitet ihre globale Netzwerkstruktur gezielt auf neue Regionen aus, um für die deutschen Geistes-und Sozialwissenschaften neue Arbeitsgebiete, Kontexte und Partner zu erschließen. 

Das DHI Moskau ist ein Institut der Max Weber Stiftung. Sein Auftrag umfasst die Erforschung der Geschichte Russlands und seiner Beziehungen zu Deutschland im internationalen Zusammenhang und unter politischen, wirtschaftlichen wie kulturellen Aspekten. Das Institut fördert die Vermittlung der deutschen Geschichtswissenschaft in Russland sowie die Russlands in Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 setzt sich das DHI Moskau dafür ein, die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Historikerinnen und Historikern aus Russland und Deutschland zu unterstützen. 

Weitere Informationen und Kontakt:

Maria Golovnya

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Deutsches Historisches Institut Moskau

Voroncovskaja ulica 8/7, 109044 Moskau  

Tel.: +7 495 730 52 49
E-Mail: maria.golovnya(at)dhi-moskau.org

www.dhi-moskau.org

 

 

 

 Hanna Pletziger

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de

www.maxweberstiftung.de

 

 

 

 

 

 

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news-3627 Thu, 16 Mar 2017 09:56:00 +0100 DHI Washington DC erhält Förderung der VolkswagenStiftung für neue Außenstelle GHI West in Berkeley http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/dhi-washington-dc-erhaelt-foerderung-der-volkswagenstiftung-fuer-neue-aussenstelle-ghi-west-in-berke.html Die VolkswagenStiftung hat einen Antrag des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Washington zur Finanzierung eines „Tandem Fellowship Programms“ zur Wissens- und Migrationsgeschichte bewilligt. Das mit 243.000 Euro ausgestattete Programm wird im Zeitraum von 2017 bis 2020 jeweils ein deutsch-amerikanisches Postdoc-Tandem für je ein akademisches Jahr an die neue Außenstelle des DHI Washington, GHI West, an der University of California, Berkeley führen. Die VolkswagenStiftung gehört damit – neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der ZEIT-Stiftung – zu den wichtigsten deutschen Förderern, die die Strukturbildung am GHI West unterstützen.

Das DHI Washington entwickelt an seinem neuen Standort in Kalifornien ein internationales und interdisziplinäres Forschungsnetzwerk zu „Knowledge in Transit“, das sich am Schnittpunkt von Wissens- und Migrationsgeschichte bewegen wird. Die durch die VolkswagenStiftung finanzierten Postdoc-Tandems werden zur Erschließung des neuen Forschungsfeldes beitragen, indem sie korrespondierende Forschungsprojekte verfolgen und sich aktiv in die Netzwerkbildung einbringen. Im ersten Jahr der Förderung werden die Tandem Fellows gemeinsam mit dem Team des GHI West einen Explorationsworkshop organisieren, der ebenfalls durch die VolkswagenStiftung gefördert wird.

„Ich bin der VolkswagenStiftung für die Unterstützung unserer Außenstelle GHI West sehr zu Dank verpflichtet”, betonte Prof. Dr. Simone Lässig, Direktorin des DHI Washington DC. „Die Förderung ermöglicht uns, den Aufbau des neuen Forschungsschwerpunktes mit einem innovativen Format zu verbinden, das gleichzeitig der Nachwuchsförderung und der internationalen Vernetzung dient. Die Finanzierung wird damit einen entscheidenden Beitrag zum Aufbau der Forschungsinfrastruktur leisten, die derzeit am GHI West in Berkeley entsteht.“

Das Forschungsnetzwerk zu „Knowledge in Transit“ am GHI West ist Teil der strategischen Entwicklung der Max Weber Stiftung, der Dachorganisation der zehn deutschen geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland. Zudem dient es der Profilschärfung des DHI Washington, das unter Direktorin Prof. Dr. Simone Lässig Wissensgeschichte und Digitale Geschichtswissenschaft ins Zentrum seiner Aktivitäten stellt. In gezielten Kooperationen mit anderen Institutionen in Europa, Nordamerika und anderen Regionen soll GHI West mit seiner Orientierung auf „Wissen“ dem internationalen und interdisziplinären Austausch in der Migrationsforschung neue Impulse geben und neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Europa und Nordamerika perspektivisch auch Forschende aus Lateinamerika und dem Asien-Pazifik-Raum einbinden. Zentraler Forschungsgegenstand des Netzwerkes werden Migrantinnen und Migranten als Träger und Produzenten von Wissen sein. Besondere Aufmerksamkeit soll der Rolle von Kindern und Jugendlichen gewidmet werden, die als Mediatoren oder „Übersetzer“ zwischen Kulturen agieren.

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Sarah Beringer
Wissenschaftliche Referentin und Presseliaison
Deutsches Historisches Institut Washington DC
1607 New Hampshire Ave NW
Washington, DC 20009
Tel.: +1 202 387-3355
E-Mail: beringer(at)ghi-dc.org

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news-3609 Tue, 14 Mar 2017 10:03:00 +0100 Bloggen in den Geisteswissenschaften: Deutsches Blogportal feiert 5-jähriges Jubiläum http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/bloggen-in-den-geisteswissenschaften-deutsches-blogportal-feiert-5-jaehriges-jubilaeum.html Seit 2012 setzen sich das DHI Paris und die Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung für das wissenschaftliche Bloggen in den Geisteswissenschaften ein. Gemeinsam betreiben sie das Community Management des deutschen Blogportals de.hypotheses.org. Am 9. März 2017 feiert die de.hypotheses-Community ihr 5-jähriges Jubiläum. Anlässlich dieses Geburtstags haben fünf professionelle Sprecherinnen und Sprecher ausgewählte Blogbeiträge von de.hypotheses.org als Podcasts eingesprochen. Die fünf Gewinnerbeiträge können ab sofort auf dem Redaktionsblog angehört werden.

Vom 9. bis 31. Januar 2017 konnten die Bloggenden auf de.hypotheses.org erschienene Beiträge aus den letzten fünf Jahren nominieren. Redaktion und Beirat von de.hypotheses.org wählten daraus die fünf besten Beiträge aus und ließen sie von professionellen Sprecherinnen und Sprechern als Podcasts einsprechen. Unter den Sprechern ist Jens Wawrczeck, Träger des Deutschen Hörbuchpreises 2016, der einem breiteren Publikum auch als zweiter Detektiv bei „Die drei ???" bekannt ist.

Mit mittlerweile über 400 Blogs ist de.hypotheses.org die mit Abstand größte Blogging-Plattform für die deutschsprachigen Geisteswissenschaften. Die Vergabe von ISS-Nummer durch die Deutsche Nationalbibliothek macht die Blogs in Katalogen recherchierbar; Langzeitarchivierung und Permalinks sichern die Zitierbarkeit der Blogs.

Die Bloggenden sind institutionell größtenteils Universitäten und Einrichtungen der Forschungsinfrastruktur im deutschsprachigen Raum verbunden, darunter sind beispielsweise Forschende der HU und FU Berlin, der LMU München, der Universität Wien und der Universität Frankfurt, wie auch Beschäftigte des Bundesarchivs, der Archive der Leibniz-Gemeinschaft oder der Bibliothek Wolfenbüttel. de.hypotheses.org beherbergt jedoch nicht nur deutschsprachige Blogs. Knapp ein Drittel der Blogs der deutschen Community werden von den Autoren in einer anderen Sprache verfasst oder mehrsprachig geführt. Viele Bloggende sind weltweit tätig, beispielsweise in Paris, Rom, Moskau oder Washington, D. C.

de.hypotheses ist das deutschsprachige Länderportal von hypotheses.org, einer europäischen Plattform, die sich dem Bloggen in den Geistes- und Sozialwissenschaften widmet und von OpenEdition betrieben wird, einem in Frankreich ansässigen Forum für digitales Publizieren in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Neben dem deutschsprachigen Portal gibt es auch englisch-, französisch- und spanischsprachige Länderportale von hypotheses.org.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.

Als zentraler Akteur international ausgerichteter historischer Forschung fasst das DHI Paris seine Aufgaben unter den drei Leitbegriffen „Forschen – Vermitteln – Qualifizieren“ zusammen. Das DHI Paris ist der Vermittlungsfunktion der Geisteswissenschaften verpflichtet und nimmt hierbei eine aktive Rolle zwischen Deutschland und Frankreich ein. Projektübergreifende Themen und Fragestellungen bilden den Rahmen sowohl für die am Institut angesiedelten individuellen Forschungsprojekte als auch für die Kooperationen mit Forschergruppen außerhalb des Instituts. Der Standort Paris mit seiner einzigartigen Dichte an Archiven, Bibliotheken sowie historischen Forschungs- und Lehreinrichtungen bietet hierfür exzellente Bedingungen.

Weitere Informationen und Kontakt:

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news-3588 Thu, 02 Mar 2017 16:19:00 +0100 Geschichte, Fiktion, Imagination - Christoph Poschenrieder und Martin Baumeister im Gespräch http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/geschichte-fiktion-imagination-christoph-poschenrieder-und-martin-baumeister-im-gespraech.html „War das nicht so in der Wissenschaft: Eine Geschichte galt so lange als wahr, bis einer mit einer besseren Geschichte kam?" – Diesen Gedanken lässt Christoph Poschenrieder den Protagonisten seines Romans „Das Sandkorn", Jacob Tolmeyn, fassen. Vorbild für Tolmeyn ist der Kunsthistoriker Arthur Haseloff, der im Auftrag der Königlich Preußischen Historischen Station, dem heutigen Deutschen Historischen Institut in Rom, Anfang des 20. Jahrhunderts ein Projekt zu den Stauferbauten in Apulien durchführte. Martin Baumeister, Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom, spricht am 13. März 2017 um 19 Uhr im Historischen Kolleg in München mit dem Autor über seinen Roman. Wie steht es mit dem Verhältnis von Geschichte und Fiktion im historischen Roman? Wo hört das eine auf und wo fängt das andere an? Inwieweit unterscheidet sich dabei die Arbeit des Schriftstellers von der eines Historikers? Und inwiefern kann der historische Roman als Medium der Geschichtsvermittlung dienen? Darüber diskutieren unter dem Titel „Geschichte, Fiktion, Imagination“ der Historiker Martin Baumeister und der Schriftsteller Christoph Poschenrieder, der auch einige Ausschnitte aus dem Roman „Das Sandkorn“ lesen wird.

Christoph Poschenrieder ist Autor und Journalist. Er studierte an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München und besuchte im Anschluss die Journalistenschule an der Columbia University, New York. Er arbeitete zunächst als freier Journalist und Autor von Dokumentarfilmen, widmet sich mittlerweile jedoch ausschließlich dem literarischen Schreiben. Sein Debütroman „Die Welt ist im Kopf“ stellt den jungen Arthur Schopenhauer in den Mittelpunkt. Mit „Das Sandkorn“ war er 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Seine Romane erscheinen im Diogenes Verlag.

Martin Baumeister ist Historiker und Inhaber des Lehrstuhls für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der LMU München. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Hispanistik in München und Madrid wurde er 1992 in München mit einer Studie zur Sozialgeschichte der ländlichen Gesellschaft in Südwestspanien um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert promoviert. Nach der Habilitation mit einer Arbeit zur Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs an der HU Berlin erhielt er 2003 den Ruf an die LMU München. Seit Oktober 2012 leitet er das DHI Rom und ist daher derzeit von seiner Münchener Professur beurlaubt. Seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte Südeuropas und des Mittelmeerraums im 19. und 20. Jahrhundert.


„Geschichte, Fiktion, Imagination“
Montag, 13. März 2017
Beginn: 19 Uhr, Einlass: 18:30
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Historisches Kolleg, Kaulbachstr. 15, 80539 München

Die Veranstaltung wird von ARD-alpha aufgezeichnet.

 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.

Das Historische Kolleg, gegründet 1980 in München, ist ein „Institute for Advanced Study“ der historisch orientierten Wissenschaften. Es gewährt Fellows aus dem In- und Ausland durch ganzjährige Stipendien den Freiraum, konzentriert an einem Buch zu arbeiten. Durch die Vorträge und Tagungen der Fellows sowie durch hochkarätige Kooperations- und Gastveranstaltungen in der Kaulbach-Villa ist das Kolleg zudem ein internationales Zentrum des geschichtswissenschaftlichen Diskurses.

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news-3536 Mon, 06 Feb 2017 10:08:00 +0100 Internationaler Forschungspreis für französische Deutschlandhistorikerin Miard-Delacroix http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/internationaler-forschungspreis-fuer-franzoesische-deutschlandhistorikerin-miard-delacroix.html Der Internationale Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg, der 2017 zum dritten Mal verliehen wird, geht an die international renommierte französische Deutschlandhistorikerin Hélène Miard-Delacroix. „Mit ihren Forschungsleistungen, insbesondere zur deutsch-französischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, hat sie Maßstäbe gesetzt. Der wichtige Forschungstrend der ‚verflochtenen Geschichte‘ (histoire croisée) verdankt ihren Arbeiten entscheidende innovative Impulse“, begründet Hans van Ess, Vorsitzender der Auswahlausschusses und Präsident der Max Weber Stiftung, die Juryentscheidung. Zugleich gehöre sie mit ihren vielfältigen Aktivitäten auch in der weiteren Medienöffentlichkeit zu den aktuell wichtigsten Vermittlern zwischen den französischen und deutschen Wissenschaftskulturen. Miard-Delacroix wurde 1989 an der Sorbonne zur Frankreichpolitik des Kanzlers Helmut Schmidt in den 1970er und 1980er Jahren promoviert. Nach zahlreichen Lehr- und Forschungsaufträgen als Maître de conférence und Chargée en cours in Tours und an der Sorbonne in Paris habilitierte sie sich im Jahr 2002 über das Wiederaufkommen des bundesdeutschen Nationalismus seit den 1950er Jahren und dessen Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Frankreich. 2003 erhielt sie den Ruf an die École Normale Supérieure Lettres et Sciences Humaines in Lyon und kehrte fünf Jahre darauf als Inhaberin des Lehrstuhls für deutsche Zeitgeschichte am Institut für Germanistik an die Sorbonne (Paris IV) zurück. Sie ist Mitglied zahlreicher akademischer Gremien in beiden Ländern sowie Trägerin des deutschen Bundesverdienstkreuzes und des französischen Ordre des Palmes Académiques. Dass ihre 2013 erschienene Biografie über Willy Brandt im letzten Jahr auch ins Englische übersetzt wurde, belegt ihr internationales Renommee. 

Mit dem Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg sollen herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen ausgezeichnet werden, die sich in vorbildlicher Weise um international ausgerichtete, geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Forschung verdient gemacht haben. Der Internationale Forschungspreis ist mit 30.000 Euro dotiert. Mit dem Preis verbunden ist darüber hinaus die Einladung zu einem Forschungsaufenthalt in München und zur Durchführung eines internationalen Kolloquiums am Historischen Kolleg. Bisherige Preisträger waren die US-amerikanische Historikerin Isabel V. Hull und der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.

Das Historische Kolleg, gegründet 1980 in München, ist ein „Institute for Advanced Study“ der historisch orientierten Wissenschaften. Es gewährt Fellows aus dem In- und Ausland durch ganzjährige Stipendien den Freiraum, konzentriert an einem Buch zu arbeiten. Durch die Vorträge und Tagungen der Fellows sowie durch hochkarätige Kooperations- und Gastveranstaltungen in der Kaulbach-Villa ist das Kolleg zudem ein internationales Zentrum des geschichtswissenschaftlichen Diskurses.

 

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news-3531 Thu, 02 Feb 2017 10:17:00 +0100 DHI Washington eröffnet Außenstelle GHI WEST an der UC Berkeley http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/dhi-washington-eroeffnet-aussenstelle-ghi-west-an-der-uc-berkeley.html Zum 1. Februar 2017 öffnete die Außenstelle GHI WEST des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Washington DC an der University of California in Berkeley. In Kooperation mit dem Institute of European Studies der UC Berkeley soll dort ein internationales und interdisziplinäres Forschungsnetzwerk zu „Migration und Wissen“ etabliert werden. Das DHI Washington richtet an seinem neuen Standort ein Forschungsnetzwerk zu „Migration und Wissen“ ein, das sich am Schnittpunkt von Wissens- und Migrationsgeschichte bewegen und neue Forschungen anregen will. Das Vorhaben ist Teil der strategischen Entwicklung der Max Weber Stiftung sowie der Profilschärfung des DHI Washington, das unter Direktorin Prof. Dr. Simone Lässig Wissensgeschichte und Digitale Geschichtswissenschaft ins Zentrum seiner Aktivitäten stellt. In gezielten Kooperationen, nicht zuletzt auch mit den anderen neuen Außenstellen der Stiftung in Neu Delhi und Peking, soll dieser forschungsstarke Standort dem internationalen und interdisziplinären Austausch in der Migrationsforschung neue Impulse geben und neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Europa und Nordamerika perspektivisch auch Forschende aus Lateinamerika und dem Asien-Pazifik-Raum einbinden. Zentraler Forschungsgegenstand des Netzwerkes werden Migranten als Träger und Produzenten von Wissen sein. Besondere Aufmerksamkeit soll der Rolle von Kindern und Jugendlichen gewidmet werden, die als Mediatoren oder „Übersetzer“ zwischen den Kulturen agieren.

Mit der Eröffnung von GHI WEST in Berkeley verstärkt das DHI Washington nicht nur seine regionale Präsenz und seine Kooperationsangebote in Nordamerika, sondern würdigt damit gleichzeitig die hohe Bedeutung des Wissenschaftsstandortes Kalifornien für die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung auch in Deutschland. Wie Direktorin Prof. Dr. Simone Lässig betont, „ist Kalifornien zudem wie kein anderer US-Bundesstaat selber durch historische und aktuelle Migrationsbewegungen geprägt. Es bietet also einen in jeder Hinsicht idealen Ort für unser Vorhaben.“

Die offizielle Einweihung der Außenstelle GHI WEST wird im Rahmen der durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius geförderten „Bucerius Lecture on Histories of Migration“ Anfang November 2017 stattfinden.

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Sarah Beringer
Wissenschafts- und Pressereferentin
Deutsches Historisches Institut Washington DC
1607 New Hampshire Ave NW
Washington, DC 20009
Tel.: +1 202 387-3355
E-Mail: beringer(at)ghi-dc.org

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news-3427 Mon, 05 Dec 2016 15:18:00 +0100 Der Rhein – ein europäischer Fluss? http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/der-rhein-ein-europaeischer-fluss-1.html Die Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ findet am 6. Dezember 2016 um 18:00 Uhr in der Bundeskunsthalle in Bonn statt. Der Rhein hat sich von einer vermeintlich natürlichen Grenze zu einem Symbol des geeinten Europas entwickelt. Im 19. Jahrhundert war er aber nicht nur ein „Puffer“ zwischen den Antagonisten Deutschland und Frankreich, sondern auch ein Ort, der vor allem holländische und britische Maler anzog, deren Werke bis heute das Bild von der Rheinromantik prägen. Der Rhein wurde aber immer auch ökonomisch genutzt.

Die Ausstellung „Der Rhein. Eine europäische Flussbiographie“ in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zeigt die 2000-jährige Kulturgeschichte des Flusses. Schon im Untertitel der Ausstellung ist erkennbar, dass der Rhein nicht bloß als Fluss wahrgenommen wird. Die Ausstellung impliziert eine eigene Biographie des Flusses, der sich als „Hauptschlagader Europas“ in die kulturgeschichtliche Botschaft der Europäischen Union einbettet: über ihn führt die Europabrücke, aber auch das Deutsche Eck liegt an seinem Ufer und erinnert daran, dass der Strom nicht immer ein Symbol des Friedens und der Verständigung vor allem zwischen Deutschland und Frankreich war.

Seit dem Wiener Kongress im Jahr 1815 ist der Rhein aber auch ein internationaler Wasserweg und eine Freihandelszone. In Bezug auf den Handel war der Fluss also schon europäisch bevor es zur Einigung des Kontinents kam. Heute ist er die meistgenutzte Wasserstraße Europas. Der Rhein fließt durch vier Staaten der Europäischen Union, darunter sind mit Deutschland, Frankreich und den Niederlanden auch Erstmitglieder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Aber kann der Fluss heute, wo die Europäische Union 28 Mitglieder zählt, noch als Symbol des vereinten Europas dienen?

Wie entstand das heutige Bild vom Rhein? Die Schweiz, die ein Anrainer des Flusses ist, ist kein Mitglied der EU – wer identifiziert sich überhaupt wie mit dem Rhein und warum? Welche Mythen ranken sich um den Fluss und für wen sind sie heute noch wichtig? Verkennt eine Fokussierung auf den Rhein als einer der Entstehungsorte der Europäischen Union, dass diese mittlerweile viel mehr ist als eine Verständigung der westeuropäischen Staaten? Ist die Bedeutung, die der Fluss in Westeuropa zu haben scheint, überhaupt wichtig für alle EU-Staaten? Welches Bild von Europa haben die jüngeren Generationen in den Ländern der europäischen Mitgliedsstaaten? Und ist dieses noch an Orten festzumachen?

Es diskutieren:

Dr. Marie-Louise Gräfin von Plessen, Kuratorin der Rhein-Ausstellung in der Bundeskunsthalle
Prof. Dr. Thomas Maissen, Deutsches Historisches Institut Paris der Max Weber Stiftung
Prof. Dr. Étienne François, Frankreich-Zentrum, Freie Universität Berlin
Dr. Andrea Despot, Europäische Akademie Berlin
Moderation: Dr. Michael Köhler, Kulturjournalist

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter gid@maxweberstiftung.de wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf
www.geisteswissenschaft-im-dialog.de.

 

 

Veranstaltungsort

Bundeskunsthalle
Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn

 

Hintergrund

Geisteswissenschaft im Dialog ist eine Veranstaltungsreihe, die federführend von der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland durchgeführt wird. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland ist eine bundes-unmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und forscht dezentral. Derzeit unterhält sie zehn Institute mit Standorten in Beirut, Istanbul, Kairo, London, Moskau, Neu-Delhi, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington. Mit ihren weltweit tätigen Instituten leistet die Max Weber Stiftung einen wesentlichen Beitrag zur Verständigung und Vernetzung zwischen Deutschland und den Gastländern bzw. -regionen. Indem sie sowohl den Dialog der Fachkulturen fördert als auch Beschäftigte aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenbringt, verstärkt sie die Internationalisierung der Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.

Die Bundeskunsthalle in Bonn ist ein einzigartiger Ort der Kunst, Kultur und Wissenschaft. Im Zentrum des Programms steht die Kunst aller Epochen, einschließlich zeitgenössischer Kunst, sowie Ausstellungen zu kulturhistorischen Themen und Archäologie, aber auch Präsentationen zu anderen Wissensgebieten wie Technik oder Ökologie. Ziel ist es, den Blick nicht nur auf die westliche Kultur zu richten, sondern eine globale Perspektive aufzuzeigen. Aufgabe der Bundeskunsthalle ist es, mit ihren Ausstellungen und Veranstaltungen national wie international ein Schaufenster für jenen offenen Kulturbegriff zu sein, der für die Identität der Bundesrepublik Deutschland von zentraler Bedeutung ist. Die bisher mehr als 220 Ausstellungen und unzähligen Konzerte, Lesungen, Filmprogramme, Kongresse und weiteren Veranstaltungen erfreuten sich des Zuspruchs von über 18 Millionen Besucherinnen und Besuchern. Der Einzugsbereich reicht bis nach Belgien, in die Niederlande, nach Luxemburg und nach Nordfrankreich. Die Bundeskunsthalle ist eine Kulturinstitution von europäischer Dimension.

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news-3410 Thu, 17 Nov 2016 15:37:00 +0100 WeberWorldCafé: „Diversity - Limits and Opportunities“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/weberworldcafe-diversity-limits-and-opportunities-1.html Was ist „diversity“? Bedeutet Vielfalt eine Bereicherung für menschliches Zusammenleben oder führt sie zu Ausgrenzung? Wie gehen Politik und Bildungseinrichtungen international mit Diversität um? Welche Vorstellungen von Gender, Elternschaft und Sexualität bestimmen die Normen in unterschiedlichen Weltregionen? Wie reagieren Städte auf soziale Mobilität und Gentrifizierung, und welche Konzepte entwickeln sie? Fördert mehr Diversität am Arbeitsplatz Innovation – oder entstehen dadurch Konflikte? Diese und weitere spannende Fragen diskutieren wir beim WeberWorldCafé „Diversity - Limits and Opportunities“, das am 24. November 2016 von 15 bis 18 Uhr in der alten Mensa der Georg-August-Universität Göttingen stattfindet. Thematische Schwerpunkte werden unter anderem Migration, Geschlechterrollen, multiethnische und multireligiöse Gesellschaften und Intersektionalität sein. 

Zum WeberWorldCafé  „Diversity - Limits and Opportunities“ laden  die Max Weber Stiftung mit dem Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) Tokyo und das Forum Transregionale Studien in Kooperation mit dem Institut für Diversitätsforschung der Georg-August-Universität Göttingen und dem Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften ein. Weitere Informationen finden Sie auf unserem Blog „WeberWorldCafé“.

Aufgrund der begrenzten Anzahl von TeilnehmerInnen bitten wir um Anmeldung bis spätestens 22. November 2016 unter wwc(at)maxweberstiftung.de.

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news-3400 Wed, 16 Nov 2016 09:27:00 +0100 (Ge)schlecht konstruiert? Gender und Identität aus transregionaler Perspektive http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/geschlecht-konstruiert-gender-und-identitaet-aus-transregionaler-perspektive-1.html Das Podium der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ diskutiert am 23. November 2016 um 18:00 Uhr im Adam-von-Trott-Saal des Tagungs- und Veranstaltungshauses Alte Mensa (Göttingen) die Bedeutung von Geschlecht in unterschiedlichen Gesellschaften.

Die Vielfalt der Geschlechter und der öffentliche Umgang mit ihr ist, nicht nur in Deutschland, ein viel diskutiertes Thema. Im gesellschaftlichen Diskurs kommt es immer wieder zu kontroversen Diskussionen. Was gilt als "weiblich", was als "männlich"? Gibt es eine eindeutige Binarität der Geschlechter, die klare Grenzen zwischen Männern und Frauen bestimmt? Welche Rolle kommt naturwissenschaftlichen Erkenntnissen bei der Bestimmung von Mann-Sein und Frau-Sein zu? Welche Bedeutung haben religiöse, symbolische und andere gesellschaftliche Praktiken bei der Schaffung von Geschlechternormen? Unterschiedliche Gesellschaften stellen sich die Frage nach der Rolle, Funktion und Bedeutung von Geschlecht immer wieder aufs Neue. Nicht nur daran zeigt sich die Flexibilität von vermeintlich eindeutigen und unveränderbaren Geschlechternormen.

Es lohnt sich, die Fragen in unterschiedlichen regionalen Kontexten zu beleuchten. Denn es gibt sowohl Gemeinsamkeiten in den Geschlechterrollenbildern, als auch Unterschiede. Folgende Beispiele öffnen den Horizont für eine transregionale Diskussion: Der Anteil von Universitätsprofessorinnen ist an Universitäten in Ägypten mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Japan ist zwar die drittgrößte Wirtschaftsmacht weltweit, belegt aber im Gender Gap Report des World Economic Forums Platz 101 hinter Bangladesch, Indonesien und Malaysia.

Welche Bedeutung haben unterschiedliche sexuelle und gesellschaftliche Lebensweisen in Deutschland und in anderen Ländern? Wie werden Männlichkeit und Weiblichkeit konstruiert und wie haben sie sich entwickelt? Welche Auswirkung haben transnationale Entwicklungen auf den Wandel von Geschlechterverhältnissen? Welchen Einfluss haben Religion und Bildung auf den Umgang mit Geschlechtervielfalt? Welche Geschlechterstereotypen vermitteln uns die Medien? Und wie lässt sich das gesellschaftliche Zusammenleben in Hinblick auf diese Vielfalt gestalten?

Es diskutieren:

Prof. Dr. Bettina Dennerlein, Asien-Orient-Institut, Universität Zürich
PD Dr. Sabine Grenz, Institut für Diversitätsforschung, Universität Göttingen
Prof. Dr. Barbara Potthast, Historisches Institut, Universität Köln
Dr. Ronald Saladin, Deutsches Institut für Japanstudien Tokyo der Max Weber Stiftung
Dr. Uta Schirmer, Studienfach Geschlechterforschung, Universität Göttingen
Moderation: Jessica Staschen, Freie Journalistin

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter gid(at)maxweberstiftung.de wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf www.geisteswissenschaft-im-dialog.de
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Veranstaltungsort

Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa| Adam-von-Trott-Saal

Wilhelmsplatz 3 | 37073 Göttingen

Hintergrund

Geisteswissenschaft im Dialog ist eine Veranstaltungsreihe der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissen-schaftliche Institute im Ausland. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland ist eine bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und forscht dezentral. Derzeit unterhält sie zehn Institute mit Standorten in Beirut, Istanbul, Kairo, London, Moskau, Neu-Delhi, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washing-ton. Mit ihren weltweit tätigen Instituten leistet die Max Weber Stiftung einen wesentlichen Beitrag zur Verständigung und Vernetzung zwischen Deutschland und den Gastländern bzw. -regionen. Indem sie sowohl den Dialog der Fachkulturen fördert als auch Beschäftigte aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenbringt, verstärkt sie die Internationalisierung der Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.

Das Göttinger Centrum für Geschlechterforschung (GCG) ist eine interdisziplinäre Einrichtung der Georg-August-Universität Göttingen, die gemeinsam von der Philosophischen und der Sozialwissenschaftlichen Fakultät getragen wird. Ziel des GCG ist es, Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Geschlechterforschung zu koordinieren, selbst zu initiieren und weiterzuentwickeln, die an der Georg-August-Universität Göttingen angesiedelt sind. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei auch der Nachwuchsförderung in der Prädoc- und insbesondere der Postdoc-Phase. Das Centrum dient darüber hinaus der regionalen und überregionalen Vernetzung der Geschlechterforschung im deutschsprachigen Raum.

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news-3367 Tue, 15 Nov 2016 09:33:00 +0100 Österreich-Ungarn und die imperialen Herausforderungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/oesterreich-ungarn-und-die-imperialen-herausforderungen-im-19-und-fruehen-20-jahrhundert.html Vom 28. bis 30. November 2016 werden in Warschau auf der zweiten Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung "Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich, in Europa und in der Welt“ beleuchtet. Die Konferenz wird vom Deutschen Historischen Institut (DHI) Warschau in Kooperation mit dem Grazer Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung durchgeführt.

Die Veranstaltung nimmt die Rivalität der Doppelmonarchie mit anderen Mächten (Deutschland, Russland, Osmanisches Reich, aber auch Serbien oder Rumänien) in Europa und an seinen Grenzen in den Blick. Ziel ist es, die Auswirkungen der stetig wachsenden Nationalismen auf den Vielvölkerstaat zu untersuchen. Besonderes Interesse gilt den Gruppen und Nationen, die mit der Zentralverwaltung und ihren Repräsentanten in konfliktreichen Beziehungen standen.

Am Programm beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Instituten der Max Weber Stiftung in Moskau und Istanbul ebenso wie das Touro College Berlin und das GrazMuseum/Stadtarchiv Graz. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Österreichischen Botschafters in Polen, Dr. Thomas M. Buchsbaum.

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch (mit Simultanübersetzung), der Eröffnungsvortrag wird vom Deutschen ins Polnische gedolmetscht.

Die Stiftungskonferenz in Warschau ist nach der Konferenz zum Thema „Antisemitismus im 19. Jahrhundert aus internationaler Perspektive“, die 2015 am Deutschen Historischen Institut Paris stattfand, die zweite Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung. Dieses Format greift Forschungsthemen der Institute der Max Weber Stiftung auf und diskutiert sie international vergleichend sowie trans- und interdisziplinär. Die Stiftungskonferenzen beteiligen alle Institute der Stiftung sowie ihre Partner und werden jährlich von einem anderen Institut ausgerichtet.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.

Veranstaltungsort

Deutsches Historisches Institut Warschau
Al. Ujazdowskie 39
PL-00-540 Warszawa
Blog zur Konferenz und Programm: https://habsb.hypotheses.org/


Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Andrea Huterer
Deutsches Historisches Institut Warschau
Aleje Ujazdowskie 39, 00-540 Warszawa
Tel.: ++48 22 525 83 22
E-Mail: huterer(at)dhi.waw.pl

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de

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news-3364 Tue, 25 Oct 2016 11:01:00 +0200 Webbasierte Bildrecherche mit ConedaKOR ab sofort auch bei DARIAH-DE http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/webbasierte-bildrecherche-mit-conedakor-ab-sofort-auch-bei-dariah-de.html Ab sofort steht ConedaKOR als neues Dienste-Angebot im Rahmen von DARIAH-DE – Digitale Forschungsinfrastruktur für die Geistes- und Kulturwissenschaften zur Verfügung.

ConedaKOR ist ein webbasiertes Datenbanksystem, das eine übersichtliche Umgebung für die unkomplizierte und sichere Archivierung, Verwaltung und Recherche von Bild- und Metadaten auf einer Oberfläche bietet.

In ConedaKOR werden die Informationszusammenhänge zwischen verschiedenen Entitäten, wie zum Beispiel Abbildungen, Videos, PDFs, Personen und Orten, innerhalb eines Graphen dargestellt. Diese Netzwerkstruktur eröffnet vielseitige alternative und explorative Recherchemöglichkeiten.

Die von den Abteilungen IT und Digital Humanities des Deutschen Forums für Kunstgeschichte (DFK) Paris weiterentwickelte Open-Source-Software kann nun in Kooperation mit DARIAH-DE interessierten Institutionen und Anwendern schnell und unkompliziert bereitgestellt werden. Die Umsetzung von ConedaKOR als DARIAH-DE Dienst hat der Tübinger IT-Dienstleister und DARIAH-DE-Partner DAASI International realisiert.

Die Integration von ConedaKOR in DARIAH-DE ist ein erstes Ergebnis der seit dem Sommer 2016 bestehenden Kooperation der Max Weber Stiftung, zu der das DFK Paris gehört, und DARIAH-DE. Die Kooperation zielt auf eine Stärkung der digitalen Infrastrukturen in den Geistes- und Kulturwissenschaften ab.

Renommierte Institutionen der nationalen und internationalen Wissenschaft arbeiten bereits seit Jahren mit ConedaKOR und setzen damit auf die professionelle Verwaltung von Daten und Medien. Das Kunstgeschichtliche Institut der Goethe-Universität Frankfurt betreibt zum Beispiel eine ConedaKOR-Installation mit rund 300.000 Entitäten (davon circa 140.000 Abbildungen) und ermöglicht somit rund 1.000 Benutzern eine umfassende Recherche für Lehre und Forschung.

Neben reinen Forschungseinrichtungen spricht das Angebot insbesondere auch Lehrstühle an Universitäten an, die Objekte mit visuellen Medien verwalten und diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden zugänglich machen wollen.

Weitere Informationen auf dem DHdBlog (Digital Humanities im deutschsprachigen Raum)

Weitere Informationen und Kontakt:

Thorsten Wübbena

Digital Humanities

Deutsches Forum für Kunstgeschichte

45, rue des Petits Champs

F-75001 Paris

Heiko Hütter

DARIAH eHumanities Infrastructure Service Unit

DAASI International

Europaplatz 3

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news-3359 Wed, 19 Oct 2016 11:02:00 +0200 Eine Heimat für deutsch-britische Geschichte http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/eine-heimat-fuer-deutsch-britische-geschichte.html Das Deutsche Historische Institut London wird vierzig. Das Deutsche Historische Institut (DHI) London, ein Institut der Max Weber Stiftung zur Förderung der historischen Forschung in Großbritannien und Deutschland, wird am 4. November 2016 40 Jahre alt. Aus diesem Anlass gibt es einen Festvortrag und eine Ausstellung zur Geschichte des Hauses.

Die Gründung des DHI London geht auf eine gemeinsame Initiative britischer und deutscher Historiker zurück. Ziel war es, den deutsch-britischen Wissenschaftsaustausch im Bereich der Geschichtswissenschaft zu verstärken. Nach längeren Verhandlungen mit dem Ministerium für Forschung und Technologie wurde am 4. November 1976 das DHI London eröffnet. Vorbilder waren bereits bestehende Institute in Rom und Paris. 1982 zog das DHI an seinen jetzigen Sitz am Bloomsbury Square im Herzen des Londoner Universitätsviertels.
Seit 2002 gehört es zur Max Weber Stiftung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird. Dank seiner vielfältigen Beiträge zur Geschichte Großbritanniens, zur Geschichte des Britischen Empires und Commonwealth, zur Geschichte des deutsch-britischen Verhältnisses sowie zur vergleichenden europäischen Geschichte ist das DHI London mittlerweile fest in der akademischen Landschaft der beiden Länder verankert. Es ist Zentrum für deutsche Geschichte in Großbritannien und Anlaufstelle für deutsche Historikerinnen und Historiker, die in britischen Archiven und Bibliotheken arbeiten.

Das DHI London organisiert internationale Konferenzen, Workshops und öffentliche Vorträge, vergibt Stipendien und einen Dissertationspreis, gibt mehrere Buchreihen und eine eigene Zeitschrift heraus. Seine Gesamtbibliographie beläuft sich auf fast 200 Titel. Außerdem beherbergt es eine Forschungsbibliothek von mehr als 85.000 Bänden zur deutschen Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Begangen wird das Jubiläum am 4. November 2016 mit einem Vortrag von Mary Fulbrook, Professorin für Deutsche Geschichte und Direktorin des European Institute am University College London, über „Subjectivity and History: Approaches to Twentieth-Century German Society“.
Anschließend wird eine Ausstellung zur Geschichte des Instituts eröffnet, die vom 7. November 2016 bis zum 31. Januar 2017 öffentlich zugänglich ist.

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Tobias Becker
Deutsches Historisches Institut London
17 Bloomsbury Square
London WC1A 2NJ
Tel.: +44-(0)20-73092016
E-Mail: becker(at)ghil.ac.uk

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-3355 Wed, 12 Oct 2016 12:05:00 +0200 Instrumentalisiert?! Musik und Politik http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/instrumentalisiert-musik-und-politik-1.html Das Podium der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ diskutiert am 20. Oktober 2016 um 18:00 Uhr in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (München) das Verhältnis zwischen Musik und Politik. Mit Musik wurde und wird Politik gemacht. Dies zeigt zum Beispiel die immer wiederkehrende Debatte darüber, ob Spieler der Fußballnationalmannschaft die deutsche Nationalhymne mitsingen oder nicht. Die besondere Verbindung von Musik und Politik über die Jahrhunderte machen auch Krönungsmessen deutlich, die eigens für Machthaber komponiert wurden.

Hymnen, Freiheitslieder der Arbeiterschaft oder Marschmusik des Militärs – die Beziehungen zwischen Macht, Politik und Musik sind vielfältig. Musik kann politische Autorität demonstrieren und für propagandistische Zwecke vereinnahmt werden. Musik ist aber auch ein geeignetes Mittel, um Protest zu transportieren. Musik mobilisiert und stiftet Identität. Wie die Geschichte gezeigt hat, sind sich sowohl Machthaber als auch Künstler ihrer subversiven Kraft bewusst.

Geht von Tönen Macht aus? Heißt das, dass Musik immer auch politisch ist? Oder andersherum: Kann Musik überhaupt unpolitisch sein? Gibt es einen rein ästhetischen Anspruch an die Musik? Wann wirkt Musik subversiv? Kann Musik „staatstragend“ sein? Wird Musik auch als ein Mittel der Diplomatie eingesetzt? Und wie sieht die Beziehung von Politik und Musik in anderen Weltregionen aus?

Es diskutieren:

Prof. Dr. Ulrich Konrad, Universität Würzburg, Bayerische Akademie der Wissenschaften
Dr. Iris Weinrich, Käte Hamburger Kolleg  „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“
Dr. Richard Erkens, Deutsches Historisches Institut in Rom der Max Weber Stiftung
Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Senghaas, Institut für Interkulturelle und Internationale Studien, Universität Bremen
Moderation: Claudia Belemann, WDR 3

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter gid@maxweberstiftung.de wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zur Reihe finden Sie auf
www.geisteswissenschaft-im-dialog.de.

Veranstaltungsort

Bayerische Akademie der Wissenschaften | Plenarsaal
Alfons-Goppel-Str. 11 (in der Residenz) | 80539 München

Hintergrund

Geisteswissenschaft im Dialog ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland ist eine bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und forscht dezentral. Derzeit unterhält sie zehn Institute mit Standorten in Beirut, Istanbul, Kairo, London, Moskau, Neu-Delhi, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington. Mit ihren weltweit tätigen Instituten leistet die Max Weber Stiftung einen wesentlichen Beitrag zur Verständigung und Vernetzung zwischen Deutschland und den Gastländern bzw. -regionen. Indem sie sowohl den Dialog der Fachkulturen fördert als auch Beschäftigte aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenbringt, verstärkt sie die Internationalisierung der Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien. Sie vereint mehr als 1.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Gemeinsam engagieren sie sich für wissenschaftlichen Austausch, exzellente Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert mit dem Akademienprogramm das derzeit größte geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus organisiert die Akademienunion gemeinsame Veranstaltungen ihrer Mitgliedsakademien (u. a. den Akademientag) und beteiligt sich an der wissenschaftsbasierten Gesellschafts- und Politikberatung.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ist die größte und eine der ältesten Akademien in Deutschland. Ihren Aufgaben als Gelehrtengesellschaft, außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Ort des lebendigen wissenschaftlichen Dialogs mit Gesellschaft und Politik ist sie seit mehr als 250 Jahren verpflichtet. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und das kulturelle Erbe sichern. Die Akademie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern fördert sie in ihrem Jungen Kolleg.

Pressekontakt:

Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschafliche Institute im Ausland

Charlotte Jahnz
Geisteswissenschaft im Dalog
Rheinallee 6
53173 Bonn

Tel.: +49 (0)228 377 86 20
Fax: +49 (0)228 377 86 19
jahnz(at)maxweberstiftung.de
www.geisteswissenschaft-im-dialog.de

 

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Dr. Isabel Leicht
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alfons-Goppel-Str. 11
80539 München

Tel.: +49 (0)89 230 31 13 36
Fax: +49 (0)89 230 31 11 00
leicht(at)badw.de
www.badw.de

 

Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Dr. Annette Schaefgen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstr. 22/23
10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 325 98 73 70
Fax: +49 (0)30 325 98 73 73 
schaefgen(at)akademienunion-berlin.de

www.akademienunion.de

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news-3351 Fri, 07 Oct 2016 09:19:00 +0200 Schaffen, Erhalten, Zerstören – Zur Politisierung von Kulturgut http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/schaffen-erhalten-zerstoeren-zur-politisierung-von-kulturgut.html Was bedeutet kulturelles Erbe heute? Wie wird es identifiziert, wer bewahrt es – und welche Kräfte wirken bei seiner Zerstörung? Mit diesen Fragen wird sich die Jahrestagung beschäftigen, die der Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ der Universität Heidelberg vom 12. bis zum 14. Oktober 2016 veranstaltet.

Zu dieser Tagung lädt der Cluster gemeinsam mit dem Forum Transregionale Studien, der Max Weber Stiftung sowie dem Deutschen Archäologischen Institut in Berlin ein. Unter dem Titel „Making, Sustaining, Breaking – The Politics of Heritage and Culture” gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen wie Archäologie, Kunstgeschichte, Philosophie, Musikwissenschaft oder Anthropologie der Frage nach, welchen komplexen Wechselwirkungen kulturelles Erbe im politischen und gesellschaftlichen Diskurs ausgesetzt ist.

„Ausgehend von der Definition des Begriffs ,kulturelles Erbe‘ muss dessen Beziehungsnetz zu Politik, Gesellschaft, Umwelt und Wissenschaft beleuchtet werden. Dabei fragen wir uns, welche Auswirkungen kulturelles Erbe in Form von Artefakten, Texten, Bildern oder auch Musik auf die genannten Bereiche hat. Trägt es zur Sinn- und Identitätsstiftung und zur Stabilität eines kulturellen, politischen oder gesellschaftlichen Gefüges bei?“, so die am Exzellenzcluster tätige Kunsthistorikerin Prof. Dr. Monica Juneja, die die Konferenz organisiert hat. Prof. Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender des Forum Transregionale Studien, ergänzt: „Nicht nur das Schaffen, Definieren und Erhalten von Kulturgütern, sondern auch deren Zerstörung, Verfall oder ‚Missbrauch‘ wird bewusst eingesetzt. Dies kann zu Identitätsverlust, aber auch zu neuer Sinnstiftung führen.“

Während der Begriff „Kultur“ in wissenschaftlichen Diskursen immer weiter vom Nationen-Begriff losgelöst wird, gibt es gleichzeitig eine Gegenbewegung, nationale Identität als kulturell homogen zu verfestigen oder sogar neu zu erfinden. „In einer Zeit, in der neue Nationalstaaten entstehen und etablierte sich neu definieren, findet der Wunsch nach Stabilität auch Ausdruck in Revolution und religiösem Fundamentalismus. In diesem Zusammenhang wird kulturelles Erbe oftmals mit einer neuen Bedeutung versehen, teilweise aber auch ignoriert oder schlicht eliminiert“, sagt Prof.

Dr. Hans van Ess von der Max Weber Stiftung. „Zu den Aufgaben der Geisteswissenschaften gehört es, diese wechselseitigen Beziehungen zu beleuchten“, betont Dr. Philipp von Rummel vom Deutschen Archäologischen Institut.

Eröffnet wird die Jahrestagung mit einem Vortrag der Historikerin Prof. Dr. Nayanjot Lahiri. Unter dem Titel „Heritage at the Intersection of Politics and People – India’s Archaeological Heritage” spricht die Wissenschaftlerin von der University of Delhi (Indien) über den Einfluss von Politik auf das kulturelle Erbe und den Umgang mit historischen Stätten in Indien. In einem zweiten öffentlichen Vortrag wird sich der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Sinan Antoon von der Gallatin School of Individualized Study (USA) und zur Zeit Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin mit der Zerstörung von Kulturgütern im Irak und Syrien beschäftigen und wie Wissenschaftler mit den „Ruinen dieser Ruinen“ umgehen. Die Vorträge finden am 12. Oktober in der Aula der Alten Universität, Grabengasse 1, und am 13. Oktober im Karl Jaspers Centre für Transkulturelle Studien, Voßstraße 2, Gebäude 4400, statt. Beginn ist jeweils um 18 Uhr.

Hinweis an die Redaktionen:

Die Jahrestagung findet im Karl Jaspers Centre für Transkulturelle Studien, Voßstraße 2, Gebäude 4400, statt. Journalisten sind zu einer Berichterstattung herzlich eingeladen.

Informationen im Internet:

Konferenzwebsite: www.asia-europe.uni-heidelberg.de/en/annualconference
Informationen zur Konferenz auf dem Trafo-Blog: http://trafo.hypotheses.org/4148

Weitere Informationen und Kontakt:

Anna Echtenacher
Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“
Telefon: (06221) 54-4345
anna.echtenacher(at)asia-europe.uni-heidelberg.de

Gesche Schifferdecker
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Telefon: +49 (0)228 377 86 25
schifferdecker(at)maxweberstiftung.de

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news-3259 Fri, 15 Jul 2016 13:17:00 +0200 Max Weber Stiftung neuer Kooperationspartner von DARIAH-DE http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/max-weber-stiftung-neuer-kooperationspartner-von-dariah-de.html Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland ist neuer Kooperationspartner in dem von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen koordinierten Verbundprojekt DARIAH-DE und arbeitet beim Aufbau der DARIAH-DE Geschäftsstelle künftig verstärkt mit. Am 24. Juni 2016 fand in der Bonner Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung ein Workshop zum Thema „Nachhaltiger Aufbau und Organisation einer Geschäftsstelle (Coordination Office)“ statt. An ihm nahmen MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung und VertreterInnen des Projekts DARIAH-DE teil. Im Zentrum der Veranstaltung standen Fragen nach dem Aufbau einer Geschäftsstelle für DARIAH-DE. Ziel war es, die in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen der Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung zu Organisationsmodellen, Kommunikationsstrukturen und administrativen Entscheidungsprozessen zu diskutieren und diese bei der Gründung der geplanten DARIAH-DE Geschäftsstelle einfließen zu lassen. 

Im Laufe des Workshops zeichneten sich viele gemeinsame Interessen zwischen der Max Weber Stiftung und DARIAH-DE ab. Die Teilnehmenden haben daher beschlossen, in Zukunft verstärkt zusammenzuarbeiten, um Fragen zu forschungsorientierten digitalen Infrastrukturen für die Geistes- und Kulturwissenschaften zu thematisieren und einen dauerhaften Informationsaustausch zu initiieren. Dies wird im Rahmen von weiteren Workshops sowohl Fragestellungen im Prozess der Gründung der DARIAH-DE Geschäftsstelle betreffen, aber auch forschungsrelevante digitale Werkzeuge, den Einsatz von digitalen Infrastrukturkomponenten und die Langzeitarchivierung von geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsdaten.  

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Zu diesem Zweck unterhält sie zehn Institute im Ausland, für die sie die elektronische Publikationsplattform perspectivia.net betreibt. Ziel von perspectivia.net ist die Intensivierung und Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Kommunikation durch die Bereitstellung von Forschungsmitteln in Form von Literatur, Quellen und Datenbanken. Die Publikationsumgebung ist dem Open-Access-Prinzip zur Förderung des freien wissenschaftlichen Austausches verpflichtet. Da die Grundlagenforschung ein besonderes Förderanliegen der Max Weber Stiftung darstellt, stellt perspectivia.net vermehrt Datenbanklösungen für die Präsentation von Quelleneditionen bereit. Hierbei steht nicht nur die Aufbereitung von Primärforschungsdaten im Vordergrund, sondern auch die Bereitstellung von virtuellen Arbeitsumgebungen, in denen die Erarbeitung wissenschaftlicher Ergebnisse in einem zeitgemäßen Umfeld erfolgen kann. 

DARIAH-DE unterstützt die mit digitalen Methoden und Verfahren arbeitende Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Forschungsinfrastruktur besteht aus vier Säulen: 1. Lehre: Durchführung von Workshops, Bereitstellung von Schulungsmaterialien und Nachwuchsförderung für die e-Humanities, 2. Forschung: Entwicklung von digitalen Tools und Services für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung, 3. Forschungsdaten: Weiterentwicklung von Standards und Empfehlungen im Umgang mit Forschungsdaten und der Entwicklung eines Forschungsdaten-Repositories und 4. Technische Infrastruktur: Bereitstellung von IT-Komponenten, wie z.B. AAI, PID-Service, Monitoring und kollaborative Arbeitsumgebungen. Auf dieser Basis wird der Austausch von Methoden, Daten, Erfahrungen und Ressourcen zwischen den verschiedenen geistes- und kulturwissenschaftlich arbeitenden Disziplinen ermöglicht und gestärkt. Durch enge Zusammenarbeit mit FachwissenschaftlerInnen verschiedener geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen wird eine nachhaltige Akzeptanz und Nutzung der Forschungsinfrastruktur durch die Forschungscommunity möglich.

DARIAH-DE ist eingebettet in das Projekt DARIAH-EU (www.dariah.eu), das in deutsch-französisch-niederländischer Zusammenarbeit geleitet wird. Auf Grundlage des ESFRI-Roadmap und der Rechtsform ERIC wird die DARIAH-DE-Forschungsinfrastruktur in eine pan-europäische digitale Forschungsinfrastruktur überführt.

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen arbeitet deutschland- und weltweit mit WissenschaftlerInnen in Forschungs - und Entwicklungsprojekten zusammen, um den gesamten Forschungsprozess in den Fachdisziplinen zu unterstützen. Als Verbundprojekte zum Aufbau von digitalen geistes- und kulturwissenschaftlichen Infrastrukturen unterstützen die von der Bibliothek koordinierten Projekte DARIAH-DE und TextGrid Forscher mithilfe neuer IT-gestützter Technologien. Dazu zählt etwa die Entwicklung digitaler Technologien, mit deren Hilfe eine Zusammenarbeit möglich ist, um Informationen standortunabhängig und disziplinübergreifend auszutauschen, auszuwerten und zu bearbeiten. Mit verschiedenen Kooperationspartnern am Wissenschaftsstandort Göttingen entwickelt die Bibliothek digitale Editionen des Werkes namhafter Wissenschaftler und Autoren. Weitere Schwerpunkte bilden die Umsetzung von Open Access, die nationale und internationale Vernetzung von Repositorien sowie die Langzeitarchivierung von Forschungsdaten. Gemeinsam mit der Max Weber Stiftung und weiteren europäischen Partnern ist die SUB Göttingen unter anderem in dem Projekt HIRMEOS – High Integration of Research Monographs in the European Open Science Infrastructure tätig.

 

Weitere Informationen und Kontakt: 

Dr. Michael Kaiser
Leiter des Referats perspectivia.net, Bibliotheken, IT
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 24
Mobil: +49 (0)173 729 72 76
Fax: +49 (0)228 377 86 19
E-Mail: kaiser(at)maxweberstiftung.de
www.perspectivia.net
http://dkblog.hypotheses.org
www.maxweberstiftung.de


Dr. Wolfram Horstmann
Direktor
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Platz der Göttinger Sieben 1, 37073 Göttingen
Tel.: +49 (0)551 - 39 33866
Fax: +49 (0)551 - 39 33856
E-Mail: horstmann(at)sub.uni-goettingen.de
www.sub.uni-goettingen.de

 

 

 

 

 

 

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news-3258 Fri, 15 Jul 2016 12:26:00 +0200 Ausschreibung des Internationalen Forschungspreises 2017 http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/ausschreibung-des-internationalen-forschungspreises-2017.html Die Max Weber Stiftung (MWS) – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und das Historische Kolleg schreiben für das Jahr 2017 bereits zum dritten Mal ihren Internationalen Forschungspreis aus. Der Preis würdigt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Gastländern bzw. Gastregionen der Institute der Max Weber Stiftung, die wesentliche Beiträge zu einer international ausgerichteten geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung geleistet haben. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert. Mit dem Preis verbunden ist die freibleibende Einladung zu einem Forschungsaufenthalt in München und zur Durchführung eines internationalen Kolloquiums am Historischen Kolleg in München.

Nominierungsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Forschungseinrichtungen in Deutschland. Nominiert werden können Akademikerinnen und Akademiker mit internationaler Reputation und einschlägiger Forschungstätigkeit, deren wissenschaftliche Verortung sowie deren Lebensmittelpunkt in einem Gastland bzw. einer Gastregion der MWS-Institute liegen. Die Bewerbungsfrist für eine Nominierung endet am 15. November 2016.

Bisherige Preisträger waren die US-amerikanische Historikerin Isabel V. Hull und der französische Kunsthistoriker und Philosoph Georges Didi-Huberman.

Die Preisträgerin/der Preisträger wird von einer paritätisch besetzten Jury der Max Weber Stiftung und des Historischen Kollegs ausgewählt.

Weiteres finden Sie hier.

Informationen und Kontakt:

Hanna Pletziger
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Förderung
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: pletziger(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-3251 Thu, 07 Jul 2016 12:53:00 +0200 Zweite Transnationale Forschungsgruppe der Max Weber Stiftung im Senegal ab 2017 http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/zweite-transnationale-forschungsgruppe-der-max-weber-stiftung-im-senegal-ab-2017.html Die Max Weber Stiftung (MWS) wird ab 2017 eine Transnationale Forschungsgruppe des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Paris in Dakar (Senegal) fördern. Die Forschungsgruppe wird interdisziplinär und in historischer Perspektive die Erscheinungsformen und Auswirkungen von Bürokratisierungsprozessen in verschiedenen afrikanischen Gesellschaften untersuchen. Die Förderung läuft über fünf Jahre und umfasst insgesamt 2,5 Mio. Euro, mit denen ca. 15 Einzelprojekte gefördert werden sollen. Dies beschloss der Stiftungsrat in seiner Sitzung im Frühjahr 2016 in Paris. Die bereits bestehende Arbeitsgruppe zu „Identität, Identifizierung und Bürokratisierung im subsaharischen Afrika“ mit fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die das Deutsche Historische Institut (DHI) Paris im Herbst 2015 an der Universität Cheikh Anta Diop (UCAD) eingerichtet hat, wird dabei Teil der neuen Transnationalen Forschungsgruppe. 

Weitere institutionelle Partner sind das Programm Point Sud (Bamako/Goethe-Universität Frankfurt/M.), das Seminar für Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, das Forum Transregionale Studien Berlin, der Lehrstuhl für vergleichende Afrikastudien der Universität Mohammed VI Polytechnique in Rabat und das Internationale Forschungszentrum von SciencesPo, Paris.

Bürokratisierung ist sowohl eine globale Herausforderung der Gegenwart als auch ein vielfältiger historischer Prozess. In Auseinandersetzung mit theoretischen Modellen von Bürokratie und Bürokratisierung wird die Transnationale Forschungsgruppe die Geschichte von bürokratischen Praktiken, ihre Ausbreitung und Aneignung im staatlichen, aber auch im zivilgesellschaftlichen Kontext untersuchen. Dies geschieht in vier Projektachsen. Die erste, transversal angelegte Achse untersucht Praktiken, Techniken, Vorstellungswelten und Materialitäten der Bürokratisierung auf einer grundsätzlichen Ebene. Die drei thematischen Achsen widmen sich der Politik, der Wirtschaft sowie der Gesellschaft und der Religion.

Weitere Informationen zu den Inhalten und der Arbeit der Transnationalen Forschungsgruppe können dem Interview mit Dr. Séverine Awenengo Dalberto und Dr. Susann Baller, den wissenschaftlichen Koordinatorinnen des Forschungsprogramms, entnommen werden.

Stärkung von grenzüberschreitenden geisteswissenschaftlichen Netzwerken

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht.
Mit den transnationalen Forschungsgruppen fördert die MWS seit 2012 grenzüberschreitende geisteswissenschaftliche Netzwerke vor allem in und mit Regionen, in denen Deutschland bisher institutionell wenig präsent war. Es sollen nachhaltige Forschungsinfrastrukturen auch über das Ende des Projektzeitraums hinaus entwickelt werden. Die erste Transnationale Forschungsgruppe wurde 2013 vom DHI London in Neu-Delhi zum Thema „Poverty Reduction and Policy for the Poor between State and Private Actors: Education Policy in India since the Nineteenth Century” eingerichtet.

Weitere Informationen und Kontakt:

Dunja Houelleu
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
dhouelleu(at)dhi-paris.fr
Tel: +33 (0)1 44 54 24 16
Deutsches Historisches Institut Paris
8 rue du Parc-Royal, 75003 Paris
www.dhi-paris.fr

Hanna Pletziger
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
pletziger(at)maxweberstiftung.de

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news-3250 Tue, 05 Jul 2016 12:36:00 +0200 Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen ermöglichen Forschungsaufenthalte im Ausland http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/gerald-d-feldman-reisebeihilfen-ermoeglichen-forschungsaufenthalte-im-ausland-1.html Die Max Weber Stiftung (MWS) vergibt mit Unterstützung der Peters-Beer-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in diesem Jahr wieder die Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen. Mit ihrer Hilfe können ab 2017 international orientierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihren Auslandsaufenthalt finanzieren. Bewerbungsfrist ist der 10. Oktober 2016. Insgesamt drei Monate können herausragende Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in mindestens zwei und maximal drei Gastländern und Regionen der Institute und Außenstellen der Max Weber Stiftung Recherchen für ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben anstellen. Die Max Weber Stiftung und die Peters-Beer-Stiftung fördern mit der Vergabe der Reisebeihilfen jährlich länderübergreifende Forschungsarbeiten, die den Geisteswissenschaften neue und originelle Impulse verleihen und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. 

Reisebeihilfen können beantragt werden für folgende Länder: Ägypten, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Libanon, Polen, Russland, Senegal, die Türkei sowie die USA. Die Förderung umfasst die Fahrtkosten für die Hin- und Rückreise sowie Tagessätze in Form von Pauschalen, deren Höhe je nach Zielland variiert. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit zehn Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Mit ihren Infrastrukturen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung, die durch unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen entsteht. 

Pressekontakt:
Hanna Pletziger
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Förderung
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
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news-2961 Tue, 09 Feb 2016 15:12:00 +0100 New Science on the Blog? Internationale Herausforderungen für wissenschaftliche Blogs http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/new-science-on-the-blog-internationale-herausforderungen-fuer-wissenschaftliche-blogs.html Auf dem 8. Forum Wissenschaftskommunikation haben am 1. Dezember 2015 Lars Fischer (Spektrum der Wissenschaft), Mareike König (Deutsches Historisches Institut Paris), Henning Krause (Helmholtz Gemeinschaft) und Nadia von Maltzahn (Orient-Institut Beirut) mit Gesche Schifferdecker (Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung) Fragen digitaler Wissenschaftskommunikation diskutiert. Ein zentrales Thema war auch die unterschiedliche Nutzung und Akzeptanz von Blogs in verschiedenen Fachrichtungen. Wissenschaftliche Blogs haben sich zu einem Leitmedium entwickelt: Sie ermöglichen einfaches Publizieren, freien Zugang zu Forschungsdaten und innovative Formen der Darstellung. Mit der Offenheit stellen sich aber auch die Fragen nach Reputation, Qualitätssicherung und Mehrsprachigkeit. Was passiert, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst zu Medienproduzenten werden? Müssen Wissenschaftskommunikatoren heute Community Manager sein, Moderatoren eines Dialogs von Wissenschaftlern untereinander und mit der breiteren Öffentlichkeit? Wie verändert sich Wissenschaftskommunikation, wenn es keine Zielgruppen mehr gibt, sondern sich alle in dialogischen Netzwerken bewegen? Welche Bedingungen brauchen wir, um die Potenziale der Sozialen Medien effektiv zu nutzen?

Die Podiumsdiskussion wurde im Rahmen von Max meets LISA, einer Kooperation zwischen der Max Weber Stiftung und der Gerda Henkel Stiftung aufgezeichnet und ist ab heute auf dem wissenschaftlichen Blogportal der Max Weber Stiftung „Wissen in Verbindung“ unter http://mws.hypotheses.org/31910 abrufbar.

 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

 

Pressekontakt:
Gesche Schifferdecker
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
E-Mail: schifferdecker(at)maxweberstiftung.de           
Tel. +49 (0)228 3 7786-25               

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news-2828 Wed, 13 Jan 2016 07:00:00 +0100 Stefan Martens erhält französischen Verdienstorden http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/stefan-martens-erhaelt-franzoesischen-verdienstorden.html Am 13. Januar 2016 wird Stefan Martens bei einem Festakt am Deutschen Historischen Institut Paris von Jean-Noël Jeanneney, Historiker und ehemaliger Minister, die Ritterwürde im Orden der Künste und der Literatur verliehen. Die Französische Republik würdigt damit die vielfältigen und langjährigen Verdienste um die deutsch-französischen Wissenschaftsbeziehungen. Als Spezialist für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und insbesondere der deutschen Besatzung in Frankreich arbeitet Stefan Martens seit 1983 am DHIP. Seit 2002 ist er stellvertretender Direktor des Instituts sowie Leiter der Abteilung Zeitgeschichte. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeiten – Quelleneditionen, Herausgeberschaften, Artikeln sowie der Organisation von zahlreichen Tagungen mit innovativen Fragestellungen – steht Stefan Martens im Zentrum eines bedeutenden institutionellen und persönlichen Netzwerks. Als geschätzter Kollege und vielgefragter Experte in Deutschland und Frankreich ist Stefan Martens für Kolleginnen und Kollegen nicht nur eine Autorität auf seinem Gebiet sondern ein zentraler Ansprechpartner, der ebenso zuverlässig wie effizient Kontakte pflegt und den wissenschaftlichen wie intellektuellen Austausch fördert.

Stefan Martens studierte Geschichte und Philosophie an den Universitäten Frankfurt am Main und Münster/Westf. 1983 promovierte er mit einer Arbeit zur Rolle Hermann Görings in der Außenpolitik des Dritten Reiches. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Weimarer Republik, des Dritten Reiches und des Widerstandes, die Geschichte der französischen Dritten Republik und des Vichy-Regimes sowie des Alltags in Europa unter deutscher Besatzung.

Nach der Ausstellungskooperation »Paris libéré, Paris photographié, Paris exposé« mit dem Museum Carnavalet und dem Onlinegang der Datenbank »Frankreich unter deutscher Besatzung 1940–1945. Die deutschen und französischen Dienststellen« widmet sich Stefan Martens dem Editionsprojekt »World War II – Everyday Life Under German Occupation. Der Zweite Weltkrieg – Alltag unter deutscher Besatzung«. Des Weiteren betreut er aktuell das Erschließungsprojekt der im Bureau des archives des victimes des conflits contemporains aufbewahrten Gerichtsakten, das gemeinsam mit dem Centre de recherche d’histoire quantitative (CRHQ) bearbeitet wird.

Folgende Publikationen seien hier beispielhaft aufgeführt: Herrmann Göring. »Erster Paladin des Führers« und »Zweiter Mann im Reich«, Paderborn 1985; (mit Volker Knopf) Görings Reich. Selbstinszenierung in Carinhall, Berlin 1999, 5. erweiterte Auflage, Berlin 2009; (Hg. mit Marc Olivier Baruch) La France dans la Deuxième Guerre mondiale. Édition critique des synthèses des rapports des préfets et des rapports du Militärbefehlshaber in Frankreich (MBF), 1940–1944; (publiziert von Stefan Martens in Zusammenarbeit mit Martina Kessel) Documents diplomatiques français sur l’Allemagne – Französische Diplomatenberichte aus Deutschland. 9 janvier – 31 décembre 1920, 2 vol., Bonn 1992/1993; (Hg. mit Jörg Echternkamp), Experience and Memory. The Second World War in Europe, New York, Oxford 2010; (Hg. mit Jean-Paul Cahn, Bernd Wegner).Le Troisième Reich (1933–1945) dans l’historiographie allemande. Lieux de pouvoir – rivalités de pouvoirs, Villeneuve d’Ascq 2013.

Das Deutsche Historische Institut Paris stellt eine Schnittstelle zwischen deutscher und französischer Geschichtswissenschaft dar. Zu seinen Aufgaben gehört die Durchführung und Veröffentlichung von Forschungen zur französischen, deutsch-französischen und westeuropäischen Geschichte. Das Institut verfügt über eine mit ca. 110 000 Bänden ausgestattete Spezialbibliothek und veranstaltet regelmäßig Vorträge, Seminare und Tagungen. Das DHI Paris gibt die Fachzeitschrift Francia sowie mehrere Buchreihen heraus. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich des elektronischen Publizierens in Form von e-Journals, auf Publikationsplattformen und durch andere Online-Projekte. Von großer Bedeutung für die Vernetzung von deutscher und französischer Wissenschaft ist auch die Nachwuchs- und Forschungsförderung des Instituts durch breit gefächerte Förderprogramme.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

Dunja Houelleu
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: dhouelleu@dhi-paris.fr
Tel: +33 (0)1 44 54 24 16
Deutsches Historisches Institut Paris
8 rue du Parc-Royal, 75003 Paris
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news-2827 Mon, 11 Jan 2016 14:57:00 +0100 Neuere Forschung zu den deutschen Soldaten in sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach 1945 http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/neuere-forschung-zu-den-deutschen-soldaten-in-sowjetischer-kriegsgefangenschaft-nach-1945.html Dr. Felix Römer stellt am 12. Januar 2016 um 19 Uhr die Veröffentlichung des Deutschen Historischen Instituts Moskau „Verhört. Die Befragungen deutscher Generäle und Offiziere durch die sowjetischen Geheimdienste 1945-1952“ im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst vor. Bereits in den 1950er Jahren begannen zahlreiche Akteure des Zweiten Weltkrieges ihre Memoiren zu veröffentlichen. Es interessierte sie vor allem die Frage, warum der Krieg nicht gewonnen werden konnte. Dabei reduzierten die Generäle ihr Handeln auf eine Befehlskette, die sie selbst entlastete und die Deutschen insgesamt von jeder Verantwortung freisprach. In dem vorliegenden Band werden Aussagen hochrangiger Militärs vorgestellt. Wie die in westlicher Internierung angefertigten Aufzeichnungen sind auch sie nicht frei von Widersprüchen und Ungenauigkeiten. Auch hier findet sich das vorsätzliche Verschleiern von belastenden Sachverhalten. Doch anders als die Debatten der westdeutschen Nachkriegsöffentlichkeit sind die Aussagen der Kriegsgefangenen im Westen wie im Osten frei von Rechtfertigungsversuchen – wohl nicht zuletzt, weil sie von der gesellschaftlichen Debatte ausgeschlossen waren.

Dr. Felix Römer ist seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in London und Autor der vielbeachteten Publikation „Kameraden. Die Wehrmacht von innen“ (München 2012). Er diskutiert mit Professor Dr. Nikolaus Katzer, Direktor des Deutschen Historischen Instituts Moskau, und Dr. Matthias Uhl (ebenfalls DHI Moskau).

Buchvorstellung am Dienstag, den 12.01.2016, 19 Uhr
Ort: Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst | Zwieseler Straße 4 | 10318 Berlin | Telefon 030 50 15 08 55 | www.museum-karlshorst.de
Der Eintritt ist frei.

Verhört. Die Befragungen deutscher Generäle und Offiziere durch die sowjetischen Geheimdienste 1945-1952, herausgegeben von Vasilij Stepanowitsch Christoforow, Vladimir Gennadjewitsch Makarow und Matthias Uhl.

 

Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel:   +49 (0)228 377 86 16
Fax:  +49 (0)228 377 86 19
turre(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-2763 Tue, 08 Dec 2015 14:29:00 +0100 Historikerinnen und Historiker nehmen zur aktuellen Flüchtlingskrise Stellung http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/historikerinnen-und-historiker-nehmen-zur-aktuellen-fluechtlingskrise-stellung.html Am 17. Dezember 2015 widmet sich eine wissenschaftliche Konferenz an der American Academy in Berlin dem Thema „Flucht“ aus einer besonderen historischen Perspektive. Durch den Vergleich mit den Einwanderungsländern USA und Großbritannien nach 1933 sollen Herausforderungen und Potenziale der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa herausgearbeitet werden. Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), die Max Weber Stiftung und ihr Deutsches Historisches Institut (DHI) Washington widmen sich auf einer gemeinsamen Konferenz dem derzeit so aktuellen Thema „Flucht“. Die akademische Zwangsemigration nach 1933 aus Deutschland und Europa und die Reaktion insbesondere der US-amerikanischen Politik sowie von wissenschaftlichen Institutionen, Organisationen und Stiftungen werden dabei beleuchtet: Welche Formen akademischer Flüchtlingshilfe lassen sich ausmachen? Welche Ansätze von Unterstützung und Integration wurden verfolgt, welche Motive lagen ihnen zu Grunde und welche Folgen hatte die Aufnahme von Akademikerinnen und Akademikern aus dem nationalsozialistisch beherrschten Europa für Wissenschaft, Staat und Gesellschaft im Aufnahmeland?

Vor dem Hintergrund dieser kritisch-historischen Analyse soll ein Verständnis für die aktuellen Problemlagen, die Ambivalenz akademischer Flüchtlingshilfe und damit verbundener Integrationsprozesse herausgearbeitet werden. Zivilgesellschaftliche Courage, Solidarität, philanthropisches Handeln und Vertrauen in die wissenschaftlichen Potenziale und die persönliche Integrität von Emigrantinnen und Emigranten bzw. Flüchtlingen sollen ebenso in den Blick genommen werden wie das ausgeprägte Nützlichkeitsdenken vor allem staatlicher Akteure und das latente Misstrauen, das vielen emigrierten Akademikerinnen und Akademikern entgegen schlug.

In einer Podiumsdiskussion wird nach der Verantwortung der Wissenschaft und Wissenschaftspolitik in Deutschland für Unterstützung und Integration der Flüchtlinge heute gefragt. Wie kann das wissenschaftliche Potenzial dieser Migration genutzt bzw. überhaupt aktiviert werden und welche Parallelen und Unterschiede sind zwischen den historischen und den aktuellen Entwicklungen zu erkennen?

Wissen auf der Flucht. Deutsche Akademikerinnen und Akademiker im Ausland, 1933-45
17. Dezember 2015
Ort: American Academy Berlin, Am Sandwerder 17-19, 14109 Berlin (S-Bahn Wannsee)

Ein ausführliches Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.historikerverband.de/mitteilungen/mitteilungs-details/article/konferenz-wissen-auf-der-flucht-deutsche-akademiker-und-akademikerinnen-im-ausland-1933-1945.html.

Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V. ist die Interessenvertretung des Faches Geschichte gegenüber gesellschaftlichen Organisationen und staatlichen Behörden, er unterstützt die internationale Vernetzung der Geschichtswissenschaft, setzt sich für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein und veranstaltet im zweijährigen Rhythmus den Deutschen Historikertag. Der VHD hat zurzeit 3.000 Mitglieder.

Das DHI Washington wurde 1987 gegründet und ist Teil der Max Weber Stiftung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichte von Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik Deutschlands und Nordamerikas in ihren internationalen und transnationalen Zusammenhängen, insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert. Darüber hinaus fördert es die transatlantische Zusammenarbeit in der Geschichtswissenschaft und benachbarten Disziplinen.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

 

Geschäftsstelle des VHD   
c/o Goethe-Universität Frankfurt
Senckenberganlage 31-33
60325 Frankfurt
Tel: 069/ 79832571,
E-Mail: geschaeftsstelle(at)historikerverband.de
www.historikerverband.de

Dr. Tina Rudersdorf
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 28    
Fax: +49 (0)228 377 86 19
rudersdorf(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de
http://www.maxweberstiftung.de/

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news-2752 Wed, 25 Nov 2015 15:35:00 +0100 Festakt zur Kooperation zwischen dem Orient-Institut Istanbul und dem Karlsruher Institut für Technologie http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/festakt-zur-kooperation-zwischen-dem-orient-institut-istanbul-und-dem-karlsruher-institut-fuer-techn.html Anlässlich des Starts des gemeinsamen Forschungsfelds „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ des Orient-Instituts Istanbul (OII) und des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie findet am Montag, den 7. Dezember 2015 ab 14:00 Uhr am ITAS ein Festvortrag statt. Als Festredner wird PD Dr. Joachim Boldt, Stellvertretender Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Freiburg zum Thema "Enhancement – Zur ethischen Debatte um die Verbesserung des Menschen mit medizinischen Mitteln" vortragen. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Armin Grunwald, Leiter des ITAS, werden er und Prof. Dr. Raoul Motika, Direktor des OII, aus der Sicht beider Institutionen zur zukünftigen Zusammenarbeit sprechen. Anschließend werden Dr. des. Melike Sahinol (OII) und Christopher Coenen (ITAS) über die in den nächsten Monaten geplanten Aktivitäten informieren.

Die Kooperation bezieht sich insbesondere auf den von Melike Sahinol am OII geleiteten Forschungsbereich "Mensch, Medizin und Gesellschaft", der schwerpunktmäßig den gesellschaftlichen Umgang mit Praktiken der menschlichen Optimierung durch medizinische Innovationen in der Türkei untersucht. Derzeit entstehen grundlegend neue gesellschaftliche und soziale Herausforderungen, sowohl durch Eingriffe in die Natur des Menschen, als auch durch kulturell unterschiedliche Interpretations- und Umgangsformen mit medizinischen Innovationen. Genetic Engineering, neurowissenschaftliche Technologien und Verfahren, moderne Reproduktionstechnologien und Gesundheitsapps, die täglich unsere Fitness- und Gesundheitsdaten analysieren, sind nur einige Beispiele dafür, dass Medizin, Wissenschaft und Technik unterschiedliche Dimensionen individuellen und sozialen Lebens verändern.

Festakt zur Kooperation zwischen dem Orient-Institut Istanbul und dem Karlsruher Institut für Technologie
7. Dezember 2015, ab 14:00 Uhr
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse
Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten in den Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

Das Orient-Institut Istanbul ist ein turkologisches und regional-wissenschaftliches Forschungsinstitut im Verbund der Max Weber Stiftung. In enger Kooperation mit türkischen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern widmet sich das Institut einer Vielzahl unterschiedlicher Forschungsgebiete.

 

Prof. Dr. Raoul Motika
Susam Sokak 16-18, D. 8
34433 Cihangir-Istanbul
Telefon: +90 212 293 6067-123
Fax: +90 212 249 6359
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Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
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news-2748 Tue, 24 Nov 2015 14:04:00 +0100 histocamp – Das BarCamp für alle, die an und mit Geschichte arbeiten http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/histocamp-das-barcamp-fuer-alle-die-an-und-mit-geschichte-arbeiten-1.html Raus aus dem Archiv, rein ins digitale Zeitalter: Beim histocamp sprechen Menschen, die an und mit Geschichte arbeiten, über aktuelle Forschungs- und Vermittlungsmethoden der Geschichtswissenschaft. Mitgetwittert wird am 27. und 28. November 2015 unter #histocamp. Historikerinnen und Historiker – das sind doch die in den verstaubten Archiven? Die sich nur manchmal ein Tweed-Sakko überwerfen, um sich auf akademischen Konferenzen auszutauschen? Nicht ganz, denn mittlerweile hat auch in der Geschichtswissenschaft die Digitalisierung Einzug gehalten. Was bedeutet das für die Forschung und ihre Methoden? Ändert sich dadurch die Art und Weise, wie Geschichte anschaulich und spannend vermittelt werden kann? Und ergeben sich daraus neue Berufsaussichten für Absolventinnen und Absolventen?

Für diese und ähnliche Fragen gibt es das histocamp (@histocamp) am 27. und 28. November 2015 im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (@FEShistory). Unter dem Hashtag #histocamp können alle Interessierten über Twitter mitdiskutieren oder Fragen stellen. Zusätzlich gibt es auf dem histocamp-Blog einen Livestream. Am Freitagabend können die Teilnehmenden bei einem Schwarm-Tweetup im Haus der Geschichte Bonn (@hdg_museen) digitale Geschichtsvermittlung ganz praktisch miterleben.

 Die Veranstaltung ist als BarCamp konzipiert. Bei diesem Format wird das Programm erst am Tag des Zusammentreffens gemeinsam entworfen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen zusammen und wer möchte, bietet eine Session an. Das Plenum stimmt ab, ob und wann das Thema besprochen wird. Erste Vorschläge für Sessions sind bereits eingegangen und können im Blog eingesehen werden. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an alle, die an und mit Geschichte arbeiten – in der Uni, in der Schule, im Museum, im Archiv, in der Bibliothek, im Heimatverein, analog oder digital.

Das histocamp wird vom Verein Open History e. V. (@OpenHistory_eV) zusammen mit dem Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (@FEShistory), der Max Weber Stiftung (@webertweets) und der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (@hdg_museen) durchgeführt. Medienpartner sind Bundesstadt.com (@bundesstadt) und das Wissenschaftsportal L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung (@PortalLISA).


Kontakt und Anmeldung für Pressevertreter:

Open History e.V.
Peralohstr. 24
81737 München

info(at)openhistory.de

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news-2734 Tue, 17 Nov 2015 13:42:00 +0100 Max Weber Stiftung und Universität Münster machen vorderorientalische Musikhandschriften öffentlich zugänglich http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/max-weber-stiftung-und-universitaet-muenster-machen-vorderorientalische-musikhandschriften-oeffentli.html Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts „Corpus Musicae Ottomanicae“ (CMO) wollen das Orient-Institut Istanbul der Max Weber Stiftung und das Institut für Musikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Musikhandschriften aus Zeiten des Osmanischen Reiches kritisch edieren. Seit dem 19. Jahrhundert wurde im Osmanischen Reich das Repertoire der höfischen und urbanen Kunstmusik in einer zunehmenden Anzahl von Manuskripten aufgezeichnet. Hierzu wurde vorrangig ein vor 1812 entwickeltes Notationsverfahren verwendet, das sich als Aufzeichnungsmedium für das Kunstmusikrepertoire exzellent eignete. Daneben fand ab der Mitte der 1830er Jahre auch die westliche Notation zunehmend Verwendung. Die kritische Edition und Bearbeitung des Manuskriptbestands in beiden Notationsformen ermöglicht die Überlieferung einer Kunstmusikkultur, die bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein in den Metropolen der heutigen Türkei ebenso gepflegt wurde wie in den urbanen Zentren Syriens und Ägyptens. Für die Musikforschung, die durch den Quellenbestand erstmalig historische Phänomene und Prozesse in den spätosmanischen Musikkulturen erschließen kann, wie auch für die Orientalistik sind die Quellen von erstrangiger Bedeutung.

Das Ziel des Langfristvorhabens ist es, in einer ersten Projektphase kritische Editionen der zentralen Handschriften in Hamparsum-Notation aus dem 19. Jahrhundert anzufertigen. Die zweite Phase widmet sich vornehmlich der kritischen Edition ausgewählter, in westlicher Notation geschriebener Manuskripte aus diesem Zeitraum. Die Edition der Liedtexte erfolgt parallel im interdisziplinären Verbund.

Als Open-Access-Publikation wird die Edition des CMO von der Redaktion perspectivia.net (Max Weber Stiftung), veröffentlicht; darüber hinaus sollen die Editionen der Einzelhandschriften als Book-on-Demand-Ausgaben erhältlich sein. Das von Ralf Martin Jäger, Experte für Ethnomusikologie vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Münster, geleitete Projekt wird in Münster, Istanbul und Bonn durchgeführt und von einem internationalen Wissenschaftlichen Beirat begleitet.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

Das Orient-Institut Istanbul ist ein turkologisches und regionalwissenschaftliches Forschungsinstitut im Verbund der Max Weber Stiftung. In enger Kooperation mit türkischen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern widmet sich das Institut einer Vielzahl unterschiedlicher Forschungsgebiete.


 

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news-2636 Thu, 08 Oct 2015 11:39:00 +0200 Simone Lässig ist neue Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Washington D.C. http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/simone-laessig-ist-neue-direktorin-des-deutschen-historischen-instituts-in-washington-dc.html Prof. Dr. Simone Lässig tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Hartmut Berghoff als Direktorin des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Washington D.C. an. Ihr neues Amt hat sie nach der Berufung durch Prof. Dr. Hans van Ess, Präsident der Max Weber Stiftung, zum 1. Oktober 2015 aufgenommen. Simone Lässig ist seit 2006 Direktorin des Georg-Eckert-Instituts — Leibniz–Institut für internationale Schulbuchforschung und Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Technischen Universität Braunschweig. Hauptbestandteil ihrer Forschungen ist die Sozial-und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, mit besonderem Augenmerk auf die jüdische Geschichte. Weitere wissenschaftliche Interessen sind die Geschichte des Bürgertums, Wissensgeschichte, Unternehmergeschichte und Erinnerungskulturen in Europa sowie Digitale Geschichtswissenschaft.


Nach ihrem Studium und der anschließenden Promotion in Dresden war sie bereits von 2002 bis 2006 als Research Fellow am DHI Washington. Ihre Habilitation mit dem Titel „Jüdische Wege ins Bürgertum. Kulturelles Kapital und sozialer Aufstieg im 19. Jahrhundert" wurde 2004 mit dem Habilitationspreis des Deutschen Historikerverbands ausgezeichnet. Das Studienjahr 2009/2010 verbrachte sie als Gastprofessorin am European Studies Centre of St Antony's College Oxford. Simone Lässig war von 2013 bis 2014 Mitglied des Stiftungsrates der Max Weber Stiftung und ist seit 2012 Mitglied des DFG-Fachkollegiums Geschichtswissenschaften.


Das DHI Washington wurde 1987 gegründet und gehört zur Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichte von Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik Deutschlands und Nordamerikas in ihren internationalen und transnationalen Zusammenhängen, insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert. Darüber hinaus fördert es die transatlantische Zusammenarbeit in der Geschichtswissenschaft und benachbarten Disziplinen.


Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen. Als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung Öffentlichen Rechts wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert.

 

Weitere Informationen:

Dr. Richard F. Wetzell
German Historical Institute
1607 New Hampshire Ave NW, Washington DC
20009-2562
Tel: +1 (202) 552-8939
Wetzell@ghi-dc.org
www.ghi-dc.org / www.ghi-dc.org/wetzell

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news-2621 Mon, 28 Sep 2015 11:47:00 +0200 Erste Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung in Paris: Antisemitismus im 19. Jahrhundert aus internationaler Perspektive http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/erste-stiftungskonferenz-der-max-weber-stiftung-in-paris-antisemitismus-im-19-jahrhundert-aus-inte.html Vom 21.–23. Oktober 2015 widmet sich das Deutsche Historische Institut Paris gemeinsam mit seinen Schwesterinstituten , dem Zentrum für Antisemitismusforschung (Berlin) sowie dem Musée d’art et d’histoire du judaïsme und der Fondation pour la Mémoire de la Shoah einer prägenden, bislang wenig erforschten Phase des Antisemitismus und thematisiert so die tiefe Verwurzelung und transkulturelle Verflochtenheit dieses Phänomens. Der Antisemitismus zeigt auch heute in Europa erschreckende Aktualität: Schon vor den Anschlägen um »Charlie Hebdo« stieg der Exodus französischer Juden nach Israel um 60 %, in Deutschland sorgt die wachsende Zahl antisemitischer Delikte für Verunsicherung. Verschiedene Erscheinungsformen des Antisemitismus treffen aktuell aufeinander: Während er in den westeuropäischen Gesellschaften oftmals in linke Kapitalismuskritik oder Kritik an der Politik des Staates Israel gekleidet ist, leben im östlichen Europa seit dem Ende der kommunistischen Herrschaft auch traditionelle Formen des Ressentiments, zum Teil auf religiöser Grundlage, neu auf. In muslimischen Gesellschaften wiederum werden antisemitische Inhalte insbesondere vor der Folie des Nahostkonflikts verbreitet und stoßen auf wachsendes Interesse.

Bislang kaum erforscht ist eine prägende Phase in dieser Entwicklung, das 19. Jahrhundert. So entstand der Neologismus »Antisemitismus« nicht zufällig zu dieser Zeit, nämlich 1879 in Berlin, von wo er unmittelbar in alle anderen europäischen Sprachen übertragen wurde. In verschiedensten Umfeldern und Ausdrucksformen verbreitete sich zu dieser Zeit die Judenfeindschaft europaweit und lässt sich im völkischen und nationalistischen Milieu, in den Kirchen, im linken Milieu, in Wissenschaft und Wirtschaft, in Kunst und Kultur, in Administration und staatlichen Institutionen beobachten. Um das Ausmaß und die transkulturelle Verflochtenheit dieses Phänomens zu erfassen, von Skandinavien und Mitteleuropa über Österreich-Ungarn und Rumänien bis ins Osmanische Reich und die USA, versammelt die Tagung unter einer vergleichenden, transnationalen Perspektive ein hochkarätiges Podium internationaler Experten.

Die in dieser Form erstmalige Kooperation der Auslandsinstitute der Max Weber Stiftung bildet den Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe, der »Stiftungskonferenz«, bei der einmal jährlich Forschungsfragen aus international vergleichendem Blickwinkel in einem der Institute betrachtet werden.

Die Tagung wird von einem fortlaufend aktualisierten Wissenschaftsblog begleitet und wird parallel zur Veranstaltung unter http://antisem19c.hypotheses.org/ live gestreamt. Der Programmflyer zur Stiftungskonferenz ist auch als PDF erhältlich.
 
Veranstaltungsort:
Deutsches Historisches Institut Paris
8 rue du Parc-Royal
75003 Paris
Tel. : +33 1 44 54 23 80
Anmeldung und zusätzliche Information:
Dunja Houelleu
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: DHouelleu@dhi-paris.fr
Tel: +33 (0)1 44 54 24 16

Joachim Turré
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
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news-2577 Mon, 07 Sep 2015 11:13:00 +0200 Deutsches Historisches Institut Moskau feiert zehnjähriges Jubiläum http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/deutsches-historisches-institut-moskau-feiert-zehnjaehriges-jubilaeum.html Das Deutsche Historische Institut Moskau feiert am 15. September 2015 im Staatlichen Historischen Museum in Moskau sein zehnjähriges Bestehen. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Festvortrag von Ulrich Herbert, Universität Freiburg, zu „Deutschland im 20. Jahrhundert“.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) gründete das Deutsche Historische Institut (DHI) Moskau 2005 auf Initiative und mit Unterstützung der Alfried-Krupp-von-Bohlen-und-Halbach-Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Im Jahr 2009 übernahm die MWS das Institut auch in ihre institutionelle Förderung. Das DHI Moskau fördert die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Historikerinnen und Historikern aus Russland und Deutschland. Es betreibt und koordiniert deutsch-russische Forschungsprojekte aus dem Bereich der Neueren und Neuesten Geschichte (16.-20. Jahrhundert) in globaler Perspektive.

Nach einem Brand im Gebäude des DHI Moskau sind die Institutsräumlichkeiten zurzeit für die Öffentlichkeit geschlossen. Das gesamte Forschungs-, Stipendien- und Veranstaltungsprogramm des Instituts wird jedoch unverändert fortgeführt.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen.

Das Deutsche Historische Institut Moskau ist ein Institut der Max Weber Stiftung. Sein Auftrag umfasst die Erforschung der Geschichte Russlands und seiner Beziehungen zu Deutschland im internationalen Zusammenhang und unter politischen, wirtschaftlichen wie kulturellen Aspekten sowie die Vermittlung der deutschen Geschichtswissenschaft in Russland sowie die Russlands in Deutschland.

 

Pressekontakt:

Maria Golovnya
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Historisches Institut Moskau
Prospekt Vernadskovo 103, Korp. 1, Büro 21
119525 Moskau
Telefon: +7 495 730 52 49
maria.golovnya(at)dhi-moskau.org

Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit 
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
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news-2576 Mon, 07 Sep 2015 10:44:00 +0200 Die Europäische Union – Zwischen Dauerkrise und „leiser Supermacht“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/die-europaeische-union-zwischen-dauerkrise-und-leiser-supermacht-1.html Die Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ findet am 21. September 2015 ab 18:30 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt und widmet sich dem Thema Europa. Nach dem kriegerischen 20. Jahrhundert wurde die Europäische Union zum Zwecke des Friedens, der Freiheit und des Wohlstandes gegründet. Mittlerweile ist sie mit 28 Mitgliedsstaaten zu einer „leisen Supermacht“ aufgestiegen (Moravcsik 2009) und misst sich als große Welthandelsmacht mit den USA, China und Indien. Die Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung gehören zur weltweiten Spitze. In ihrem Bestreben nach einer Verrechtlichung internationaler Beziehungen ist sie zudem eine der führenden Zivilmächte.

Die Attraktivität der Europäischen Union scheint deshalb für einige ihrer Nachbarländer ungebrochen. Beitrittskandidaten sind sogar bereit, erhebliche Anstrengungen aufzuwenden und viele Jahrzehnte zu warten, um Aussicht auf Aufnahme zu bekommen. Andererseits beherrschen Themen wie die Euro-Krise und die Haushaltslage in Griechenland zunehmend die öffentliche Diskussion. Manche sprechen in Anbetracht des wirtschaftlichen Gefälles, der trägen Koordination und der Vielzahl an Partikularinteressen der Mitgliedsstaaten sogar von einer „europäischen Dauerkrise“. In Großbritannien soll im nächsten Jahr ein Referendum über den Austritt aus der Europäischen Union stattfinden. Der Ausgang könnte zu einer erneuten Zerreißprobe für die Gemeinschaft werden. Aber auch Bürokratismus und die scheinbare Intransparenz der politischen Prozesse sind immer wieder geäußerte Kritikpunkte.

Welche unterschiedlichen Bewertungen der Europäischen Union gibt es unter den Mitgliedsstaaten? Wohin soll oder kann sich die Europäische Union weiterentwickeln? Sollen weitere Länder aufgenommen werden? Welche Rolle spielen hierbei Urteile und Vorurteile, die zurzeit insbesondere zwischen dem Norden und dem Süden bestehen? Und welche Erwartungen haben die osteuropäischen Staaten an Europas Zukunft? Sind divergierende Grundansichten möglicherweise die Motive für die Skepsis? Neigen wir als europäische Bürger vielleicht zu sehr dazu, besonders strenge Bewertungsmaßstäbe anzulegen und die Vorteile der Europäischen Union kleinzureden?

Diese und weitere Fragen diskutieren unsere Expertinnen und Experten aus historischer, wirtschaftlicher, politischer und soziologischer Perspektive. Ein Umtrunk im Anschluss gibt Gelegenheit zu weiterem Gedankenaustausch.

Diskutanten
Prof. Dr. Martin Baumeister, Deutsches Historisches Institut Rom, Max Weber Stiftung
Prof. Dr. Miloš Rezník, Deutsches Historisches Institut Warschau, Max Weber Stiftung
Prof. Dr. Christian Tomuschat, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Moderation: Anne Raith, Deutschlandfunk

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bei Herrn Denis Walter unter walter@maxweberstiftung.de wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zu den Referentinnen und Referenten finden Sie auf www.geisteswissenschaft-im-dialog.de.

Veranstaltungsort

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leibniz-Saal
Eingang: Markgrafenstr. 38
10117 Berlin

Hintergrund
Geisteswissenschaft im Dialog ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland ist eine bundes-unmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und forscht dezentral. Derzeit unterhält sie zehn Institute mit Standorten in Beirut, Istanbul, Kairo, London, Moskau, Neu-Delhi, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington. Mit ihren weltweit tätigen Instituten leistet die Max Weber Stiftung einen wesentlichen Beitrag zur Verständigung und Vernetzung zwischen Deutschland und den Gastländern bzw. -regionen. Indem sie sowohl den Dialog der Fachkulturen fördert als auch Beschäftigte aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenbringt, verstärkt sie die Internationalisierung der Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien. Sie vereint mehr als 1.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Gemeinsam engagieren sie sich für wissenschaftlichen Austausch, exzellente Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert mit dem Akademienprogramm das derzeit größte geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus organisiert die Akademienunion gemeinsame Veranstaltungen ihrer Mitgliedsakademien (u. a. den Akademientag) und beteiligt sich an der wissenschaftsbasierten Gesellschafts- und Politikberatung.

Pressekontakt:

 

Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Denis Walter
Geisteswissenschaft im Dialog
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 20
Fax: +49 (0)228 377 86 19
walter(at)maxweberstiftung.de
www.geisteswissenschaft-im-dialog.de
www.maxweberstiftung.de

Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Dr. Annette Schaefgen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstr. 22/23
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 325 98 73 70
Fax: +49 (0)30 325 98 73 73
schaefgen(at)akademienunion.de
www.akademienunion.de
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news-2568 Tue, 01 Sep 2015 09:27:00 +0200 Neue Ausstellung am Deutschen Historischen Institut London http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/neue-ausstellung-am-deutschen-historischen-institut-london.html Vom 10. September bis zum 5. November 2015 können Besucher die Ausstellung „Things We Know: Curators of our own history“ im Deutschen Historischen Institut London (DHI) besuchen. Am 9. September 2015 eröffnet Inge Weber-Newth (London Metropolitan University) mit einem Vortrag über "Home Ties: Objects in Migrants' Lives” die Ausstellung „Things We Keep“ am DHI London. „Things We Keep“ präsentiert Alltagsgegenstände von deutschen Einwanderern nach 1989. Zum 25. Jubiläumsjahr der Wiedervereinigung bringt sie so Ost und West zusammen.

An der gemeinsam von DHI London und King’s College London kuratierten Ausstellung ist auch der Künstler Rolf Sachs beteiligt. Im Mittelpunkt stehen Alltagsgegenstände, die deutsche Auswanderer in ihre neue Heimat nach Großbritannien mitgebracht haben. Das Projekt beschäftigt sich mit den Narrativen der Gegenstände und versucht zu erklären, warum wir diese Gegenstände wertschätzen. Einige der Objekte haben praktischen Wert, bei anderen erschließt sich die Bedeutung aus persönlichen Motiven und emotionalen Bindungen, aus Nostalgie. Das wissenschaftliche Konzept der Ausstellung basiert auf dem Forschungsfeld der Material Culture Studies. Weitere Informationen zu „Things We Keep“ kann man auf der Homepage des Projekts (www.thingswekeep.org) und auch über den dazugehörigen Twitteraccount (@thingswekeep) erfahren.

Eine Anmeldung zur Eröffnungsfeier ist noch bis zum 8. September 2015 hier möglich.

 

Die Max Weber Stiftung fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen.

 

Das Deutsche Historische Institut London ist ein Institut der Max Weber Stiftung. Sein Auftrag umfasst die vergleichende Erforschung der Geschichte Großbritanniens und Deutschlands, der Geschichte des British Empire und des Commonwealth sowie der deutsch-englischen Beziehungen unter politischen, wirtschaftlichen wie kulturellen Aspekten.

 


Pressekontakt:

 

Dr. Tobias Becker
Pressereferent
Deutsches Historisches Institut London
17 Bloomsbury Square
London WC1A 2NJ
Großbritannien
Tel. +44-(0)20-73092016
Fax +44 (0)20 7309 2055
becker(at)ghil.ac.uk 

Joachim Turré
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news-2530 Mon, 03 Aug 2015 16:38:00 +0200 Neuer Forschungsschwerpunkt zum Verhältnis von Mensch, Medizin und Technik in der Türkei http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/neuer-forschungsschwerpunkt-zum-verhaeltnis-von-mensch-medizin-und-technik-in-der-tuerkei.html Das Orient-Institut Istanbul baut gemeinsam mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie ein neues Forschungsfeld zum Thema „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ auf. Rasante und dynamische Entwicklungen in Wissenschaft, Medizin und Technik stellen moderne Gesellschaften vor neue Herausforderungen. Daraus ergeben sich Fragen, wie diese Entwicklungen sozio-technische, sozio-kulturelle und sozio-politische Prozesse beeinflussen. Für eine junge und dynamische Gesellschaft wie die türkische sind diese Fragen besonders wichtig. Daher baut das Orient-Institut Istanbul das neue Forschungsfeld „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ unter der Leitung der Dipl.-Soz.-Wiss. Melike Şahinol auf.

Aufgabe des Forschungsfeldes ist es, diese Prozesse systematisch zu untersuchen und dabei die Folgen dieser Dynamiken für Mensch und Gesellschaft zu verstehen. Innerhalb dieses Forschungsfeldes werden beispielsweise Technik-Körper-Konfigurationen und Aushandlungsprozesse über Gestalt und Wesen des Menschen behandelt. Darunter fallen Themen wie „Optimierung“ des Menschen, z. B. durch Körpermodifikationen wie Schönheitsoperationen, aber auch durch Monitoring von Vitalparametern (Self-Tracking), Reproduktionstechnologien sowie Formen der Manipulation des menschlichen Erbguts. Zentraler Kooperationspartner ist das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie.

Das Orient-Institut Istanbul ist ein turkologisches und regional-wissenschaftliches Forschungsinstitut im Verbund der Max Weber Stiftung. In enger Kooperation mit türkischen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern widmet sich das Institut einer Vielzahl unterschiedlicher Forschungsgebiete.

 

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news-2476 Wed, 24 Jun 2015 09:43:00 +0200 125 Jahre im Dienst der Geschichtswissenschaft http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/125-jahre-im-dienst-der-geschichtswissenschaft.html Das Deutsche Historische Institut (DHI) in Rom feierte 2013 mit einem umfangreichen Programm sein 125-jähriges Bestehen. Eine Ausstellung in der Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz, blickt nun auf die wechselvolle Geschichte des römischen Instituts zurück. Die dokumentarische Ausstellung ermöglicht einen Überblick über die Geschichte des Instituts von seinen Anfängen 1888 als „Königlich Preußische historische Station“ bis in die Gegenwart. Sie war ursprünglich im Foyer des Instituts in Rom zu sehen. Am 6. Juli 2015 wird die Ausstellung in der Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz, von Prof. Dr. Claudius Geisler, Generalsekretär der Akademie, und Prof. Dr. Martin Baumeister, Direktor des DHI in Rom eröffnet. Der frühere Direktor, Prof. Dr. Michael Matheus (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) stellt die gemeinsame Kooperation zwischen DHI und Akademie vor, bei der die Inschriften der deutschen "Nationalkirche" Santa Maria dell'Anima in einem knapp dreijährigen Projekt wissenschaftlich bearbeitet und ediert wurden. Für die Mainzer Station wurde die Ausstellung um diesen Teil erweitert. Die Konzeption und Kuratierung der Ausstellung lagen in den Händen von Dr. Kai Michael Sprenger (Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.), der die Ausstellung zudem in einer Publikation dokumentiert hat.

„Ein Forschungsinstitut mit großen, gelehrten Aufgaben“ – Die Geschichte des Deutschen Historischen Instituts in Rom, gegr. 1888

Ausstellung vom 7. Juli bis 13. November 2015, Öffnungszeiten: Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-13 Uhr
Ausstellungseröffnung: 6. Juli 2015, 18 Uhr
Akademie der Wissenschaften und Literatur, Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz

Das Deutsche Historische Institut in Rom ist das älteste deutsche Auslandsinstitut. Heute ist es Teil der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS). Zu den Kernaufgaben des Instituts zählen Unternehmungen historischer Grundlagenforschung. In diesem Zusammenhang werden umfangreiche Bestände, insbesondere des Vatikanischen Geheimarchivs, der Forschung zugänglich gemacht. Das Institut stellt seine wissenschaftlichen Ergebnisse durch die Herausgabe von Publikationen zur Verfügung. Der Austausch von italienischen und deutschen Wissenschaftler/innen wird zudem durch die Organisation von Tagungen, Kolloquien und Öffentlichen Vorträgen gefördert. Die Musikgeschichtliche Abteilung des DHI Rom nimmt einen festen Platz in der italienischen Musikwissenschaft ein.

Die 1949 gegründete Akademie der Wissenschaften und der Literatur vereint als einzige Wissenschaftsakademie in Deutschland Wissenschaftler, Schriftsteller und seit 2009 auch Musiker in ihren drei Klassen unter einem Dach. Ihre Ordentlichen Mitglieder werden aus dem gesamten Bundesgebiet gewählt. Forschungsschwerpunkte der Akademie sind im geisteswissenschaftlichen Bereich vor allem umfangreiche Editions- und Wörterbuchprojekte, die Erstellung von Lexika sowie Dokumentationen. Im naturwissenschaftlichen Bereich dominieren langjährige Beobachtungen auf den Gebieten der Viren- und der Klimaforschung sowie der biologischen Grundlagenforschung. Darüber hinaus koordiniert die Akademie in Mainz zahlreiche große Gesamtausgaben bedeutender Komponisten.

 

Pressestelle der Akademie der Wissenschaften und Literatur, Mainz
Petra Plättner
Geschwister-Scholl-Straße 2
55131 Mainz
Telefon: 06131/577 102
Fax: 06131/577 103
E-Mail: petra.plaettner(at)adwmainz.de
www.adwmainz.de
http://www.maxweberstiftung.de/

Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel:   +49 (0)228 377 86 16
Fax:  +49 (0)228 377 86 19
turre(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

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news-2439 Fri, 05 Jun 2015 16:14:00 +0200 WeberWorldCafé „Museum, Power, and Identity“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/weberworldcafe-museum-power-and-identity.html Die Max Weber Stiftung, das Programm „Art Histories and Aesthetic Practices“ am Forum Transregionale Studien sowie die Staatlichen Museen zu Berlin laden Sie herzlich ein, über die Herausforderungen der Ausstellung von Kunst und materieller Kultur aus der ganzen Welt zu debattieren. Wie können Kunstwerke, Artefakte oder Gegenstände aus der ganzen Welt heute ausgestellt werden, ohne in umstrittene Kategorien wie „Europa“ und „das Andere“ zu fallen? Wie kann man sinnvoll mit der Unterscheidung zwischen Kunst und Ethnologie oder auch zwischen Kunst und materieller Kultur umgehen? Wie können wir etablierte Narrative korrigieren und die Rolle der Museen neu definieren? Und was sind alternative Erzählperspektiven, Traditionen und Konzepte?

In offenen Tischgesprächen werden WissenschaftlerInnen KuratorInnen und KünstlerInnen aus Amsterdam, Berlin, Delhi, Poitiers, Pretoria, New York und Wien mit den TeilnehmerInnen diskutieren, welche kolonialen Biographien die Ausstellungsstücke in sich tragen, wie Rituale als performative Akte eines Objekts ausgestellt werden können, aber auch, wie juristische Debatten über rechtmäßigen Besitz und Rückgabeforderungen heute geführt werden.

Das mittlerweile dritte WeberWorldCafé „Museum, Power, and Identity“ findet am 11. Juni 2015 von 15–20 Uhr in den Museen Dahlem statt. Debattiert wird auf Deutsch und Englisch. Die Veranstaltung beginnt mit Führungen durch vier verschiedene Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin in Dahlem. Umfangreiche Informationen zu den ExpertInnen sowie den inhaltlichen Schwerpunkten und dem Veranstaltungsformat finden Sie auf unserem Blog wwc.hypotheses.org.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir Sie um eine Anmeldung bis zum 10. Juni 2015 unter schifferdecker(at)maxweberstiftung.de.

Die Max Weber Stiftung fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn Institute, in Beirut, Istanbul, London, Moskau, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington sowie Forschergruppen in Kairo, Hongkong und Neu-Delhi. Mit ihrer Infrastruktur bieten die Institute beste Voraussetzungen für exzellente Forschung. Ihr wissenschaftlicher Auftrag ist dem jeweiligen Land bzw. der Region ihres Standorts verpflichtet.

Das Forum Transregionale Studien in Berlin ist eine Forschungsorganisation zur inhaltlichen Internationalisierung der Sozial- und Geisteswissenschaften. Das Forum eröffnet Freiräume für die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit unterschiedlichen regionalen und disziplinären Perspektiven und beruft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt als Fellows. Das am Forum angesiedelte Forschungsprogramm Art Histories and Aesthetic Practices. Kunstgeschichte und ästhetische Praktiken zielt darauf, kunsthistorische Forschung jenseits der traditionellen Grenzziehungen auf einen globalen Horizont zu öffnen.

Die Staatlichen Museen zu Berlin bilden mit ihren über Generationen gewachsenen Einrichtungen ein Universalmuseum zur Bewahrung, Erforschung und Vermittlung von Kunst- und Kulturschätzen der gesamten Menschheitsgeschichte. Ihre Sammlungen umfassen Bereiche der europäischen und außereuropäischen Kunst, Archäologie und Ethnologie nahezu aller Nationen, Kulturen und Zeiten. Die Staatlichen Museen zu Berlin gehören zusammen mit der Staatsbibliothek, dem Geheimen Staatsarchiv, dem Ibero-Amerikanischen Institut und dem Staatlichen Institut für Musikforschung mit dem Musikinstrumenten-Museum zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

 

Gesche Schifferdecker, M.A.
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel:   +49 (0)228 377 86 25
Fax:  +49 (0)228 377 86 19
schifferdecker(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de
www.forum-transregionale-studien.de
www.smb.museum.de

 

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news-626 Mon, 01 Jun 2015 12:13:00 +0200 Humanwissenschaften im 21. Jahrhundert http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/humanwissenschaften-im-21-jahrhundert-1.html »Reimers Konferenzen Revisited« − Arbeitstagung im Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main Wie beeinflussen die Regionalwissenschaften die systematischen Disziplinen? Welche Wirkung haben Methoden und Erkenntnisse etwa der Japanologie oder der Amerikanistik auf die Wirtschafts- oder die Geschichtswissenschaften − und vice versa? Wie wird die klassische Rechtswissenschaft im Zuge der Globalisierung durch immer deutlicher erkennbare Pluralisierung des Rechts, also die Konkurrenz, Kollision und Überlagerung verschiedener rechtlicher Ordnungen beeinflusst und wie wirkt sie selbst auf diese Prozesse?

Diese und andere Fragen zur Entwicklung und den Aufgaben der Humanwissenschaften heute sind das Thema der Tagung »Reimers Konferenzen Revisited« am 7. und 8. Juni 2015 im Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt in Bad Homburg. Das Direktorium des Forschungskollegs lädt ‒ gemeinsam mit dem Exzellenzcluster »Die Herausbildung normativer Ordnungen« der Goethe-Universität, dem Berliner Forum für Transregionale Studien und der Max Weber Stiftung – zu dieser Arbeitstagung ein.

Die beteiligten Partner greifen mit dieser Veranstaltung Themen auf, die Gegenstand der »Werner Reimers Konferenzen« in den 1990er Jahren waren. Die Akteure von damals (Michael Werner, Klaus Günther, Mamadou Diawara, Shalini Randeria, Rudolf Stichweh, Gisela Trommsdorff) werden mit heutigen Fachvertreterinnen und Fachvertretern (Thomas Duve, Andreas Eckert, Friederike Pannewick, Balasz Trenscenyi u.a.) diskutieren, inwieweit sich die Forschungsfelder im Bereich der »Humanwissenschaften« in den vergangenen 20 Jahren verändert haben.

Von 1996 bis 2001 kam eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen und Generationen zu den »Werner Reimers Konferenzen« in der Bad Homburger Werner Reimers Stiftung zusammen. Im Auftrag der großen wissenschaftsfördernden Institutionen der Bundesrepublik sollten sie im angehenden 21. Jahrhundert nach »innovativen Fragestellungen in der Wissenschaft«  suchen. Sie verfolgten das Ziel, die entscheidenden Merkmale und Entwicklungstendenzen der Gegenwart zu benennen und die entsprechenden neuen Forschungsfelder und -desiderate zu umreißen. Außerdem sollten sie aufzeigen, wie die Wissenschaften, insbesondere die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, organisiert sein müssen, um diese neuen, oftmals inter- und transdisziplinären Fragestellungen zu bearbeiten.

Als Ergebnis entstanden zwei Berichte, die in der Schriftenreihe »Suchprozesse für innovative Fragestellungen in der Wissenschaft« der Werner Reimers Stiftung veröffentlicht wurden. Ihre wissenschaftspolitischen Empfehlungen gingen in Stellungnahmen des Wissenschaftsrates zur Entwicklung der Geisteswissenschaften (2006), der Regionalstudien (2006) sowie der Rechtswissenschaft (2012) ein und werden auch im Rahmen der aktuellen Arbeitstagung erneut diskutiert:

1. Michael Lackner, Michael Werner: »Der ‚cultural turn‘ in den Humanwissenschaften. Area Studies im Auf- oder Abwind des Kulturalismus«, hg. vom Programmbeirat der Werner Reimers Konferenzen (1999) [http://www.perspectivia.net/content/publikationen/ads/wrk2/?searchterm=Reimers]

2. Klaus Günther, Shalini Randeria: »Recht, Kultur und Gesellschaft im Prozeß  der Globalisierung«, hg. vom Programmbeirat der Werner Reimers Konferenzen (2001) [http://www.perspectivia.net/content/publikationen/ads/wrk4/?searchterm=Reimers]

Die verantwortliche Koordinatoren der Tagung sind der Historiker Martin Baumeister (Max Weber Stiftung, Deutsches Historisches Institut Rom), der Afrikawissenschaftler Andreas Eckert (Humboldt-Universität Berlin, Forum Transregionale Studien) und der Rechtsphilosoph Klaus Günther (Forschungskolleg Humanwissenschaften, Exzellenzcluster »Die Herausbildung normativer Ordnungen«). Die Ergebnisse der Veranstaltung werden in einem Bericht veröffentlicht.

Die Tagung ist presseöffentlich. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung.

Kontakt und Information

Klaus Günther
Direktorium
Forschungskolleg Humanwissenschaften,
k.guenther(at)jur.uni-frankfurt.de

Ingrid Rudolph
Geschäftsführung
Forschungskolleg Humanwissenschaften
der Goethe-Universität
Am Wingertsberg 4
61348 Bad Homburg
i.rudolph(at)forschungskolleg-humanwissenschaften.de
Tel.: +49 6172 13977-10

Die Pressemitteilung können Sie auch als PDF herunterladen.

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news-2417 Wed, 20 May 2015 10:03:00 +0200 Weltweites Forschungsnetzwerk der Max Weber Stiftung online zugänglich http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/weltweites-forschungsnetzwerk-der-max-weber-stiftung-online-zugaenglich.html Eine neue Datenbank bietet ab sofort einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Forschungsprojekte, Langzeitvorhaben und Grundlagenforschungen der deutschen geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute und Forschungsgruppen der Max Weber Stiftung. Die Datenbank macht Informationen zu involvierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, thematischer Ausrichtung des Forschungsprojekts, zu regionalen Schwerpunktsetzungen, untersuchten Epochen und einbezogenen Disziplinen für jedermann zugänglich. Die Projektübersichten enthalten einen kurzen inhaltlichen Abriss und stellen beteiligte sowie fördernde Institutionen vor. Vom Promotionsvorhaben bis zum internationalen Verbundprojekt wird damit das weltweit einmalige Netzwerk der Max Weber Stiftung anschaulich.Die Projektdatenbank ermöglicht Recherchen in den Kategorien „Themengebiet“, „Ort“, „Fach“  und „Epoche“ sowie nach Stichworten. Eine institutsspezifische Suche ist ebenfalls möglich. Die Projektdatenbank ist ab sofort unter www.maxweberstiftung.de/themen/projektdatenbank abrufbar. Die Max Weber Stiftung – Deutsches Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn Institute, in Beirut, Istanbul, London, Moskau, Paris, Rom, Tokyo, Warschau und Washington sowie Forschergruppen in Kairo, Hongkong und Neu-Delhi. Mit ihrer Infrastruktur bieten die Institute beste Voraussetzungen für exzellente Forschung. Ihr wissenschaftlicher Auftrag ist dem jeweiligen Land bzw. der Region ihres Standorts verpflichtet. 

 Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel:   +49 (0)228 377 86 16
Fax:  +49 (0)228 377 86 19
turre(at)maxweberstiftung.de
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news-2335 Thu, 23 Apr 2015 11:07:00 +0200 Bislang unveröffentlichte Wehrmachtsakten jetzt online zugänglich http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/bislang-unveroeffentlichte-wehrmachtsakten-jetzt-online-zugaenglich.html Am 29. April 2015 findet im Museum der Streitkräfte in Moskau ein feierlicher Eröffnungsakt anlässlich der Onlinepublikation von Wehrmachtsakten aus dem Zentralen Archiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation (CAMO) statt. Anlässlich der Veröffentlichung von zuvor nicht zugänglichen Akten der Wehrmacht aus russischen Archiven lädt die Max Weber Stiftung mit dem Deutschen Historischen Institut (DHI) Moskau gemeinsam mit dem Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation und der Russischen Historischen Gesellschaft zu einem feierlichen Eröffnungsakt am 29. April 2015 um 12 Uhr in das Museum der Streitkräfte in Moskau ein. Von russischer Seite sind Duma-Präsident Sergej Jewgenjewitsch Naryschkin, der sich persönlich für dieses Projekt eingesetzt hat, und der Chef des Zentralarchivs des russischen Verteidigungsministeriums Igor Albertowitsch Permjakow zugegen. Für die deutsche Seite werden der Präsident der Max Weber Stiftung, Professor Dr. Hans van Ess, und der Direktor des DHI Moskau, Professor Dr. Nikolaus Katzer, sprechen.

Das DHI Moskau arbeitet mit seinen russischen Partnern seit Anfang 2014 an dem Projekt. Der Bestand der deutschen Dokumente im Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums umfasst ca. 28.000 Akten und ist insgesamt in 50 Findbücher gegliedert. Nach dem Abschluss der ersten Projektphase werden am 29. April 2015 die für die Forschung besonders wichtigen Unterlagen des Oberkommandos der Wehrmacht (271 Akten) und des Heeres (988 Akten) sowie der Heeresgruppe Mitte (852 Akten) weitgehend online zugänglich gemacht. Ausgenommen sind bislang großformatige Karten, deren Digitalisierung besonders aufwändige Technologien erfordert. In einer zweiten Projektphase folgen in Kürze die Bestände der Heeresgruppe „Weichsel“ (54 Akten), des Amts Ausland/Abwehr im OKW (52 Akten), der Waffen-SS und Polizei (120 Akten) sowie Beutedokumente der Aufklärungsverwaltung beim Generalstab der Roten Armee –GRU (332 Akten).

Prof. Dieter Pohl von der Universität Klagenfurt, der wohl beste Kenner der deutschen Besatzungspolitik in der Sowjetunion und des Holocaust, hält diese neuen Akten für unverzichtbar, „ergänzen sie doch genau die Bestände, die im Bundesarchiv in Freiburg bislang fehlen“.

Weltkriegsspezialist Prof. Bernd Wegner von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg setzt große Hoffnungen in die Untersuchung der Dokumente von Wehrmachtseinheiten unterhalb der Divisionsebene, galt doch deren Überlieferung bislang als weitgehend verschollen bzw. vernichtet.

Zur Sicherung der Bestände werden die Akten in digitalisierter Form dem Bundesarchiv Koblenz übergeben und zusätzlich auf perspectivia.net, der Publikationsplattform der Max Weber Stiftung, veröffentlicht.

Weitere Informationen zum CAMO-Projekt und anderen Vorhaben des DHI Moskau zur Digitalisierung deutscher Akten in Russland finden Sie unter:

http://www.germandocsinrussia.org/de/nodes/1-russisch-deutsches-projekt-zur-digitalisierung-deutscher-dokumente-in-den-archiven-der-russischen-foderation

Die Max Weber Stiftung (MWS) fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen.

 

Das Deutsche Historische Institut in Moskau (DHI Moskau) setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2005 dafür ein, die wissenschaftliche Zusammenarbeit von Historikerinnen und Historikern aus Russland und Deutschland zu fördern. Es ist eines von insgesamt zehn geisteswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen im Ausland, die unter dem Dach der in Bonn ansässigen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Max Weber Stiftung stehen und in ihren jeweiligen Gastländern ähnliche Zielsetzungen verfolgen.

Kontakt:

Maria Golovnya
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Historisches Institut Moskau 
Telefon: +7 495 730 52 49
maria.golovnya@dhi-moskau.org

Joachim Turré M. A.
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
turre(at)maxweberstiftung.de
Tel.:   +49 (0)228 377 86 16
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn

 

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news-2229 Mon, 09 Mar 2015 14:25:00 +0100 Das Blogportal de.hypotheses.org feiert dreijähriges Bestehen http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/das-blogportal-dehypothesesorg-feiert-dreijaehriges-bestehen.html Wandel in der Kommunikations- und Publikationskultur der Geistes- und Sozialwissenschaften Das Blogportal de.hypotheses.org wurde am 9. März 2012 auf Initiative des DHI Paris und gemeinsam mit dem französischen Partner OpenEdition ins Leben gerufen. Es ist das deutschsprachige Portal der europäischen Blogplattform hypotheses.org und bietet Forschenden der Geistes- und Sozialwissenschaften die Möglichkeit, ihre „Forschung im Entstehen“ zugänglich zu machen, sich auszutauschen und sich zu vernetzen. Die Blogger-Community von de.hypotheses.org wächst stetig. Aktuell umfasst de.hypotheses.org rund 260 wissenschaftliche Blogs und hat monatlich über 70.000 unterschiedliche Leserinnen und Leser. Das Portal bietet eine qualitätsgestützte Umgebung für das wissenschaftliche Bloggen an: Die kostenfreie Plattform versammelt Wissenschaftsblogs unter einem Dach, sorgt für eine größere Sichtbarkeit und für die Archivierung der Inhalte. Durch die Vergabe von ISSN werden die Blogs in der Zeitschriftendatenbank verzeichnet und bibliothekarisch formal als gleichwertiges Format für wissenschaftliche Publikationen anerkannt. Das Community Management wird von der Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung in Bonn und vom DHI Paris geleistet.

Die schnelle, offene und interaktive Kommunikations- und Publikationskultur in Wissenschaftsblogs behauptet zunehmend ihren Platz in unserer Forschungskultur. Wissenschaftliche Blogs sind ein neues Genre, in dem Forschergruppen oder Einzelpersonen ihre Forschung dokumentieren. Zudem stellen Blogs in Form von Forschungstagebüchern nützliche Werkzeuge zur Selbstreflexion des Forschungsprozesses dar und verändern die alltägliche wissenschaftliche Arbeit. Forschungsergebnisse in Blogs sind direkt im Internet zugänglich und ermöglichen den Dialog mit der Fachcommunity sowie mit der interessierten Öffentlichkeit.

In den bestehenden drei Jahren hat sich die geistes- und sozialwissenschaftliche Blogosphäre erheblich verändert, erweitert und professionalisiert. Dass ein Wissenschaftsblog mittlerweile ein legitimer und ernstzunehmender Publikationsort ist, zeigen zahlreiche Blogbeiträge, die Forschungsergebnisse publizieren und in Inhalt, Stil, Zitierweise etc. begutachteten Zeitschriftenaufsätzen in nichts nachstehen. Herausragendes Beispiel dafür: Am 10. Februar 2015 veröffentlichte der Aachener Archivar Klaus Graf in dem Frühneuzeit-Blog der RWTH einen bedeutenden Handschriftenfund des 15. Jahrhunderts. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Geisteswissenschaften, dass eine solche Entdeckung nicht in einer Fachzeitschrift, sondern in einem wissenschaftlichen Blog publiziert wurde.

In einem nächsten Schritt werden die Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung und das DHI Paris mit der Etablierung von Open Peer Review-Verfahren dem Wissenschaftsbloggen zu weiterer Anerkennung verhelfen.

Weitere Informationen:

Das DHI Paris ist Teil der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und ist eine Schnittstelle zwischen deutscher und französischer Geschichtswissenschaft. Zu seinen Aufgaben gehört die Durchführung und Veröffentlichung von Forschungen zur französischen, deutsch-französischen und westeuropäischen Geschichte.

Das Institut verfügt über eine mit ca. 110 000 Medieneinheiten ausgestattete Spezialbibliothek und veranstaltet Vorträge, Seminare und Tagungen. Das DHIP gibt die Fachzeitschrift Francia sowie mehrere Buchreihen heraus. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich des elektronischen Publizierens in Form von e-Journals, auf Publikationsplattformen und durch andere Online-Projekte. Von großer Bedeutung für die Vernetzung von deutscher und französischer Wissenschaft ist auch die Nachwuchs- und Forschungsförderung des Instituts durch verschiedene Fellow- und Förderprogramme.


Kontakt:

Dunja Houelleu
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
dhouelleu@dhi-paris.fr 
Durchwahl: +33 (0)1 44 54 24 16
Deutsches Historisches Institut Paris
8 rue du Parc-Royal
75003 Paris

Joachim Turré M. A.
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
turre(at)maxweberstiftung.de
Tel.:   +49 (0)228 377 86 16
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn

 

Die Max Weber Stiftung fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute und zwei Forschungsgruppen im Ausland. Mit ihrer Infrastruktur bieten die Institute beste Voraussetzungen für exzellente Forschung. Ihr wissenschaftlicher Auftrag ist dem jeweiligen Land bzw. der Region ihres Standorts verpflichtet.

 

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news-2215 Mon, 02 Mar 2015 10:00:00 +0100 Migration und ihre Folgen – Forschende diskutieren die Wanderung von Bildern und Ideen http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/migration-und-ihre-folgen-forschende-diskutieren-die-wanderung-von-bildern-und-ideen.html Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris und das Warburg Institute London laden vom 13.-14. März 2015 gemeinsam mit dem Warburg-Haus Hamburg, dem Institut für Kunst- und Bildwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Kunsthistorischen Institut Florenz zu der Jahreskonferenz ihres internationalen Verbundprojekts „‚Bilderfahrzeuge‘ – Aby Warburg’s Legacy and the Future of Iconology“ mit dem Thema „Bilderfahrzeuge: On the Migration of Images, Forms and Ideas“ ein. Vom 13.-14. März 2015 präsentiert sich das internationale und interdisziplinäre Verbundprojekt „‚Bilderfahrzeuge‘. Aby Warburg's Legacy and the Future of Iconology“ (www.bilderfahrzeuge.org) zum ersten Mal vor einem größeren Fachpublikum und lädt ein zu einem Dialog zu den verschiedenen Forschungsfeldern, die innerhalb des Verbundes berührt werden. Die Konferenz „‚Bilderfahrzeuge‘: On the Migration of Images, Forms and Ideas“ findet im Warburg Institute in London statt und greift die Frage nach der Wanderung von Bildern, Formen und Ideen mittels der von Aby Warburg (1866-1929) geprägten Metapher „Bilderfahrzeuge“ auf und stellt sie zur Diskussion. Die Schwerpunkte der einzelnen Vorträge reichen von kunsthistorischen Studien und textanalytischen Ansätzen bis hin zu historiographischen Problemen und methodischen Fragestellungen. Zum Thema werden u. a. offensichtlich mobile Bildgegenstände wie Teppiche, Drucke und Münzen, die als „Bilderfahrzeuge“ zeitlich und geographisch weit entfernte Räume durchmessen, aber auch vermeintlich statische Objekte wie Grabmäler, die sich als nicht weniger dynamische Bildfelder erweisen. Nachgegangen wird insgesamt der Migration von Formen und Motiven für den künstlerischen Schaffensprozess sowie der Frage, wie derartige „Bilderfahrzeuge“ zusammenfinden.

Das Projekt „Bilderfahrzeuge“ wird seit 2013 für zunächst fünf Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von einem Verbund führender europäischer Forschungsinstitute der Kunst- und Kulturgeschichte durchgeführt: Dies sind neben dem Warburg Institute in London das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris - Max Weber Stiftung (Andreas Beyer/Sprecher), das Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt Universität zu Berlin (Horst Bredekamp), das Kunstgeschichtliche Seminar (Warburg-Haus) der Universität Hamburg (Uwe Fleckner), das Kunsthistorische Institut in Florenz – Max Planck Institut (Gerhard Wolf).

“Bilderfahrzeuge”: On the Migration of Images, Forms and Ideas
13.-14. März 2015, Warburg Institute in London (Woburn Square, London WC1H 0AB)

Die Konferenz findet in englischer Sprache statt. Programm und Anmeldung bis zum 10. März 2015 finden Sie unter folgendem Link: http://store.london.ac.uk/browse/extra_info.asp?compid=1&modid=5&catid=38&prodid=802

Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte (DFK) Paris unterstützt die deutschsprachige Frankreichforschung  und befördert das Interesse der französischen Geisteswissenschaften an der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Kunst in Deutschland und der deutschsprachigen Kunstgeschichte. Von der Kunst des Mittelalters bis zur Gegenwart reichen die Themen, die im Rahmen von Forschungsprojekten, Stipendienprogrammen und Publikationsreihen von einer internationalen Forschergemeinschaft bearbeitet werden. Das DFK ist Teil der Max Weber Stiftung.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland sowie zwei Forschergruppen. Mit ihrer Infrastruktur bieten die Institute beste Voraussetzungen für exzellente Forschung. Ihr wissenschaftlicher Auftrag ist dem jeweiligen Land bzw. der Region ihres Standorts verpflichtet.


 

 

Joachim Turré
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news-2180 Tue, 10 Feb 2015 07:46:00 +0100 Max Weber Stiftung eröffnet Büro in Indien http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/max-weber-stiftung-eroeffnet-buero-in-indien.html Am 14. Februar 2015 findet die Einweihung des Büros der Max Weber Stiftung am India International Centre in Neu-Delhi statt. Seine Räumlichkeiten stehen der Transnationalen Forschungsgruppe (TRG) „Armut und Bildung in Indien” zur Verfügung. Aus Anlass der Einweihung findet am 14. Februar 2015 am India International Centre in Neu-Delhi eine Podiumsdiskussion zum Thema „Education for the Poor: The Politics of Poverty and Social Justice” statt. Im Anschluss hält Carlos Alberto Torres, Professor für Bildung an der University of California, Los Angeles, einen Vortrag über „Neoliberalism, Globalization Agendas and Banking Educational Policy: Is Popular Education an Answer?”.

Die Transnational Research Group (TRG) „Poverty Reduction and Policy for the Poor between the State and Private Actors: Education Policy in India since the Nineteenth Century” wurde 2013 unter der Leitung des Deutschen Historischen Instituts (DHI) London in Kooperation mit dem King’s India Institute am King’s College in London und dem Centre for Modern Indian Studies (CEMIS) an der Universität Göttingen gegründet und verfügt über einen jährlichen Etat von 500.000 Euro. Die Mitglieder der Forschungsgruppe widmen sich der wechselseitigen Beeinflussung von Armut und Bildung in Indien seit dem 19. Jahrhundert. Als Partner vor Ort konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Centre for Historical Studies und des Centre for Educational Studies der Jawaharlal Nehru University sowie des außeruniversitären Centre for the Study of Developing Societies gewonnen werden.

Trotz eines beeindruckenden wirtschaftlichen Wachstums lebt in Indien noch immer ein großer Teil der Bevölkerung in Armut. Zugang zu Bildung zu schaffen, ist eine der wichtigsten Strategien zur Armutsbekämpfung. Die TRG trägt zu dieser aktuellen Debatte bei, indem sie Bildung in Indien historisch erforscht. Derzeit besteht sie aus 12 Doktoranden und Postdoktoranden sowie aus Partnern an verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland, Großbritannien und Indien. Sie ist interdisziplinär ausgerichtet und will die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern intensivieren.

Weitere Informationen zur Veranstaltung am 14. Februar 2015 sowie zur TRG finden Sie unter: www.ghil.ac.uk/trg_india.html

Die Max Weber Stiftung fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsgruppen.

Das Deutsche Historische Institut London ist ein Institut der Max Weber Stiftung. Sein Auftrag umfasst die vergleichende Erforschung der Geschichte Großbritanniens und Deutschlands, der Geschichte des British Empire und des Commonwealth sowie der deutsch-englischen Beziehungen unter politischen, wirtschaftlichen wie kulturellen Aspekten.


Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
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www.maxweberstiftung.de

Dr. Tobias Becker
Pressereferent
Deutsches Historisches Institut London    
17 Bloomsbury Square
London WC1A 2NJ
Großbritannien
Tel. +44 (0)20 7309 2016
Fax +44  (0)20 7309 2055
public_relations(at)ghil.ac.uk
www.ghil.ac.uk



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news-2177 Sat, 31 Jan 2015 12:21:00 +0100 Brand im Gebäude des DHI Moskau http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/brand-im-gebaeude-des-dhi-moskau.html Von einem Großbrand in der Bibliothek des Academic Institute of Scientific Information on Social Sciences (INION) in der Nacht von Freitag auf Samstag ist auch das DHI Moskau, das im gleichen Gebäude untergebracht ist, betroffen. Es gab nach bisherigem Informationsstand keine Personenschäden, da der Brand am Abend ausgebrochen ist. Ein direkter Brandschaden in den Räumlichkeiten des DHI Moskau sei nicht entstanden, so die stellvertretende Direktorin des Instituts, Sandra Dahlke. Jedoch stehe zu befürchten, dass auch im Gebäudeteil des DHI Moskau erhebliche Wasser- und Rauchschäden entstanden seien. Momentan kann das Gebäude nicht betreten werden. Sobald die Feuerwehr abgezogen ist, wird das Gebäude durch einen Sicherheitsdienst bewacht.

Die E-Mail-Server des Instituts wurden beim Brand beschädigt, weswegen die dienstlichen E-Mail-Adressen mit Endung @dhi-moskau.org bis auf weiteres nicht funktionieren.

Kontakt

Joachim Turré
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news-2135 Thu, 22 Jan 2015 09:59:00 +0100 Mareike König wird Gastprofessorin an der Universität Wien http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/mareike-koenig-wird-gastprofessorin-an-der-universitaet-wien.html Mareike König, Leiterin der Digital Humanities und der Abteilung 19. Jahrhundert am DHI Paris, wird im kommenden Sommersemester als Gastprofessorin im Bereich Digital Humanities am Institut für Geschichte der Universität Wien lehren. Das neue Masterstudium Geschichte der Universität Wien richtet einen Schwerpunkt Digital Humanities mit vier Lehrveranstaltungen ein. Die Studierenden werden dabei in computerbasierte Verfahren und Methoden bei der Bearbeitung geisteswissenschaftlicher Fragestellungen sowie in die systematische Verwendung digitaler Ressourcen eingeführt.

Diese Gastprofessur bereitet die erstmalige Ausschreibung einer gleichnamigen Professur vor, die voraussichtlich noch im 1. Halbjahr 2015 erfolgen wird.

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news-2126 Mon, 19 Jan 2015 11:53:00 +0100 Internationale Forschung setzt auf Cloud-Anwendung von DARIAH-DE http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/internationale-forschung-setzt-auf-cloud-anwendung-von-dariah-de.html Die Max Weber Stiftung und das von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen koordinierte Projekt DARIAH-DE bauen ihre Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung von digitalen Forschungsinfrastrukturen weiter aus. In den vergangenen Monaten haben Vertreter beider Organisationen im Rahmen von Workshops u. a. Rechts- und Lizenzfragen der Nutzung von digitalen Forschungsdaten sowie die Entwicklung von benutzerfreundlichen digitalen Werkzeugen erörtert. Seit dem Herbst 2014 nutzen mehr als 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max Weber Stiftung eine Cloud-Speicher-Anwendung von DARIAH-DE (Digital Research Infrastructures for the Arts and Humanities), die von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) gehostet wird. Hierdurch haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit, ortsungebunden an ihren Daten zusammenzuarbeiten und diese zu speichern. Die Einbeziehung von Praxiserfahrungen der Forschenden ermöglicht zudem eine nutzergesteuerte Weiterentwicklung der Anwendung. Neben der Datensicherheit und -integrität spielt dabei besonders die einfache Handhabung des Systems eine große Rolle.

Seit 2014 kooperieren die Max Weber Stiftung und das Projekt DARIAH-DE, um die digitalen Geisteswissenschaften mit dem Ausbau und der Weiterentwicklung von digitalen Forschungsinfrastrukturen zu unterstützen. Die digitalen Geisteswissenschaften (Digital Humanities) arbeiten mit digitalen Methoden, Verfahren und Daten, um Forschungsfragen in ihrer Disziplin zu beantworten.

Auch zukünftig wollen die Max Weber Stiftung und DARIAH-DE ihre Kooperation inhaltlich weiter ausbauen: Zu den gemeinsamen Themenschwerpunkten zählt beispielsweise die Frage, nach welchen technologischen Kriterien Forschungsdaten und Datenbanken in standardisierte Daten- und Metadatenformate migriert werden können, um so anderen Fachwissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihre Nachnutzung zu ermöglichen.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. Für den internationalen wissenschaftlichen Austausch betreibt sie die elektronische Publikationsplattform perspectivia.net. Sie steht im Zentrum der virtuellen Forschungsinfrastruktur, die die Max Weber Stiftung für ihre Institute und weitere Kooperationspartner anbietet. Ziel von perspectivia.net ist die Intensivierung und Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Kommunikation durch die Bereitstellung von Forschungsmitteln in Form von Literatur, Quellen und Datenbanken. Die Publikationsumgebung ist dem Open-Access-Prinzip zur Förderung des freien wissenschaftlichen Austausches verpflichtet. Da die Grundlagenforschung ein besonderes Förderanliegen der Max Weber Stiftung darstellt, stellt perspectivia.net vermehrt Datenbanklösungen für die Präsentation von Quelleneditionen bereit. Hierbei steht nicht nur die Aufbereitung von Primärforschungsdaten im Vordergrund, sondern auch die Bereitstellung von virtuellen Arbeitsumgebungen, in denen die Erarbeitung wissenschaftlicher Ergebnisse in einem zeitgemäßen Umfeld erfolgen kann.

DARIAH-DE unterstützt die mit digitalen Methoden und Verfahren arbeitende Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Forschungsinfrastruktur besteht aus vier Säulen: 1. Lehre: Durchführung von Workshops, Bereitstellung von Schulungsmaterialien und Nachwuchsförderung für die e-Humanities, 2. Forschung: Entwicklung von digitalen Tools und Services für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung, 3. Forschungsdaten: Weiterentwicklung von Standards und Empfehlungen im Umgang mit Forschungsdaten und der Entwicklung eines Forschungsdaten-Repositorys und 4. Technische Infrastruktur: Bereitstellung von IT-Komponenten, wie z.B. einer Autorisierungs- und Authentifizierungs-Infrastruktur (AAI), dem PID-Service, der eine nachhaltige Referenzierung von Digitalen Objekten mit Hilfe von persistenten Identifikatoren ermöglich, Monitoring und kollaborativen Arbeitsumgebungen. Auf dieser Basis wird der Austausch von Methoden, Daten, Erfahrungen und Ressourcen zwischen den verschiedenen geistes- und kulturwissenschaftlich arbeitenden Disziplinen ermöglicht und gestärkt. Durch enge Zusammenarbeit mit Fachwissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern verschiedener geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen wird eine nachhaltige Akzeptanz und Nutzung der Forschungsinfrastruktur durch die Forschungscommunity möglich.
DARIAH-DE ist eingebettet in das Projekt DARIAH-EU, das in deutsch-französisch-niederländischer Zusammenarbeit geleitet wird. Auf Grundlage der ESFRI-Roadmap und der Rechtsform ERIC wird die DARIAH-DE-Forschungsinfrastruktur in eine pan-europäische digitale Forschungsinfrastruktur überführt.


Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Michael Kaiser
Leiter des Referats perspectivia.net, Bibliotheken, IT
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 24
Fax: +49 (0)228 377 86 19
E-Mail: kaiser(at)maxweberstiftung.dewww.perspectivia.net,
http://dkblog.hypotheses.org, www.maxweberstiftung.de

Dr. Heike Neuroth
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung
Papendiek 14, 37073 Göttingen
Telefon (0551) 39-33866
E-Mail: neuroth(at)sub.uni-goettingen.de
Internet: www.sub.uni-goettingen.de

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Pressemeldungen
news-2061 Tue, 09 Dec 2014 10:21:00 +0100 Hans van Ess wird neuer Präsident der Max Weber Stiftung http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/hans-van-ess-wird-neuer-praesident-der-max-weber-stiftung.html Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professor Dr. Johanna Wanka hat den Münchener Sinologen Professor Dr. Hans van Ess zum neuen Präsidenten der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland berufen. Er löst zum 1. März 2015 den Mainzer Historiker Professor Dr. Dr. h. c. Heinz Duchhardt ab. Hans van Ess studierte Sinologie, Turkologie und Philosophie an der Universität Hamburg und an der Fudan Universität Shanghai. Nach der Promotion arbeitete er zunächst als Länderreferent beim Ostasiatischen Verein Hamburg. Im Jahr 1995 ging er als Assistent an das Sinologische Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und habilitierte sich dort drei Jahre später zum Thema „Von Ch’eng I zu Chu Hsi. Die Lehre vom Rechten Wege in der Überlieferung der Familie Hu“. Noch im gleichen Jahr wurde er auf den Lehrstuhl für Sinologie (einschließlich Mongolistik) an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München berufen. Seine Forschungsschwerpunkte sind der Konfuzianismus, die chinesische Geschichtsschreibung und die Zentralasienkunde.

Hans van Ess ist nach Wolfgang Schieder (Universität zu Köln) und Heinz Duchhardt der erste Nicht-Historiker an der Spitze der Max Weber Stiftung. Der gebürtige Frankfurter bekleidete in den letzten Jahren zahlreiche Ämter in der nationalen und internationalen Wissenschaftsverwaltung. Er war u. a. Schatzmeister der European Association of Chinese Studies und Membre du conseil scientifique pôle Asie des französischen Außenministeriums. Des Weiteren war er von 2003 bis 2005 Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften an der LMU München. Zurzeit ist Hans van Ess Vizepräsident seiner Universität für den Bereich Internationales.

Die Max Weber Stiftung fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausge-wählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn Institute, die jeweils auf eine eigene Geschichte zu-rückblicken und ihr eigenes wissenschaftliches Profil pflegen, sowie zwei Forschergruppen. Mit ihrer Infrastruktur bieten die Institute beste Voraussetzungen für exzellente Forschung. Ihr wissenschaftlicher Auftrag ist dem jeweiligen Land bzw. der Region ihres Standorts verpflichtet.

Pressefoto von Prof. Dr. Hans van Ess (Download)

Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
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news-2051 Tue, 25 Nov 2014 11:20:00 +0100 Wohin treibt der Nahe Osten? http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/wohin-treibt-der-nahe-osten.html Für den 30. November bis 2. Dezember 2014 lädt das Orient-Institut Beirut gemeinsam mit dem Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam und dem Lepsiushaus Potsdam zu einer Konferenz mit dem Thema „Wohin treibt der Nahe Osten? Ethno-religiöse Minderheiten im Nahen Osten zwischen Verfolgung und Selbstbehauptung“ in die Europäische Akademie Berlin ein. Die Veranstaltung wird durch einen Live-Stream übertragen. Mehr als vier Jahre ist es her, dass der „Arabische Frühling“ in zahlreichen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas autoritäre Regime konfrontierte und teilweise zu Fall brachte. Das Verlangen nach demokratischer Umgestaltung, Meinungsfreiheit und sozialer Partizipation ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Vielfach aber waren der Verfall staatlicher Ordnung und die Verschärfung internationaler Interessenkonflikte die Folge. In diesem Vakuum entflammten ethno-zentrierte und religiös aufgeladene Machtkämpfe, die in flächendeckende Kriege und massive Fluchtbewegungen mündeten.

Ethno-religiöse Minderheiten der Region sind bei diesen dramatischen Entwicklungen besonders gefährdet. In einer Situation zerfallender Ordnungen, inkompatibler Machtansprüche und offener und latenter Gewalt wird ethnische und kulturelle Vielfalt kaum noch als Chance begriffen, sondern eher als Störfaktor und Sicherheitsrisiko. Wie gehen die ethno-religiösen Minderheiten mit dieser für sie bedrohlichen Situation um? Welcher Handlungsspielraum bleibt ihnen überhaupt? Und wo liegt – ungeachtet der dramatischen Entwicklungen – noch Potential für ein Miteinander der verschiedenen Religionen, Ethnien und Kulturen im Nahen Osten?

Die vom Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam, dem Lepsiushaus Potsdam, dem Orient-Institut Beirut und der Europäischen Akademie Berlin gemeinsam veranstaltete internationale Konferenz geht diesen Fragen anhand verschiedener Länder, Minderheiten und Konstellationen nach.

Die Veranstaltung wird als Live-Stream übertragen. Die Vorträge der einzelnen Sektionen der Konferenz können Sie ab 30. November 2014, 18.00 Uhr auf oib.hypotheses.org verfolgen.

Das Orient-Institut Beirut gehört zur Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und betreibt Grundlagenforschung auf den Gebieten Arabistik, Islamwissenschaft, Semitistik, Wissenschaft vom christlichen Orient, Osmanistik und Iranistik. Dabei wird besonders die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern vor Ort gefördert und der kritische Austausch gesucht. Es betreibt seit 2010 eine Außenstelle in Kairo.

Die Max Weber Stiftung fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und zwei Forschungsstationen. Mit ihrer Infrastruktur bieten die Institute beste Voraussetzungen für exzellente Forschung. Ihr wissenschaftlicher Auftrag ist dem jeweiligen Land bzw. der Region ihres Standorts verpflichtet.

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Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
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news-1978 Thu, 16 Oct 2014 20:38:00 +0200 Türkisch-deutsche und deutsch-türkische Migration als Chance zur Modernisierung? http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/tuerkisch-deutsche-und-deutsch-tuerkische-migration-als-chance-zur-modernisierung.html Für den 23. und 24. Oktober 2014 lädt das Orient-Institut Istanbul zu einer internationalen Konferenz mit dem Thema „Modernisierung durch Migration?“ an den Bosporus ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen des deutsch-türkischen Wissenschaftsjahres statt. Seit der Anwerbung türkischer „Gastarbeiter“ in den 1960er Jahren wird die Türkei in Europa primär als Auswanderungsland wahrgenommen. In der Diskussion über das deutsch-türkische Migrationsgeschehen wird jedoch vernachlässigt, dass deutsch-türkische Wanderungsbewegungen weit früher begannen und dass Migrationsbewegungen nicht nur von der Türkei nach Deutschland stattfanden und stattfinden, sondern auch in umgekehrter Richtung. Gegenwärtig leben in der Türkei laut offizieller Schätzungen rund vier Millionen türkische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die nach einer bestimmten Zeit in Deutschland in ihr Herkunftsland zurückgekehrt sind. Mitgezählt werden dabei auch sogenannte Remigranten mit türkischem Hintergrund, die in Deutschland geboren wurden, jedoch über die türkische Staatsbürgerschaft verfügen.
 
Die deutsch-türkischen Migrationsbewegungen lösten in beiden Ländern einen gravierende Wandel aus: In Deutschland stellt insbesondere die Einwanderung aus der Türkei einen Meilenstein in der Entwicklung zu einem de-facto Einwanderungsland dar. In der Türkei prägten die Ab- und Zuwanderungsbewegungen Gesellschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft in hohem Maße. Neben den großen Potentialen, die sich dadurch für beide Länder ergeben, wurden sie allerdings auch mit unerwarteten Problemen konfrontiert.

Die durch Migrationsbewegungen ausgelösten Veränderungsprozesse und Modernisierungseffekte werden von hochrangigen Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft sowie Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen in den Themenbereichen „Wirtschaftsbeziehungen“,  „Kulturaustausch“ sowie „Religionen im Dialog“ diskutiert.

Die Tagung „Modernisierung durch Migration?  ̶  Internationale Konferenz zu deutsch-türkischen Austauschprozessen?“ wird organisiert vom Orient-Institut Istanbul, der Bahçeşehir Universität sowie dem Forum Internationale Wissenschaft (FIW) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

Datum: 23. - 24. Oktober 2014
Ort: Bahçeşehir Üniversitesi, Fazıl Say Salonu, Çırağan Caddesi, Osmanpaşa Mektebi Sokak No: 4-6, Beşiktaş, Istanbul, Türkei
Konferenzsprachen: Deutsch, Türkisch (Simultanübersetzung)

Weitere Informationen:

Konferenzprogramm

Konferenzmappe

Einladung

 

Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
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53173 Bonn
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news-1974 Thu, 16 Oct 2014 10:00:00 +0200 Science Slam im Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/science-slam-im-wissenschaftsjahr-2014-die-digitale-gesellschaft-1.html Regionalwettbewerb West am 20. Oktober 2014 im Pantheon in Bonn Der Science Slam im Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft geht in die dritte Runde. Im Rahmen des Regionalwettbewerbs West bringen am 20. Oktober 2014 im Pantheon-Theater in Bonn fünf Nachwuchswissenschaftler ihre Forschung zum Thema digitale Gesellschaft auf spannende und unterhaltsame Weise auf den Punkt. Deutschlandweit gibt es 2014 insgesamt drei Regionalwettbewerbe, deren Erst- und Zweitplatzierte Anfang Dezember ins Finale in Berlin einziehen. Nach dem Science Slam in Bonn steht noch ein weiterer Regionalwettbewerb am 21.11.2014 in Saarbrücken aus.

Wie verändern digitale Technologien unseren Alltag? Wie sieht die Zukunft unserer Kommunikation, Arbeitswelt, Gesetzgebung oder dem Gesundheitswesen aus? In den Vorträgen beim Science Slam im Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft dreht sich alles um die digitale Revolution und ihre Folgen für unsere Gesellschaft.

 

Zwei der fünf Teilnehmer aus Bonn haben die Chance Science-Slam-Champion Deutschlands zu werden. Welche der Teilnehmer weiterkommen, darüber entscheidet das Bonner Publikum am 20. Oktober. Die Teilnehmer überzeugen dabei mit verschiedenen Themen zur Auswirkung der Digitalisierung auf den modernen Menschen. Macht Google Glass dumm, oder macht die Digitalisierung uns dick? Brauchen wir einen kategorischen Imperativ für das Internet? Diese und andere Fragen werden von den Teilnehmern mit einem Augenzwinkern beantwortet.

Bereits zum zweiten Mal findet der Regionalwettbewerb West im Pantheon Theater in Bonn gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Kooperationspartner in Bonn im Wissenschaftsjahr 2014 ist die Max Weber Stiftung. Sie fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Die Max Weber Stiftung unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und weitere Forschungsstationen.

Ein weiterer Regionalwettbewerb findet in Saarbrücken (21.11.) statt. Das Finale folgt am 1. Dezember in Berlin.

 

Teilnehmer des Science Slam im Wissenschaftsjahr am 20. Oktober 2014:

·         Tobias M. Scholz (Universität Siegen, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Personalmanagement und Organisation)

·         Dr. Stefan Schneider (Deutsche Sporthochschule Köln, Institute for Movement and Neurosciences, Center for Health and Integrative Physiology in Space)

·         Dr. phil. Nikolai Horn (Akademie für Sozialethik und Öffentliche Kultur)

·         Sebastian Köffer (WWU Münster, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement)

·         Dr. Boris Nikolai Konrad (Donders Institute for Brain, Cognition and Behavior)

 

Termin:

Science Slam im Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft

Regionalwettbewerb West

Montag, 20. Oktober 2014, 20 Uhr

Einlass ab 19 Uhr, Der Eintritt ist frei

Pantheon-Theater Bonn

Bundeskanzlerplatz 2-10

53113 Bonn

 

Weitere Informationen zum Science Slam im Wissenschaftsjahr unter:

www.scienceslam-im-wissenschaftsjahr.de

 

Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft

Die digitale Gesellschaft ist eine Gesellschaft im Umbruch. Digitale Technologien durchdringen unseren Alltag und bieten eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Das Wissenschaftsjahr 2014 - Die digitale Gesellschaft zeigt auf, wie Wissenschaft und Forschung diese Entwicklung mit neuen Lösungen vorantreiben und widmet sich den Auswirkungen der digitalen Revolution. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).

www.digital-ist.de

 

Für Rückfragen:

Ann-Kathrin Meyerhof

Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

E-Mail: a.meyerhof@hausderwissenschaft.org

Telefon: 0 531 391 4171

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news-1973 Wed, 15 Oct 2014 09:41:00 +0200 Dr. Maren Röger (DHI Warschau) mit dem Fraenkel Prize ausgezeichnet http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/dr-maren-roeger-dhi-warschau-mit-dem-fraenkel-prize-ausgezeichnet.html Maren Röger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DHI Warschau, ist für ihr Werk "Sexualpolitik und Besatzeralltag in Polen 1939-1945: Prostitution, Intimität, Gewalt" mit dem Fraenkel Prize in Contemporary History ausgezeichnet worden. Der Preis wird von der Londoner Wiener Library für "outstanding work of twentieth-century history in one of The Wiener Library's fields of interest". These areas of interest include the following: "The History of Europe, Jewish History, The Two World Wars, Antisemitism, Comparative Genocide, Political Extremism" verliehen und wurde von Ernst Fraenkel, ehemaliger Vorsitzender und einer der Präsidenten der Wiener Library, gestiftet.

Maren Röger erhält den Fraenkler Prize in der Category A für ihr bislang unveröffentlichtes Buch Sexualpolitik und Besatzeralltag in Polen 1939-1945: Prostitution, Intimität, Gewalt. Der Preis ist mit 6000 US-Dollar dotiert.

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news-1972 Wed, 08 Oct 2014 10:07:00 +0200 Charlotte Jahnz erhält den dpa news talent Nachwuchspreis http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/charlotte-jahnz-erhaelt-den-dpa-news-talent-nachwuchspreis.html Unsere Mitarbeiterin Charlotte Jahnz ist für das Geschichtsprojekt auf Twitter, @9Nov38, gemeinsam mit Christian Gieseke mit dem dpa news talent Nachwuchspreis ausgezeichnet worden. "Mit dem dpa news talent zeichnen wir nun zum dritten Mal herausragende junge Kolleginnen und Kollegen aus, auf die wir die Medien in Deutschland aufmerksam machen wollen", erklärt dpa-Chefredakteur Sven Gösmann. "Die in diesem Jahr preisgekrönten Arbeiten dokumentieren die große Bandbreite multimedialer Ausdrucksformen, in denen sich der Nachwuchs erfolgreich ausprobiert. Zugleich beweisen unsere Preisträger, dass wir voller Zuversicht auf die Zukunft unserer Branche schauen können."

Charlotte Jahnz und Christian Gieseke haben sich für ihr Projekt @9Nov38 intensiv mit den Pogromen gegen jüdische Mitbürger am 9. November 1938 befasst. Sehr detailreich haben sie - gemeinsam mit drei weiteren Beteiligten - auf den Tag genau 75 Jahre danach auf Twitter sowie in einem begleitenden Blog nacherzählt, wie die Gewaltausbrüche der Nationalsozialisten viele Städte in Deutschland erfassten. Charlotte Jahnz, die in Bonn Geschichte studiert, war für die dazu notwendigen Recherchen im Rheinland und Sauerland verantwortlich. Christian Gieseke, Geschichtsstudent in Jena, steuerte die Inhalte zu den Pogromen in Sachsen und Thüringen bei (zu finden unter http://9nov38.de).

Um die Auszeichnung dpa news talent 2014 bewerben konnten sich Journalistinnen und Journalisten im Alter zwischen 18 und 28 Jahren, die noch nicht fest angestellt sind. Die ersten Preisträger erhalten jeweils ein Auslandsstipendium mit einem Preisgeld von 1000 Euro und einer Hospitanz in einem dpa-Korrespondentenbüro inklusive Unterkunft und Reisekosten. Der zweite Preis ist mit einem dpa-Stipendium im Inland inklusive Unterkunft und Reisekosten sowie 500 Euro Preisgeld dotiert.

Ihre Auszeichnungen erhalten sollen die Preisträger am 6. November 2014 während der Auftaktveranstaltung der Jugendmedientage 2014 in Frankfurt/Main.

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news-1969 Thu, 02 Oct 2014 11:05:00 +0200 Franz Waldenberger ist neuer Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien Tokyo http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/franz-waldenberger-ist-neuer-direktor-des-deutschen-instituts-fuer-japanstudien-tokyo.html Prof. Dr. Franz Waldenberger ist vom Präsidenten der Max Weber Stiftung, Prof. Dr. Dr. h. c. Heinz Duchhardt, zum Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ) Tokyo berufen worden. Er hat sein Amt zum 1. Oktober 2014 angetreten. „Mit Franz Waldenberger haben wir einen international ausgewiesenen Experten für die Wirtschaft und Gesellschaft Japans als Leiter unseres Instituts in Tokyo gewinnen können. Das DIJ Tokyo und die gesamte Max Weber Stiftung freuen sich auf die Zusammenarbeit“, erklärt
Prof. Dr. Dr. h. c. Heinz Duchhardt.

Franz Waldenberger ist seit 1997 Professor für Japanische Wirtschaft am Japan-Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er wurde promoviert und habilitierte sich im Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Von 1992 bis 1997 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIJ. Gastprofessuren an der Hitotsubashi University, der University of Tsukuba, der Osaka City University und der University of Tokyo führten ihn immer wieder zu längeren Forschungsaufenthalten nach Japan. Herr Waldenberger tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Florian Coulmas als Direktor des DIJ an.

Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt im Bereich der japanischen Wirtschaft, der europäisch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen und der Corporate Governance. Dabei interessieren ihn u. a. der internationale Vergleich von Unternehmensstrukturen, diesbezügliche Rahmenbedingungen sowie daraus abgeleitete Handlungsstrategien des Managements.

Das DIJ Tokyo, 1988 eröffnet, ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut, dessen Gegenstand das moderne Japan ist. Es untersucht die Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur Japans, wo immer möglich unter komparativen Gesichtspunkten in Bezug auf Deutschland und andere hoch entwickelte Industrienationen. Zu seinen Aufgaben zählen außerdem die Erforschung und die Dokumentierung der deutsch-japanischen Beziehungen und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die Max Weber Stiftung fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, die jeweils auf eine eigene Geschichte zurückblicken und ihr eigenes wissenschaftliches Profil pflegen, und fördert außerdem zwei Forschergruppen im asiatischen Raum. Mit ihrer Infrastruktur bieten die Institute beste Voraussetzungen für exzellente Forschung. Ihr wissenschaftlicher Auftrag ist dem jeweiligen Land bzw. der Region ihres Standorts verpflichtet.

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Joachim Turré
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel:   +49 (0)228 377 86 16
Fax:  +49 (0)228 377 86 19
turre(at)maxweberstiftung.de
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news-1951 Tue, 09 Sep 2014 14:32:00 +0200 WeberWorldCafé „Narrating the First World War“ http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/weberworldcafe-narrating-the-first-world-war.html Welche Auswirkungen hatte der Krieg direkt und indirekt auf Menschen weltweit, zum Beispiel in Westafrika, Iran und Australien? Wer lebte und arbeitete an der sogenannten „Heimatfront“? Hat sich die Rolle der Frauen im Verlauf des Krieges verändert? Wie haben Künstler und Schriftsteller ihre Erlebnisse dokumentiert? Das zweite WeberWorldCafé „Narrating the First World War – Experiences and Reports from Transregional Perspectives“ findet am 16. September 2014 zwischen 14 und 18 Uhr im und in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum Berlin statt. Die Veranstaltung beginnt mit einer Führung durch die Ausstellung des Deutschen Historischen Museums: „1914–1918. Der Erste Weltkrieg“. Anhand konkreter Egodokumente, die an  acht Tischen diskutiert werden, wird der Fokus auf persönliche Erfahrungen in verschiedenen Weltregionen, z. B. mit durch den Krieg ausgelösten Migrationsbewegungen oder dem Einsatz von Kolonialtruppen, gelegt. Debattiert wird in englischer Sprache. Umfangreiche Informationen zu den Expertinnen und Experten sowie den inhaltlichen Schwerpunkten und dem Veranstaltungsformat finden Sie auf unserem Blog wwc.hypotheses.org.

Die Max Weber Stiftung fördert die außeruniversitäre Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern sowie das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschland und diesen Ländern. Sie unterhält zurzeit zehn geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, die jeweils auf eine eigene Geschichte zurückblicken und ihr eigenes wissenschaftliches Profil pflegen.
 
Das Forum Transregionale Studien in Berlin ist eine Forschungsorganisation zur inhaltlichen Internationalisierung der Sozial- und Geisteswissenschaften. Das Forum eröffnet Freiräume für die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit unterschiedlichen regionalen und disziplinären Perspektiven und beruft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt als Fellows.

 

Gesche Schifferdecker, M. A.
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel:   +49 (0)228 377 86 25
Fax:  +49 (0)228 377 86 19
schifferdecker(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

 

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news-1947 Tue, 09 Sep 2014 11:13:00 +0200 Im Gedenkjahr nichts Neues? – Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/im-gedenkjahr-nichts-neues-der-erste-weltkrieg-und-die-zukunft-europas-1.html Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka eröffnet eine Veranstaltung zum Ersten Weltkrieg im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin. Die Podiumsdiskussion der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ unternimmt den Versuch einer ersten Bilanz des Gedenkjahres 2014 und seiner Bedeutung für die Erinnerungskultur in Europa. Die Veranstaltung findet am 16. September 2014 ab 18:30 Uhr im Schlüterhof des DHM statt. Schon 2013 setzte eine wahre Flut an Gedenkveranstaltungen zum Ersten Weltkrieg ein. In ganz Europa wird in Schulen, Universitäten, Museen sowie in Zeitungen, im Fernsehen und im Radio über diesen Krieg diskutiert, der vor 100 Jahren begann. Doch mit welchem Ziel wird in Veranstaltungen die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg thematisiert? Um der Millionen Toten zu gedenken – oder als Mahnung für Gegenwart und Zukunft?

Die einzelnen Länder weisen große Differenzen im Umgang mit der Erinnerung an diesen Krieg auf. „La Grande Guerre“ und „The Great War“ nehmen in Frankreich und in Großbritannien einen hohen Stellenwert in der Erinnerungskultur ein. In Osteuropa hingegen ist er durch die Staatsbildungsprozesse, die auf ihn folgten, und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges beinahe gänzlich in Vergessenheit geraten. Auch im deutschen Kollektivgedächtnis steht er hinter der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zurück. Kann vor diesem Hintergrund ein transnationales und europäisches Gedenken gelingen? Ist dies überhaupt gewollt und kann es in breite Bevölkerungsschichten hineingetragen werden? Kann und wird es in einem vereinten Europa eine vereinte Erinnerung geben? Wie können wir diese gestalten? Und welche Lehren können wir aus dem Ersten Weltkrieg ziehen?
Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler verschiedener Disziplinen werden die Erinnerungskultur zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns diskutieren. Unterschiedliche Formen des Gedenkens werden thematisiert, aber auch dessen Voraussetzungen und Grenzen. Kann und sollte der Blick in die Zukunft von einem gemeinsamen europäischen oder gar globalen Gedenken des Ersten Weltkrieges ausgehen? Was sagen die Gedenkveranstaltungen 2014 aus? Von welchen Akteuren sind sie getragen und wie sind sie motiviert? Was denkt die junge Generation über diesen Krieg?

Über diese Fragen diskutieren: Prof. Dr. Dr. h. c. Aleida Assmann, Universität Konstanz, Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej, Universität Warschau, Prof. Dr. Nikolaus Katzer, Deutsches Historisches Institut Moskau und Prof. Dr. Simone Lässig, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung.
Es moderiert Dr. Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung).
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung bei Herrn Denis Walter unter walter(at)maxweberstiftung.de wird gebeten. Mehr Informationen zur Podiumsdiskussion und zu den Referentinnen und Referenten finden Sie auf www.geisteswissenschaft-im-dialog.de.

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und live im Internet unter gid.hypotheses.org und lisa.gerda-henkel-stiftung.de gesendet.

Veranstaltungsort:
Deutsches Historisches Museum
Schlüterhof
Eingang: Unter den Linden 2
10117 Berlin

Hintergrund

Geisteswissenschaft im Dialog ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.    
Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland ist eine bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und forscht dezentral. Derzeit unterhält sie zehn Institute mit Standorten in Beirut, Istanbul, Kairo, London, Moskau, Neu-Delhi, Paris, Rom, Tokio, Warschau und Washington. Mit ihren weltweit tätigen Instituten leistet die Max Weber Stiftung einen wesentlichen Beitrag zur Verständigung und Vernetzung zwischen Deutschland und den Gastländern bzw. -regionen. Indem sie sowohl den Dialog der Fachkulturen fördert als auch Beschäftigte aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenbringt, verstärkt sie die Internationalisierung der Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien. Sie vereint mehr als 1.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Gemeinsam engagieren sich die Unionsakademien für den fächerübergreifenden Dialog, für exzellente Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert mit dem Akademienprogramm das größte geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus organisiert die Akademienunion gemeinsame Veranstaltungen ihrer Mitgliedsakademien (z. B. jährlicher Akademientag) und beteiligt sich an der wissenschaftsbasierten Politik- und Gesellschaftsberatung.

Das Deutsche Historische Museum (DHM) ist Deutschlands nationales Geschichtsmuseum. Es versteht sich als ein Ort lebendiger Vermittlung und Diskussion von Geschichte. Die Dauer- und Sonderausstellungen geben spannende Einblicke in die deutsche Geschichte im internationalen Kontext und thematisieren prägende historische Ereignisse, Epochen und gesellschaftliche Entwicklungen. Zum DHM gehören das Zeughauskino, eine Präsenzbibliothek und das Bildarchiv. Das Online-Portal "Lebendiges Museum Online" (LeMO), das das DHM gemeinsam mit dem Haus der Geschichte in Bonn betreibt, bietet als virtuelles Museum wissenschaftlich fundierte Informationen sowie eine große Sammlung an Text- und Bildquellen zur europäischen Geschichte von 1815 bis zur Gegenwart.



Denis Walter M. A.
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Geisteswissenschaft im Dialog
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel:   +49 (0)228 377 86 20
Fax:  +49 (0)228 377 86 19
walter(at)maxweberstiftung.de
www.geisteswissenschaft-im-dialog.de
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http://www.ghi-dc.org/wetzell

 

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news-1893 Wed, 03 Sep 2014 10:03:00 +0200 DHI Washington stellt dem amerikanischen Kongress seine Forschungsergebnisse zur deutschen Einwanderung in die USA vor http://www.maxweberstiftung.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/detail/News/dhi-washington-stellt-dem-amerikanischen-kongress-seine-forschungsergebnisse-zur-deutschen-einwander.html Das Deutsche Historische Institut Washington (DHI) ist vom amerikanischen Kongress und dem National History Center der American Historical Association zu einem Congressional Briefing eingeladen worden. Eine solche Anhörung findet nur zweimal pro Jahr statt und war bisher US-Historikern vorbehalten. Am 12. September wird DHI-Direktor Hartmut Berghoff vor Abgeordneten des Repräsentantenhauses und des Senats, vor Mitarbeitern der Parlamentarier und diverser Ministerien in den repräsentativen Räumen des Senats Forschungsergebnisse des DHI-Projekts "Immigrant Entrepreneurship: German-American Business Biographies, 1720 to the Present" vorstellen.

Hartmut Berghoff wird in diesem Rahmen Ergebnisse des Projekts „Immigrant Entrepreneurship“ vorstellen: Die Fähigkeit der USA zur ökonomischen Integration verschiedenster Einwanderergruppen war ein Schlüsselfaktor für ihre Entwicklung als Weltwirtschaftsmacht und bleibt bis heute entscheidend für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Die Vereinigten Staaten eröffnen Immigranten traditionell große Spielräume bei der Verfolgung unternehmerischer Karrieren, wodurch sie seit Generationen eine hohe Attraktivität entfalten. Nach wie vor sind sie das wichtigste Ziel für Einwanderer weltweit – jeden fünften zieht es heute dorthin. Mit mehr als 13 Prozent ist der Anteil der im Ausland geborenen Einwohner in den USA aktuell nicht weit unter dem historischen Höchststand der Jahre vor dem Ersten Weltkrieg und der Zusammenhang zwischen Einwanderung und wirtschaftlicher Prosperität ist immer noch sehr ausgeprägt. Einwanderer sind häufiger selbstständig unternehmerisch tätig oder besitzen ein eigenes Gewerbe als die einheimische Bevölkerung. Trotz dieser Erkenntnisse ist die US-Einwanderungspolitik in den vergangenen 130 Jahren immer restriktiver geworden. Und auch wenn die wirtschaftlichen Vorteile klar sind, ist die Einwanderung immer noch ein kontroverses Thema, wie die hitzige Debatte belegt, die zurzeit innerhalb der USA stattfindet. Einen besonderen Fokus wird Berghoff auf die eingewanderten deutschen Unternehmerinnen und Unternehmer richten, eine erfolgreiche, aber unscheinbare Gruppe, die im Mittelpunkt des "Immigrant Entrepreneurship"-Projekts des DHI Washington steht.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung durch den Fernsehsender CSPAN ist geplant. Das Briefing findet am 12. September 2014, von 9:30–10:30 Uhr im Dirksen Senate Office Building, Raum G-11 statt. Anmeldungen werden vom Assistant Director des National History Center, Ms. Amanda Moniz unter amoniz@historians.org oder +1 (202) 450-3209 angenommen.

Weitere Informationen unter:

http://nationalhistorycenter.org/september-12-congressional-briefing-on-immigrant-entrepreneurship-in-historical-perspective/

Dr. Richard F. Wetzell
German Historical Institute
1607 New Hampshire Ave NW, Washington DC
20009-2562
Tel: +1 (202) 552-8939
Wetzell(at)ghi-dc.org
http://www.ghi-dc.org / http://www.ghi-dc.org/wetzell
http://www.maxweberstiftung.de/

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