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DHI Paris

Celia Burgdorff

Damit beschäftige ich mich:

Ich erforsche den Begriff „Festung Europa“ (zwischen 1985 und 2004) und dessen Auswirkungen auf die Europäische Innen- und Außenpolitik. Dabei interessiert mich besonders, wie die EU dieses Bild verwendet, um sich selbst darzustellen und politische Entscheidungen zu legitimieren.

Was reizt mich an meinem Forschungsfeld?

Mich reizt es, an einem Thema zu arbeiten, das „aktuell ist“ und Parallelen zur Gegenwart hat. Außerdem gefällt mir die große Vielfalt an Quellen: ich arbeite sowohl mit sehr trockenen juristischen Quellen, beispielsweise aus dem EU-Parlament als auch mit Zeitgenössischen Kunstwerken oder Gedichten. Alle widerspiegeln die Kraft und Symbolik des Sprachbildes „Festung Europa“. 

Was ist die größte Herausforderung meiner Forschung?

Migration ist ein sehr sensibles und emotionales Thema. Bei solchen Fragestellungen ist es manchmal schwierig, sachlich zu bleiben und sich aus politischen Debatten rauszuhalten.

Institutionelle Zuordnung und Aufgabe:

Celia Burgdorff war Doktorandin am Deutschen Historischen Institut Paris. | Bild: © DHIP/Sébastien Borda

Beiträge aus dem Themenportal

Die Macht der Sprache: Das Bild der „Festung Europa“ in der EU-Politik

In den vergangenen Monaten war in Berichten über die Situation an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland oft die Rede von einer „Festung Europa“. Dabei handelt es sich um ein starkes sprachliches Bild mit einer widersprüchlichen Geschichte.