Press Review

Matthias Uhl, Wissenschaftler am Deutschen Historischen Institut in Moskau, hat den Dienstkalender von Heinrich Himmler zusammen mit einem Expertenteam ausgewertet. Seiner Meinung nach beweist der Kalender aus den letzten Kriegsjahren «eindrucksvoll die Radikalisierung des untergehenden Regimes» sowie die Verantwortungslosigkeit Himmlers, wie die Westfälischen Nachrichten berichten.

 

Dieses Jahr findet in Russland erstmals wieder an einem 24. Juni eine Siegesparade auf dem Roten Platz in Erinnerung an den Sieg über Hitler-Deutschland statt. Der MDR berichtet über den historischen Zug von 1945 und hat dabei auch Matthias Uhl vom Deutschen Historischen Institut in Moskau befragt.

 

In einer internationalen Umfrage zur Arbeitszufriedenheit war Japan mit nur 42 % an glücklichen Angestellten der absolute Ausreißer nach unten. Franz Waldenberger, Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tokio, erklärt in der Neuen Züricher Zeitung warum die Lage in Japan anders ist, als die Umfrage vermuten lässt.

Auf dem Wissenschaftsportal L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung gibt es ein Interview mit Astrid M. Eckert und Simone Lässig, Direktorin des DHI Washington, zur Covid-19-Situation in den USA .

Die französische Historikerin Élise Julien und Mareike König, Historikerin am Deutschen Historischen Institut in Paris, haben einen Doppelband zur deutsch-französischen Verflechtungsgeschichte von 1870 bis 1918 herausgebracht. Die Ausgabe eröffnet zahlreiche neue und überraschende Perspektiven auf die Zeit sowie die Länder Deutschland und Frankreich, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

75 Jahre nach Himmlers Tod haben Historiker, wie Matthias Uhl vom DHI Moskau, den Dienstkalender des SS-Chefs ausgewertet. Ihr Urteil im Focus: "Himmlers Dienstkalender zeigt einen intriganten, kleinlichen, pedantischen, nachtragenden, schulmeisterhaften, verbissenen und mitunter skurrilen Bürokraten, der zusammen mit zahlreichen Komplizen täglich Mord und Gewalt plante und ausführen ließ".

Das Deutsche Historische Institut in Moskau arbeitet an einem Recherche- und Dokumentationsprojekt zum Verbleib russischer Kriegsgefangener in Deutschland während des zweiten Weltkriegs. "Das sei besonders wichtig für Angehörige", sagt der wissenschaftliche Mitarbeiter Dmitri Stratievski . Über das Einzelschicksal eines Gefangenen und seiner Retterin berichtet der Beitrag der mittelbayrischen Zeitung.