perspectivia.net

Die elektronische Publikationsplattform perspectivia.net ist das internationale, epochenübergreifende und interdisziplinäre Portal der Max Weber Stiftung (MWS). Sie steht im Zentrum der virtuellen Forschungsinfrastruktur, die die MWS für ihre Institute und weitere Kooperationspartner anbietet. 

Ziel von perspectivia.net ist die Intensivierung und Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Kommunikation durch die Bereitstellung von Forschungsmitteln in Form von Literatur, Quellen und Datenbanken. Die Publikationsumgebung ist dem Open-Access-Prinzip zur Förderung des freien wissenschaftlichen Austausches verpflichtet. 

Auf perspectivia.net finden sich sowohl bereits im Druck erschienene Texte (Retrodigitalisate) als auch genuin elektronische Publikationen. Es sind alle wissenschaftlichen Textsorten vertreten, von Zeitschriften, Monografien und Sammelbänden über Werkstatt- und Tagungsberichte bis hin zu Einzelvorträgen und Rezensionen. Darüber hinaus präsentiert die Plattform umfängliches Bildmaterial, aber auch Audio- und Videofiles. Da die Grundlagenforschung ein besonderes Förderanliegen der MWS darstellt, stellt perspectivia.net vermehrt Datenbanklösungen für die Präsentation von Quelleneditionen bereit. Hierbei steht nicht nur die Aufbereitung von Primärforschungsdaten im Vordergrund, sondern auch die Bereitstellung von virtuellen Arbeitsumgebungen, in denen die Erarbeitung wissenschaftlicher Ergebnisse in einem zeitgemäßen Umfeld erfolgen kann. 

perspectivia.net ist seit Oktober 2008 online. Die an der Geschäftsstelle der MWS angesiedelte Redaktion kümmert sich um die formale Korrektur der Texte und den Publikationsbetrieb; dazu gehört auch das Rechtemanagement für die publizierten Inhalte.

perspectivia.net kooperiert mit der Bayerischen Staatsbibliothek in München, die das Hosting der Plattform übernimmt. Dazu treibt sie die Metadatenerschließung der publizierten Inhalte voran und speist die Online-Publikationen in die Bibliothekskataloge ein. Darüber hinaus steht die BSB für die Langzeitarchivierung der Publikationsplattform ein.  

Weber 2.0 | Wissen in Verbindung

Weber 2.0 ist das Portal für wissenschaftliche Blogs der MWS, ihrer Institute und Partner. Ziel ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Auslandsinstituten und in den Gastländern sowohl untereinander als auch mit den Scientific Communities in Deutschland zu vernetzen, indem ihnen neue, zeitgemäße Foren zur Kommunikation, Kollaboration und Präsentation ihrer Forschungen zur Verfügung gestellt werden. 

Betrieben wird das Portal in Zusammenarbeit mit OpenEdition unter dem Dach von hypotheses.org in enger Kooperation mit dem deutschsprachigen Länderportal de.hypotheses.org, das 2011 vom Deutschen Historischen Institut in Paris (DHI Paris) initiiert wurde. Die MWS leistet damit einen Beitrag zum Aufbau einer nachhaltigen virtuellen Infrastruktur zur fachlichen Kommunikation in den Geisteswissenschaften, die das Potenzial virtueller Kooperation, einer offenen Distribution von Information und der Prozessierung von Wissen zur vollen Entfaltung kommen lässt. 

Besonders für den internationalen Austausch bieten sich dadurch neue Möglichkeiten. Die Förderung länderübergreifender, vergleichender geisteswissenschaftlicher Forschung ist das Alleinstellungsmerkmal der MWS und auch für die Plattform konstitutiv. Ziel ist die Anregung transnationaler Dialoge zu einzelnen Themen und die aktive Vernetzung der Beteiligten über Grenzen hinweg. So werden wissenschaftliche Diskurse und Impulse anderer Länder in die deutschen Geisteswissenschaften vermittelt und umgekehrt. An den Instituten etablierte Kontakte können auch im Anschluss an die Förderung bzw. Beschäftigung weitergeführt, gemeinsame Arbeiten fortgesetzt werden. Die dezentrale Aufstellung der MWS – ihre konstitutive Charakteristik von Einheit in Vielfalt – bietet dabei für die Ideen des Portals ideale und einzigartige Voraussetzungen: Der Reichtum an den einzelnen Instituten geleisteter Forschungsarbeiten wird abgebildet, während durch Zentrierung die Sichtbarkeit erhöht und durch Vernetzung gemeinsame Identität verdichtet wird. 

 

DARIAH-DE

DARIAH-DE unterstützt die mit digitalen Methoden und Verfahren arbeitende Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Mit DARIAH-DE verbindet sich die Vision, den Geistes- und Kulturwissenschaften in Europa und in Deutschland einen Raum zur Großforschung zu schaffen, wie er in den Natur- und angewandten Wissenschaften bereits seit Jahrzehnten von vielen Forscherinnen und Forschern gemeinsam aufgebaut und genutzt wird. Durch den Einsatz von Spitzentechnologien ergibt sich die einmalige Chance, den Geistes- und Kulturwissenschaften neue Wege und Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Forschens zu eröffnen. Die Forschungsinfrastruktur von DARIAH-DE besteht aus vier Säulen: Lehre, Forschung, Forschungsdaten und Technische Komponenten. 

Als Partner in DARIAH-EU trägt DARIAH-DE dazu bei, auch auf europäischer Ebene Aktivitäten der Digitalen Geisteswissenschaften zu bündeln und zu vernetzen. Ausgehend von dem sich zurzeit vollziehenden Paradigmenwechsel auch in den Geisteswissenschaften ist es DARIAH-DE außerdem ein wichtiges Anliegen, durch die Entwicklung einer modernen Forschungsinfrastruktur für die Geistes- und Kulturwissenschaften einen Beitrag für deren Wettbewerbs- und Anschlussfähigkeit im internationalen Forschungskontext zu leisten und den europäischen Forschungsraum und damit DARIAH-EU aktiv mitzugestalten. 

Mit DARIAH-DE unterstützt die MWS die Weiterentwicklung der digitalen Methoden und Forschungsinstrumente in den Geistes- und Kulturwissenschaften sowie die Internationalisierung und Vernetzung der digital forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durch den Aufbau einer digitalen Forschungsinfrastruktur. Da die Grundlagenforschung ein besonderes Förderanliegen der MWS ist, bilden Nutzung von digitalen Werkzeugen, Entwicklung von Datenbanklösungen, Konzeption virtueller Arbeitsumgebungen und die Bereitstellung von Primärforschungsdaten in nachhaltigen Forschungsinfrastrukturen wichtige Bausteine eines stiftungsweiten Infrastrukturangebots. Die MWS engagiert sich bei DARIAH-DE daher besonders in den Clustern Institutionalisierung und Wissenschaftliche Sammlungen. 

Arbeitskreis Digital Humanities

Digital Humanities sind ein fester Bestandteil der wissenschaftlichen Aktivitäten der MWS. Die Digital Humanities berühren alle Bereiche, für die die MWS als Trägerin geisteswissenschaftlicher Forschung steht. Sie verändern die Konzeption, Organisation und Präsentation von Forschungsprojekten, die Arbeit der Bibliotheken und die Visibilität der Instituts- und Stiftungsarbeit generell. Die Digital Humanities entwickeln als autonome Grundlagenforschung neue Fragestellungen; digitale Forschungsinfrastrukturen ermöglichen neue Forschungsprozesse; digitale Tools und kooperative Arbeitsformen erweitern den Methodenkanon, die Wissenschaftspraxis und die Kommunikation. Die Digital Humanities bereichern und entwickeln damit die Kernaufgaben der MWS. Die in den Digital Humanities praktizierte virtuelle Vernetzung bildet die Grundlage für dezentrale Arbeitsformen und offene Zugänge. 

Dementsprechend nutzen immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der MWS diese Ansätze für ihre eigenen Arbeiten. Um die Potentiale der neuen Methoden und Werkzeuge sowie den Herausforderungen zu begegnen, hat sich 2016 der Arbeitskreis Digital Humanities gegründet. Dieser Arbeitskreis bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bereiche Forschung und Infrastruktur aus allen Instituten eine Plattform, um sich über Arbeitsweisen der Digital Humanities auszutauschen. Als stiftungsweiter Ansprechpartner berät der Arbeitskreis Digital Humanities Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der digitalen Ausrichtung ihrer Forschungsvorhaben, unterstützt aber auch die Leitungsebenen und Gremien in den Bereichen Organisationentwicklung und Infrastrukturangebot. 

Neben der virtuellen Vernetzung treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreis Digital Humanities, der sich aus Expertinnen und Experten aus allen Instituten und der Geschäftsstelle zusammensetzt, einmal im Jahr zu einem Workshop, um die Entwicklungen der Digital Humanities in der MWS zu diskutieren und zu gestalten. Neben dem wichtigen Austausch mit den Arbeitskreisen Bibliothek und IT stellt der Arbeitskreis Digital Humanities sicher, dass auch externe Fachleute der Digital Humanities im Rahmen von Workshops und Kooperationen die digitale Kompetenz innerhalb der Stiftung erweitern. Schließlich haben die im Arbeitskreis Digital Humanities versammelten Expertinnen und Experten auch die Aufgabe, die Strategie, wie die Digital Humanities innerhalb der Stiftung zukünftig verortet und entwickelt werden, fortzuschreiben. 

Offene Anfragen an die Mailingliste des Arbeitskreises Digital Humanities: mws-akdh(at)dhi-roma.it

OPERAS

OPERAS (open access in the european research area through scholarly communication) ist eine verteilte Forschungsinfrastruktur für eine offene Wissenschaftspraxis in den Sozial- und Geisteswissenschaften in Europa. OPERAS koordiniert die Zusammenarbeit und technische Vernetzung etablierter Partner aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, Infrastrukturdienstleistern und Wissenschaftsinitiativen. OPERAS gestaltet mit robusten Diensten und innovativen Angeboten den Veränderungsprozess hin zu Open Science und befördert die Öffnung des europäischen Forschungsraums in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Durch die Beteiligung an OPERAS kann die MWS die Aktivitäten in zwei ihrer Kernziele substantiell stärken: die weitere Internationalisierung der Geisteswissenschaften und die Förderung offener Wissenschaftskommunikation. 

Die Aktivitäten der OPERAS-Forschungsinfrastruktur umfassen Forschung und Entwicklung, Wissens- und Technologietransfer, Best Practices und Trainingsprogramme, Evaluationen und Nutzerstudien, sowie Standardisierung und Schnittstellen, darunter auch Anschluss an die European Open Science Cloud. Neben der Weiterentwicklung der vernetzten Infrastrukturen und Dienstleistungsangebote wird OPERAS mit drei übergreifenden Diensten die Forschung effizient unterstützen und nachhaltig entwickeln:

  • OPERAS Certification Service, zur Qualitätssicherung, Transparenz und Vertrauensbildung von Open Access-Publikationen, Plattformen und Prozessen.
  • OPERAS Discovery Service, zur verbesserten Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen sowie zur Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im europäischen Forschungsraum jenseits der nationalen beziehungsweise sprachraumbezogenen Grenzen der Forschung.
  • OPERAS Research for Society Service, zur Öffnung der Wissenschaft, Einbindung der Zivilgesellschaft und Kommunikation gesellschaftlicher relevanter Themen, sowie die Integration partizipativer Verfahren in die Forschung. 

Der Aufbau von OPERAS wird von zwei laufenden Horizont2020-Projekten begleitet. Die Designstudie OPERAS-D unterstützt OPERAS in der konzeptionellen, organisatorischen und technischen Entwicklung. In HIRMEOS (high integration of research monographs in the european open science infrastructure) werden Dienste für Publikationsplattformen entwickelt, die mit der Realisierung von Open Access-Monografien ein Desiderat in der Open Access-Landschaft schließen.