„Atelier“: Ort der Arbeit, der Kunst und des politischen Diskurses
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts taucht der Begriff „atelier“ immer häufiger in französischsprachigen Publikationen auf. Besonders präsent ist er in zwei Debatten: zum einen in Auseinandersetzungen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der arbeitenden Klassen, zum anderen in Texten über Künstler:innen und die Räume, in denen sie arbeiten. In beiden Fällen geht es beim „atelier“ um Arbeit. Im 19. Jahrhundert verändert sich diese und mit ihr der Ort, an dem sie stattfindet. Hannah Goetze erforscht am DFK Paris, was passiert, wenn ein „atelier“ nach den Maßstäben der Industrie funktionieren soll.