Pressespiegel

Die Öffnung der Vatikan-Archive wird nach Einschätzung des deutschen Historikers Martin Baumeister, Leiter des Deutschen Historischen Instituts in Rom, keine grundlegend neuen Erkenntnisse über die Haltung von Pius XII. gegenüber der NS-Judenverfolgung bringen. Die Fortsetzung der Debatte um einen möglichen Protest des Papstes werde "zu hoch gehängt".

Im FAZ Essay-Podcast berichtet Maciej Górny, Historiker am DHI Warschau, warum die Pariser Friedenskonferenz für die Vertreter der neuen Staaten Osteuropas eine Enttäuschung war und wer die eigentlichen Gewinner Männer im Hintergrund waren.

Das ZDF heute journal besucht Janina Struk am DHI London, wo die Historikerin und Journalistin vom Fund eines Karikaturen-Albums von Auschwitz berichtet.

Mirjam Brusius, Historikerin am DHI London, in der SZ über die Verbindung von Rassentheorie und Antikensammlungen und warum es so wichtig ist, dass sich Museen mit dieser Geschichte auseinandersetzen.

Szymon Groskop überlebte den Holocaust im besetzten Polen als Kind. Nach mehr als sieben Jahrzehnten fährt er zum ersten Mal wieder in die heute zur Ukraine gehörenden Orte zurück, an denen seine Familie ermordet wurde. Ein Bericht in der FAZ von Felix Ackermann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DHI Warschau.

Tokio rückt durch die Olympischen Sommerspiele in diesem Jahr in den internationalen Fokus. Ein eher unbekanntes Viertel in der japanischen Hauptstadt ist Sanya ganz im Norden. Dort leben die ärmsten Menschen Tokios. Der Stadtteil wandelt sich langsam, die früheren Tagelöhner versterben nach und nach. Von Verdrängung könne man jedoch nicht sprechen, sagt Hanno Jentzsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Japanstudien in Tokio.

Das Denken in Dekaden begann erst im 20. Jahrhundert, als sich das Tempo rasant verschärfte und sich die Ereignisse überschlugen. Und es geht bei der Periodisierung von Geschichte längst nicht mehr nur um Politik, hat der Historiker Tobias Becker vom DHI London herausgearbeitet. „Politische Ereignisse“ hätten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als „Zäsuren und Wegmarken“ Konkurrenz bekommen: von popkulturellen Ereignissen, von Moden und Trends.