Forschungs- infrastrukturen

 

Als öffentlich geförderte Stiftung will die MWS eine möglichst ungehinderte gesellschaftliche Teilhabe an den Forschungsergebnissen ihrer Institute sicherstellen. Dafür steht perspectivia.net als ein internationales, epochenübergreifendes und interdisziplinäres Portal für geisteswissenschaftliche Publikationen und Forschungsdaten. Für die Veröffentlichung von digitalen Editionen steht im Rahmen von perspectivia.net ein eigenes Portal zur Verfügung. Auf diese Weise sind alle digitalen Veröffentlichungen, die von den MWS-Instituten herausgegeben werden, nachgewiesen.

Das Blogportal de.hypotheses.org ist der deutschsprachige Zweig des internationalen Blogportals hypotheses.org. Es präsentiert wissenschaftliche Blogs aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Blogs, die von den MWS-Instituten und ihren Forschenden betrieben werden, sind unter mws.hypotheses.org zu finden.

Für die Forschenden an den Instituten macht die Digitale MWS-Bibliothek alle digitalen Medien auf einer gemeinsamen Rechercheplattform zugänglich (im Aufbau).

Transnational ausgerichtete Forschung benötigt Infrastrukturen, die über die deutsche Forschungslandschaft hinaus reichen und international anschlussfähig sind. Deswegen engagiert sich die MWS in verschiedenen Infrastrukturverbünden. Als forschungsstarke Institution leistet sie hier einen Beitrag, dass Forschungsinfrastrukturen für die Bedarfe der Forschenden entwickelt und angepasst werden. Auf nationaler Ebene geschieht dies im Rahmen des NFDI-Prozesses; hier ist die MWS an den Konsortien text+ und NFDI4Culture beteiligt.

Ebenso ist die MWS im Verein „Geisteswissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen e.V. (GWI)“ vertreten, der die Aktivitäten von DARIAH, CLARIN und OPERAS in der deutschen Forschungslandschaft bündelt. Dazu gehört ein Katalog der Services aller drei Infrastrukturverbünde. Gleichzeitig stellt der Verein GWI die Rückbindung der deutschen Repräsentationen der europäischen Forschungsinfrastrukturen auf die europäische Ebene sicher. Hierzu zählt vor allem der Anschluss an die European Open Science Cloud (EOSC).

Als deutsche Vertretung in der europäischen Forschungsinfrastruktur OPERAS (open scholarly communication in the european research area for social sciences and humanities) nimmt die MWS innerhalb von OPERAS verschiedene Leitungsfunktionen wahr. Als nationaler Kontaktpunkt übernimmt sie die Vermittlung der OPERAS-Services in die deutsche Forschungslandschaft (OPERAS-GER). Die MWS ist in verschiedenen laufenden Projekten von OPERAS und damit am Aufbau der europäischen Infrastruktur und weiterer Services beteiligt (TRIPLE, COESO, OPERAS-PLUS).

In enger Verzahnung mit den Forschungsinfrastrukturen stellt sich die IT der Stiftung nachhaltig für die Zukunft auf, indem wichtige Ressourcen und Dienste konsolidiert sowie Kompetenzen gebündelt werden. Umfassende Maßnahmen zur Digitalen Transformation, die Partizipation am internationalen Wissenschaftsnetz sowie Kooperationen mit Infrastrukturanbietern und strategischen Partnern wie z.B. der GWDG, dem BSI und dem DFN-Verein stellen für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der MWS einen zuverlässigen IT-Betrieb am jeweiligen Forschungsinstitut im Ausland sicher und gewährleisten stabile Anbindungen an internationale und stiftungsübergreifende IT-Infrastrukturen auf der Höhe der Zeit.