Das Deutsche Historische Institut Moskau (DHI Moskau)
wurde 2005 auf Initiative und mit Drittmitteln der Alfried Krupp
von Bohlen und Halbach-Stiftung und der ZEIT-Stiftung
Ebelin und Gerd Bucerius gegründet. Vor dem Hintergrund
der Öffnung lange gesperrter russischer Archive nach dem
Fall des Eisernen Vorhangs hat es eine wichtige Mittlerrolle als
Anlauf- und Beratungsstelle für deutsche Historikerinnen und
Historiker inne und nimmt gleichzeitig eine Brückenfunktion
zwischen den Geschichtswissenschaften in beiden Ländern
wahr. So ist das DHI Moskau mittlerweile „zu einem Bestandteil
der wissenschaftlichen Landschaft und des öffentlichen
Lebens der Stadt geworden“ (Elena Zubkova, Russische Staatliche
Universität für Geisteswissenschaften Moskau).

Deutsches Historisches Institut Moskau

Nachimovskij Prospekt 51/21
(im Gebäude der INION)
117418 Moskau
Russische Föderation
Tel. +7 499 744 459 5 / 490 2 / 456 2 / 478 1
Fax +7 495 120 521 3

dhi(at)dhi-moskau.org

Tätigkeitsschwerpunkte des Moskauer Instituts sind die Erforschung der gemeinsamen Geschichte Deutschlands und Russlands, die Intensivierung der Kooperation zwischen russischen und deutschen Wissenschaftlern, die Koordination und Durchführung gemeinsamer Forschungs- und Editionsprojekte. Das Institut wurde auf Anregung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius gegründet und bis 2008 ausschließlich aus privaten Mittel finanziert. Nach einer positiven Empfehlung des Wissenschaftsrats wurde es am 1. Januar 2009 in die institutionelle Förderung der Max Weber Stiftung übergeleitet. Mit einer Präsenzbibliothek, Serviceleistungen und einer Vielzahl von Veranstaltungen bildet das Institut einen "Stützpunkt" für die russische Deutschland- und die deutsche Russlandforschung.

Gegründet: 2005 als eine gemeinsame Initiative der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius; Stellen: 17 (durchschnittliche Zahl nach eigenen Angaben inkl. Projektmitarbeiter)

Forschungsgebiete
Russische/sowjetische und deutsche Geschichte sowie die deutsch-russischen Beziehungen in ihrem internationalen Zusammenhang vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Aufgrund des über Jahrzehnte
beschränkten Zugangs zu russischen Archiven haben die Erschließung von Akten und Quellenpublikationen (Print- und Online) einen hohen Stellenwert.

Service
Bibliothek: ca. 30.000 Medieneinheiten. Die rege Zusammenarbeit des Instituts mit russischen Archiven umfasst die Bearbeitung zahlreicher Einzelfragen sowie die Unterstützung deutscher Historiker,  die mit den umfangreichen Beständen deutscher Provenienz des ehemaligen "Sonderarchivs" im heutigen Staatlichen Militärarchiv Russlands arbeiten möchten.

Förderprogramme
Stipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie Dozentinnen und Dozenten, Kurzstipendien zur Arbeit in russischen Archiven, Jahresforschungsstipendien für  Promotions- oder Habilitationsvorhaben, Praktikantenprogramm, Preise für herausragende Diplomarbeiten und Kandidaten-Dissertationen zur deutschen Geschichte oder zu den deutsch-russischen Beziehungen, Druckkostenzuschüsse

Publikationen
studia europaea, Rossija i Evropa vek za vekom, Veröffentlichungen des DHI Moskau, Vestnik Archiva Prezidenta, Zeitgenössische deutsche Historiographie (Übersetzungsreihe), Bulletin, Recensio Moskau, Moskauer Vorträge zum 18. und 19. Jahrhundert

Online-Publikationen
Online-Publikationen des DHI Moskau

Veranstaltungen
Kolloquien, Konferenzen, Runde Tische, Buchpräsentationen, Vortragsreihen mit prominenten Rednern (Thyssen-Vorlesungen, Bucerius-Lectures, Humboldt-Lectures)

Wissenschaftlicher Beirat