Max-Weber-Stiftung Nachrichten http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten.html Max-Weber-Stiftung Nachrichten de © Max-Weber-Stiftung Wed, 19 Jun 2019 00:22:28 +0200 Wed, 19 Jun 2019 00:22:28 +0200 TYPO3 EXT:news news-4540 Thu, 11 Apr 2019 11:21:01 +0200 Besuch der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW am DHI Moskau http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/besuch-der-ministerin-fuer-kultur-und-wissenschaft-des-landes-nrw-am-dhi-moskau.html Am 9. April 2019 hat Isabel Pfeiffer-Poensgen, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, das Deutsche Historische Institut in Moskau besucht. Die Geschichte des Instituts musste nicht vorgestellt werden, weil die Ministerin es als Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder bereits kurz nach seiner Gründung kennengelernt hat. Die Direktorin des DHI Moskau Dr. Sandra Dahlke, der stellvertretende Direktor Dr. Andreas Hilger und die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichteten über ihre aktuellen Projekte und die Zusammenarbeit mit den russischen Partnern des DHI. An dem Gespräch nahm auch Dr. Tatjana Timofeeva teil, die sich neben ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit als Professorin an der Moskauer Staatlichen Lomonosov-Universität auch in DHI-Forschungsprojekten zu Provenienzforschung engagiert.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Ebene der persönlichen Kontakte, des lebendigen Austauschs über aktuelle Entwicklungen in den wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland für deutsch-russische Wissenschaftskooperationen eine zentrale Rolle spielt. Sie ermöglicht produktive Zusammenarbeit – wie z.B. in den Projekten zur Aufklärung über die Wege der sowjetischen und deutschen Kunstschätze oder der digitalen Edition der Bestände deutscher Beuteakten in den russländischen Archiven – und hilft, Grenzen zu öffnen.

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news-4452 Tue, 12 Mar 2019 16:13:13 +0100 Max Weber Stiftung unterstützt Bonner Tage der Demokratie http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/max-weber-stiftung-unterstuetzt-bonner-tage-der-demokratie.html Das Grundgesetz wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Bonn steht wie keine andere Stadt für die Demokratie, trat das Grundgesetz am 23. Mai 1949 doch hier in Kraft. Daher finden im Mai in Bonn anlässlich dieses Jubiläums eine Reihe von Veranstaltungen statt, unter anderem auch unter Beteiligung der Max Weber Stiftung. Von Ende April bis zum 25. Mai dauern die „Bonner Tage der Demokratie“ – ein vielfältiger Mix von bürgernahen Veranstaltungen: Bonnerinnen und Bonner kommen miteinander ins Gespräch, können ihr Wissen testen, mit Expertinnen und Experten diskutieren oder beim Demokratie-Slam abstimmen, wer am unterhaltsamsten zum Thema performt. 

Bei der Arena-Diskussion: „Demokratie in Gefahr?“, die am 22. Mai 2019 stattfindet, wird unter anderem Dr. Matthias Lemke, ehemaliger Forschungsstart-Stipendiat am DHI Paris, auf dem Podium sitzen und diskutieren.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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news-4306 Mon, 17 Dec 2018 10:36:00 +0100 Neuer Webauftritt von ICAS:MP https://micasmp.hypotheses.org/ Das seit 2015 vom BMBF geförderte Projekt ‚M. S. Merian – R. Tagore International Centre of Advanced Studies‘ (ICAS:MP) hat nach erfolgreicher Überführung in die Hauptphase im Sommer dieses Jahres und dem Umzug in neue Räumlichkeiten nun auch einen neuen Webauftritt. In deutsch-indischer Kooperation erforscht ICAS:MP die "Metamorphosen des Politischen im langen 20. Jahrhundert". Startseite Nachrichten news-4226 Fri, 05 Oct 2018 08:57:21 +0200 Bucerius Lecture 2018 https://www.ghi-dc.org/side-navigation/press-room/ghi-news/news-detail/news/detail/News/2018-bucerius-lecture-features-david-miliband-irc-and-jutta-allmendinger-thomas-mann-fellow.html?L=0&cHash=95d4c3742b8e8786dc80f9d7962b4e63 Am 17. Oktober findet die diesjährige Bucerius Lecture des GHI West mit David Miliband, President und CEO des International Rescue Committee (IRC), zu dem Thema “What is in a Category? Telling Economic Migrants & Political Refugees Apart” statt. Startseite Nachrichten news-4225 Fri, 05 Oct 2018 08:37:29 +0200 Gerda Henkel Lecture Tours https://www.ghi-dc.org/side-navigation/press-room/ghi-news/news-detail/news/detail/News/gerda-henkel-lecture-tours-starts-with-with-uwe-luebken-and-martina-kessel.html?L=0&cHash=02a80ef58b1fbc070b2bc05cf5cce7a8 Ende September haben die "Gerda Henkel Lecture Tours" begonnen; ein Programm des GHI West in Kooperation mit der Gerda Henkel-Stiftung, das den Austausch zwischen deutschen Historikerinnen und Historikern mit ihren amerikanischen Kolleginnen und Kollegen fördert. Auch für das kommende Jahr sind die "Gerda Henkel Lecture Tours" bereits geplant. Startseite Nachrichten news-4008 Fri, 27 Apr 2018 15:57:26 +0200 Eröffnung des Projektes "Prize Papers" http://prizepapers.de/index.html Das Forschungsprojekt "Prize Papers", das in Kooperation unter anderem mit dem DHI London durch die Universität Oldenburg betreut wird, ist eröffnet. Der Archivbestand umfasst zahlreiche Briefe, Logbücher, Akten und weitere Schriftstücke aus Zeitalter der Seekriege im 16. bis 19. Jahrhundert, die im Rahmen des Projektes digitalisiert und der Öffentlichkeit somit zugänglich gemacht werden sollen.  

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news-3892 Thu, 14 Dec 2017 15:27:00 +0100 Neue Forschungsgruppe des DIJ Tokyo in Singapur http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/neue-forschungsgruppe-des-dij-tokyo-in-singapur.html Die Gruppe, die an der National University of Singapore (NUS) angesiedelt ist, forscht zum Thema „Borders, Mobility and New Infrastructures“. Die Arbeit der Forschungsgruppe soll sich auf Grenzen und Grenzbereiche in Südostasien sowie transregionale Infrastrukturen und Handlungsräume fokussieren. Dabei beschränkt sich der Ansatz der Gruppe, die sich aus Forschenden der Institute Südostasienstudien und Geografie an der NUS zusammensetzt, nicht nur auf geopolitische Forschungsaspekte. Vielmehr sollen auch soziokulturelle und -ökonomische Faktoren betrachtet werden, die Einfluss auf Bewegungen in Grenzräumen und die Entwicklung neuer Kommunikations- und Handelswege nehmen. Unter anderem sollen zudem digitale Infrastrukturen und die europäische Integration im Hinblick auf die Beziehung zu südost- und zentralasiatischen Partnern thematisiert werden.

Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Internetseite der National University of Singapore nachzulesen.

Link zur externen Website

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news-3845 Mon, 23 Oct 2017 11:25:00 +0200 Die Max Weber Stiftung trauert um Bernd Bonwetsch http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/die-max-weber-stiftung-trauert-um-bernd-bonwetsch.html Am 13. Oktober 2017 ist der Gründungsdirektor Des Deutschen Historischen Instituts Moskau nach langer Krankheit verstorben. Bernd Bonwetsch wurde als einer der profiliertesten Spezialisten für die Geschichte der Sowjetunion und der deutsch-sowjetischen Beziehungen im Jahr 2003 als Direktor des neu gegründeten Moskauer Instituts berufen. Am 17. Oktober 1940 während des Krieges geboren, erforschte er in seinem umfangreichen wissenschaftlichen Werk die Geschichte der nationalsozialistischen und stalinistischen Gewaltherrschaften. Die Verständigung zwischen russischen und deutschen Historikern war ihm ein besonderes Anliegen. Als Direktor des DHI Moskau ist es ihm gelungen, wichtige Grundlagen für die gemeinsame Aufarbeitung der eng verflochtenen leidvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu schaffen. Damit hat er sich höchsten Respekt seiner Kollegen in Russland und den anderem postsowjetischen Staaten erworben. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des DHI Moskau, zahlreiche Kollegen und Kolleginnen in Russland sowie die Max Weber Stiftung erinnern sich in Dankbarkeit an Bernd Bonwetsch.

Deutsches Historisches Institut Moskau

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news-3838 Mon, 23 Oct 2017 10:14:00 +0200 Forschungskolleg "Nachhaltiges Regieren" entsteht in Ghana https://www.bmbf.de/de/forschungskolleg-nachhaltiges-regieren-entsteht-in-ghana-5009.html Unter Beteiligung des DHI Paris wird ein neues "Maria Sibylla Merian Centre for Advanced Studies" in Accra, Ghana, entstehen. Die Merian Zentren sind Forschungskollegs, mit denen das Bundesministerium für Bildung und Forschung die langfristige Zusammenarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften weltweit fördert. Startseite Nachrichten news-3768 Wed, 09 Aug 2017 08:54:00 +0200 "Gerda Henkel Lectures" am GHI West http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/gerda-henkel-lectures-am-ghi-west.html Starting in 2018, the Gerda Henkel Lectures will bring German historians to the North American West Coast where they will present their research at up to four different universities. The GHI is pleased to announce the launch of the "Gerda Henkel Lectures" for GHI West in cooperation the Gerda Henkel Stiftung, one of Germany’s most important non-profit foundations. The Gerda Henkel Lectures will not only aim to broaden the individual speaker's personal research networks; it will also aim to facilitate the general dialogue between German historians and their colleagues in the U.S. and Canadian west.

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news-3737 Mon, 03 Jul 2017 10:48:00 +0200 Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen ermöglichen Forschungsaufenthalte im Ausland http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/gerald-d-feldman-reisebeihilfen-ermoeglichen-forschungsaufenthalte-im-ausland.html Die Max Weber Stiftung (MWS) vergibt mit Unterstützung der Peters-Beer-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in diesem Jahr wieder die Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen. Mit ihrer Hilfe können ab 2018 international orientierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihren Auslandsaufenthalt finanzieren. Bewerbungsfrist ist der 13. Oktober 2017. Insgesamt drei Monate können herausragende Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in mindestens zwei und maximal drei Gastländern und Regionen der Institute und Außenstellen der Max Weber Stiftung Recherchen für ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben anstellen. Die Max Weber Stiftung und die Peters-Beer-Stiftung fördern mit der Vergabe der Reisebeihilfen jährlich länderübergreifende Forschungsarbeiten, die den Geisteswissenschaften neue und originelle Impulse verleihen und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern.

Reisebeihilfen können beantragt werden für folgende Länder: Ägypten, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Libanon, Polen, Russland, Senegal, Türkei sowie die USA. Die Förderung umfasst die Fahrtkosten für die Hin- und Rückreise sowie Tagessätze in Form von Pauschalen, deren Höhe je nach Zielland variiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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news-2949 Wed, 31 May 2017 15:17:00 +0200 Publizieren im digitalen Zeitalter https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/livestream_publizieren_im_digitalen_zeitalter?nav_id=7073 Mareike König vom DHI Paris diskutiert zum Thema “Digitale Publikationen heute, ein Vademecum”. Die Veranstaltung kann im Live-Stream verfolgt werden (1. Juni 2017, 14-16 Uhr) Startseite Nachrichten news-3683 Thu, 27 Apr 2017 14:36:00 +0200 Zweiter DARIAH-DE Award in den Digital Humanities vergeben http://dhd-blog.org/?p=7883 Am 26. April 2017 verlieh DARIAH-DE zum zweiten Mal den DARIAH-DE DH-Award. Dieser Preis zeichnet innovative Forschungsbeiträge von Studierenden, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus den Geistes-, Kultur- und Informationswissenschaften sowie der Informatik aus, die mit digitalen Ressourcen oder Methoden arbeiten. Die Max Weber Stiftung ist Kooperationspartner von DARIAH-DE. Startseite Nachrichten news-3461 Mon, 19 Dec 2016 10:59:00 +0100 DAAD-Jubiläumstagung am DHI Washington http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/daad-jubilaeumstagung-am-dhi-washington.html Das DHI Washington begrüßte am 10. Dezember 2016 die Teilnehmer der Jubiläumstagung zum 25-jährigen Bestehen der DAAD-Zentren für Deutschland- und Europastudien. Gemeinsam mit Direktorin Simone Lässig diskutierten Sir Christopher Clark (University of Cambridge), Randall Hansen (University of Toronto), Charles Maier (Harvard University), Huang Liaoyu (Peking University), Krzysztof Ruchniewicz (University of Wroclaw) und Michael Werner (CIERA) zum Thema “Coalescence or Collapse – Challenges for German & European Studies in the 21st Century”. Moderiert wurde die Diskussion von Ulrich Grothus, Stv. Generalsekretär des DAAD. Die Teilnehmer stimmten darin überein, dass die gegenwärtigen globalen und nationalen Entwicklungen – insbesondere der neue Einfluss populistischer Strömungen sowie neue und nicht-überwundene Krisen – Europa und insbesondere Deutschland vor zahlreiche Herausforderungen stellen werden. Deutschland müsse dies durch die verstärkte Übernahme internationaler Verantwortung adressieren. Für die German und European Studies würden diese Entwicklungen eine verstärkte Aufklärungspflicht insbesondere durch den Verweis auf historische Ereignisse bedeuten.

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news-3363 Tue, 25 Oct 2016 08:48:00 +0200 Siggener Thesen zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter https://www.merkur-zeitschrift.de/2016/10/24/siggenthesen/ Das unter Mitarbeit von Dr. Michael Kaiser, verantwortlich für perspectivia.net, entstandene Konzept birgt neue Ansätze, die Potenziale des digitalen Publizierens umfassender auszuschöpfen. Nachrichten news-3186 Thu, 19 May 2016 09:24:00 +0200 Zum Tod des Historikers Fritz Stern http://www.ghi-dc.org/side-navigation/press-room/ghi-news/news-detail/news/detail/News/fritz-stern.html?L=0&cHash=2cbc800445446e5122994d0c43433bb6 Fritz Stern, prominenter Deutschland-Historiker und Freund des DHI-Washington, ist am 18. Mai im Alter von 90 Jahren in New York gestorben. Startseite news-3116 Tue, 03 May 2016 11:59:00 +0200 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Institute und der Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung gratulieren Arnold Esch ganz herzlich zu seinem 80. Geburtstag und wünschen ihm alles Gute. http://dhi-roma.it/fileadmin/user_upload/pdf-dateien/Veranstaltungsprogramme/2016/20160506_Maertl_invito.pdf Der Historiker Arnold Esch war von 1988 bis 2001 Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Zu seinen Ehren findet dort am 6. Mai 2016 ein Festakt statt. Den Festvortrag hält Claudia Märtl zum Thema „Noch mehr wahre Geschichten aus dem Mittelalter? Bittschriften an den Consiglio Generale in Siena“. Startseite news-3112 Wed, 20 Apr 2016 12:07:00 +0200 Recht, Kultur, Rechtskultur. Der Einfluss kultureller Vielfalt auf die Rechtsentwicklung http://www.geisteswissenschaft-im-dialog.de/programm/veranstaltung/datum/2016/04/29/recht-kultur-rechtskultur-der-einfluss-kultureller-vielfalt-auf-die-rechtsentwicklung.html Die Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ findet am 29. April 2016 um 18:00 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt. Dabei steht die Frage der Integration kultureller Vielfalt in Rechtsstrukturen, in Bezug auf Unterschiede in nationalstaatlichen Rechtsordnungen und dem historischen Kontext, im Zentrum. Startseite news-3104 Mon, 18 Apr 2016 10:12:00 +0200 Innovation through Tradition? Jewish Educational Media and Cultural Transformation in the Face of Modernity http://www.ghi-dc.org/index.php?option=com_content&view=article&id=1621&Itemid=1399 Das Deutsch-Israelische Forschungsprojekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gegründet wurde, rückt die Rolle der Bildung, der Religion sowie Aktionen und Verhandlungen der Transformation des jüdischen Lebens und der Gesellschaft in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Nachrichten news-3043 Tue, 15 Mar 2016 12:17:00 +0100 Das Deutsche Historische Institut in Paris hat eine neue Website http://www.dhi-paris.fr/home.html Gratulation zu einem gelungenen Auftritt! Startseite news-2970 Thu, 11 Feb 2016 10:38:00 +0100 Instrumentalmusik ‚neben‘ Haydn und Mozart. Analyse, Aufführungspraxis und Edition http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/instrumentalmusik-neben-haydn-und-mozart-analyse-auffuehrungspraxis-und-edition-1.html 18.-19.02.2016, Konferenz, Saarbrücken Haydn und Mozart sind jedem bekannt, ebenso Beethoven. Doch wer waren die anderen? – Um das Umfeld und die Zeitgenossen der Wiener Klassiker geht es bei einer Tagung am 18. und 19. Februar an der Universität des Saarlandes, die das Institut für Musikwissenschaft veranstaltet. Rund 20 Experten aus aller Welt werden sich mit der Analyse, Aufführungspraxis und Edition von Instrumentalmusik des ausgehenden 18. Jahrhunderts befassen. Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: s.klauk(at)mx.uni-saarland.de.

Die Werke der „großen“ Wiener Klassiker gelten als Maßstab für die Instrumentalmusik des ausgehenden 18. Jahrhunderts. „Doch das ist nicht das ‚normale‘ Repertoire. Es gibt viel mehr Werke dieser Zeit, doch die werden in der musikwissenschaftlichen Analyse kaum beachtet“, sagt Stephanie Klauk. Die promovierte Musikwissenschaftlerin hat am Deutschen Historischen Institut in Rom drei Jahre lang über italienische Instrumentalmusik der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geforscht. Dabei ist sie auf eine Fülle von Komponisten gestoßen, die als Zeitgenossen der Wiener Klassiker eigene Maßstäbe setzten. „So kann man beim Steichquartett fast von einer eigenen italienischen Tradition sprechen“, erläutert sie beispielhaft. Gemeinhin gilt Haydn als Begründer des Streichquartetts. „Doch in Italien haben zeitgleich Luigi Boccherini und zahlreiche andere Komponisten Streichquartette geschrieben, die sich formal und stilistisch von denen der Wiener Klassiker unterscheiden“, sagt Klauk.

Das Interesse an den weniger bekannten Zeitgenossen von Haydn, Mozart und Beethoven habe zwar zugenommen und sich mittlerweile in Aufführungen und Editionen niedergeschlagen. Auf Musikgeschichtsschreibung und musikalische Analyse wirkte sich dies jedoch noch nicht aus, hat die Musikwissenschaftlerin festgestellt. So werden Werke immer noch an den Ausnahmekompositionen der Wiener Klassiker gemessen und historisch beurteilt. In diese Lücke will die internationale Tagung in Saarbrücken vorstoßen: „Anhand des umfangreichen Repertoires weitgehend unbekannter Komponisten wollen wir Alternativen zu den traditionellen Prämissen und Analysemethoden aufzeigen“, erklärt Stephanie Klauk.

Im Rahmen der Tagung findet Donnerstag, 18. Februar, um 18 Uhr ein öffentlicher Abendvortrag statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Prof. Robert O. Gjerdingen von der Northwestern University (Chicago) spricht zum Thema „The Perils of Being Right: Mozart’s ‚Obviously Corrupt‘ Minuet K. 331“ (Gebäude C5 2, EG, Raum 0.01).

Die Tagung „Instrumentalmusik ‚neben‘ Haydn und Mozart. Analyse, Aufführungspraxis und Edition“ wird finanziert von der Max Weber Stiftung. Die Veranstaltung bildet den Abschluss eines einjährigen Forschungsstipendiums der Stiftung, mit dem Dr. Stephanie Klauk nach dreijähriger Tätigkeit in der Musikabteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom an das Institut für Musikwissenschaft der Universität des Saarlandes gewechselt ist.

Zum Programm

Zur Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

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news-2945 Wed, 03 Feb 2016 14:41:00 +0100 Weltwissen und Weltdeutung in Schul-und Kinderbüchern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts http://www.gei.de/news/artikel/news/detail/News/internationale-tagung-die-welt-der-kinder.html Internationale Tagung an der Universität Zürich vom 4. bis 6. Februar 2016 unter Beteiligung des DHI Washington. Startseite Nachrichten news-2927 Tue, 02 Feb 2016 09:29:00 +0100 Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte in Paris hat eine neue Website https://dfk-paris.org/ Gratulation zu einem gelungenen Auftritt! Startseite Nachrichten news-2918 Tue, 02 Feb 2016 09:19:00 +0100 Neue Tools für neue Fragen? - Chancen und Grenzen digitaler Geisteswissenschaften http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/neue-tools-fuer-neue-fragen-chancen-und-grenzen-digitaler-geisteswissenschaften.html Unter der Leitung des Georg-Eckert-Instituts in Braunschweig sowie des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam laden die historischen CLARIN-D-Facharbeitsgruppen im Rahmen der Tagung "Digitale Geisteswissenschaften - neue Tools für neue Fragen?" am 8. Februar 2016 zu einer Podiumsdiskussion rund um die Zukunft der Digital Humanities in den Geisteswissenschaft ein. Die Geisteswissenschaften blicken auf die Digital Humanities nicht ausschließlich nur mit Neugier, sondern auch mit einiger Skepsis. Zugleich befindet sich die Nutzung digitaler Verfahren zur Auswertung und Analyse aus Sicht der Anwender noch in den Anfängen. Das gilt auch für die Debatte über daraus folgende methodologische Neuausrichtungen.

Aus diesem Grund laden die historischen CLARIN-D-Facharbeitsgruppen unter Leitung des Georg-Eckert-Instituts in Braunschweig und des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam im Rahmen der Tagung „Digitale Geschichtswissenschaft – neue Tools für neue Fragen?“ am 8. Februar 2016 zu einer Podiumsdiskussion ein.

 Wie steht es um die Zukunft der Digital Humanties in den Geisteswissenschaften? Muss es einen methodologischen digital turn in den Geschichts- und Geisteswissenschaften geben? Erschließt sich daraus ein innovativer fachlicher Erkenntnisgewinn oder Mehrwert, der erst durch digital erschlossene Quellenbestände ermöglicht wird?


Teilnehmer/Diskutanten:

 Simone Lässig
 Deutsches Historisches Institut Washington D.C.

 Martin Sabrow
 Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

 Rüdiger Hohls
 Humboldt-Universität zu Berlin

 Ernesto William de Luca
 Georg-Eckert-Institut Braunschweig

 Moderation:

 Annette Schuhmann
 Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Hinweise zur Teilnahme:
 Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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news-2826 Thu, 07 Jan 2016 13:43:00 +0100 "Anschlag auf die Vielfalt" http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/anschlag-auf-die-vielfalt.html Godehard Janzing, Stellvertretender Direktor des DFK Paris, im dpa-Gespräch zum Terrorjahr in Frankreich. http://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/Vor-einem-Jahr-Anschlag-auf-Charlie-Hebdo-startet-Terrorserie;art16698,9073123

http://www.diariolasamericas.com/440_mundo/3545699_atentado-charlie-hebdo-inauguro-ano-terror-francia.html

http://www.dw.com/es/el-atentado-contra-charlie-hebdo-inaugur%C3%B3-un-a%C3%B1o-de-terror-en-francia/a-18962478

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news-2789 Tue, 05 Jan 2016 14:00:00 +0100 Contemporary Image Conflicts: Violence and Iconoclasm from Charlie Hebdo to ISIS http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/contemporary-image-conflicts-violence-and-iconoclasm-from-charlie-hebdo-to-isis.html 14.01.2016, Workshop, Warburg Institute On 14 January 2016 the Warburg Institute in conjunction with the research project "Bilderfahrzeuge: Aby Warburg´s Legacy and the Future of Iconology" is organizing the workshop

"Contemporary Image Conflicts: Violence and Iconoclasm from Charlie Hebdo to ISIS"

with David Freedberg (Warburg Institute), Christiane Gruber (University of Michigan), Hugh Kennedy (SOAS, University of London) and Sussan Babaie (Courtauld Institute of Art) on 14 January 2016. The workshop takes place from 2 until 5 pm at the Warburg Institute.

The attendance is free of charge. Please, register before 10 January by emailing warburg@sas.ac.uk.

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news-2786 Fri, 18 Dec 2015 16:51:00 +0100 Wissen auf der Flucht. Ein Memorandum http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/wissen-auf-der-flucht-ein-memorandum.html Veröffentlicht im Anschluss an die Veranstaltung "Wissen auf der Flucht. Deutsche Akademikerinnen und Akademiker auf der Flucht, 1933-1945" am 17. Dezember 2015 in American Academy Berlin. 18. Dezember 2015
PD Dr. Carola Dietze (Universität Gießen)
Prof. Dr. Claus-Dieter Krohn (Universität Lüneburg)
Prof. Dr. Simone Lässig (German Historical Institute Washington)
Prof. Dr. Stefan Leder (Orient-Institut Beirut)
Prof. Dr. Dr. h. c. Hartmut Lehmann (Universität Kiel)
Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, LMU München)

Wissen auf der Flucht. Ein Memorandum

Aus der Geschichte kann man nur selten direkt lernen. Was den Umgang mit den Flüchtlingen aus dem Nahen und Mittleren Osten betrifft, gibt es jedoch Erfahrungen, die einen solchen Lernprozess ermöglichen können. Darauf verwies das am 17. Dezember in der American Academy in Berlin vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, der Max Weber Stiftung und dem Deutschen Historischen Institut Washington unter Leitung von Simone Lässig und Carola Dietze veranstaltete Symposium „Wissen auf der Flucht. Deutsche Akademikerinnen und Akademiker auf der Flucht, 1933-1945“. Die Veranstaltung beschäftigte sich mit der Aufnahme und Integration von politisch und religiös Verfolgten aus dem nationalsozialistisch beherrschten Deutschland in verschiedenen westeuropäischen Ländern, in der Türkei und in den Vereinigten Staaten von Amerika in den Jahren nach 1933.

Vor diesem historischen Hintergrund begrüßen die Unterzeichnenden dieses Memorandums, dass eine Reihe von Stiftungen, Universitäten sowie politische und private Akteure ähnliche Initiativen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Nahen und Mittleren Osten ergriffen haben. Wir halten es für notwendig, dass diese Initiativen mit langem Atem verfolgt werden.

In den 1930er und 1940er Jahren zeigten eine Reihe von Maßnahmen zur Aufnahme und Integration von aus Deutschland und Europa geflohenen Akademikerinnen und Akademikern nachhaltige Wirkung:
a) Der Wirtschaftswissenschaftler Alvin Johnson etablierte 1933 an der New School for Social Research in New York eine Graduate School, die University in Exile, an der insgesamt 183 Hochschullehrer, Politiker und hohe Verwaltungsbeamte forschten und lehrten, die aus Deutschland, Österreich und Italien geflohen waren (darunter Hans Kelsen, Arnold Brecht und später Hannah Arendt sowie als Gäste Thomas Mann und Paul Tillich). Die University in Exile vereinigte die größte Gruppe an geflüchteten Akademikern aus Deutschland und diente der Politikberatung sowie dem Ideentransfer von und nach Europa. Die Graduiertenschule und ihre Mitglieder wurden durch Spenden sowie Stipendien von Privatpersonen und Stiftungen finanziert.
b) Große amerikanische Stiftungen wie die Rockefeller und die Carnegie Foundation und Organisationen wie das Emergency Committee in Aid of Displaced Foreign Scholars vergaben Stipendien und Anschubfinanzierungen an Akademiker, die aus Deutschland, Österreich und Italien geflohen waren und in den USA oder anderen Aufnahmeländern Anschluss an eine Universität fanden, die sie gern als Hochschullehrer gewinnen wollte. Die Vermittlung geschah über Listen, auf denen die Flüchtlinge aufgeführt waren.
c) Stipendien wurden auch an eine größere Anzahl jüngerer Flüchtlinge vergeben, die ein Zeugnis der Hochschulreife mitbrachten. Damit wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, an Universitäten im Exilland zu studieren. Viele von ihnen sind bedeutende Intellektuelle geworden, die in vielfältiger Hinsicht Brücken zwischen den USA und ihren Herkunftsländern gebaut haben und aktiv in die Planungen für den Wiederaufbau eines demokratischen Deutschlands eingebunden waren.

Die gezielte Förderung akademisch gebildeter Flüchtlinge hatte ebenso positive Folgen für das Gastland wie für die Herkunftsländer: So trug die Politikberatung der europäischen Emigranten in den USA dazu bei, für Europa einen Weg aus der Gewaltspirale zu finden und für die Zeit nach dem Ende des Krieges nachhaltige, demokratisch orientierte politische Lösungen zu schaffen. Emigranten und Remigranten, die in ihren Exilländern demokratisch funktionierende Gesellschaften kennengelernt hatten, leisteten nach Ende des Krieges einen maßgeblichen Beitrag zum Aufbau und zur Stabilisierung der Demokratie in der Bundesrepublik (man denke nur an profilierte Sozialwissenschaftler wie Ernst Fraenkel, Richard Löwenthal und Ossip Flechtheim in Berlin, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in Frankfurt, Arnold Bergstraesser in Freiburg, Helmuth Plessner in Göttingen oder an Politiker wie Ernst Reuter in Berlin, Max Brauer in Hamburg oder Wilhelm Hoegner in Bayern).

In den USA aber auch in anderen Zufluchtsländern wurden akademische Disziplinen gestärkt oder neu geschaffen. Die Zuwanderung von Akademikern trug dazu bei, dass amerikanische Wissenschaftseinrichtungen zu den führenden der Welt wurden. Innerhalb der USA stand ein umfangreiches Expertenwissen zu Fragen der europäischen Geschichte und Gesellschaft zur Verfügung, das nicht zuletzt für die Ausbildung amerikanischer Politiker, Diplomaten und Wirtschaftseliten genutzt werden konnte.

Auch die Türkei bot vielen deutschsprachigen Wissenschaftlern, Musikern und Kulturschaffenden in den Jahren nach 1933 Zuflucht. Ihre Tätigkeit an den Universitäten und Hochschulen des Landes leistete einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung und für eine Annäherung an Europa. Auch aus der Türkei fanden herausragende Wissenschaftler den Weg zurück an deutsche Universitäten, man denke an Ernst Eduard Hirsch, Hans Marchand, Fritz Neumark und Georg Rohda.

Die Emigration aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, die wir aktuell erleben, unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von der Emigration aus Europa nach 1933. Gleichwohl sind zentrale historische Erfahrungen der akademischen Flüchtlingshilfe auch, ja gerade angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen relevant.

Eine Reihe von Akteuren hat – ob direkt vom amerikanischen Beispiel inspiriert oder nicht – bereits Initiativen gestartet, die geflohenen Akademikern die Chance geben können, ihre Expertise in und für europäische Gesellschaften einzubringen. So haben die EU, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Alexander von Humboldt-Stiftung je spezielle, aber auch aufeinander abgestimmte Programme auf den Weg gebracht. Die nach Philipp Schwartz, dem Begründer der „Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland“ (1933), benannte Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung wird von fünf großen Stiftungen (Krupp von Bohlen und Halbach, Fritz Thyssen, Gerda Henkel, Klaus Tschira, Robert Bosch) und dem Auswärtigen Amt unterstützt.

Als Historikerinnen und Historiker begrüßen wir all diese Konzepte und Ansätze. Sie fördern das Expertenwissen über den Nahen und Mittleren Osten in Deutschland wie Europa und können im Dialog die Entwicklung von Demokratie, Chancengleichheit und Rechtsstaatlichkeit in den Herkunftsländern der Geflüchteten unterstützen.

Die deutsche Erfahrung hat gezeigt, dass eine offene Gesellschaft gerade nicht allein at gunpoint aufgebaut werden kann, sondern der Gewinnung ihrer Bürger bedarf. Emigranten und Remigranten haben sich in Deutschland als wichtige Vermittler demokratischer Überzeugung erwiesen. Mit Hilfe von Programmen für geflohene Akademikerinnen und Akademiker aus dem Nahen und Mittleren Osten kann Deutschland ebenso wie andere Länder in der Europäischen Union einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsgestaltung leisten. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, deren wissenschaftliches Potenzial zu fördern.

Das Memorandum wird veröffentlicht im Anschluss an die Veranstaltung „Wissen auf der Flucht. Deutsche Akademikerinnen und Akademiker auf der Flucht, 1933-1945“ am 17. Dezember 2015 in American Academy Berlin. Das Programm ist hier einsehbar: http://www.historikerverband.de/verband/veranstaltungen/wissen-auf-der-flucht.html.

Kontakt:
Dr. Nora Hilgert
Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V.
c/o Goethe-Universität, Senckenberganlage 31-33, 60325 Frankfurt am Main
Tel.: 01736624432; E-Mail: info(at)historikerverband.de

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news-2757 Tue, 01 Dec 2015 12:04:00 +0100 Wissen auf der Flucht. Deutsche Akademikerinnen und Akademiker im Ausland, 1933-45 http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/wissen-auf-der-flucht-deutsche-akademikerinnen-und-akademiker-im-ausland-1933-45-2.html Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsthematik in Deutschland und Europa veranstalten der VHD und die Max Weber Stiftung gemeinsam mit dem DHI Washington eine Tagung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema Flucht und Migration am 17. Dezember 2015 in der American Academy in Berlin. Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), die Max Weber Stiftung (MWS) und ihr Deutsches Historisches Institut (GHI) Washington widmen sich dem derzeit so aktuellen Thema „Flucht” in einer besonderen historischen Tiefendimension. Am 17. Dezember 2015 nehmen diese Institutionen gemeinsam mit renommierten Historikerinnen und Historikern die akademische Zwangsemigration nach 1933 aus Deutschland und Europa und die Reaktion insbesondere der US-amerikanischen Politik sowie von wissenschaftlichen Institutionen, Organisationen und Stiftungen näher in den Blick: Welche Formen akademischer Flüchtlingshilfe lassen sich ausmachen? Welche Ansätze von Unterstützung und Integration wurden verfolgt, welche Motive lagen ihnen zu Grunde und welche Folgen zeitigte die Aufnahme von Akademikerinnen und Akademikern aus dem nationalsozialistisch beherrschten Europa für Wissenschaft, Staat und Gesellschaft im Aufnahmeland?

Die Veranstaltung zielt auf eine kritisch-historische Analyse, die vor dem Hintergrund aktueller Problemlagen ein Bewusstsein für die Ambivalenz akademischer Flüchtlingshilfe und damit verwobener Integrationsprozesse schafft. Zivilgesellschaftliche Courage, Solidarität, philanthropisches Handeln und Vertrauen in die wissenschaftlichen Potenziale und die persönliche Integrität von Emigrantinnen und Emigranten bzw. Flüchtlingen sollen ebenso in den Blick genommen werden wie das ausgeprägte Nützlichkeitsdenken vor allem staatlicher Akteure und das latente Misstrauen, das vielen emigrierten Akademikerinnen und Akademikern entgegen schlug. Denn einerseits erkannte man in diesen Personen Potenziale, die der Wissenschaft im Aufnahmeland nutzen und sich auch in Kriegspropaganda, Geheimdienstaktivitäten und die Planung der Nachkriegsordnung einbinden lassen würden. Zum anderen wurden diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch unter einen teils antisemitisch, zumeist aber politisch-konservativ motivierten „Generalverdacht” gestellt und entsprechend überwacht. Letzteres beeinflusste nicht zuletzt Momente der Remigration, die jenseits von Integration und Neu-Verortung ab 1945 wieder möglich wurde.

Die Veranstaltung greift ein seit der Gründung des GHI Washington zentrales Thema auf, rahmt es aber mit der Konzentration auf Muster und Modelle konkreter Hilfe zugleich neu. Der VHD hat sich dem Thema Flucht und Migration in Bezug auf „Deutschland als Einwanderungsland“ bereits auf dem 50. Deutschen Historikertag 2014 angenommen.

Vor dem Hintergrund der historischen Analyse soll auf einer abschließenden Podiumsdiskussion die aktuelle Flüchtlingsthematik in Deutschland und Europa diskutiert werden: Welche Verantwortung tragen die Akteurinnen und Akteure der deutschen Wissenschaft und Wissenschaftspolitik für Hilfe und Integration? Wie kann das wissenschaftliche Potential dieser Migration genutzt bzw. überhaupt aktiviert werden und welche Parallelen und Unterschiede sind zwischen den thematisierten historischen und den aktuellen Entwicklungen zu erkennen?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der American Academy.

Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Plätze begrenzt ist, wir bitten daher um vorherige Anmeldung unter info@historikerverband.de.


Berlin, 17. Dezember 2015
Ort: American Academy Berlin, Am Sandwerder 17-19, 14109 Berlin (S-Bahn Wannsee)

Programm:

10:30 Uhr    Begrüßung
Prof. Dr. Prof. Dr. Gerhard Casper (American Academy)
Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (VHD)
Prof. Dr. Hans van Ess (MWS)

10.45 Uhr    Einführung

Prof. Dr. Simone Lässig (GHI Washington)
PD Dr. Carola Dietze (Universität Gießen)

11.15 Uhr    Deutsche Akademikerinnen und Akademiker auf der Flucht
PD Dr. Christine von Oertzen (MPI für Wissenschaftsgeschichte)
Prof. Dr. Claus Dieter Krohn (Universität Lüneburg)
Moderation: Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld (Universität Stuttgart)

12.15 Uhr    Mittagspause

13.15 Uhr    Sicht des Aufnahmelandes auf emigrierte deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Malcom Richardson (National Endowment for the Humanities, Washington)
PD Dr. Carola Dietze (Universität Gießen)
Moderation: Dr. Barbara Picht (Viadrina Universität Frankfurt Oder)

14.30 Uhr     Kommunikationspause

15.00-16.30 Uhr    Flucht „damals und heute”

Prof. Dr. Stefan Leder (Orient-Institut Beirut)
Dr. Ulrike Albrecht (Alexander von Humboldt Stiftung)
Prof. Dr. Mohammad M. Mojahedi (FU Berlin)
Moderation: Dr. Anna-Lena Scholz (Die ZEIT)

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news-2709 Tue, 03 Nov 2015 14:17:00 +0100 "The Climates of History" – Klimawandel aus historischer Perspektive http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/the-climates-of-history-klimawandel-aus-historischer-perspektive.html Während die große UN-Klimakonferenz in Paris näher rückt, thematisiert das DHI Paris gemeinsam mit dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) den Klimawandel aus historischer Perspektive. Das Kolloquium vom 16.–17. November 2015 bringt die neuesten Trends einer innovativen Forschungsrichtung zusammen und ehrt zugleich Emmanuel Le Roy Ladurie, den großen Pionier der historischen Klimaforschung. Kolloquium zu Ehren von Emmanuel Le Roy Ladurie am DHIP, 16.–17. November 2015.

Der Klimawandel ist für die Geschichtswissenschaft kein Novum: vom Jahrtausendsommer 1540, eine der größten Dürrekatastrophen Europas, über das »Jahr ohne Sommer« 1816 bis hin zur Rolle des Klimas bei der Entstehung der Französische Revolution nimmt das Kolloquium die Epochen des Klimawandels in den Blick. Mit dieser historischen Perspektive leistet es einen wertvollen Beitrag zur Debatte rund um die UN-Klimakonferenz, die zwei Wochen später in Paris beginnt.

Historische Klimaforschung – eine hoch innovative Forschungsdisziplin

Seit ihren Ursprüngen in den 1950er Jahren hat die historische Klimaforschung, eine hoch innovative und noch recht junge Disziplin an der Nahtstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften sowohl ihr Spektrum als auch ihren geographischen und zeitlichen Horizont erweitert. Die Tagung in Paris vereint unterschiedliche Generationen und Forschungslinien und bündelt drei momentan vorherrschende Trends: zum einen gibt sie der Klimageschichte einen globalgeschichtlichen Rahmen. Darüber hinaus schaltet sie sich in die aktuelle Debatte über den rezenten, anthropogenen Klimawandel ein. Seit langem hat die historische Klimaforschung dazu wesentlich Beiträge geleistet, indem sie Klimabedingungen vor Beginn von Messungen rekonstruiert und die Konsequenzen historischer Klimaschwankungen untersucht hat. Zuletzt hat sie sich auch in die Diskussion um ein neues erdgeschichtliches Zeitalter, das »Anthropozän«, eingeschaltet, in dem Menschen zu einer quasi-geologischen Kraft im Erdsystem geworden sind, die den globalen Wandel heute antreiben. Menschen- und Klima- bzw. Erdgeschichte werden hier also zusammengebracht und die klassische Trennung von Menschen- und Naturgeschichte damit in Frage gestellt.

Emmanuel Le Roy Ladurie – ein Pionier der Klimaforschung

Der vielfach ausgezeichnete französische Historiker der Annales-Schule lehrte lange Jahre am Collège de France. Seine 1967 erschienene »Histoire du climat depuis l’an mil« gilt bis heute als ein Schlüsselwerk für die Klimaforschung. Mit der Rekonstruktion des Klimas aus historischen Quellen schuf er die Grundlagen für ein Forschungsprogramm, das die Disziplin »mit unsichtbarer Hand in ihre heutige Gegenwart führte« (F. Mauelshagen).

Weitere Informationen:

https://www.dhi-paris.fr/home.html

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news-2708 Tue, 03 Nov 2015 12:10:00 +0100 Neuer Forschungshorizont Afrika http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/neuer-forschungshorizont-afrika.html Das DHI Paris lanciert zum 1. November 2015 in Zusammenarbeit mit dem Centre de recherches sur les politiques sociales (Crepos) der Universität Cheikh Anta Diop eine internationale Forschungsgruppe zum Thema »Identität, Identifizierung und Bürokratisierung im subsaharischen Afrika (19.–21. Jh.). Macht, Materialität, Subjektivierung« in Dakar. Diese geographische und thematische Öffnung der Forschungsachsen des DHIP geschieht mit Unterstützung der Max Weber Stiftung und trägt der zunehmenden Internationalisierung der Geschichtswissenschaft Rechnung.

Unter der Leitung von Dr. Séverine Awenengo Dalberto (CNRS/Paris) wird die Forschungsgruppe für drei Jahre an der Universität Cheikh Anta Diop in Dakar der Frage nachgehen, mit welchen Mitteln sich Staaten und andere Institutionen ihre Mitglieder nachweisbar zuordnen und welche Identitätsgefühle aufgrund solcher Identifizierungen entstehen. Über eine Analyse der Personenerfassung als Machttechnologie hinaus geht es darum, die alltäglichen Praktiken von Staatsbürgerschaft und die Eingliederung in ein bürokratisches und schriftbasiertes Staatswesen zu erfassen. 

Dr. Johara Berriane (Berlin/Rabat) und Dr. Amadou Dramé (UCAD) sowie die Doktoranden Kelma Manatouma (Paris Ouest) und Bintou Mbaye (UCAD) werden je eine Fallstudie verfassen und dabei zwei Forschungsachsen verfolgen. Zum einen ist dies die Bürokratisierung der Identität und zum anderen die soziohistorische Fragestellung nach dem Zusammenhang von Ausweis-Identitäten, sozialen Identitäten und Subjektivierung. Zu den assoziierten Wissenschaftlern der Forschungsgruppe zählen Prof. Dr. Ibrahima Thioub und Prof. Dr. Alfred Inis Ndiaye von der Universität Cheikh Anta Dio Dakar.

Die Forschungsgruppe ist über die Universität Cheikh Anta Diop in Dakar hinaus in ein Netz von wissenschaftlichen Partnerinstitutionen und Forschungslaboren eingebunden mit denen verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen geplant sind (Seminare, Winteruniversitäten, Schreibateliers und Kolloquien). Der konstituierende Workshop der Forschungsgruppe findet am 4. November 2015 in Dakar statt.

Kooperationspartner:

  • Max Weber Stiftung
  • Forum Transregionale Studien
  • Institut des mondes africains
  • Fond d’analyses des sociétés politiques (Fasopo) und 
  • das Centre de recherches international (Ceri)/Sciences Po
  • Universität Mohammed VI Polytechnique/UM6P-Rabat

Ansprechpartner im DHI Paris: 

Prof. Dr. Thomas Maissen

Kontakt:

Dunja Houelleu, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 
E-Mail: dhouelleu@dhi-paris.fr, Tel.: +33 (0)1 44 54 24 16

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news-2697 Tue, 27 Oct 2015 12:07:00 +0100 Remembering the Ottoman Past in the Eastern Mediterranean http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/remembering-the-ottoman-past-in-the-eastern-mediterranean.html Auftakt zur zweisemestrige Vortragsreihe „Remembering the Ottoman Past in the Eastern Mediterranean“ am Orient-Institut Istanbul (26.10.2015–24.05.2016). Mit dem Zerfall des Osmanischen Reichs in mehr als ein Dutzend Nationalstaaten in Folge der politischen Entwicklungen nach den Balkan-Kriegen und dem Ersten Weltkrieg, wurde das Bewußtsein einer gemeinsamen Vergangenheit in den offiziellen Geschichtsbüchern der Nachfolgestaaten des Osmanischen Reichs weitgehend ausgeblendet.

Die von Dr. Richard Wittmann (Orient-Institut Istanbul) gemeinsam mit Prof. Dr. Evangelia Balta (Programme of Ottoman Studies, National Hellenic Research Foundation, Athen) konzipierte Vortragsreihe widmet sich über den Zeitraum eines akademischen Jahres von Oktober 2015 bis Mai 2015 der Diskussion unterschiedlicher Ausformungen des kulturellen Gedächtnisses in Bezug auf eine geteilte osmanische Vergangenheit in den Ländern des östlichen Mittelmeerraumes. Der mit großzügiger Unterstützung der griechischen Stavros Niarchos-Stiftung ermöglichte Vortragszyklus klinkt sich ein in aktuelle Forschungsschwerpunkte des Orient-Instituts Istanbul und des Programme of Ottoman Studies an der National Hellenic Research Foundation in Athen. Es wird hierbei eine Vielzahl von Quellen in den Blick genommen, die über den üblichen Quellenkanon der Historiker hinausgehen. Durch die Berücksichtigung von Selbstzeugnissen und offiziellen Dokumenten, sowie visuellen und künstlerischen Ausdrucksformen, wird hierbei der Versuch unternommen, die Brüche und Kontinuitäten aufzuzeigen, die aus den grundlegenden politischen Veränderungen des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts in diesem zuvor über Jahrhunderte einheitlichen Kulturraum resultieren. In der Tat lassen sich Aspekte des Nachwirkens des zusammengebrochenen Osmanischen Reiches bis in die Gegenwart belegen.

Die Vortragsreihe präsentiert die Arbeiten von internationalen Forscherinnen und Forschern aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit der reichhaltigen ethnischen und kulturellen Vielfalt des östlichen Mittelmeerraums auseinandersetzen. Seit der Antike ist dieser Kulturraum bekanntlich in vielerlei Hinsicht miteinander verflochten. Die Einzelvorträge thematisieren konkrete Ausformungen des Erinnerns an die osmanische Vergangenheit auf der Basis einer Fülle  höchst unterschiedlicher Quellen. Neben den Selbstzeugnissen der einstigen Bewohner sowie Beispielen aus der Regionalliteratur zeigen die Vortragenden auf, wie sich das Bewusstsein an eine gemeinsame Vergangenheit in der Musik, in Film und Photographie, sowie in bestimmten Speisen manifestiert.

Das vollständige Vortragsprogramm kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.oiist.org/veranstaltungen/aktuelle-vortragsreihe/.

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news-2642 Tue, 20 Oct 2015 10:58:00 +0200 IEG unterzeichnet Kooperationsvereinbarung mit LabEx EHNE und dem DHI Paris http://www.dhi-paris.fr/de/news/aktuelles/detail/kooperationsvereinbarung-zwischen-dem-ieg-mainz-dem-labex-ehne-und-dem-dhip.html Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz, das französische Excellenzcluster »Écrire une histoire nouvelle de l’Europe« (LabEx EHNE) und das Deutsche Historische Institut in Paris (DHIP) haben eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Startseite Nachrichten news-2575 Thu, 03 Sep 2015 09:35:00 +0200 Stefan Martens (DHI Paris) erhält französischen Verdienstorden http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/stefan-martens-dhi-paris-erhaelt-franzoesischen-verdienstorden.html Stefan Martens, stellvertretender Direktor des DHI Paris, wurde von der französischen Ministerin für Kultur und Kommunikation, Fleur Pellerin, zum Ritter des Ordens der Künste und der Literatur (chevalier de l’orde des Arts et des Lettres) ernannt. Die Französische Republik würdigt damit seine vielfältigen und langjährigen Verdienste um die deutsch-französischen Wissenschaftsbeziehungen. Stefan Martens studierte Geschichte und Philosophie an den Universitäten Frankfurt am Main und Münster/Westf. 1983 promovierte er mit einer Arbeit zur Rolle Hermann Görings in der Außenpolitik des Dritten Reiches. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Weimarer Republik, des Dritten Reiches und des Widerstandes, die Geschichte der französischen Dritten Republik und des Vichy-Regimes sowie des Alltags in Europa unter deutscher Besatzung.

Seit 1983 ist Stefan Martens wissenschaftlicher Mitarbeiter im DHI Paris, Leiter der Abteilung Zeitgeschichte und seit 2002 stellvertretender Direktor des Instituts.

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news-2529 Mon, 03 Aug 2015 14:33:00 +0200 "Mensch, Medizin und Gesellschaft" http://www.oiist.org/forschung/mensch-medizin-und-gesellschaft/ Das Orient-Institut Istanbul ist dabei ein neues Forschungsfeld zum Thema "Mensch, Medizin und Gesellschaft" in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie ins Leben zu rufen. Rasante und dynamische Entwicklungen in Wissenschaft, Medizin und Technik stellen moderne Gesellschaften vor neue Herausforderungen. Daraus ergeben sich Fragen, wie diese Entwicklungen sozio-technische, sozio-kulturelle und sozio-politische Prozesse beeinflussen. Für eine junge und dynamische Gesellschaft wie die türkische, sind diese Fragen besonders wichtig. Daher baut das Orient-Institut Istanbul das neue Forschungsfeld „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ unter der Leitung der Dipl.-Soz.-Wiss. Melike Şahinol auf.

Aufgabe des Forschungsfelds ist es, diese Prozesse systematisch zu untersuchen und dabei die Folgen dieser Dynamiken für Mensch und Gesellschaft zu verstehen. Innerhalb dieses Forschungsfeldes werden beispielsweise Technik-Körper-Konfigurationen und Aushandlungsprozesse über Gestalt und Wesen des Menschen behandelt. Darunter fallen Themen wie „Optimierung“ des Menschen, z. B. durch Körpermodifikationen wie Schönheitsoperationen, aber auch durch Monitoring von Vitalparametern (Self-Tracking), Reproduktionstechnologien sowie Formen der Manipulation des menschlichen Erbguts.

Das Orient-Institut Istanbul ist ein turkologisches und regional-wissenschaftliches Forschungsinstitut im Verbund der Max Weber Stiftung. In enger Kooperation mit türkischen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern widmet sich unser Institut einer Vielzahl unterschiedlicher Forschungsgebiete. Zentraler Kooperationspartner des Orient-Instituts im Forschungsfeld „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ ist das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie.

Bei Fragen zu diesem neuen Forschungsfeld steht Ihnen dessen Leiterin Melike Şahinol gerne zur Verfügung.

Kontakt

Melike Sahinol
Orient-Insitut Istanbul
Susam Sokak 16-18, D. 8
TR-34433 Cihangir – Istanbul

sahinol(AT)oidmg.org

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news-2515 Wed, 22 Jul 2015 08:44:00 +0200 Nachruf auf Professor Masahiko Aoki http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/nachruf-auf-professor-masahiko-aoki.html Das Deutsche Institut für Japanstudien (DIJ) Tokyo und die gesamte Max Weber Stiftung trauern um Professor Masahiko Aoki, der am 15. Juli in Palo Alto starb. Professor Aoki war einer der international renommiertesten japanischen Wirtschaftswissenschaflter.  Seine vergleichende institutionelle Forschung zu Unternehmen, Corporate Governance und Wirtschaftssystemen hatte einen nachhaltigen Einfluss über die Japanforschung hinaus. Er war Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des DIJ von 2004 bis 2008. Wir konnten von seinem fachkundigen Rat und seinem internationalen Erfahrungsschatz reichlich profitieren.

 

 

The DIJ Tokyo and the Max Weber Foundation are sad to announce the death of Professor Masahiko Aoki, who passed away on 15 July 2015, in Palo Alto. Professor Aoki has been one of the internationally most renown Japanese economists. His comparative institutional research on firms, corporate governance and economic systems had a lasting impact beyond Japanese Studies. From 2004 to 2008 he served as a member of the DIJ's scientific advisory board. We greatly benefited from his advice and rich international research background.

 

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news-2505 Wed, 08 Jul 2015 15:36:00 +0200 Historisches Kolleg: "Das Maß aller Dinge" bei ARD-alpha http://www.historischeskolleg.de/aktuelles/archiv-pressemitteilungen/pressemitteilungen/vortraege-von-zwei-stipendiaten-des-historischen-kollegs-bei-ard-alpha/ Peter Kramper, ehemaliger Mitarbeiter am DHI London, stellt kommende Woche in der Reihe "alpha-Campus" der ARD Erkenntnisse aus seiner Forschung über das Messen, Zählen und Wiegen im modernen Westeuropa vor. Die Sendung wird am Mittwoch den 15. Juli 2015 um 19:00 Uhr auf ARD-alpha ausgestrahlt. Nachrichten Startseite news-2498 Wed, 01 Jul 2015 13:40:00 +0200 Neue Interviewreihe auf unserem TRAFO-Blog "All Things Transregional" https://trafo.hypotheses.org/2456 Was bedeutet Transregionale Forschung? Wem kann sie nützen? Wo sind ihre Grenzen? Mit der neuen Interviewreihe »All Things Transregional« eröffnen wir die Diskussion und fragen ausgewiesene WissenschaftlerInnen nach ihren Erfahrungen, wichtigen Themen und der Zukunft der transregionalen Studien. Die Gesprächsreihe beginnt mit Sebastian Conrad, Professor für Global History an der Freien Universität Berlin und Mitglied des Vorstands des Forum Transregionale Studien. Nachrichten Startseite news-2397 Mon, 18 May 2015 11:41:00 +0200 Besuch beim Forschungsverbund "Bilderfahrzeuge" http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/besuch-beim-forschungsverbund-bilderfahrzeuge.html Während seines London-Aufenthalts am 15. Mai 2015, nahm der Präsident der Max Weber-Stiftung, Prof. Dr. Hans van Ess, die Gelegenheit wahr, dem Forschungsverbund "BILDERFAHRZEUGE - Aby Warburg's Legacy and the Future of Iconology" einen Besuch abzustatten. Der interdiziplinäre Forschungsverbund wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit der Max Weber Stiftung am Warburg Institute der Universität London eingerichteten und widmet sich der Erforschung der Wanderung von Bildern, Objekte, Waren und Texten. Kurz gesagt der Wanderung von Ideen in einem breiten historischen und geografischen Kontext.

Neben einem ausführlichen Gespräch mit dem Sprecher des Forschungsverbunds, Prof. Dr. Andreas Beyer, über die Struktur und Zielsetzung, stand die Begegnung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Projekts im Zentrum, die ihre jeweiligen Teilprojekte und die gemeinsamen Aktivitäten des Forschungsverbunds präsentierten. Den Abschluss des Besuchs bildete eine Führung durch das am Warburg Institute angesiedelte persönliche Archiv Aby Warburgs (1866-1929), das zusammen mit den Beständen der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg 1933 von Hamburg nach London verbracht und so vor dem Zugriff und der Zerschlagung durch die Nationalsozialisten gerettet wurde.

Dr. Eckart Marchand, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsverbunds im Warburg Archiv, erläuterte, unter anderem, die Funktion der legendären "Zettelkästen" Warburgs, vor deren Hintergrund auch ein Foto entstand.

Weitere Informationen und Beiträge zum Forschungsverbund unter: iconology.hypotheses.org

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news-2000 Thu, 07 May 2015 12:18:00 +0200 Befreiung? Sieg? Niederlage? Interviews zum Kriegsende (3): Polen http://mws.hypotheses.org/26857 Im Rahmen des 70. Jahrestags des Kriegsendes in Europa eröffnet die Max Weber Stiftung einen Einblick in die Erinnerungskultur der Gastländer ihrer Institute. Neben einer Auseinandersetzung mit dem Gedenken an 1945 geben wir auch einen kurzen Einblick in die jeweiligen Forschungstendenzen zum Zweiten Weltkrieg. Paweł Brudek, ein ehemaliger Stipendiat am Deutschen Historischen Institut Warschau, schildert in folgendem Interview wie an das Kriegsende in Polen erinnert wird. Startseite Nachrichten news-1999 Wed, 06 May 2015 09:28:00 +0200 "Es gibt kein richtiges Gedenken am falschen Ort" http://www.deutschlandradiokultur.de/denkmalstreit-in-warschau-es-gibt-kein-richtiges-gedenken.2156.de.html?dram:article_id=319003 Katrin Stoll vom DHI Warschau im Interview mit Deutschlandradio Kultur zum Streit um das "Denkmal der Gerechten" in Polen. Startseite Nachrichten news-2371 Wed, 06 May 2015 09:10:00 +0200 Befreiung? Sieg? Niederlage? Interviews zum Kriegsende (2): Italien http://mws.hypotheses.org/26849 Im Rahmen des 70. Jahrestags des Kriegsendes in Europa eröffnet die Max Weber Stiftung einen Einblick in die Erinnerungskultur der Gastländer ihrer Institute. Neben einer Auseinandersetzung mit dem Gedenken an 1945 geben wir auch einen kurzen Einblick in die jeweiligen Forschungstendenzen zum Zweiten Weltkrieg. Wie an das Kriegsende in Italien erinnert wird, schildert Lutz Klinkhammer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Rom. Startseite Nachrichten news-2370 Tue, 05 May 2015 09:53:00 +0200 Befreiung? Sieg? Niederlage? Interviews zum Kriegsende (1): Frankreich http://mws.hypotheses.org/26843 Im Rahmen des 70. Jahrestags des Kriegsendes in Europa eröffnet die Max Weber Stiftung einen Einblick in die Erinnerungskultur der Gastländer ihrer Institute. Neben einer Auseinandersetzung mit dem Gedenken an 1945 geben wir auch einen kurzen Einblick in die jeweiligen Forschungstendenzen zum Zweiten Weltkrieg. Den Anfang macht Stefan Martens, Stellvertretender Direktor des Deutschen Historischen Institut in Paris. Startseite Nachrichten news-2040 Mon, 10 Nov 2014 15:59:00 +0100 Neue Quelleneditionen aus der Max Weber Stiftung http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/neue-quelleneditionen-aus-der-max-weber-stiftung.html Auf quellen-perspectivia.net stehen nun der Briefwechsel zwischen Henri Fantin-Latour und Otto Scholderer (1858-1902) des DFK Paris und das "Judenporzellan" der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten online zur Verfügung. Briefwechsel zwischen Henri Fantin-Latour und Otto Scholderer (1858-1902)

Hg. von Mathilde Arnoux, Thomas W. Gaehtgens und Anne Tempelaere-Panzani Kritische Online-Ausgabe 2014

http://quellen-perspectivia.net/fantin-scholderer

 

Das "Judenporzellan"

Eine kommentierte Quellenpräsentation zur Rechts- und Sozialgeschichte der Juden im friderizianischen Preußen (1769–1788)

Hg. von Tobias Schenk

2., leicht geänderte Auflage 2014

http://quellen-perspectivia.net/judenporzellan

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news-1959 Tue, 16 Sep 2014 11:48:00 +0200 dpa-Interview mit Prof. Heinz Duchhardt zum Wiener Kongress http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/dpa-interview-mit-prof-heinz-duchhardt-zum-wiener-kongress.html Wien (dpa) - Die Feldzüge Napoleons hatten die Grenzen und Machtverhältnisse in Europa neu geordnet. Nach der Niederlage des Korsen galt es, eine neue, möglichst beständige Ordnung zu finden. Aus Sicht des Mainzer Historikers Heinz Duchhardt hat - bei aller berechtigten Kritik - der Wiener Kongress nicht ungeschickt agiert. Frage: Wie sehr trifft das Bonmot: «Der Kongress tanzt, aber er bewegt sich nicht» das Geschehen? 

Antwort: Gerade zum Jahreswechsel 1814/1815 konnten die Bürger Wiens durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Kongress vor allem tanzt - es gab viele Feuerwerke, Paraden, Redouten und Bälle. Die Stimmungslage vieler Teilnehmer schwankte zwischen einer vorläufigen Langeweile und Amüsement. Die Arbeit schien in den Hintergrund gedrängt. 

Frage: Das ist aber nur die halbe Wahrheit? 

Antwort: In Wirklichkeit gab es aber schon sehr intensive Gespräche in allen möglichen Konstellationen, aber nie in einem Plenum. Thematisch ausgerichtete Kommissionen und Komitees spielten eine zentrale Rolle. Das war eine neue Stufe des Kongresswesens. 

Frage: Wurde nach der gewaltvollen Neugestaltung Europas durch Napoleon die Uhr einfach wieder zurückgedreht? 

Antwort: Nein. Es war keine einfache «Restauration» der Lage vor Napoleon. Es war vielmehr eine zeitgemäße Fortentwicklung der europäischen Landkarte, eine zeitgemäße Antwort auf Napoleon, dessen Eingriffe in die politischen Strukturen zu einem guten Teil übernommen werden. Die Wiener Ordnung basiert auf dem Syndikat der fünf Großmächte. 

Frage: Welche Hoffnungen erfüllten sich nicht? 

Antwort: Hoffnungen gerade der Deutschen auf nationale Einheit wurden enttäuscht. Viele Menschen haben sich mehr erwartet, beispielsweise einen Kanon von Menschen- und Bürgerrechten.

Frage: Welcher Fehler wurde - gerade im Rückblick - gemacht? 

Antwort: Das Osmanische Reich hat weder als Beobachter noch als Mitglied am Kongress teilgenommen. Zwar galt das Osmanische Reich noch nicht als «kranker Mann am Bosporus», aber gewisse Dekadenzerscheinungen waren spürbar. Der Balkan blieb ungeordnet und wurde zum Pulverfass, das hundert Jahre später zünden wird.

 

Mit freundlicher Genehmigung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Hamburg, www.dpa.de

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news-1892 Thu, 17 Jul 2014 11:14:00 +0200 DHI Warschau zu Gast beim Bundespräsidenten http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/dhi-warschau-zu-gast-beim-bundespraesidenten.html Maciej Górny, Historiker und Langzeit-Stipendiat am DHI Warschau, nahm an der Gedenkveranstaltung des Bundespräsidenten Gauck zum Ersten Weltkrieg teil. Am 27. Juni 2014, dem Vorabend des 100. Jahrestages des Attentats von Sarajewo organisierte Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue einen Tag der Erinnerung und des Ausblicks, an dem auch Maciej Górny vom DHI Warschau teilnahm.

Den Schwerpunkt des Tages bildeten die unterschiedlichsten europäischen Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg, die Entwicklung Europas in den vergangenen 100 Jahren und die internationale Theaterproduktion „Front“.

Zu der Veranstaltung wurden internationale Gäste aus Kultureinrichtungen, zeithistorischer Lehre sowie Forschung und Politik eingeladen. Teil der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion, in der  Historiker aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Polen, Russland und der Türkei über die Frage debattierten, wie unterschiedlich in ihren Ländern an den Ersten Weltkrieg erinnert werde und welchen gemeinsamen Erfahrungshorizont es gebe.

Polen wurde durch den Langfristgastforscher am Deutschen Historischen Institut Warschau - Maciej Górny  vertreten. Er publizierte gerade mit Włodzimierz Borodziej das Buch: „Nasza wojna. Imperia, 1914-1916“. („Unser Krieg. Imperien, 1914-1916“).

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news-1656 Thu, 27 Mar 2014 09:16:00 +0100 Verdienste um die deutsch-polnische Zusammenarbeit http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/verdienste-um-die-deutsch-polnische-zusammenarbeit.html Osteuropa-Historiker Prof. Dr. Eduard Mühle, Direktor der Abteilung für Osteuropäische Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), hat den polnischen Alexander-von-Humboldt-Forschungspreis erhalten. Prof. Dr. Eduard Mühle, Direktor der Abteilung für Osteuropäische Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, hat den polnischen Alexander-von-Humboldt-Forschungspreis erhalten. Die mit 24.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stiftung für die Wissenschaft in Polen – dem polnischen Pendant der Deutschen Forschungsgemeinschaft – in Kooperation mit der deutschen Alexander-von-Humboldt-Stiftung vergeben. Mit dem Preis ist eine Einladung zu einem insgesamt sechsmonatigen Aufenthalt an einer polnischen Forschungseinrichtung verbunden.

Mehr Information

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news-1655 Wed, 26 Mar 2014 17:39:00 +0100 Prof. Dr. Hartmut Berghoff im Wissenschaftlichen Beirat der GuG http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/prof-dr-hartmut-berghoff-im-wissenschaftlichen-beirat-der-gug.html Im März trat der Direktor des DHI Washington dem Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GuG) bei.

Prof. Dr. Hartmut Berghoff, der Direktor des DHI Washington wurde diesen Monat in den Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GuG) gewählt.

Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. (GUG) ist eine international anerkannte wissenschaftliche Einrichtung zur Förderung der unternehmenshistorischen Forschung. Sie ist im Council der European Business History Association (EBHA) vertreten und Mitglied der International Economic History Association (IEHA).

Die GUG stellt allen interessierten Wissenschaftlern ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch bereit. Dazu organisiert sie beispielsweise Vortragsveranstaltungen, Symposien und Arbeitskreise.

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news-1653 Mon, 24 Mar 2014 14:47:00 +0100 Auszeichnung für Professor Rex Rexheuser http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/auszeichnung-fuer-professor-rex-rexheuser.html Gründungsdirektor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau erhält das Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen für Verdienste um die Entwicklung der deutsch-polnischen Wissenschaftszusammenarbeit. Am 24. März wurde die Auszeichnung in der polnischen Botschaft in Berlin in Anwesenheit von Fachkollegen und Weggefährten überreicht.

Prof. Rex Rexheuser war Gründungsdirektor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau und leitete es von 1993-1998. Der polnische Botschafter Jerzy Marganski unterstrich in seiner Rede, dass es „dank der Offenheit und Freundlichkeit des Professors gelungen  sei, eine Atmosphäre partnerschaftlichen Dialogs zwischen den deutschen und polnischen Historikern zu schaffen.“ Diese Auszeichnung sei darüber hinaus auch eine Wertschätzung der bereits über zwanzig Jahre währenden Arbeit des Deutschen Historischen Instituts in Warschau.  

Die Laudatio auf Prof. Rexheuser hielt der Direktor des Zentrums für Historische Forschungen der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin, Prof. Robert Traba.

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news-1592 Wed, 19 Feb 2014 09:51:00 +0100 "Spannender als die Vatileaks-Affäre“ http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/spannender-als-die-vatileaks-affaere.html Die DFG verlängert ihre Unterstützung des Kooperationsprojektes des DHI Rom, der WWU Münster, und des Vatikanischen Geheimarchivs zur Erforschung vertraulicher Vatikan-Dokumente. Startseite Nachrichten news-1568 Wed, 12 Feb 2014 10:32:00 +0100 The Consumer on the Home Front http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/the-consumer-on-the-home-front.html Bericht von Jan Logemann über die gemeinsame Tagung "The Consumer on the Home Front: Second World War Civilian Consumption in Comparative Perspective" (05.12.-07.12.2013, London) des DHI London, des DHI Washington und des DHI Moskau. The home front of World War II is increasingly recognized by historians as a vital part of not only military strategies during a war with an unparalleled degree of civilian mobilization, but also as a catalyst for broader social developments for example in gender and race relations. Collaboratively organized by three German Historical Institutes, this conference looked at the relationship of war and mass consumption and the role of the consumer in the war efforts of Germany, Japan, the Soviet Union, the United Kingdom, Canada, and the United States. While mass consumption has long been associated primarily with liberal democracies, research on Nazi Germany as well as Communist countries has demonstrated the degree to which these regimes also engaged the growing importance of mass consumption – even if in the Soviet case the structures of a mass consumer society did not fully develop until after the war. In the context of the war, however, the state rather than the market often played a central role in organizing consumption across all regimes. Next to comparative questions of how war time consumption was organized and experienced, many papers also highlighted transnational exchanges and learning processes.

HARTMUT BERGHOFF (Washington) introduced the conference topic by highlighting the significance that all major powers attributed to civilian consumption during World War II, building on the lessons from the preceding war. The “modern” home front under conditions of total war was seen as paramount to maintaining civilian morale which meant that a shift to military consumption was inherently limited. Minimum standards of provisioning and a sense of distributional justice had to be ensured, consumers were mobilized to participate in production, conservation, and distribution efforts. Consumption in fashion and entertainment also served as a form of distraction while planners and marketing professionals in many countries fostered forms of “virtual consumption,” the promise of a consumerist postwar future which created a lasting legacy. SHELDON GARON (Princeton), in the first keynote address, emphasized the global and transnational nature of home front planning which runs counter to prevailing myths and narratives of national distinctiveness in collective memories of wartime experience. Taking Japan as his vantage point, Garon highlighted shared challenges in maintaining production and morale, in food security and rationing. Far from unique, the Japanese like other powers, paid close attention to the lessons of World War I with its blockades, shortages, and ultimate home front collapses. They drew on a growing international body of knowledge in nutritional science to prepare for the coming war and mounted an (ultimately failed) attempt to maintain food self-sufficiency during the war. As clothing became increasingly uniform and much of the nascent consumer goods industry was converted to wartime production, food consumption became ever more central to the Japanese war experience by the end of the conflict.

Securing civilian nutrition was generally a central element in wartime efforts to maintain the home front, as explored in the first two panels of the conference. Rationing and price controls were part of the war experience in all societies under consideration here, albeit to significantly different degrees. Food provisioning was the central challenge in the Soviet Union, as WENDY GOLDMAN (Pittsburgh) showed, and deprivation was the predominant experience of most Russian civilians. Rationing was almost entirely handled through institutional canteens while the retail sector was virtually non-existent. Still, the intricate rationing system was riddled with inequalities and corruption, often failing to provide factory workers with the bare minimum needed for survival. The consumer as an individual receded into the background in the Japanese case as well. ERICH PAUER (Marburg) discussed the role of neighborhood organizations in organizing rice rationing and the increasingly centralized distribution system which had supplanted private retailers and markets by the end of the war. In Germany, by contrast, consumer choice remained more viable and certain indulgences were seen as essential to morale. NICOLE PETRICK-FELBER (Jena) showed that while coffee consumption – due to a collapse of imports – almost entirely shifted to surrogate products, tobacco remained “vital” to the war effort. Cigarette production continued, but after 1944 the state increasingly lost control over the rationing process as black markets emerged. For the Western Allies, the situation was entirely different, as INES PRODOEHL’s (Washington) paper demonstrated. She analyzed the Combined Food Board, an international body set up in 1942 to organize the distribution of U.S. agricultural surpluses to allied nations. While shortages in areas such as fats and oils riddled Western Allies as well, American abundance and the global access to goods ensured that starvation was of little concern in the West.

Differences in available supply and the distribution of food stuffs made for very different experiences in home front consumption by civilian consumers. In the United Kingdom, as INA ZWEINIGER-BARGIELOWSKA (Chicago) explained, scarcity, not starvation, was the primary experience. While a “flat rate” rationing system promised a sense of equitable sacrifice, black markets, self-supplied consumers in the country-side and the possibility to circumvent rationing in restaurants posed challenges to the “fair share” principle and its promise to mitigate class distinctions. Still, many postwar Britons would go on to memorialize a mythical “wartime community.” Many Germans, too, FELIX RÖMER (London) argued, viewed the home front situation in a relatively positive light. Based on U.S. surveys among German POWs, he analyzed the views of Wehrmacht soldiers regarding the food situation on the home front and cross-referenced them with research about the German rationing system. In the soldiers’ perception, he concluded, the maintenance of sufficient caloric intake outweighed the negative experience of deteriorating food quality, which was not least due to the vivid memory of conditions during the First World War. DONALD FILTZER (London) analyzed Soviet home front experiences by looking at infant mortality rates. Poor hygiene and pervasive illnesses as well as shortages in milk and fuel presented rife conditions for mass mortality, which indeed spiked early in the war. Yet, overall, the war saw an eventual decline in mortality which could in part be attributed to state programs, but also speaks to the already high levels of mortality prior to the war and the continuity in experiences of deprivation and scarcity that for many Russian consumers spanned from the interwar to the postwar period.

The subsequent panel on wartime advertising provided a stark contrast to the realities of malnutrition in some countries and provided furthermore surprising parallels between liberal democracies such as the UK and the US and the more organized economy of Nazi Germany. DAVID CLAMPIN (Liverpool) related the British case where advertisers were keen to contribute to the war effort, but also careful to maintain brand-awareness and to encourage future consumption. Postwar visions of consumerism took the form of either forward-looking visions of modernity or a nostalgic promise of return to the “good old days.” The anticipation they stoked, however, proved to be a political liability as rationing continued after the war. Many American advertisers, CYNTHIA LEE HENTHORNE (New York) argued, also blurred the line between government propaganda and commercial ads. The overriding concern of U.S. industry, however, was to insure a return to an unfettered market economy in the postwar years. The consumerist world of tomorrow was to be a world of free enterprise. German advertisers, as PAMELA SWETT (Hamilton) showed, also pursued their own commercial interests. While consumer goods ads linked consumption and national expansionism, industry struggled to retain a degree of distance from the regime especially towards the end of the war. Maintaining brand awareness during rationing was central for German admen, too, and Swett’s examples suggested a surprising degree of continuity from the pre- to the postwar period.

Wartime nations thus frequently relied on “virtual consumption,” the deference of immediate consumer satisfaction in anticipation of later rewards. Next to advertising, the commercial entertainment industry was utilized to boost morale and to influence consumer desires. MILA GANEVA (Oxford, OH) discussed the prominence of fashion in wartime German media, from magazines to movies. While managing scarcity was an acknowledged reality, the imaginary consumption of luxury high fashion retained a prominent place in the media landscape. Even in the Soviet Union, as SERGEJ ZHURAVLEV (Moscow) showed, new fashion magazines appeared during the war. While textiles were extremely difficult to attain, wartime photographs attest to a continuous concern with appearing fashionable among many Russian civilians. Despite a widespread struggle for survival, Russian workers in provincial factories also often had their first encounters with theater and ballet as cultural institutions were displaced from the major population centers. ERINA MEGOWAN (Washington) argued that the Soviet policy of bringing “high culture” and brigades of performers to the hinterland during the war was well received and had a lasting impact on cultural consumption across the country. In Germany, by contrast, as NEIL GREGOR (Southampton) suggested, the continued practice of regular attendance of symphonic concerts attested to a continuation of “banal social habits” and a sense of everyday normalcy amidst total war. At least in certain areas, “normal life” persisted and a shortage in material goods meant that surplus incomes during the war could be spent on entertainment. This panel certainly raised questions about the paradoxes of wartime consumption and the at times jarring juxtaposition of cultural consumption and entertainment with pervasive mass death.

The final part of the conference focused on the legacies of wartime consumption. FRANK TRENTMANN (London) opened this section with the second keynote address. He challenged the audience to consider the implications of the war for the long-term development of mass consumption especially in the Western World. On the one hand, 1945 was not the dramatic break that is often assumed and consumer desires were long-rooted and well-developed prior to a war which did not fundamentally challenge them. On the other hand, the war left its mark on postwar mass consumption. It widened the transatlantic gap in consumption levels, it shifted tastes through wartime migration and exchanges, and it impacted generational patterns of consumption. Finally, the war heightened belief in the possibility of statecraft and planning for consumption, leading to a secular rise in taxation and public forms of consumption across Western nations.

The papers in the final panel then looked at various legacies of the war primarily through its impact on expert communities. JAN LAMBERTZ (Washington) discussed the wartime and postwar studies of U.S. and British nutrition experts which yielded new analytical techniques for measuring human “need” and “deficiencies” and which would find later application in defining civilian health standards. Looking at Canada, BETTINA LIVERANT (Calgary) showed the impact of the war on economists and policy experts. Canada’s experiences with strategic austerity, with rationing, price freezes and consumer surveys, which pre-dated those of its U.S. American neighbor, informed postwar efforts in controlling consumer spending and inflation within the framework of a Keynesian economic policy. JAN LOGEMANN (Washington) similarly argued that the wartime expansion of state-sponsored market research in the United States acted as a catalyst for postwar transformations in marketing research. Focusing on three prominent émigré consumer researchers, the paper traced both transnational transfers in consumer psychology and the entanglement of commercial, academic and government research that connected the warfare state to the postwar consumer’s republic. In the Soviet Union, OLEG KHLEVNYUK (Moscow) showed, basic structures of provision remained in place from the 1930s to the 1950s, but victory in the war promoted a growing gap between consumer expectations and the continued reality of shortages. Especially as Russian soldier came into contact with consumption levels in other parts of Europe, pressures for reform mounted leading to a “new course” after Stalin’s death. The impact of war preparations on innovations in the food industry, finally, was at the center of UWE SPIEKERMANN’s (Washington) paper, which traced the effects of efforts by German nutrition experts to improve military food. Iconic consumer goods of the postwar economic miracle, such as instant potato dumplings, he showed, were literally field tested during the war. His paper also provided an important reminder of how closely consumption on the military front and on the civilian home front were intertwined.

The concluding discussion, led by Hartmut Berghoff (Washington) and Andreas Gestrich (London), emphasized the surprising degree to which continuities could be traced in various areas of consumption from the pre- to the postwar eras. Especially for the more developed consumer economies, World War II was not as decisive a break in the long-term development of mass consumption. It did provide, however, a point for broader implicit and explicit societal debates about the role of consumption between market and state, individual and community. Despite structural similarities in the challenges posed by wartime consumption and parallel developments across regimes, the comparative look made clear that the experience for consumers also varied tremendously among the countries surveyed, with the United States and the Soviet Union representing opposite ends of a spectrum between curtailed affluence and mass deprivation. The everyday wartime experience, for example in the various constellations of black or grey market activity, was finally noted as an important field for future research – especially as the memories of wartime sacrifices helped shape the cultures of mass consumption in subsequent decades.

Conference Overview:

Welcome: Andreas Gestrich (GHI London)

Introduction: Hartmut Berghoff (GHI Washington)

Keynote: Sheldon Garon (Princeton University), The Transnational Home Front: One Perspective from Japan

Panel I: Feeding the Home Front / Management
Chair: Nikolaus Katzer (GHI Moscow)

Wendy Z. Goldman (Carnegie Mellon, Pittsburgh), The Hidden World of Soviet Wartime Food Provisioning: Rationing, Inequality, and Corruption

Nicole Petrick-Felber (University of Jena), Deprivation and Indulgence: the Nazi Consumption Policy on Tobacco and Coffee

Erich Pauer (University of Marburg), Neighbourhood Associations and Food Distribution in Japanese Cities in the Second World War

Ines Prodöhl (GHI Washington), The Food Front: Coordinating the Provision and Consumption of Food in the United States, Great Britain, and Canada

Panel II: Food / Experience
Chair: Uwe Spiekermann (GHI Washington)

Ina Zweiniger-Bargielowska (University of Illinois at Chicago), Food Consumption in Britain during the Second World War

Felix Römer (GHI London), Consumers in Uniform: The German Home Front seen from the Frontlines

Donald Filtzer (University of East London), Children on the Soviet Home Front: Nutrition, Health, and Mortality

Panel III: Advertising
Chair: Hartmut Berghoff (GHI Washington)

David Clampin (University of Liverpool), British Commercial Press Advertising in the Second World War and the Definitions of the Post-War World

Cynthia L. Henthorn (Independent Scholar, New York), Selling a better America: Advertising Strategies of the World War II on the American Home Front

Pamela Swett (McMaster University, Hamilton), Ads amid Ashes: Commerce and Consumption in Germany, 1939-1945

Panel IV: Fashion & Culture
Chair: Jan Logemann (GHI Washington)

Mila Ganeva (Miami University, Oxford, OH), Vicarious Consumption: Fashion Media and Film in Germany during the War Years 1939-43

Erina Megowan (Georgetown University, Washington), Cultural Consumption and Civilian Mobilization: Evacuated Cultural Institutions and the Soviet Hinterland in the Second World War

Neil Gregor (University of Southampton), Consuming the Canon: The Symphonic Concert Hall and its Audiences in Germany 1939-1945

Sergej Zhuravlev (Russian Academy of Sciences, Moscow), War and Fashion: the Soviet Experience

Keynote: Frank Trentmann (Birkbeck College, London), The Lesson of War: Circulation, Constraint and Collective Provision in Consumer Societies

Panel V: Legacies
Chair: Felix Römer (GHI London)

Jan Lambertz (USHMM, Washington), Measuring Human Needs in the Era of the Second World War

Bettina Liverant (University of Calgary), Strategic Austerity on the Canadian Home Front

Oleg Khlevnyuk (Russian State Archive, Moscow), The War after the War: The Soviet Mobilization Model and Mass Consumption in the 1940-50s

Jan Logemann (GHI Washington), From Wartime Research to Post-War Affluence: European Émigrés and the Engineering of American Wartime Consumption

Uwe Spiekermann (GHI Washington), A Consumer Society shaped by War: The German Experience 1935-1955

Conclusion and Final Discussion:
Hartmut Berghoff (GHI Washington) / Andreas Gestrich (GHI London)

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news-1542 Tue, 28 Jan 2014 10:30:00 +0100 Trauer um Christian Kirchner http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/trauer-um-christian-kirchner.html Das Deutsche Institut für Japanstudien (DIJ) und die gesamte Max Weber Stiftung trauern um ihren engagierten Förderer, Prof. Dr. iur. Dr. rer. pol. Dr. h. c. Christian Kirchner, der am 17. Januar 2014 in Berlin verstarb. Von 2003 bis 2011 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des DIJ und seit 2006 dessen Vorsitzender. Mit großem Engagement begleitete er die Arbeit des Stiftungsrates und trug wesentlich zum Gelingen des neuen Stiftungsgesetzes im Jahr 2009 bei. Voller Dankbarkeit blicken wir auf sein leidenschaftliches Wirken in Wissenschaft und Praxis sowie auf seine Verdienste als Pionier der ökonomischen Theorie des Rechts zurück. Seine beeindruckende Energie und seine humorvolle Herzlichkeit werden wir sehr vermissen.

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news-1503 Fri, 20 Dec 2013 09:55:00 +0100 Thomas Maissen Mitglied des Preisverleihungskomitees der Internationalen Stiftung Preis Balzan http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/thomas-maissen-mitglied-des-preisverleihungskomitees-der-internationalen-stiftung-preis-balzan.html Der Direktor des DHI Paris wurde ins Kommitee der Internationalen Stiftung Preis Balzan berufen, die weltweit die Kultur und Wissenschaften sowie verdienstvolle Initiativen für Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern fördert. Das Preisverleihungskomitee der Internationalen Stiftung Preis Balzan setzt sich aus zwanzig bedeutenden europäischen Gelehrten und Wissenschaftlern zusammen, die jedes Jahr die auszuzeichnenden Preisgebiete festlegen und die Balzan-Preisträger ermitteln.

Die Internationale Stiftung Preis Balzan fördert weltweit die Kultur und Wissenschaften sowie verdienstvolle Initiativen für Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern. Zur Verwirklichung ihrer Ziele werden alljährlich vier Preise verliehen, zwei auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Kunst und zwei auf dem der Physik, Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin.

Die Balzan-Preise werden an Forscher, Wissenschaftler bzw. Künstler vergeben, die in ihrem Tätigkeitsbereich international anerkannte Leistungen erbracht haben. Seit 2001 müssen die Preisträger laut Statuten die Hälfte der Preissumme für Forschungsprojekte verwenden, an denen vorzugsweise junge Wissenschaftler beteiligt sind.

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news-1354 Mon, 30 Sep 2013 10:46:00 +0200 Bericht zur Tagung am DHI Paris: "Frankreich und die deutsche Frage, 1945-1990" http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5041 Vom 7. bis zum 9. Februar fand am Deutschen Historischen Institut Paris, in Kooperation mit der Universität Sorbonne Nouvelle und der Universität Panthéon-Sorbonne, die Tagung „Frankreich und die deutsche Frage, 1945-1990“ statt. Der Tagungsbericht dazu befindet sich bei HSozuKult.

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news-1223 Tue, 16 Jul 2013 10:49:00 +0200 Hartmut Berghoff in Editorial Advisory Board des JHRM berufen http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/hartmut-berghoff-in-editorial-advisory-board-des-jhrm-berufen.html Der Direktor des DHI Washington, Hartmut Berghoff, wurde im Juli 2013 in den Editorial Advisory Board des Journal of Historical Research in Marketing (JHRM) berufen. Bei dem in der USA seit 2009 herausgegebenen und von der Emerald Group Publishing Limited verlegten Zeitschrift handelt es sich um das einzige "peer-reviewed academic journal", das sich auf die Geschichte der Marketingpraxis und die Dogmengeschichte des Marketing konzentriert.

Zum Mission statement des Journals

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news-1170 Fri, 14 Jun 2013 14:23:00 +0200 Ausstellung zum 60. Jahrestag des DDR-Volksaufstands mit dem DHI Warschau http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/ausstellung-zum-60-jahrestag-des-ddr-volksaufstands-mit-dem-dhi-warschau.html Die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipierte Ausstellung wird in Warschau unter Federführung der Deutschen Botschaft Warschau gezeigt, in Kooperation mit dem DHI Warschau und der Universität Warschau. Externer Link

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news-1150 Thu, 06 Jun 2013 09:56:00 +0200 Nadia von Maltzahn vom OI Beirut mit einem Beitrag im ITB infoservice http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/nadia-von-maltzahn-vom-oi-beirut-mit-einem-beitrag-im-itb-infoservice.html Die Mitarbeiterin des Orient-Instituts Beirut mit einem interessanten Artikel zum Thema "Kulturfoschung: Die arabische Gruppe für Kulturpolitik". Externer Link

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news-1127 Tue, 14 May 2013 10:33:00 +0200 Das neue Magazin der Max Weber Stiftung – Weltweit vor Ort 01/2013 http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/das-neue-magazin-der-max-weber-stiftung-weltweit-vor-ort-012013.html Das neue Magazin der Max Weber Stiftung beschäftigt sich im Schwerpunkt mit transregionaler Forschung und transnationaler Geschichte. Es enthält Beiträge der Institute in Paris (DFK), London, Moskau, Warschau und Beirut. Inhalt

Grußwort (Heinz Duchhardt)

Point de Vue
Im Gespräch mit der Preisträgerin des Internationalen Forschungsförderpreises 2013 Isabel V. Hull

Thema
Armut und Bildung in Indien. Die Transnationale Forschungsgruppe des Deutschen Historischen Instituts London (Indra Sengupta, Neu-Delhi)

Im Dialog
Georges Khalil über transregionale Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Gesche Schifferdecker, Bonn)

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Veranstaltungen

Aus den Instituten
Inverted Worlds – Congress on Cultural Motion in the Arab Region (Nadia von Maltzahn, Beirut)
Binational und multilateral: Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris definiert seine Mission (Andreas Beyer, Paris)

Forschung
Zwischen nationaler Identität und transnationaler Verflechtung. Grenzüberschreitende Forschungsperspektiven (Ruth Leiserowitz und Robert Brier, Warschau)
Moderne Nationalmythologien. So formten sie die ersten Nationen Osteuropas (Andrej Doronin, Moskau)

Personalia und Nachwuchsförderung

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Das Magazin der Max Weber Stiftung erscheint zweimal jährlich und kann über die Redaktion kostenlos abonniert werden.

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news-1046 Thu, 28 Mar 2013 17:04:00 +0100 Wissenschaftlerin des DHI Washington ausgezeichnet http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/wissenschaftlerin-des-dhi-washington-ausgezeichnet.html Christina Lubinski wurde der renommierten Oxford Journals Article Prize der Business History Conference verliehen. Im Rahmen des März-Treffens der Business History Conference (BHC) wurden Christina Lubinski, Stipendiatin des DHI Washington, und ihr Co-Autor Geoffrey Jones (Harvard Business School) für ihren Artikel»Managing Political Risk in Global Business: Beiersdorf, 1914-1990« (Enterprise and Society 13 (2012), 85-119) mit dem Oxford Journals Article Prize ausgezeichnet. Der von der Oxford University Press geförderte Preis honoriert die besten Artikel in Zeitschriften und Publikationen der BHC.

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news-923 Thu, 17 Jan 2013 16:14:00 +0100 50 Jahre Élysée-Vertrag: Aktionen deutsch-französischer Einrichtungen bei Twitter und Facebook http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/50-jahre-elysee-vertrag-aktionen-deutsch-franzoesischer-einrichtungen-bei-twitter-und-facebook.html Am 22. Januar 2013 jährt sich zum 50. Mal die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages. Anlässlich dieses Ereignisses werden in Deutschland und Frankreich das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen offizieller und zivilgesellschaftlicher Akteure stattfinden. Der Startschuss dieser Aktionen war bereits im September 2012. Das Jahr 2013 ist von Deutschland und Frankreich zum Deutsch-Französischen Jahr erklärt worden.

Eine geographische Übersicht über die Veranstaltungen, eine Aufzählung der rund 30 Akteure sowie Dokumente und eine kurze Chronologie der Ereignisse finden sich auf der eigens für die Feierlichkeiten des Jahrestags angelegten Website "Deutsch-Französisches Jahr. 50 Jahre Élysée-Vertrag." Die Palette der Veranstaltungen reicht von wissenschaftlichen Kolloquien und Vorträgen über Sportveranstaltungen (Freundschaftsspiel im Fussball zwischen Deutschland und Frankreich in Paris am 6. Februar!), Kulturfestivals, Film- und Musikevents bis hin zum offiziellen Empfang des deutschen Bundespräsidenten am 22. Januar 2013 in Berlin.

Die Veranstaltungen werden in den sozialen Medien über die Auftritte der verschiedenen Akteure begleitet. Die unten genannten Einrichtungen haben sich bei einem Koordinationstreffen am 10.01.2013 im DHI Paris auf die folgenden Social-Media-Aktionen geeinigt. Weitere Akteure sind herzlich eingeladen, sich anzuschließen!

DHI Paris
Twitterwall Élysée50

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news-794 Thu, 13 Dec 2012 10:20:00 +0100 "Umkämpfte Erinnerung – Wie mit Geschichte Politik gemacht wird" auf MDR Figaro http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/umkaempfte-erinnerung-wie-mit-geschichte-politik-gemacht-wird-auf-mdr-figaro.html Am 15.12. um 22 Uhr wird auf MDR Figaro der Bericht zu “Umkämpfte Erinnerung – Wie mit Geschichte Politik gemacht wird” zu hören sein. Alle weiteren Informationen gibt es direkt bei Figaro Spezial.

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news-793 Thu, 13 Dec 2012 09:36:00 +0100 Datenbanken für die Mediävistik und die Renaissance in Forschung und Lehre http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/datenbanken-fuer-die-mediaevistik-und-die-renaissance-in-forschung-und-lehre.html Historikertag 2012; Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD); Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) Datenbanken zu Personeninformationen etablieren sich zusehends als Forschungsinstrument in den Geschichtswissenschaften. Meist aus Personenindizes oder aus Regestenausgaben entwachsen, entfalten sich digitale Informationssammlungen von dem Status des funktionalen Nebenprodukts zu ergiebigem Forschungsmaterial. Beispielhaft demonstriert wurde dies in der Sektion „Datenbanken für die Mediävistik und die Renaissance in Forschung und Lehre“ auf dem Historikertag 2012 in Mainz, welche von MICHAEL MATHEUS (Rom), HEDWIG RÖCKELEIN (Göttingen) und RAINER C. SCHWINGES (Bern) geleitet wurde und am 27. September stattfand. Der folgende Bericht möchte vorrangig die Besonderheiten der Datenbanken beleuchten und die damit verbundenen Fragen diskutieren. Die Fallbeispiele aus der Forschung sollen ebenfalls besprochen, jedoch nicht inhaltlich beurteilt werden.

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news-789 Mon, 10 Dec 2012 14:24:00 +0100 Stephan Lehnstaedt vom DHI Warschau zu sog. "Ghettorenten" interviewt http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/stephan-lehnstaedt-vom-dhi-warschau-zu-sog-ghettorenten-interviewt.html Am 10. Dezember berät der Sozialausschuss im Bundestag über rückwirkende Rentenzahlungen an Holocaust-Überlebende für ihre Arbeit im Ghetto. Deutschlandfunk und Welt sprachen dazu mit dem Historiker Stephan Lehnstaedt vom DHI Warschau. Holocaust-Überlebende drohen mit Sammelklage (Welt.de):
http://www.welt.de/politik/deutschland/article111914251/Holocaust-Ueberlebende-drohen-mit-Sammelklage.html

Bundestags-Sozialausschuss berät über Renten für Getto-Arbeiter:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1945368/ (Text)
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/12/10/dlf_20121210_0651_e04a5fb4.mp3 (Audio)

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news-778 Mon, 03 Dec 2012 09:47:00 +0100 Das DFK Paris erhält Lithographien Hans Hartungs als Dauerleihgabe http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/das-dfk-paris-erhaelt-lithographien-hans-hartungs-als-dauerleihgabe.html Die Fondation Hartung-Bergman leiht dem DFK Paris acht Lithographien Hans Hartungs aus den Jahren 1957/58 . Die Serie schmückt seit November die Eingangshalle des Hôtel Lully. Damit wird das Schaffen des deutsch-französischen Malers und Graphikers gewürdigt, der in seiner Wahlheimat Frankreich zu einem der bedeutendsten Vertreter des Informel wurde.

DFK Paris
Fondation Hartung Bergman

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news-615 Fri, 30 Nov 2012 23:59:00 +0100 Call for Papers: Postgraduate Students' Conference 2013 http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/call-for-papers-postgraduate-students-conference-2013.html Deadline: 30.11.2012, Konferenz: 10.–11.01.2013, DHI London The German Historical Institute London will hold its 17th postgraduate students' conference on 10 and 11 January 2013. Its intention is to give postgraduate research students in the UK and Ireland working on German history an opportunity to present their work-in-progress, and to discuss it with other students working in the same field. The Institute also aims to present itself as a research centre for German history in London, and to introduce postgraduates to the facilities it offers as well as to the Institute's Research Fellows.
 
If you are interested in attending next year's postgraduate students' conference (Thursday 10 to Friday 11 January 2013), please inform the Secretary before 30.11.2012 and include the following details:

  • full contact details (including email address and telephone number),
  • the exact title of your project,
  • the date you started your project,
  • the name, address, email address and phone number of your university and supervisor,
  • confirmation whether you have undertaken research in Germany,
  • confirm whether you wish to participate in the Paleography course scheduled for the morning of Thursday 10 January 2013.

Please note that accommodation and/or travel reimbursement claims can only be considered for those eligible and who attend the entire event.

Details

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news-767 Fri, 30 Nov 2012 23:59:00 +0100 Call for Papers: Identität und Repräsentation. Die Nationalkirchen in Rom, 1450-1650 http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/call-for-papers-identitaet-und-repraesentation-die-nationalkirchen-in-rom-1450-1650.html Deadline: 30.11.2012, Tagung: 23.-24.05.2013, DHI Rom „Eine aus Fremden zusammengeflickte Stadt, wo ein jeder lebt wie bei sich zuhause“ – das ist das Bild, welches Michel de Montaigne 1580 von Rom entwarf. Seit der Renaissance reisten neben Pilgern zunehmend auch Händler und Bankiers, Künstler und Gelehrte, Kirchenmänner und Diplomaten in die Hauptstadt des Christentums. Um sich fern ihrer Heimat gegenseitige Unterstützung zu bieten, schlossen sich die in Rom lebenden Fremden gleicher Herkunft zu Bruderschaften zusammen und gründeten Hospize, Oratorien und Kirchen. Die repräsentativsten der rund fünfzig Nationalkirchen in Rom entstanden zwischen 1450 und 1650 und bildeten in jener Zeit einen Mikrokosmos der christlichen Welt.

Im Zentrum der Tagung soll das Thema der Identitätsbildung stehen. Zu fragen ist, über welche einigenden Elemente – so beispielsweise Sprache, Kult, Brauchtum – die einzelnen im frühneuzeitlichen Rom präsenten nationes sich definierten und wie diese Elemente in der visuellen Kultur Niederschlag fanden. Folgende Themenfelder sollen dabei verstärkt in Augenschein genommen werden:

1) Kunst und Architektur: Inwiefern waren die Nationalkirchen und ihre künstlerische Ausstattung Ausdrucksträger kultureller Identität? Welche semantischen Formeln wurden zur repräsentativen Darstellung der verschiedenen Gemeinschaften oder ihrer Mitglieder verwendet? Wie interagierten aus dem Herkunftsland importierte und lokale künstlerische Phänomene miteinander?

2) Kult und Liturgie: Welche Besonderheiten wiesen die einzelnen nationes bei der Ausübung des christlichen Kultes auf? Inwiefern trugen Musik, Sprache, Liturgie, Kostüme und ephemere Erzeugnisse zum gemeinschaftlichen religiösen Erleben einerseits und zur repräsentativen Selbstinszenierung der Institutionen andererseits bei?

3) Institutionelle Aspekte: Wodurch zeichneten sich die nationes in institutioneller Hinsicht aus? Wie waren sie strukturiert (Bruderschaft, Konsulat, Kapitel etc.), und wie gestaltete sich in ihnen das Verhältnis zwischen Laien und Klerikern? In welcher Beziehung standen die Gemeinschaften und ihre Mitglieder zu den anderen politischen und kirchlichen Institutionen Roms, aber auch denjenigen ihres Ursprungslandes? Wo waren sie im städtischen Raum verortet, und was bedeutete dies für ihre Repräsentationsstrategien?

Wissenschaftliche Koordination:
Dr. Susanne Kubersky-Piredda (Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom)
PD Dr. Alexander Koller (Deutsches Historisches Institut in Rom).

Skizzen für Vorträge zum Tagungsthema im Umfang von max. 2500 Zeichen werden bis zum 30. November 2012 erbeten an minerva(at)biblhertz.it.

Weitere Informationen unter www.biblhertz.it/forschung/forschungsprojekte-des-instituts/minerva-forschungsgruppe/.

Quelle

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news-776 Thu, 29 Nov 2012 09:17:00 +0100 Wolfgang J. Mommsen Preis des DHI London verliehen http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/wolfgang-j-mommsen-preis-des-dhi-london-verliehen.html Der Gewinner des Wolfgang J. Mommsen Preises 2012 ist Benno Gammerl. Gammerl wurde für seine Doktorarbeit "Untertanen, Staatsbürger und Andere. Der Umgang mit ethnischer Heterogenität im Britischen Weltreich und im Habsburgerreich 1867-1918" ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 9. November bei der "Annual Lecture" des Deutschen Historischen Instituts London statt.

Weitere Infos

Zum Wolfgang J. Mommsen-Preis

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news-759 Wed, 28 Nov 2012 08:47:00 +0100 Sendetermin von "Der Überfall" – Jochen Böhler (DHI Warschau) verfasste das Begleitbuch http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/sendetermin-von-der-ueberfall-jochen-boehler-dhi-warschau-verfasste-das-begleitbuch.html Am 4. Dezember um 21 Uhr wiederholt der Sender Phoenix die Dokumentation "Der Überfall – Deutschlands Krieg gegen Polen". Am 1. September 1939 überfielen deutsche Truppen Polen; 36 Tage sollten die Kämpfe dauern. Oft wird dieser Überfall als der Beginn des Zweiten Weltkriegs nur am Rande erwähnt. Dese ausführliche Dokumentation erinnert an den 70. Jahrestag. Im Zentrum stehen dabei nicht Militärgeschichte, Strategien oder Analysen, sondern das Erleben der Menschen auf beiden Seiten, Soldaten wie Zivilisten.

Ein in jeder Hinsicht bewegender Film, denn die Erinnerungen könnten nicht unterschiedlicher sein: größtes Leid auf der einen Seite, Gleichgültigkeit oder Siegesfreude auf der anderen. Zwei Thesen verfolgt die Dokumentation: Sie zeigt, dass schon dieser Krieg gegen Polen ein planmäßiger Vernichtungskrieg war, der von Anfang an gegen die gesamte Bevölkerung gerichtet war, bei dem auch Zivilisten von Wehrmachtssoldaten gezielt getötet wurden. Und sie zeigt, dass Polen von seinen Verbündeten Frankreich und Großbritannien im Stich gelassen wurde. Authentizität steht im Vordergrund; auf nachgespielte Szenen wird verzichtet. Wissenschaftlich unterstützt wurde die Arbeit an der Dokumentation von Dr. Jochen Böhler, Historiker am Deutschen Historischen Institut in Warschau und Autor des Begleitbuchs zum Film.

Phoenix

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news-757 Tue, 27 Nov 2012 12:06:00 +0100 Neues Editionsprojekt: »World War II – Everyday Life Under German Occupation« http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/neues-editionsprojekt-world-war-ii-everyday-life-under-german-occupation.html Herder-Institut, DHI Paris In Zusammenarbeit mit dem Herder-Institut in Marburg bereitet das DHIP unter dem Titel »World War II – Everyday Life Under German Occupation« ein neues Editionsprojekt vor, das den Alltag unter deutscher Besatzung in Europa im Zweiten Weltkrieg dokumentiert. Unter der Leitung von Peter Haslinger, Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Tatjana Tönsmeyer, Bergische Universität Wuppertal, Wlodzimierz Borodziej, Universität Jena, und Stefan Martens, DHIP, arbeiten Forscherinnen und Forscher aus 15 Ländern zusammen, um die Alltags- und Gewalterfahrungen der Bevölkerungen in 19 der von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg besetzten Länder zu dokumentieren.

Das Editionsprojekt zielt darauf, der Forschung bisher unveröffentlichte Quellen zugänglich zu machen, weshalb die geplante Printedition auf Englisch erscheint. Die ebenfalls vorgesehene digitale Edition, wird die Quellen nicht nur in englischer Übersetzung, sondern auch in Originalsprache, teilweise unterstützt durch Faksimiles, zur Verfügung stellen.

Durch den vergleichenden Blick will das Forschungs- und Editionsprojekt anstelle der bislang im Fokus der Forschung stehenden »Tätergeschichte« neue Wege in der Historiographie des Zweiten Weltkriegs aufzeigen.

Gefördert wird das Projekt von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation. An dem Forschungs- und Editionsprojekt sind außer dem DHIP und der ENS Cachan für Frankreich Partnerinstitutionen aus insgesamt 15 europäischen Ländern beteiligt.

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news-733 Tue, 13 Nov 2012 09:49:00 +0100 Das neue Magazin der Max Weber Stiftung ist erschienen http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/das-neue-magazin-der-max-weber-stiftung-ist-erschienen.html Die aktuelle Ausgabe des Magazins der Max Weber Stiftung "Weltweit vor Ort" beschäftigt u. a. mit der internationalen Rezeptions- und Wirkungsgeschichte des neuen Namensgebers der Stiftung. Es enthält Beiträge des DIJ Tokyo, des DHI Paris, des DHI Rom, des DHI Washington und des Orient-Instituts Istanbul. Klicken Sie hier zum Downloaden

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news-712 Tue, 30 Oct 2012 08:34:00 +0100 Treffen des Projekts "Theologie Interreligiös" in Münster http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/treffen-des-projekts-theologie-interreligioes-in-muenster.html Öffentlicher Festakt am Samstag, 3. November, an der Universität Münster. Das bundesweit einmalige Projekt "Theologie Interreligiös" für muslimische und christliche Theologen wird am Wochenende in Münster fortgesetzt. Die Universität erwartet hochrangige Gäste wie den Leiter des Dialog-Zentrums der Al-Azhar Universität in Kairo, Prof. Dr. Mahmoud Azab, und den Direktor des Orient-Instituts Beirut, Arabist Prof. Dr. Stefan Leder, die das Projekt initiiert haben. Zur feierlichen Eröffnung sprechen auch Münsters Bischof Dr. Felix Genn sowie der Dialogbeauftragte des Auswärtigen Amtes, Botschafter Dr. Heinrich Kreft.

"Nachdem sich die islamische Theologie auch an deutschen Hochschulen wie der Uni Münster etabliert, suchen wir den systematischen und internationalen Austausch über die Grundlagen von Christentum und Islam", so der muslimische Theologe Prof. Dr. Mouhanad Khorchide und der katholische Theologe Prof. Dr. Johannes Schnocks vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Uni Münster. Zur feierlichen Eröffnung der dritten Tagung der Initiative, die vollständig "Episteme der Theologie Interreligiös" heißt, laden sie alle Interessierten ein. Der öffentliche Festakt beginnt am Samstag, 3. November, um 18 Uhr in der Aula der Uni Münster im Schloss, Schlossplatz 2.

Den Festvortrag hält der Bonner Philosoph und katholische Theologe Prof. Dr. Ludger Honnefelder über "Religion und Ethik angesichts der globalen Herausforderungen". Historiker Prof. Dr. Gerd Althoff vom Vorstand des Exzellenzclusters spricht ein Grußwort. Die anschließende Konferenz befasst sich bis zum 5. November mit "Ethik und Recht". Katholische, evangelische und muslimische Theologen aus Deutschland und Ägypten verständigen sich dabei über Grundlagen der Ethik im Christentum und Islam.

"Beide Religionen wollen nach ihrem Selbstverständnis ethische Orientierungshilfen geben", so Prof. Schnocks. Umso wichtiger sei es, gemeinsam über "Gut und Böse" nachzudenken und nach Begründungen von Normen zu fragen, ergänzte Prof. Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie in Münster. Die nächste Konferenz der christlichen und muslimischen Theologen befasst sich im Mai 2013 in Beirut mit "Glaubenslehre und Erfahrung". 2011 ging es in Wittenberg um "Schrift, Tradition und Dogma", 2012 in Kairo um "Offenbarung und Religion".

Bei der internationalen Initiative "Episteme der Theologie interreligiös" handelt es sich um den in Deutschland ersten systematischen und dauerhaft angelegten Austausch christlicher und muslimischer Theologen aus dem In- und Ausland. Kooperationspartner sind das renommierte Orient-Institut Beirut, die geistliche Leitung der Al-Azhar Universität Kairo – die größte theologische Ausbildungsstätte des sunnitischen Islams – die Stiftung Leucorea in Wittenberg und eine interkonfessionelle Gruppe aus Theologen der Universitäten Münster, Halle, Paderborn und Mainz.

Dr. Christina Heimken
Presse- und Informationsstelle
Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

 

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news-681 Thu, 18 Oct 2012 11:12:00 +0200 Neue Dokumente zur Wehrmacht aus amerikanischem Verhörlager aufgetaucht – Interview mit Felix Römer (DHI London) http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/datum/2012/10/18/neue-dokumente-zur-wehrmacht-aus-amerikanischem-verhoerlager-aufgetaucht-interview-mit-felix-roe.html "Ein Aktenfund in Washington ermöglicht einen genaueren Blick auf ein lange umstrittenes Thema: Die deutsche Wehrmacht, ihr Selbstverständnis, ihre Mentalität. Ein Gespräch mit dem Historiker und Buchautor Felix Römer." Die Deutsche Welle hat diesen Artikel sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch und Polnisch veröffentlicht. Bitte wählen Sie im Folgenden den Link zur entsprechender Sprache aus:

 

Deutsch
Englisch
Polnisch

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news-677 Wed, 17 Oct 2012 12:08:00 +0200 New Research Project "The global history of sport in the Cold War" http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/new-research-project-the-global-history-of-sport-in-the-cold-war.html In association with the Cold War International History Project at the Woodrow Wilson Center in Washington DC, a new collaborative project has been launched on the cultural, social and political significance of sport between the end of World War II and the fall of Communism. Via a series of workshops and meetings, which will run between 2014 and 2016, the project aims to produce an edited volume, a series of journal special issues, a special edition of the Cold War International History Project Bulletin featuring primary documents in English translation, and a Critical Oral History Conference on the 1980 and 1984 Olympics. Prospective hosts include: the Jordan Center for Advanced Russian Studies, New York University, the German Historical Institute in Moscow, the Centre for Contemporary Historical Research (Zentrum für Zeithistorische Forschung) in Potsdam, and the University of Cambridge.

Sport during the Cold War was uniquely positioned between high politics, diplomacy and popular culture. It offers an ideal prism onto issues of hard and soft power and the ways in which body culture and the media interacted at times of ideological tension. It was also a truly global phenomenon, bringing Africa, Asia, and Latin America onto the same stage as the superpowers and their European surrogates. This project seeks to illuminate all realms and aspects of sport in the Cold War, from its beginning up to 1991 and including its long aftermath. We are particularly interested in hearing from colleagues, young and old, who are working with new primary sources.

If you would like to present a workshop paper or be otherwise considered for inclusion in the project, please contact Christopher Young, by 1 December, at: cjy1000@cam.ac.uk, sending: (1) 200-300 words outlining your area of interest; (2) a separate brief description of the sources you are using; (3) a CV.

Project directors: Robert Edelman (University of California, San Diego); Christian Ostermann (Woodrow Wilson Centre, Washington); Christopher Young (University of Cambridge, UK).

Steering committee: Jutta Braun (Zentrum deutsche Sportgeschichte / Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam); James Hershberg (George Washington University); Vince Hunt (Smooth Operations Radio); Yanni Kotsonis (New York University); Nikolaus Katzer (German Historical Institute, Moscow); James Person (Woodrow Wilson Centre, Washington), Sergey Radchenko (University of Nottingham, Ningbo campus) and Mikhail Prozumenshikov (Russian State Archive of Contemporary History).

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news-669 Thu, 11 Oct 2012 09:04:00 +0200 "Forschen, Qualifizieren, Vermitteln." http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/forschen-qualifizieren-vermitteln.html Gudrun Gersmanns Bilanz über die Neuausrichtung des DHI Paris Die Deutschen Historischen Institute im Ausland sind seit langem ein fester Bestandteil der deutschen Hochschul- und Wissenschaftslandschaft. Als solche sind jedoch auch sie seit gut zehn Jahren mit den tiefgreifenden Veränderungen konfrontiert, die sich in der internationalen Wissenschaftslandschaft vollzogen haben.

Durch die Exzellenzinitiative und die Wissenschaftsfreiheitsgesetze haben sich die Rahmenbedingungen wissenschaftlichen Arbeitens, Forschens und Qualifizierens in der unmittelbaren Vergangenheit so grundlegend geändert wie zuletzt nur in den Jahren nach 1968. Geändert haben sich aber auch die Organisationsstrukturen der Auslandsinstitute selbst, die nun weit stärker als früher Aspekte des Wandels in ihre Arbeit einbeziehen müssen: Ebenso, wie die Amtszeiten der Direktorinnen und Direktoren auf fünf, bzw. maximal zehn Jahre befristet sind, werden auch die Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur mit zeitlich befristeten Arbeitsverträgen eingestellt. Die notwendige Wiedereingliederung in das deutsche Hochschulsystem muss deshalb so früh und gut wie möglich von Institutsseite aus vorbereitet werden. Auch wenn man die Entwicklungen und aktuellen Trends der Forschungsorganisation, wie sie zuletzt gerade noch in der Exzellenzinitiative zum Ausdruck gekommen sind, kritisch beurteilt, wird man an der Einsicht kaum vorbei kommen, dass sich die Auslandsinstitute – wie im Übrigen alle Wissenschaftsinstitutionen – in Zeiten solcher Umbrüche einer Standortbestimmung und Neupositionierung unterziehen müssen.

Wie sollen die Auslandsinstitute auf die hier nur grob skizzierten Entwicklungen reagieren? Als ich mein Amt als Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Paris im Herbst 2007 antrat, kristallisierte sich diese Frage schon bald als Kernstück und Ausgangspunkt aller geplanten Aktivitäten heraus. Zum Zeitpunkt der Rückkehr auf meinen Lehrstuhl zur Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität zu Köln zum 1. November 2012 ist nun der Moment gekommen, eine erste Bilanz zu ziehen.

Am Anfang meiner Amtszeit stand ein Leitbildprozess, an dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des wissenschaftlichen wie nichtwissenschaftlichen Dienstes teilgenommen haben. Wohin geht der künftige Weg des DHI Paris? Die drei prägnanten Begriffe "Forschen – Vermitteln – Qualifizieren", die nun das Leitbild des Instituts zusammenfassen, haben dem geplanten Neuausrichtungsprozess Ziel und Struktur verliehen. Eine zentrale Rolle im Kontext der entsprechenden Aktivitäten und Initiativen spielte der im Jahre 2008 eingestellte wissenschaftliche Koordinator des DHI Paris. Mit Stephan Geifes konnte ein profilierter deutsch-französischer Wissenschaftsmanager für diese neu geschaffene Stelle gewonnen werden: Aufgrund seiner Erfahrungen als ehemaliger Leiter der Pariser Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) sowie als Generalsekretär der Deutsch-Französischen Hochschule hat er sich schnell zu einem zentralen Ansprechpartner für alle Fragen der Antrags- und Karriereplanungen des Hauses entwickelt. Dabei hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, gerade die im Wissenschaftsbereich noch vielfach unerfahrenen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler schon in einem frühen Stadium ihrer Laufbahn kompetent zu beraten und unter anderem auf die einschlägigen nationalen wie internationalen Förderprogramme des DAAD, der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder des Europäischen Forschungsrates (ERC) zu verweisen.

Was verbirgt sich hinter dem Leitbild des DHI Paris?

Forschen

Der Schwerpunkt der Tätigkeit des DHI Paris liegt natürlich nach wie vor auf dem Bereich der Forschung: Die in beiden Wissenschaftskulturen verankerten Historikerinnen und Historiker des Instituts arbeiten zu zahlreichen Themen der westeuropäischen Geschichte von der Spätantike bis zur Gegenwart. Klassische Forschungsprojekte außeruniversitärer Forschung sind bekanntlich Langzeitprojekte, insbesondere Editionsprojekte, wie sie etwa an Akademien angesiedelt sind. Am DHI Paris wird als ein solches Projekt seit den 1970er Jahren die bereits auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurückgehende Erschließung und Edition der französischen Papsturkunden vor Innocenz III. (1198–1216) betrieben. Eingebunden ist die Gallia Pontificia in das von der Göttinger Akademie der Wissenschaften betreute Göttinger Papsturkunden-Werk, das von Klaus Herbers als Sekretär der Piusstiftung koordiniert wird. Dieses Langzeitunternehmen wurde in den vergangenen Jahren auf neuer Grundlage fortgesetzt, indem es wie alle anderen mittelfristigen Forschungsvorhaben in ein "machbares" Projekt mit klaren, zeitlich eingegrenzten Teilabschnitten verwandelt wurde. Keine Forschung kommt ohne "Forschungssteuerung" aus, die im Interesse der Ergebniswahrung mit Mitteln wie Budgetplanung und Berichtswesen betrieben werden sollte und einen wesentlichen Beitrag zur internen Qualitätssicherung leistet. Zur Qualitätssicherung gehört am DHI Paris ferner auch die Einbeziehung des Wissenschaftlichen Beirats in die Forschungsaktivitäten und die jährliche Programmkonferenz des Instituts.

Bei den neueren, seit der Jahrtausendwende laufenden Forschungsvorhaben stehen mittlerweile allerdings nicht mehr Editions-, sondern vielmehr Erschließungsprojekte zu umfangreichen, zugleich aber überschaubaren Quellenkorpora im Vordergrund, die für die deutsch-französische Fachcommunity von besonderer Relevanz sind. Hier seien vor allem die neuen Projekte zur Interalliierten Rheinlandkommission, zur Erschließung der Korrespondenz der Constance de Salm sowie des Nachlasses des Herzogs Emmanuel de Croy genannt.

Vermitteln

Das DHI Paris nimmt seine Vermittlungsaufgabe zwischen der deutschen und französischen Wissenschaftslandschaft auf vielfältige Weise wahr; sei es über regelmäßige Veranstaltungen, seine große und gut ausgestattete Bibliothek oder über die zahlreichen Print- und Online-Publikationen (Pariser Historische Studien, Francia, Beihefte der Francia, Trivium). Rhythmus und Zahl der Veranstaltungen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Mit jährlich weit über 100 Konferenzen, Vorträgen, Ateliers und Seminaren ist das Institut zu einem offenen Haus geworden. Die vielen positiven Reaktionen auf die neuen Facebook-, Blog- und Twitteraktionen des DHI Paris zeigen zugleich, wie sinnvoll es ist, wissenschaftlichen Nachwuchs auch über Kanäle der Social Media zu erreichen.

Über all das bereits Beschriebene hinaus hat sich das Institut seit dem Jahr 2008 immer wieder an jährlichen deutsch-französischen wissenschaftspolitischen Veranstaltungen beteiligt, bei denen Themen wie "Nachwuchsförderung", "Digitalisierung der Fachzeitschriften" oder "universitäre versus außeruniversitäre Forschung" zur Debatte standen. Seit 2008 werden regelmäßig "Tage der Geisteswissenschaften" und "Tage der Digital Humanities" am DHI Paris veranstaltet, an denen Fachkolleginnen und -kollegen und Vertreterinnen und Vertreter internationaler Forschungsförderorganisationen teilnehmen. Es ist dem DHI Paris dadurch gelungen, auch als ein Ort des Nachdenkens über die Zukunft der Geisteswissenschaften in einem internationalen Umfeld bekannt zu werden. Wichtig sind dem Institut die zahlreichen Kooperationen und Partnerschaften, die es mit französischen Historikerinnen und Historikern und Forschungseinrichtungen wie unter anderem den französischen Pendants zum DHI Paris in Deutschland, dem Institut français d’histoire en Allemagne in Frankfurt am Main oder dem Centre Marc Bloch in Berlin verbinden.

Qualifizieren

Da die Forschungsprojekte des DHI Paris heute, wie eingangs schon skizziert, in aller Regel von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit zeitlich befristeten Arbeitsverträgen betrieben werden, kommt der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses eine zentrale, wenn nicht gar die entscheidende Bedeutung zu. Die Neuausrichtung des Instituts konzentrierte sich in den letzten fünf Jahren daher sowohl auf die Neukonzeption wissenschaftlicher Mitarbeitertätigkeit im Rahmen neuer, international besetzter Schwerpunktforschergruppen, in denen Promovenden und Postdoktorandinnen und Postdoktoranden zusammenarbeiten (a.), als auch auf die Neuausrichtung der Fellow- und Stipendienprogramme (b.) sowie schließlich die Organisation von Fachkursen (c.) und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm (d.).

a) Infolge der stiftungsweiten Umwidmung der Wissenschaftlerstellen von Daueranstellungen auf befristete Beschäftigungsverhältnisse hat das DHI Paris speziell zur Frage der Finalität der Post-Doc-Phase ein Konzept erarbeitet und umgesetzt. Danach werden Post-Doc-Phasen am DHI Paris als Beitrag zur Internationalisierung des deutschen Hochschullehrernachwuchses begriffen. Um die strukturellen "Nachteile" der DHIs als außeruniversitäre, nicht promovierende oder habilitierende Einrichtungen im Ausland in einen Wettbewerbsvorteil für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler umzuwandeln, sieht dieses Konzept eine enge Kooperation mit deutschen Universitäten vor, in dem die stark in die Lehre eingebundenen Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Assistentinnen und Assistenten für den Zeitraum von ein bis drei Jahren nach Paris entsandt werden können. Dieses Modell hat drei Vorzüge: Für die Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst, die am DHI Paris die besten Bedingungen und Freiräume für ihre Arbeit finden, bleibt der Kontakt zur Lehre und zum geplanten Habilitationsort gewahrt, und die Rückkehr ins deutsche Universitätssystem ist garantiert. Die deutschen entsendenden Universitäten können zugleich auf einer Assistentenstelle, mithin innerhalb von sechs Jahren, zwei Post-Docs habilitieren. Doch in letzter Instanz profitiert auch das DHI Paris sehr von dieser Regelung, die es erlaubt, die "besten Köpfe" temporär an das Institut zu holen und ihnen dort die für die Forschung notwendigen Freiräume zu schaffen.

b) Parallel hierzu wurde das bisher auf bis zu sechs Monatsstipendien ausgelegte Stipendienprogramm des Instituts nach den Maßgaben einer Forschungseinrichtung im Gegensatz zu einer reinen Förderinstitution umstrukturiert. Im Zentrum stehen dabei nun einerseits sogenannte Forschungs- und Kurzzeitstipendien, die zugleich dank intensiver Beratungstätigkeit des Wissenschaftskoordinators als Sprungbrett für weitere Antragstellungen bei einschlägigen Fördereinrichtungen wie etwa der AvH genutzt werden können. Die in der Regel einen Zeitraum von drei Jahren umfassenden Vollpromotionsförderungen des DHI Paris im Rahmen der Forschergruppen konnten andererseits in Kooperation mit der renommierten geisteswissenschaftlichen Pariser Hochschule l‘École des hautes études en sciences sociales (EHESS) erfolgreich auf das Modell der französischen "contrats doctoraux" umgestellt werden, die für die Doktoranden eine Sozial- und Rentenversicherung nach französischem Recht beinhalten. Darüber hinaus wurde ein differenziertes Fellowprogramm eingeführt, das etwa deutschen Hochschullehrerinnen und -lehrern sowie Assistentinnen und Assistenten in der vorlesungsfreien Zeit durch die Bereitstellung von Gästezimmern die Durchführung von Forschungsvorhaben in Paris ermöglicht. Nach dem international verehrten Mediävisten und langjährigen Direktor des DHI Paris, Karl Ferdinand Werner, benannt, ist das KFW-Fellow Programm am DHI Paris in nur zwei Jahren zu einer festen Größe für die Mobilität von Professorinnen und Professoren sowie Assistentinnen und Assistenten geworden. Durch diese Maßnahmen wurde die Rückbindung des Instituts an die deutsche Historikerzunft signifikant gefördert.

c) Ein großer Erfolg ist auch der seit 2009 jährlich zusammen mit dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris durchgeführte Fachsprachkurs Französisch mit Einführung ins französische Wissenschaftssystem und die Pariser Bibliotheks- und Archivlandschaft. Rund 150 deutschen Professorinnen und Professoren, Assistentinnen und Assistenten sowie Doktorandinnen und Doktoranden wurde dadurch seither eine vertiefte Beschäftigung mit der französischen Historiographie ermöglicht.

d) Zusätzlich wurde ein umfangreiches, mehrjähriges Fortbildungsprogramm für die (Nachwuchs-) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Hauses organisiert, das von Schreib-, Lese- und Selbstorganisationseminaren bis hin zu Informations- und Beratungsveranstaltungen zu aktuellen Entwicklungen wissenschaftlicher Karrieren (Kanzlervorträge, Deutscher Hochschulverband) reichte. Durch die Ausrichtung seines Grundauftrags der Forschung auf die Qualifizierung des Nachwuchses und die Vermittlung zwischen der deutschen und französischen Geschichtswissenschaft in einem internationalen Umfeld hat das DHI Paris in den letzten Jahren seine Rückbindung an die universitäre Forschung nachdrücklich gestärkt. Sowohl aus der Sicht der "Noch-DHI-Direktorin" als auch der "Bald-wieder-Hochschullehrerin" erscheint mir dies die beste Zukunftsversicherung für das DHI Paris zu sein.

Gudrun Gersmann ist seit 2004 Inhaberin des Lehrstuhls für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität zu Köln. Seit 2007 leitet sie das Deutsche Historische Institut Paris.

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news-684 Mon, 24 Sep 2012 10:47:00 +0200 Andreas Rödder (DHI London) wird Gerda Henkel Gastprofessor http://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten/detail/News/andreas-roedder-dhi-london-wird-gerda-henkel-gastprofessor.html Der Historiker Andreas Rödder wird Gerda Henkel Gastprofessor 2012/13 und spricht zum Auftakt über derzeitige und frühere Sorgen vor einem übermächtigen Deutschland. Das Deutsche Historische Institut London, das International History Department der London School of Economics and Political Science (LSE) und die Düsseldorfer Gerda Henkel Stiftung haben die Gerda Henkel Gastprofessur für den Themenbereich Deutschland in Europa von 1890–2000 vergeben. Vom 1. Oktober 2012 an wird Prof. Dr. Andreas Rödder, Inhaber des Lehrstuhls für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ein Jahr am Deutschen Historischen Institut London forschen und an der London School of Economics lehren. Seine Einführungsvorlesung am 7. November 2012 trägt den Titel "Von Kaiser Wilhelm zu Kanzlerin Merkel. Die deutsche Frage auf der Europäischen Bühne". Darin wird Andreas Rödder auf die gegenwärtige Sorge vor einer deutschen Vormachtstellung in Europa blicken, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreicht und durch die Wiedervereinigung Deutschlands und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen neu belebt wurde.

Andreas Rödder, Jahrgang 1967, studierte Geschichte und Germanistik in Bonn und Tübingen. Er wurde 1995 mit einer Dissertation über "Stresemanns Erbe. Julius Curtius und die deutsche Außenpolitik 1929–1931" in Bonn promoviert. 2001 habilitierte er sich an der Universität Stuttgart mit einer Studie über "Die politische Kultur der englischen Konservativen zwischen ländlicher Tradition und industrieller Moderne 1846–1868". Nach Stationen am Historischen Kolleg in München und der Brandeis University, Boston, MA (USA) ist Andreas Rödder seit 2005 Professor für Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Forschungsinteressen gelten dem viktorianischen England und der Geschichte des Konservatismus, der Weimarer Republik und der internationalen Politik der Zwischenkriegszeit, der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland insbesondere in den 70er und den 80er Jahren sowie der Wiedervereinigung Deutschlands und der jüngsten Zeitgeschichte im internationalen Kontext.

Das Gerda Henkel-Visiting Professorship für den Themenbereich Deutschland in Europa wird seit 2009 jährlich besetzt. Frühere Gastprofessor/innen sind Prof. Dr. Ute Daniel (Braunschweig), Prof. Dr. Christoph Cornelißen (Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Johannes Paulmann (Mainz).

Details

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