Das Deutsche Historische Institut in Rom (DHI Rom) hat als
ältestes der deutschen historischen Auslandsinstitute eine
lange wissenschaftliche Tradition. 1888, sieben Jahre nach der
Öffnung des Vatikanischen Archivs durch Papst Leo XIII. als
„Preußische Historische Station“ gegründet, fungiert es vor
allem als Mittler zwischen den Fachkulturen Deutschlands
und Italiens. Das Institut und seine seit 1960 bestehende renommierte
Musikgeschichtliche Abteilung verfügen über zwei
umfangreiche Bibliotheken. Jährlich gibt das DHI Rom einer
international renommierten Persönlichkeit die Möglichkeit im
Rahmen des „Rom-Monats“ zu einem Thema mit Rom- oder
Italienbezug zu arbeiten. „Das DHI Rom ist eine unersetzbare
Kommunikationsbrücke zur deutschen wie auch zur europäischen
und internationalen Geschichtswissenschaft“, so
der italienische Historiker Filippo Focardi.

Deutsches Historisches Institut in Rom

Via Aurelia Antica, 391
00165 Rom
Italien
Tel. +39 066 604 921
Fax +39 066 623 838

post(at)dhi-roma.it

Das älteste der historischen Auslandsinstitute der Bundesrepublik dient der Erforschung der italienischen und deutschen Geschichte, insbesondere der deutsch-italienischen Beziehungen in europäischen Zusammenhängen, vom frühen Mittelalter bis zur jüngsten Vergangenheit. Seit 1960 erforscht die Musikgeschichtliche Abteilung des DHI Rom zudem die Musikkulturen Deutschlands und Italiens sowie deren Beziehungen in der europäischen Musikgeschichte.

Jährlich gibt das DHI Rom einer international renommierten Persönlichkeit die Möglichkeit im Rahmen des "Rom-Monats" zu einem Thema mit Rom- oder Italienbezug zu arbeiten.

Eröffnet: 1888 als "Historische Station"; Stellen: 53 (durchschnittliche Zahl nach eigenen Angaben inkl. Projektmitarbeiter)

Forschungsgebiete
Italienische und deutsche Geschichte von der ausgehenden Spätantike bis zur Gegenwart im europäischen und außereuropäischen Kontext; Musikgeschichtliche Beziehung zwischen Deutschland und Italien einschließlich ihrer historischen Voraussetzungen und Auswirkungen auf Europa

Service
Historische Bibliothek: ca. 171.000 Bände. Musikbibliothek: ca. 57.000 Medieneinheiten. Das DHI Rom stellt seit 2012 die Plattform "Romana Repertoria Online" zur freien Konsultation zur Verfügung.
Sie enthält Datenbanken zur Geschichte des Mittelalters, der neueren und neuesten Geschichte sowie zur Zeitgeschichte. Derzeit sind neun Datenbanken konsultierbar: www.romana-repertoria.net.

Förderprogramme
Promotions- und Postdoktorandenstipendien zur Ausbildung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte in den Bereichen Geschichte und Musikgeschichte, Studienkurs Rom für fortgeschrittene Studierende und Promovierende des Faches Musikwissenschaft, Gastdozentur, Praktikantenprogramm

Publikationen
Analecta Musicologica, Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom, Concentus Musicus, Instructiones Pontificum Romanorum, Nuntiaturberichte aus Deutschland, Online-Publikationen des Deutschen Historischen Instituts in Rom, Repertorium Germanicum, Repertorium Poenitentiariae Germanicum, Ricerche dell‘Istituto Storico Germanico di Roma, Bibliographische Informationen zur neuesten Geschichte Italiens (vierteljährlich), Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken (jährlich)

Datenbanken
Deutschsprachige Rompilger in der Goethezeit, DFG-ANR-Projekt "Musici", Inschriftenkorpus von Santa Maria dell’Anima, Online-Edition Cesare Orsenigo 1930–1939, Online-Edition Eugenio Pacelli 1917–1929, Präsenz deutscher militärischer Verbände in Italien 1943–1945, Repertorium Germanicum Online, Retrokonversion und Digitalisierung des Teilbestandes Libretti

Veranstaltungen
Tagungen, Workshops, öffentliche Vorträge, Mittwochsvorträge, Circolo Medievistico Romano, Musicologia oggi, Verandagespräche

Stellungnahme des Stiftungsrates zum DHI Rom
Presa di posizione ISG di Roma (italienisch)
Wissenschaftlicher Beirat