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Kulturelles Erbe und Erinnerung

Wissenschaftliche Bearbeitung des Palais Beauharnais

Die Erforschung der Baugeschichte, Innenausstattung und Sammlungsgeschichte des Palais Beauharnais steht im Zentrum dieses seit 2002 bestehenden Projektes am DFK Paris. Die Residenz des deutschen Botschafters, die noch heute den Namen seines berühmtesten Besitzers, des Prinzen Eugène de Beauharnais (1781–1824) trägt, ist nicht nur einer der wichtigsten Ort der deutsch-französischen Beziehungen in Frankreich, sondern auch das bedeutendste noch erhaltene Palais aus der Zeit Napoleons in Paris.

Jenseits der Geschichtspolitik – Über die Infrastrukturen von Erinnerungskulturen

Erinnerungskultur ist ohne eine grundlegende Infrastruktur wie materielle Bautechnik, zeitliche Planung oder finanzielle Fördermittel nicht denkbar. Dennoch finden diese „unsichtbaren“ Prozesse in der Forschung zum kulturellen Gedächtnis nur wenig Beachtung. Ein Forschungsprojekt am Deutschen Historischen Institut Warschau widmet sich diesen Prozessen und untersucht ihren Einfluss auf die Entwicklung verschiedener Gedenkformen.

Travelling Art Histories – Transregionale Netzwerke im Austausch zwischen Lateinamerika und Europa

„Travelling Art Histories“ ist als mobiles Forschungsprojekt am DFK Paris entstanden. Es handelt von Begegnungen zwischen Lateinamerika und Europa. Welche Rolle aktuelle Paradigmenwechsel in den Geisteswissenschaften spielen, wie es zur Idee der „Travelling Art Histories“ kam und welche Herausforderungen die Corona-Pandemie aktuell stellt, erklärt Lena Bader.

Mit den Augen des Anderen sehen: Deutsche auf Reisen im Frankreich Ludwigs XIV.

Ein Klick, und man taucht ein in eine andere Welt: Wie sah es im Schloss des Sonnenkönigs aus? Welche Pariser Sehenswürdigkeiten musste man unbedingt gesehen haben? Und wie verlief die Weiterreise aus den Zentren der Macht nach Toulouse, Lyon oder Marseille? Antworten auf diese Fragen sind auf der deutsch-französischen Webseite ARCHITRAVE zu finden.

„Die andern fragen so oft, wann schreibst du nach Amerika“ – Migrant Connections: Eine digitale Forschungsinfrastruktur zur deutsch-amerikanischen Migrationsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

„Wenn ich dir so oft geschrieben hätte als ich an dich denke, so hättest du wohl tausend Briefe. Die andern fragen so oft, wann schreibst du nach Amerika“ – Brief von Anna Maria Steinhorst, geschrieben in Ascheberg, Nordrhein-Westfalen, am 19. März 1875 an ihren Bruder Bernhard Busam, der 1855 in die Vereinigten Staaten auswanderte.

Die moderne Kunst des Libanon: Produktion, Kontext und Künstlerimage

Das internationale Interesse an Kunst aus der arabischen Welt ist in den letzten zwei Jahrzehnten stark gestiegen, wie die Entwicklung des Kunstmarkts bezeugt. Die Forschung zur Kunstwelt der Region steckt aber noch in den Kinderschuhen. Nadia von Maltzahn leitet ein Forschungsprojekt, das das Zusammenspiel vom Entstehungskontext und der künstlerischen Produktion im Libanon untersucht.

Fäden und Fährten: Eine Religionsgeschichte Istanbuls anhand textiler Überlieferungen

Wenn es um die Erforschung der Istanbuler Religionsgeschichte geht, liegt der Fokus meist auf schriftlichen Quellen. Textile Überlieferungen des Religiösen wie Stoffe und Kultgewänder spielen dabei hingegen eine untergeordnete Rolle. Doch gerade diese nicht-textuellen Überlieferungen sind es, die auch einen Einblick in zeitgenössische religiöse Praktiken eröffnen können.

Schatten des Abendlands – Der Katholizismus im politischen Denken der europäischen Nachkriegszeit, 1945–1960

Die Nachkriegszeit war geprägt durch das Nebeneinander von religiösem Konservatismus und demokratischem Neubeginn. Wie konnte sich trotz dieser gegensätzlichen Strömungen eine gemeinsame europäisch-demokratische Identität herausbilden? Und welche Rolle spielte dabei der Katholizismus? Diesen Fragen geht ein Forschungsprojekt am DHI Rom auf den Grund.

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